# Die Schlacht am Graben: Juden von Medina verrieten den Propheten!–KI-Visualisierung–O Prophet| Ep 8

- Language: de
- Published: 2026-08-26
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- Source video: https://www.youtube.com/watch?v=QbV9WR28GCg
- Channel: Towards Eternity

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Staubwolken am Horizont waren ein Zeichen für einen nahenden Sturm. Unter dem rachsüchtigen Befehl von Abu Sufyan hatte sich ein Heer von 10.000 Kriegern aus der Arabischen Halbinsel versammelt und die Außenbezirke von Medina erreicht. „Mit einem Heer von 10.000 Mann werden wir sie den Tag ihrer Geburt verfluchen lassen!“ Die Götzendiener brannten vor Rachedurst. Doch was sie vor sich sahen, ließ sie erstarren. Der einzige Zugang der Armee zur Stadt war durch einen beinahe 6 Kilometer langen Graben versperrt. Er war unglaublich breit und tief, wie eine unüberwindbare Barriere. Ihr Vertrauen auf einen leichten Sieg verwandelte sich plötzlich in Angst und Unsicherheit.

Angesichts dieser Verteidigungsstrategie wussten die Feinde nicht weiter, denn so etwas hatten sie in noch nie ihrem Leben gesehen. Doch wie war es dazu gekommen? Und wie waren die Muslime auf einen solchen Plan gekommen, um dieser Streitmacht zu trotzen? Und vor allem: Was würde als Nächstes geschehen? Verrat, geheime Pläne und Wunder. Lasst uns die epische Geschichte der Grabenschlacht miterleben. Diese Videoserie basiert auf Hunderten Quellen aus verlässlichen islamischen Überlieferungen. Alle KI-Visualisierungen wurden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten erstellt und entsprechen islamischen Richtlinien.

Der jüdische Stamm der Banu Nadir war aus Medina vertrieben worden – als Strafe für ihren Verrat. Einige gingen nach Syrien, andere ließen sich in Khaybar nieder. Khaybar hatte eine größere jüdische Bevölkerung als jede andere Region. Aufgrund ihrer Zahl ermutigten sie einander zum Kampf. Dieses Selbstvertrauen führte dazu, dass sie ihre Rache gegen den Propheten (FSMI) und seine Gefährten planten. Doch das war natürlich nichts, was sie allein tun konnten. Sie entsandten eine Delegation von 19 Männern, um die Quraysh zu überzeugen und andere arabische Stämme zum Krieg gegen den Propheten (FSMI) zu bewegen.

Zuerst würden sie die Quraysh aufsuchen, dann die Stämme von Ghatafan und Banu Sulaym, und danach weitere arabische Stämme. Deshalb wurde diese Schlacht auch als die Schlacht von Al-Ahzab bezeichnet – die Schlacht der Verbündeten, weil viele Stämme, große wie kleine, sich zusammenschlossen, um gegen die Muslime anzutreten. Wie geplant war der erste Halt der Delegation Mekka. Erinnert ihr euch an das Ende von Uhud? Abu Sufyan hatte den Propheten (FSMI) herausgefordert, ihm wieder zu begegnen – ein Jahr später in Badr. Der Gesandte Allahs (FSMI) nahm dies an und zog im folgenden Jahr mit seinem Heer nach Badr. Als er dort ankam, fand er niemanden vor.

Die Quraysh wagten es nicht, sich ihm zu stellen. Sie hatten in Badr eine schlimme Niederlage erlitten, und seitdem brannte Abu Sufyan vor tiefem Verlangen nach Rache. „Dann seid willkommen. Diejenigen, die uns im Kampf gegen Muhammad unterstützen, sind uns die Liebsten.“ Der Islam wuchs von Tag zu Tag, und die Quraysh wussten, dass sie ihm nicht länger allein entgegentreten konnten. Also blieb ihnen nichts übrig, als dieses Angebot anzunehmen. Abu Sufyan wollte sehen, ob die jüdische Delegation entschlossen und ernsthaft in dieser Sache war. Er beschloss, sie zu prüfen, und stellte fest, dass sie noch mehr darauf brannten als er selbst.

Er sagte: „O ihr Juden, unterrichtet uns über unseren Streit mit Muhammad. Wessen Religion ist besser, unsere oder seine?“ „Wenn wir vor Allah die Wahrheit sagen müssen: Ihr seid der Wahrheit näher als er.“ Tief im Inneren wussten sie, dass die Wahrheit das Gegenteil war. Dennoch, getrieben von ihrem Durst nach Rache, zögerten sie nicht zu lügen. Die jüdische Delegation schloss ein Abkommen mit den Quraysh und sicherte sich ihre ersten Verbündeten. Doch das genügte ihnen nicht. Um weitere Unterstützung zu erhalten, gingen sie zum Stamm der Ghatafan, der zwischen Mekka und Nadschd lebte. Und es dauerte nicht lange, bis auch sie überzeugt waren.

Danach stimmten auch die Banu Sulaym zu, sich ihnen anzuschließen. Es war nicht nur die jüdische Delegation; auch die Quraysh waren bemüht, weitere Stämme zu überzeugen. Dann gewannen sie die Unterstützung des Stammes der Ahabisch sowie der mit ihnen verbündeten Stämme. Mit diesen Gruppen zusammen erreichten ihre Streitkräfte fast 4.000 Mann. Nachdem sie sich die Unterstützung der Stämme um Medina gesichert hatten, stellten die Banu Nadir und die Quraysh ein Heer von 10.000 Mann auf. „Mit einem Heer von 10.000 Mann werden wir sie den Tag ihrer Geburt verfluchen lassen!“ Während all dessen erreichte den Propheten (FSMI) eine Nachricht vom Stamm der Khuza’a. „Er kommt!

Abu Sufyan stellt ein großes Heer auf, das hierher marschiert!“ – „Wie viele?“ – „Tausende.“ „Hast du sie selbst gesehen?“ „Ich bin ihren Spähern im Tal begegnet, sie bewegen sich schnell.“ Der Prophet (FSMI) versammelte sofort seine Gefährten, um sich mit ihnen zu beraten. Jeder brachte seine Meinung ein. Bis eine Idee aufkam, die alles verändern sollte: „O Gesandter Allahs, in Persien haben wir, wenn wir Angriffe feindlicher Kavallerie fürchteten, Gräben um unsere Stadt gegraben, um sie zu schützen.“ Derjenige, der sprach, war Salman Al-Farisi, ein Gefährte persischer Herkunft. Der Prophet (FSMI) und seine Gefährten hatten von einer solchen Taktik zuvor noch nie gehört.

Rasulullah (FSMI) fand die Idee sinnvoll und billigte sie. Gräben sollten ausgehoben werden, so breit und tief, dass nicht einmal Pferde sie überwinden konnten. Zuerst ging der Gesandte Allahs (FSMI) hinaus, um zu bestimmen wo der Graben ausgehoben werden sollte. Auf einer Seite von Medina gab es weite Lavafelder. Und auf der anderen Seite lagen große Dattelpalmenhaine. Armeen konnten keines von beiden überqueren. Im Süden erhob sich ein großer Berg, der einen Zugang aus dieser Richtung unmöglich machte. In gewisser Weise hatte Allah Medina bereits unter natürlichen Schutz gestellt. Nur eine Seite blieb offen.

Genau dort sollte ein langer Graben ausgehoben werden, um den Zugang des Feindes zur Stadt vollständig zu blockieren. Dafür hatten sie jedoch kaum 10 Tage Zeit. Alle begannen mit voller Kraft zu graben. Und an ihrer Spitze stand der Gesandte Allahs selbst (FSMI). Mit Spitzhacke und Schaufel in den Händen arbeitete auch er Seite an Seite mit seinen Gefährten und ermutigte sie zugleich. Trotz Hitze und Hunger gruben sie den ganzen Tag ohne Pause. Manchmal sagten die Gefährten: „Ya Rasulullah (FSMI), bitte ruhe dich aus. Unsere Arbeit ist ausreichend. Du musst dich nicht erschöpfen.“ Er hätte auch gar nicht arbeiten brauchen. Er war der Gesandte Allahs, und niemand hätte Einwände erhoben.

Doch er war es, der sagte: „Der Anführer eines Volkes ist derjenige, der ihm dient.“ Für ihn war es schwerer, zu sitzen und zuzusehen, als zu arbeiten. Er wusste, dass Allahs Segen und Barmherzigkeit durch Mühsal kommen. So arbeitete er härter als alle anderen. In jenem Jahr litt Arabien unter schwerer Dürre und Hungersnot. Viele Muslime banden sich Steine auf den Bauch, um den Hunger zu ertragen. So versuchten sie, ihren Schmerz durch ein falsches Sättigungsgefühl zu lindern. Verzweifelt kamen einige Gefährten zum Propheten (FSMI) und berichteten ihm von ihrem Leid. Als sie die Szene vor sich sahen, blieben ihnen die Worte im Hals stecken.

Denn als Rasulullah ﷺ das Tuch um seinen Bauch löste, fielen nicht ein Stein, sondern zwei zu Boden. „Habt auch ihr euch Steine auf den Bauch gebunden? Aus Hunger?“ Er durchlitt dieselbe Not, ja sogar mehr als sie. Eines Tages, als Jabir ibn Abdullah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) den Propheten (FSMI) so sah, konnte er es nicht länger ertragen. Er ging nach Hause und sagte zu seiner Frau: „Ich sah den Gesandten Allahs (FSMI), geschwächt vor Hunger. Jeder andere wäre unter solcher Not zusammengebrochen.

Haben wir irgendetwas zu essen im Haus?“ Seine Frau antwortete: „Bei Allah, wir haben nichts außer dieser Ziege und ein paar Handvoll Gerste.“ Jabir schlachtete die Ziege, und seine Frau mahlte die Gerste zu Mehl. Sie legten das Fleisch in einen Topf und ließen es im Lehmofen kochen. Gerade als Jabir das Haus verlassen wollte, um den Propheten (FSMI) einzuladen, sagte seine Frau: „Bitte bring mich in keine schwierige Lage vor dem Gesandten Allahs.“ Sie meinte damit, dass er nicht zu viele Menschen einladen solle, denn das Essen, das sie zubereitet hatten, reichte nur für wenige Personen. Jabir ging zu Rasulullah (FSMI) und sagte ihm, dass sie ein wenig Essen vorbereitet hätten.

Dann bat er ihn, nur mit wenigen Gefährten zu kommen. Der Prophet (FSMI) sagte etwas, womit Jabir nie gerechnet hatte. Er rief alle Gefährten, die am Graben arbeiteten, und sagte: „Euer Bruder lädt uns zu einem Mahl ein!“ Was Jabirs Frau befürchtet hatte, war nun Wirklichkeit geworden. Sie hatte nur Essen für wenige, doch nun war eine ganze Schar von Sahaba (Gefährten) auf dem Weg. Als Jabir nach Hause zurückkehrte und seiner Frau erzählte, was geschehen war, fragte sie: „Hat der Prophet dich gefragt, wie viel Essen wir haben?“ „Ja.“ „Dann wird alles gut sein.“ Sie vertraute darauf, dass der Gesandte Allahs (FSMI) etwas wusste, was sie nicht wussten.

Jabir war überwältigt und wusste nicht, was er tun sollte. Als der Prophet (FSMI) eintraf, sprach er ein Duʿa jBittgebet) um Baraka (Segen) über das Fleisch und das Brot. Dann ließ er seine Gefährten eintreten, jeweils zu zehnt. Er nahm das Brot mit seinen Händen aus dem Lehmofen, legte ein Stück Fleisch darauf und reichte es jedem Gefährten persönlich. Nach und nach wurden alle satt. Doch weder das Fleisch noch das Brot wurden weniger. Sie blieben unverändert. Jabir und seine Frau waren erstaunt über das, was sie sahen. Später sagte Jabir über diesen Tag: „Bei Allah, tausend Menschen kamen und aßen, bis sie satt waren.

Dennoch kochte unser Topf weiter, und aus dem Teig wurde mehr Brot gebacken.“ Tausend Menschen wurden Zeugen dieses Wunders. Als dieses Ereignis immer wieder weitererzählt wurde, hat es keiner von ihnen je bestritten. Überlegt mal: Wie könnte ein Volk, das sein Leben der Wahrheit widmete, von etwas berichten, das nie geschehen ist? Könnten sie alle – Gott bewahre – sich auf dieselbe Lüge geeinigt haben? Für die Gefährten waren diese Wunder greifbare Wirklichkeit. Oft gewährte Allah solche Segnungen durch die Hände Seines Gesandten (FSMI). So wurden bei Schlachten wie Badr und Tabuk, bei Hochzeitsmahlen und in Zeiten der Hungersnot solche Wunder immer bezeugt.

Manchmal von 180 Menschen, manchmal von 400, und manchmal sogar von 1.500 Menschen. Während der Gesandte Allahs (FSMI) und seine Gefährten den Graben aushoben, stießen sie auf einen massiven Felsen. So sehr sie sich auch bemühten, sie konnten ihn nicht zerbrechen. Also informierten sie sofort den Gesandten Allahs (FSMI). Der Prophet (FSMI) kam und nahm die Axt von Salman al-Farisi. Dann sagte er „Bismillah“ (Im Namen Allahs) und schlug mit einem kräftigen Hieb auf den Felsen. Mit diesem einen Schlag zerbrach ein Drittel des Felsens. Er sagte: „Allahu Akbar (Allah ist der Größte)! Mir wurden die Schlüssel zu Scham (Syrien) gegeben.

Bei Allah, ich sehe seine roten Paläste jetzt vor mir.“ Er schlug ein zweites Mal zu, und ein weiteres Drittel des Felsens zerbrach. Wieder rief er: „Allahu Akbar! Mir wurden die Schlüssel zu Persien gegeben. Bei Allah, ich sehe den weißen Palast von Madain.“ Als er ein drittes Mal zuschlug, rief er: „Allahu Akbar! Mir wurden die Schlüssel zum Jemen gegeben. Bei Allah, ich sehe die Tore von Sana'a jetzt vor mir.“ Mit diesem letzten Schlag zerschellte der Felsen komplett. Als die Gläubigen diese frohe Botschaft hörten, wurde ihr Glaube noch stärker. Was war mit den Munafiqun (Heuchlern)? Wie reagierten sie?

In spöttischem Ton sagten sie: „Wie kann er uns die Schätze von Kisra und Qaysar (Chosroes und Cäsar) versprechen, wenn sich niemand von uns sicher fühlt, sich zu erleichtern?“ Sie versuchten, alle um sie herum zu entmutigen. Denkt darüber nach. Als diese Versprechen gegeben wurden, war Medina von feindlichen Stämmen umzingelt, die sich zusammengeschlossen hatten, um die muslimische Bevölkerung zu töten. Die Gläubigen hatten Quraisch nicht einmal vollständig besiegt. Sie mussten einen Graben ausheben, um sich zu verteidigen. Sie waren hungrig, durstig und erschöpft. Doch war es Allah selbst, der diese Versprechen gemacht hatte, der Herr der Himmel und der Erde.

Und jedes Wort, das der Prophet (FSMI) gesprochen hatte, war wahr. Innerhalb kurzer Zeit sollten sich diese bedeutenden Siege erfüllen, einer nach dem anderen, während der Kalifate von Umar und Uthman (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein). Der Graben, der das Heer der Muschrikun (Götzendiener) erschüttern sollte, war in nur sechs Tagen vollendet. Er war etwa neun Meter breit, ungefähr so lang wie fünf Männer. Und seine Tiefe betrug die Hälfte davon. Er war so breit, dass selbst der geschickteste Reiter ihn nicht überspringen konnte. Entlang des sechs Kilometer langen Grabens gab es nur einen schmalen Abschnitt, der für einen einzelnen Reiter passierbar war.

„Ich glaube, sie kommen.“ Ein Heer von 10.000 Götzendienern, angeführt von Abu Sufyan, war eingetroffen. Sie standen einer Schlachtstrategie gegenüber, die sie noch nie zuvor gesehen hatten. Das war eine große Enttäuschung für sie. „Halt! Haltet eure Pferde an!“ „Was ist das? Was geschieht hier?“ „Halt! Haltet eure Pferde an!“ Sie hatten geglaubt, sie würden leicht nach Medina eindringen, Blut vergießen und die Muslime nacheinander jagen. – „Halt! Ich sagte, halt!“ – „Was ist los?“ Doch Abu Sufyan dachte nicht im Geringsten ans Aufgeben. Nachdem sie ihre Vorbereitungen abgeschlossen hatten, begannen sie, von der anderen Seite des Grabens einen Pfeilhagel abzufeuern.

Die Pfeile durchschnitten mit grausigem Pfeifen die Luft, während sie auf die Muslime niederprasselten. Der Graben erwies sich als ein weitaus größeres Hindernis, als sie erwartet hatten. So sehr sie es auch versuchten, sie konnten ihn nicht überqueren. Wie ihr euch erinnert, gab es einen Abschnitt des Grabens, der nicht so breit war wie der Rest. Einige versuchten, dort hinüberzukommen, doch sie wurden niedergestreckt, bevor sie es hinüberschafften. Aber Amr ibn Abd Wudd gelang es, hinüberzukommen. Er war einer der berühmtesten und gefürchtetsten Krieger ganz Arabiens. Von Kopf bis Fuß in Rüstung gehüllt, zog er kräftig an den Zügeln seines Pferdes und hielt vor dem muslimischen Heer an.

„Wer tritt gegen mich an?“ Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) stand auf und sagte: „O Gesandter Allahs, erlaube mir, gegen ihn zu kämpfen.“ Als er Alis Entschlossenheit sah, betete er: „O Allah, gewähre ihm Deine Hilfe.“ Ali trat (möge Allah mit ihm zufrieden sein) auf das Schlachtfeld vor. „Schaut, Ali… Ali geht.“ „Zulfiqar.“ „Wer bist du?“ „Ich bin Ali, der Sohn von Abu Talib.“ „Ich will dein Blut nicht vergießen. Dein Vater war mein Freund.“ „Bei Allah, ich aber will deines vergießen.“ Amr wurde wütend. Er zog sein Schwert und bestieg sein Pferd. Doch Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Wie soll ich gegen dich kämpfen, wenn ich zu Fuß bin und du auf dem Pferd sitzt?

Steig ab und stell dich mir!“ Da stieg Amr ab und trat vor Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein). „Na los! Zeig, was du kannst.“ Ali stellte ihn vor zwei Möglichkeiten: „Nimm den Islam an oder kehre um.“ Doch Amr lehnte beides ab. Das Duell begann, als Amr den ersten Schlag führte. Ali wehrte ihn mit seinem Schild ab. Doch das Schwert schnitt durch den Schild und die Spitze verwundete seinen Kopf. Eine Staubwolke erhob sich vom Boden und hüllte beide ein, sodass niemand sehen konnte, was darin geschah. Einen Moment lang wusste niemand, was geschehen war. Bis eine Stimme zu hören war. „Allahu Akbar (Allah ist der Größte)!“ Amrs Kopf war zu Boden gefallen.

Diese Stimme gehörte Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Als der Prophet (FSMI) und die Gefährten den Takbir (den Ruf „Allahu Akbar“) hörten, erkannten sie, dass Ali Amr besiegt hatte. Und sie stimmten alle ein und riefen: „Allahu Akbar!“ Zwei oder drei Männer überquerten auch den Graben, um Ali anzugreifen. Aus Angst vor dem Tod kehrten sie wieder um. Der Feind konnte aus seinen Angriffen keinen Vorteil ziehen. Sie beschlossen, in ihren Belagerungsstellungen zu bleiben. Es blieb ihnen schlicht nichts anderes übrig. Mehrere Tage lang beschossen sich beide Seiten aus der Ferne mit Pfeilen. Dadurch zog sich die Schlacht nur noch weiter in die Länge.

Und je länger sie andauerte, desto schlimmer wurde es für die Quraisch. Denn das Wetter wurde mit jedem Tag härter und unerbittlicher. Tagsüber war es brennend heiß, und nachts herrschte eisige Kälte. Der Gesandte Allahs (FSMI) entsandte etwa 500 Gefährten nach Medina und sicherte die Stadt. In der Kälte der Nacht hielt er persönlich Wache an der schmalsten Stelle des Grabens, weil er befürchtete, der Feind könnte dort versuchen überzusetzen. Aischa (möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtete später, dass der Prophet (FSMI), als er nach Hause zurückkehrte, vor Kälte zitterte.

Da die Felder rund um die Stadt bereits abgeerntet waren, hatten die Tiere des feindlichen Heeres nichts mehr zu fressen. „Kein Futter mehr. Wir haben zu wenig mitgebracht.“ Wenn das so weiterginge, würden ihre Tiere nacheinander verenden. Da sie davon ausgegangen waren, nur ein oder zwei Tage zu kämpfen und zu siegen, hatten sie nur eine geringe Menge an Vorräten mitgebracht. Sollte es so weitergehen, würden sie nicht mehr lange durchhalten können. Abu Sufyan war sich der Lage bewusst. Er befahl seinen Männern den Pfeilbeschuss zu verstärken. Er war so heftig, dass es für die Muslime fast unmöglich wurde, sich zu bewegen.

Dann erreichte eine Gruppe der quraischitischen Reiterei eine Stelle gegenüber den Muslimen und begann, sie mit Pfeilen zu beschießen. Ihr Angriff war so heftig und ununterbrochen, dass die Muslime den Graben bis Sonnenuntergang ohne Pause verteidigen mussten. Deshalb konnten der Gesandte Allahs (FSMI) und die Gefährten das ʿAsr-Gebet nicht rechtzeitig verrichten. Der Gesandte Allahs wurde so zornig, dass er das Heer der Muschrikun verfluchte und sagte: „Möge Allah ihre Häuser und ihre Gräber mit Feuer füllen, so wie sie uns daran gehindert haben, das ʿAsr-Gebet zu verrichten!“ Dann holte er das versäumte Gebet nach und seine Gefährten ebenso.

Der Gesandte Allahs hatte die Menschen nicht verflucht, die ihn in Ta'if gesteinigt hatten. Doch die Bedeutung des Gebets war so groß, dass er ein solches Bittgebet gegen jene sprach, die sie vom Gebet abgehalten hatten. Die Kämpfe am Graben waren noch immer sehr heftig. Doch das Heer der Muschrikun war nicht die einzige Bedrohung. Etwas, das der Gesandte Allahs (FSMI) von Anfang an befürchtet hatte, war nun Wirklichkeit geworden. Erinnert ihr euch an den Vertrag von Medina, der nach der Hidschra geschlossen wurde? Gemäß dieser Vereinbarung hatten die Stämme von Medina versprochen, die Stadt gemeinsam zu verteidigen, falls sie jemals angegriffen würde.

Doch Banu Qurayza brachen dieses Versprechen. Und noch schlimmer: Sie beschlossen, dem Feind zu helfen und begingen damit einen noch größeren Verrat. „Banu Qurayza… haben ihr Versprechen gebrochen. Die Festungen… zwei Bedrohungen. Wir haben es ja gewusst! Es war klar, dass sie den Vertrag brechen würden.“ Sie lebten in starken Festungen im südlichen Teil Medinas. Und von dort aus planten sie, gegen die Muslime vorzurücken. Der Gesandte Allahs (FSMI) sandte umgehend Sa'd ibn Mu'adh und einige weitere Gefährten, um mit ihnen zu sprechen und sie von dieser Entscheidung abzubringen. Doch sie zeigten keinerlei Bereitschaft, umzudenken. Sie waren fest entschlossen, die Muslime auszulöschen.

Nun kamen nicht nur Pfeile von außerhalb der Stadt, sondern auch die jüdischen Kräfte aus dem Süden setzten die Muslime unter Druck. Die Juden von Qurayza lebten innerhalb Medinas, mitten in der Stadt. Das bedeutete, dass die Muslime nun zwischen zwei Fronten geraten waren. Und um die Lage noch zu verschärfen, verbreiteten die Heuchler erneut Fitna (Unruhe) und sagten: „Allah und Sein Gesandter haben uns nichts als falsche Versprechen gemacht.“ Allah beschreibt jenen Tag in der Sure Al-Ahzab. „Erinnert euch, als sie von oben und von unten über euch kamen, als die Augen sich vor Angst weiteten und die Herzen bis in die Kehlen schlugen, und ihr von Allah verschiedene Vermutungen hattet.

Dort wurden die Gläubigen auf die Probe gestellt und heftig erschüttert.“ Alles schien sich gegen die Muslime zu wenden. Doch genau in diesem Moment öffnete Allah ihnen einen Ausweg. Eine Gelegenheit, die den Verlauf der Schlacht verändern konnte. Nuaym ibn Masud, der Anführer des Stammes Aschja aus Ghatafan, hatte den Islam angenommen, doch noch niemandem davon erzählt. Er kam heimlich zum Gesandten Allahs, um seinen Glauben zu bekennen. Sobald er die Schahada (Glaubensbekenntnis) gesprochen hatte und Muslim wurde, sagte er: „O Gesandter Allahs … Wenn es irgendetwas gibt, das ich tun kann, so befiehl es mir.“ Jemand, der erst die Süße des Glaubens gekostet hatte, konnte nicht stillsitzen.

Als der Prophet (FSMI) seine Entschlossenheit sah, machte er sie zu einer Gelegenheit. Er sagte: „Geh zurück zum Feind und tu, was immer du kannst, um Zwietracht unter ihnen zu säen.“ Nuaym verstand genau, was von ihm verlangt wurde. Leise schlich sich Nuaym in jede der drei feindlichen Gruppen, als hätte er den Islam nie angenommen. Zuerst ging er zu Banu Qurayza und säte Zweifel in ihren Herzen. „Wenn die Quraisch und die Ghatafan die Muslime nicht besiegen, werden sie in ihre Heimat zurückkehren und euch allein zurücklassen. Dann wird Muhammad (FSMI) euch leicht bestrafen können.

Wenn ihr nicht wollt, dass das geschieht, fordert von den Quraisch und den Ghatafan, euch einige ihrer Männer als Geiseln zu geben. So werden sie euch nicht verraten, denn sie würden niemals riskieren, ihre eigenen Leute zu verlieren.“ Dann ging Nuaym zu den Quraisch und sagte: „Die Banu Qurayza haben ihre Entscheidung, die Muslime anzugreifen, bereut und ein geheimes Abkommen mit ihnen geschlossen. Sie versprachen den Muslimen, als Gegenleistung für die Vergebung wegen des Vertragsbruchs, siebzig Männer von den Quraisch zu ergreifen und sie zur Hinrichtung auszuliefern.

Wenn die Juden also einige eurer Männer als Geiseln fordern, dann geht keinesfalls darauf ein.“ Dann ging er zu den Ghatafan und warnte sie auf die gleiche Weise. Falls die Juden Geiseln forderten, sollten sie niemanden herausgeben. Da Nuaym aus dem Stamm der Ghatafan stammte, verdächtigte ihn niemand. Und sie nahmen seinen Rat sofort an. Gemäß dem, was Nuaym gesagt hatte, forderten die Banu Qurayza von den Quraisch und den Ghatafan Geiseln, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Nun waren die Muschrikun überzeugt, dass Nuaym die Wahrheit gesagt hatte. Natürlich weigerten sie sich, jemanden auszuliefern.

Später sagte Abu Sufyan über diesen Tag: „Selbst wenn sie mich um ein kleines Zicklein gebeten hätten, hätte ich es ihnen nicht gegeben.“ Und so ging der Plan auf. Ihr Bündnis hatte sich in Misstrauen verwandelt. Die Belagerung hatte lange gedauert, und ihre Einheit begann zu zerbrechen. Sowohl die Muslime als auch die feindlichen Truppen waren erschöpft. Hunger, Durst und die Kälte hatten beide Seiten an ihre Grenzen gebracht. Doch es gab einen Unterschied zwischen ihnen. Die Muslime schöpften ihre Kraft von Allah, dem Herrn des Himmels und der Erde, demjenigen, der Macht über alle Dinge hat. Während sich die andere Seite auf leblose Götzen verließ, auf Steine, die keinerlei Macht besitzen.

Der Gesandte Allahs wollte wissen, was das feindliche Heer tat und was sie planten. In jener Nacht beschloss er, jemanden in ihr Lager zu schicken. Er fragte eine kleine Gruppe von Muslimen, die um ihn herum Wache hielten: „Wer bringt mir Nachricht über diese Leute, dem wird Allah mich am Tag des Gerichts zum Gefährten machen?“ Man könnte denken: Was für eine Ehre! Wer würde das nicht wollen? Doch die Nacht war so hart, dass niemand antwortete. Hudhayfah ibn al-Yaman, der in jener Nacht dort war, sagte später: „Wir hatten uns in Stoffstücke eingehüllt, und versuchten, an Ort und Stelle zu bleiben wegen der eisigen Kälte, des Hungers und des nächtlichen Schreckens.

Ich hatte noch nie eine so dunkle Nacht oder einen so heftigen Wind erlebt. Es war so dunkel, dass wir nicht einmal unsere Fingerspitzen sehen konnten. Und der Wind donnerte wie ein Gewitter.“ Als niemand antwortete, rief der Gesandte Allahs ﷺ nach Hudhayfah. „Geh und bring mir Informationen über den Feind.“ Hudhayfah wusste nicht, was er tun sollte. Wie sollte er bei dieser eisigen Kälte hinausgehen? Der Prophet (FSMI) sprach ein Gebet für ihn. „O Allah, schütze ihn von vorn, von hinten, von rechts, von links, von oben und von unten.“ Hudhayfah sagte: „In diesem Moment verschwand alle Angst in mir.

Und auch die Kälte verließ mich.“ Dann sagte mir der Prophet (FSMI): „Hudhayfah, bis du zu mir zurückkehrst, tu nichts, was sie alarmieren könnte. Schieße keinen Pfeil, werfe keinen Stein, und schlage weder mit Speer noch mit Schwert.“ Hudhayfah schlich sich dann leise ins Lager der Quraisch. Dort sah er Abu Sufyan, den Anführer der Quraisch, wie er sich am Feuer wärmte. Hudhayfah war hinter ihm. Bogen und Pfeil waren bereit. Ihr Anführer war direkt vor ihm. Mit einem Schuss hätte er ihm einen schweren Schlag versetzen können. Doch er erinnerte sich an die Worte des Gesandten Allahs (FSMI) und hielt sich zurück. Hinter allem steckte ein göttlicher Wille.

Allah schützte Seinen Diener, den Er später zum Islam führen würde, vor dem Tod im Unglauben. Dann näherte sich Hudhayfah der Menge und mischte sich unter sie. Abu Sufyan wollte gerade eine wichtige Entscheidung verkünden. Doch ein Zweifel kam ihm. Da es zu dunkel war, um jemanden zu erkennen, traf er eine Vorsichtsmaßnahme. „Greift den Arm des Mannes neben euch und fragt nach seinem Namen.“ Hudhayfah wäre fast entdeckt worden. Doch Allah legte ihm eine Idee in den Kopf. Während alle anderen nur die Person neben sich griffen, griff er schnell die Arme des Mannes zu seiner Rechten und zu seiner Linken und fragte energisch: „Wer seid ihr?“ Beide sagten ihre Namen, und niemand bemerkte ihn.

„Mein Volk! Dieser heftige Wind hat alles zerstört, was wir besitzen. Unsere Pferde und Kamele sterben bereits. Packt eure Sachen und zieht sofort ab! Denn ich habe beschlossen zu gehen.“ Hudhayfah bekam die Informationen und machte sich auf den Rückweg. Er spürte immer noch keine Kälte. Sobald er den Gesandten Allahs ﷺ erreichte, kehrte die Kälte zurück. Er fand den Propheten (FSMI) vor, wie er in Demut zu seinem Herrn betete. Als er die guten Nachrichten überbrachte, erleichterte dies den Propheten (FSMI) sehr. Endlich war der Feind im Begriff, sich zurückzuziehen.

Dann sandte Allah eines Nachts einen Wind, so stark, dass der Wüstensand in die Luft wirbelte und die Zelte der Götzendiener zerrissen wurden. Der Sturm blies Sand in ihre Gesichter, und ihre Pferde und Kamele waren in Panik, rannten in alle Richtungen. Alles geriet in vollkommenes Chaos. Die feindliche Armee konnte nicht verstehen, was passierte. In Panik begannen sie sich zurückzuziehen und rannten davon, ohne zurückzublicken. Die Sure Al-Ahzab beschreibt diesen Moment: „O ihr, die ihr glaubt, erinnert euch an die Gunst Allahs an euch, als Heere gegen euch zogen, und Wir sandten über sie einen Wind und Heere, die ihr nicht sehen konntet.

Und Allah wacht über alles, was ihr tut.“ Die Belagerung war beendet, und der Feind war vertrieben worden. Diejenigen, die die Muslime verraten hatten, waren noch in Medina. Ihr Verrat konnte nicht unbeachtet bleiben. Der Gesandte Allahs (FSMI) war gerade vom Graben zurückgekehrt und hatte nicht einmal seine Rüstung abgelegt, als plötzlich Jibril (FSMI) vor ihm erschien. Er sagte: „O Gesandter Allahs, habt ihr eure Waffen niedergelegt?“ Rasulullah (FSMI) antwortete: „Ja, haben wir.“ Dann sagte Jibril (FSMI): „Aber wir haben unsere noch nicht niedergelegt. Geht also zu ihnen.“ Die Schlacht war noch nicht vorbei. Das nächste Ziel war klar: Banu Qurayza.

Auch die Juden wussten, dass ihr Verrat nicht ungestraft bleiben würde. Sie sagten: „Bei Allah, Muhammad wird zu uns kommen.“ Und zogen sich in ihre starken Festungen zurück. Hinter diesen Mauern fühlten sie sich sicher und warfen dem Propheten (FSMI) schwere Beleidigungen entgegen. Sie hatten nicht vor, sich zu ergeben. Sie vertrauten auf das Versprechen der Heuchler von Medina. Die Heuchler hatten ihnen heimlich eine Nachricht geschickt: „Verlasst Medina nicht. Wir werden euch in allem helfen.“ Aber eine Sache hatten die Juden vergessen. Heuchler halten niemals ihre Versprechen. In diesem Moment riefen plötzlich zwei Männer unter ihnen laut auf.

„Dies ist der Mann, von dem uns Ibn Hayyaban erzählt hat. Kämpft nicht gegen ihn.“ Wer waren diese Männer? Wer war dieser Ibn Hayyaban, von dem sie sprachen? Was hatte er vorhergesagt? Ibn Hayyaban war ein jüdischer Gelehrter, der nach Medina gekommen war noch bevor die Prophetenschaft des Rasulullah (FSMI) begann. Er hatte gesagt: „Das Kommen des Propheten ist nahe. Und dies ist der Ort, an den er auswandern wird.“ Noch bevor die Mission des Propheten begann, hatte er die Banu Nadir über ihn informiert. Dann verstarb er dort. Als er diese Worte sprach, waren auch zwei Brüder, Usaid und Tha‘labah, anwesend und hörten ihm aufmerksam zu. Nun ignorierten sie den Ruf dieser beiden Brüder.

Die Banu Qurayza waren in ihren Festungen gefangen. Auch die Hilfe, die sie von den Heuchlern erwarteten, kam nicht. Und schließlich erkannten sie, dass die Belagerung nicht enden würde. Verzweifelt baten sie darum, mit dem Propheten (FSMI) zu verhandeln. „Bei Gott, wir werden nicht nachgeben, bis ihr unseren Bedingungen zustimmt!“ Doch seine Antwort war eindeutig. „Nein. Ihr habt keine Wahl, als euch zu ergeben und mein Urteil bedingungslos anzunehmen.“ Als sie erkannten, dass es keine andere Option gab, ergaben sich die Juden schließlich. Die Banu Qurayza hatten ein Verbrechen nach dem anderen begangen. Zuerst brachen sie ihren Vertrag und kollaborierten mit dem Feind.

Obendrein, anstatt sich zu entschuldigen, warfen sie dem Propheten (FSMI) Beleidigungen entgegen. Trotz all ihres Verrats behandelte der Gesandte Allahs (FSMI) sie auf eine Weise, die in der Geschichte beispiellos war. Er wies an, dass die Strafe vollstreckt werde, rein um Allahs Willen, nicht aus Zorn oder Rache. Denn im islamischen Recht dürfen Strafen nicht mit persönlichen Gefühlen vermischt werden. Es mag überraschend klingen, aber als sie zur Hinrichtung geführt wurden, befahl er, ihnen Essen, Wasser und Milch zu geben. Es war ein extrem heißer Tag, und er wollte nicht, dass sie unter dieser Hitze hingerichtet werden.

Er sagte: „Vereint nicht die Hitze der Sonne mit der Hitze des Schwertes.“ SubhanAllah (Gepriesen sei Allah). Die Schlacht am Graben war ein Wendepunkt für die Muslime. Alle drei jüdischen Stämme waren aus Medina vertrieben worden, und die Götzendiener stellten keine Bedrohung mehr dar. Der Gesandte Allahs (FSMI) sagte: „Nach dieser Schlacht werden wir sie angreifen, und sie greifen uns nicht mehr an.“ Und genau das geschah. Die Götzendiener würden nie ihre Stärke wiedererlangen, während die Muslime von Tag zu Tag stärker wurden – über die gesamte Arabische Halbinsel hinweg. Im 5.

Jahr nach der Hidschra erhielt der Prophet (FSMI) die Nachricht, dass der Stamm der Banu al-Mustaliq die wachsende Macht Medinas als Bedrohung ansah und plante, sie anzugreifen. Sobald Rasulullah (FSMI) dies hörte, versammelte er etwa 700 seiner Gefährten. Und nach Sonnenaufgang erreichten sie den Ort, an dem Banu al-Mustaliq ihr Lager aufgeschlagen hatten. Der Stamm war völlig unvorbereitet. Dann ordnete der Gesandte Allahs (FSMI) seine Armee in Schlachtformation, und mit einem plötzlichen Angriff eliminierte sie diese Bedrohung. Der Feind war besiegt. Aber ein weit gefährlicherer Feind war innerhalb der Armee. Auf dem Rückweg nach Medina traten unerwartete Probleme auf.

Im Zentrum stand der Anführer der Heuchler, Abdullah ibn Ubayy ibn Salul. Wäre er in Medina geblieben, während der Prophet (FSMI) unterwegs war, hätte er Unruhe und Ärger verursachen können. Deshalb nahm der Gesandte Allahs (FSMI) ihn auf die Expedition mit. Wenn er bei den Muslimen war, lobte und unterstützte er den Propheten (FSMI). Aber wenn er allein mit seinen engen Freunden war, sprach er gegen den Islam und verspottete die Gläubigen.

Über ihn und die, die ihm ähneln, sagt Allah im Koran: „Wenn sie auf die Gläubigen treffen, sagen sie: ‚Wir glauben‘; doch wenn sie allein mit ihren Übeltätern sind, sagen sie: ‚Wahrlich, wir sind mit euch; wir haben nur gespottet.‘“ Jeden Freitag kam er zur Masjid An-Nabawi und setzte sich unter die Muslime. Er hörte die Predigt des Propheten (FSMI), und wenn sie endete, stand er plötzlich auf und rief: „O ihr Menschen! Unterstützt diesen Gesandten, den Allah unter euch gesandt hat! Durch ihn hat Allah euch geehrt, überlegen gemacht und zum Sieg geführt. Hört also auf ihn, respektiert und gehorcht ihm.“ Dies tat er jeden einzelnen Freitag.

Bis zum Tag von Uhud, als er 300 Mann von der Armee wegführte. Wenn er zu einer Militärexpedition gerufen wurde, ging er normalerweise nicht mit. Er fand immer eine Ausrede, um zurückzubleiben. Diesmal entschied er sich, mitzugehen, weil er keine echte Gefahr sah und auf die Kriegsbeute aus war. Gleichzeitig suchte er nach einer Gelegenheit, Probleme zu verursachen und Zwietracht unter den Muslimen zu säen, die von Tag zu Tag stärker wurden. Diese Gelegenheit sollte sich ihm zweimal bieten. Was war also das erste dieser Ereignisse? Auf dem Rückweg von der Expedition nächtigte die muslimische Armee an einem Brunnen. Jeder zog nacheinander Wasser.

Doch ein kleiner Streit wurde zur Gelegenheit für die Heuchler. Während Jahjah ibn Masud von den Muhadschirun (Emigranten) und Sinan ibn Wabar von den Ansar (Helfern) aus demselben Brunnen Wasser schöpften, brach ein Streit zwischen ihnen aus. Dann eskalierte die Situation, und Jahjah ging wütend auf Sinan zu. Als Sinan dies sah, rief er: „O Ansar (Helfer)! „Wo seid ihr? Kommt und helft mir!“ Im Nu standen Ansar und Muhadschirun, die das beste Beispiel für Brüderlichkeit gezeigt hatten, einander gegenüber. Der Anführer der Heuchler, Abdullah ibn Ubayy, hatte die perfekte Gelegenheit gefunden, Fitna (Zwietracht) zu säen, und er nutzte sie nach Kräften.

„O Ansar, diese Muhadschirun erlangten durch euch Stärke und Ehre, und jetzt behandeln sie euch mit solcher Arroganz und Respektlosigkeit. Ihr habt sie in eure Stadt aufgenommen und ihnen ein Zuhause gegeben. Ihr habt euren Reichtum und euer Essen mit ihnen geteilt. Ihr seid selbst schuld an der Demütigung, die ihr erleidet. Bei Allah, wenn wir nach Medina zurückkehren, wird der Ehrenvollste den Niedrigsten vertreiben.“ Er bezog sich dabei auf den Propheten (FSMI) und die Muhadschirun, Gott bewahre. Diese provokativen Worte verschärften die ohnehin angespannte Atmosphäre noch weiter. Als der Gesandte Allahs (FSMI) von dem Vorfall erfuhr, ging er sofort zu seinen Gefährten.

Er sagte zornig: „Was ist das für ein Ruf zur Dschahiliyyah (Zeiten der Unwissenheit)?“ Nachdem er sah, dass Ansar und Muhadschirun wegen so einer Kleinigkeit in Streit geraten waren, sagte er: „Lasst diesen Ruf zur Dschahiliyyah, denn er ist Unrat!“ Er sprach diese ernsten Warnungen aus, weil all das durch eine Art Stammesstolz, Rassismus und ein Gefühl materieller Überlegenheit verursacht wurde. Doch im Islam beruht Überlegenheit nur auf Taqwa; das heißt, Gottesbewusstsein zu haben, Sünden zu meiden und Seinen Geboten zu gehorchen. Diese Worte des Rasulullah (FSMI) berührten die Herzen der Gefährten. Und Sinan vergab Jahjah.

Denjenigen, die weiterhin in dieser Weise auf ihr eigenes Volk stolz sind, würde der Gesandte Allahs (FSMI) später sagen: „Der gehört nicht zu uns, der zum Stammesdenken aufruft. Der gehört nicht zu uns, der für Stammesinteressen kämpft. Und der gehört nicht zu uns, der für Stammesinteressen stirbt.“ Nach diesem Vorfall traf Rasulullah (FSMI) eine ungewöhnliche Entscheidung. Während der heißesten Stunden des Tages befahl er der muslimischen Armee, in Richtung Medina aufzubrechen. Bis zu diesem Tag waren sie noch nie bei solch sengender Hitze aufgebrochen. Doch hinter dem Befehl des Propheten (FSMI) steckte Weisheit.

Er wollte seine Gefährten davon abhalten, über die Worte von Abdullah ibn Ubayy zu sprechen. Sie brachen am Nachmittag auf und hielten erst bei der ersten Morgendämmerung an. Sie waren so erschöpft und schlaflos, dass sie kaum noch stehen konnten. Sie brachen zusammen, wo sie waren und schliefen sofort ein. So waren ihre Gedanken abgelenkt, und die Angelegenheit konnte nicht weiter eskalieren. Durch diesen Vorfall lehrte uns der Gesandte Allahs (FSMI) eine zeitlose Lektion. Ein Muslim sollte sich stets beschäftigt halten. Nie untätig sitzen. Denn Nichtstun und Faulheit öffnet die Tür zu Vergnügungen, die haram sind, und schließlich zu Sünden.

Hörte der Anführer der Heuchler nach diesem Vorfall auf, Ärger zu machen? Natürlich nicht. Er suchte weiterhin nach einer Gelegenheit, Fitna zu verbreiten. Und bald fand er die zweite Chance. Dieses Mal wagte er es, die Familie des Propheten (FSMI) zu verleumden. Als die Armee auf dem Rückweg nach Medina war, bemerkten sie in der Ferne zwei Personen, die versuchten, aufzuschließen. Eine von ihnen ritt auf einem Kamel, die andere führte das Kamel zu Fuß an den Zügeln. Die Person auf dem Kamel war unsere Mutter Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Und der Mann, der es führte, war Safwan ibn al-Muattal.

Abdullah ibn Ubayy verdrehte diese Szene und verbreitete eine schreckliche Verleumdung gegen die reine und ehrenhafte Frau des Propheten (FSMI). „Bei Allah, er war nicht frei von ihr. Und sie war nicht frei von ihm.“ Damit wollte er andeuten, Gott bewahre, dass zwischen ihnen etwas stattgefunden hätte. Mit diesen Worten begann er das Gerücht und die Fitna. Diese abscheuliche Anschuldigung verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Armee. Von einer Person zur nächsten. Doch wie sah die Wahrheit dahinter aus? Kehren wir zurück zu dem Anfang, wie alles begann. Wann immer Rasulullah (FSMI) auf eine Expedition ging, nahm er eine seiner Frauen mit.

Dieses Mal war es unsere Mutter Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein), die ihn begleitete. Während die Gefährten sich ausruhten, ging Aisha weit weg von der Armee für ein persönliches Bedürfnis. Als sie zurückkehrte, bereitete sich die Armee gerade zum Aufbruch vor. In diesem Moment bemerkte sie, dass ihre Halskette fehlte. Da sie dachte, die Armee würde nicht ohne sie losgehen, ging sie zurück, um sie an derselben Stelle zu suchen, an der sie zuvor gewesen war. Es dauerte jedoch einige Zeit, sie zu finden. Inzwischen war die Armee weitergezogen, ohne zu bemerken, dass sie fehlte.

Damals reisten Frauen, um ihre Privatsphäre zu schützen, in überdachten, zeltähnlichen Kabinen auf Kamelen, die Houdah genannt wurden. Da unsere Mutter Aisha zierlich war, merkten die Gefährten, die den Houdah trugen, nicht, dass sie nicht darin war. Und sie machten sich auf den Weg. Als unsere Mutter zurückkehrte, fand sie, dass die Armee bereits weitergezogen war. Da es gefährlich war, alleine durch die Wüste zu reisen, entschied sie, dort zu bleiben, wo sie war. Sie dachte: „Sie werden merken, dass ich fehlen, und zurückkommen, um mich zu holen.“ Nach einiger Zeit schlief sie ein. Während sie schlief, näherte sich langsam jemand aus der Ferne. Es war Safwan ibn al-Muattal.

Safwan war verantwortlich, alles einzusammeln, was die Armee zurückgelassen hatte. Er blieb zurück, um alles aufzusammeln, was verloren oder vergessen worden war, und brachte es zum nächsten Lagerplatz. An diesem Tag kam er nach, um das Gebiet zu prüfen, nachdem die Armee weitergezogen war, und sah jemanden auf dem Boden schlafen. Als er erkannte, dass es unsere Mutter Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) war, sagte er: „Inna lillahi wa inna ilayhi raji'un (Wahrlich, wir gehören Allah, und wahrlich kehren wir zu Ihm zurück).“ Als sie seine Stimme hörte, wachte Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) auf.

Ohne ein Wort zu sagen, senkte Safwan sein Kamel ab und trat zur Seite, damit sie bequem und unbeobachtet darauf steigen konnte. Dann nahm er die Zügel des Kamels und begann, es zum Lager der Armee zu führen. Nach mehreren Stunden holten sie schließlich den Rest der Armee ein. Und als Abdullah ibn Ubayy dies sah, beschloss er, es als Gelegenheit zu nutzen, dem Propheten (FSMI) und seiner Mission zu schaden. Die Verleumdung verbreitete sich von einer Person zur anderen. Bald erschütterte sie die gesamte Stadt Medina. Leider begannen sogar drei führende Gefährten, der Verleumdung Glauben zu schenken und darüber zu sprechen.

Während sich die Fitna in Medina ausbreitete, hatte unsere Mutter Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) keine Ahnung, was geschah. Direkt nach ihrer Rückkehr von der Expedition, erkrankte sie schwer und musste einige Zeit im Bett bleiben. Da sie nicht wusste, was gesagt wurde, konnte sie die Anschuldigungen weder leugnen noch sich verteidigen. Es war klar, dass es eine weitere Prüfung von Allah war. So wie damals während der Schlacht von Uhud. Erinnert euch an das Chaos, das ausbrach, als ein Mushrik rief: „Ich habe Muhammad getötet!“ „Ich habe Muhammad getötet!“ „Ich habe Muhammad getötet!“ Dabei war der Gesandte Allahs (FSMI) in Wirklichkeit nur in eine Grube gefallen.

Damals wurden die Gefährten geprüft, um zu sehen, wer auf dem Schlachtfeld standhielt und wer sich abwandte. Doch nun war die Prüfung anders. Es ging darum, wer an der Verbreitung eines Gerüchts teilnahm, das er nicht mit eigenen Augen gesehen hatte, und wer sich davon fernhielt. Allah hielt Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) völlig im Unklaren darüber, was über sie gesagt wurde. Mit der Zeit wurden diejenigen, die sagten: „Solange es nicht bewiesen ist, ist es nichts als Verleumdung“ und diejenigen, die bei der Verbreitung halfen, nach und nach aufgedeckt.

Es war eine sehr schwere Prüfung, eine, die nur eine so starke Frau wie Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) ertragen konnte. Unsere Mutter hatte noch keine Ahnung. Aber sie begann eine Veränderung im Verhalten des Gesandten Allahs ihr gegenüber zu bemerken. Er zeigte ihr nicht mehr dieselbe Liebe und Fürsorge wie zuvor. Er erwähnte nicht einmal ihren Namen. Stattdessen fragte er, wenn er etwas über Aishas Zustand wissen wollte, ihre Mutter: „Wie geht es deiner Patientin?“ Diese distanzierte Haltung lastete schwer auf Aishas Herz (möge Allah mit ihr zufrieden sein). Sie konnte nicht verstehen, warum der Gesandte Allahs (FSMI) sie auf diese Weise behandelte.

Etwa 20 Tage später erholte sie sich genug, um aus dem Bett zu kommen, und ging nach draußen mit der Mutter von Mistah ibn Uthatha. Als Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) die Gerüchte über sich selbst hörte, war sie so erschüttert, dass sie zitterte, zusammenbrach und ohnmächtig wurde. In den folgenden Tagen weinte sie so viel, dass es ihr noch schlechter ging als zuvor. Als sie im Haus ihrer Eltern ankam, sagte sie: „Meine liebe Mutter, was sagen die Leute über mich? Warum hast du es mir nicht gesagt?“ Und dann brach sie in Tränen aus. Ihre Mutter versuchte, sie zu trösten. In diesem Moment war Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) auf dem Dach und rezitierte den Koran.

Als er seine Tochter weinen hörte, kam er herunter, setzte sich neben sie und versuchte, sie zu beruhigen. Sein Herz war voller Überzeugung von der Unschuld seiner Tochter. Aber das ganze Haus war erfüllt von tiefem Kummer wegen der schrecklichen Verleumdung. Dies war eine der schwersten Prüfungen, die eine Frau je durchgemacht hat. Wenn sie versucht hätte, sich zu verteidigen, hatten doch bereits alle die Verleumdung gehört. Einige hatten sie sogar geglaubt. Obwohl keiner von ihnen etwas mit eigenen Augen gesehen hatte. Sie hatten einfach wiederholt, was andere sagten. Von außen betrachtet, waren es nur Worte. Es schien eine kleine Sache zu sein.

Aber in Wirklichkeit waren ihr Gewicht und ihre Rechenschaft vor Allah immens. Diese Begebenheit zeigte, wie gefährlich die Zunge sein kann. Warum es eine schwere Sünde ist, jemanden des Ehebruchs zu beschuldigen. Mit einem einzigen Wort konnte der Frieden unzähliger Familien zerstört werden. Es gab nicht einmal das geringste Anzeichen von Aishas (möge Allah mit ihr zufrieden sein) Schuld. Aber die Heuchler hörten nicht auf zu reden. Diese Tage waren für Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) schwerer als alles, was sie je erlebt hatte. „Weder hörten meine Tränen auf, noch konnte ich schlafen.

Ich weinte so sehr, dass ich dachte, meine Leber würde vom Weinen zerspringen.“ Als eine Ansari-Frau sie in diesem Zustand sah, kam sie und bat um Erlaubnis, bei ihr zu bleiben und gemeinsam mit ihr zu weinen. Als Aisha einwilligte, weinten sie zusammen. Unterdessen war Abdullah ibn Ubayy, der diese Verleumdung begonnen und all dieses Leid verursacht hatte, mit der Situation zufrieden. Er hatte erreicht, was er wollte. Er hatte die Muslime mit einer schrecklichen Lüge erschüttert. Wohin er auch ging, sprach er darüber, tat alles, um die Verleumdung noch weiter zu verbreiten. Rasulullah (FSMI) wusste sehr wohl, dass seine geliebte Aisha unschuldig an einem solchen Vorwurf war.

Doch anzusehen, wie sich diese grausame und betrügerische Verleumdung so schnell unter den Menschen verbreitete, lastete schwer auf seinem Herzen. Und während dieser schmerzlichen Tage konnte er unsere Mutter Aisha nicht ohne Beweise verteidigen. Hätte er es getan, hätten die Heuchler ihn beschuldigt, wegen seiner Liebe und Zuneigung zu seiner Frau voreingenommen zu sein. Das hätte nicht zum Gerechtigkeitssinn eines Propheten gepasst. Diese sogenannten Muslime waren nicht wenige. So hatte Rasulullah keine andere Wahl, als zu warten. Er wartete auf die Offenbarung von Allah. Aber als Teil dieser göttlichen Prüfung sollte diese Offenbarung einen ganzen Monat lang nicht kommen.

Beweist dieses lange Warten nicht eindeutig, dass er wirklich ein Prophet war? Dass die Offenbarung nur von Allah zu ihm kam? Wenn der Prophet (FSMI) aus seinem Nafs (Selbst/Wunsch) gesprochen hätte, wenn er, Ma’zallah (Gott bewahre), die Verse des Korans erfunden hätte, würde er sich einen ganzen Monat lang einer solchen Bedrängnis aussetzen? Vergessen wir 30 Tage, er hätte eine Ayah (Vers) in 30 Minuten erfinden und die Angelegenheit sofort beenden können. Ma’zallah. Aber trotz seines Schmerzes wartete er geduldig, bis die Offenbarung kam. Der Gesandte Allahs (FSMI) ging zum Haus von Aishas Eltern.

Er wandte sich an seine Frau und sagte: „O Aisha, mir wurde dies und jenes über dich berichtet. Wenn du unschuldig bist, wird Allah deine Unschuld verkünden. Wenn du eine Sünde begangen hast, dann suche Allahs Vergebung und bereue Ihm gegenüber.“ „Bei Allah, ich weiß, dass du gehört hast, was die Leute sagen. Das ist in deinem Geist verankert worden, und du hast es als Wahrheit angenommen. Wenn ich dir nun sagte, dass ich unschuldig bin, und Allah weiß, dass ich unschuldig bin, würdest du mir nicht glauben.

Wenn ich dir fälschlicherweise gestehe, dass ich schuldig sei, und Allah weiß, dass ich unschuldig bin, würdest du mir glauben.“ Bei Allah, ich finde kein Beispiel für mich und für dich außer das des Vaters von Yusuf (Joseph), als er sagte: „So gilt es, schöne Geduld zu üben. Von Allah allein suche ich Hilfe, um das zu ertragen, was du sagst.“ Und genau das tat sie. Sie blieb geduldig, und mit Tränen in den Augen, wandte sie sich an Allah und bat um Seine Hilfe. Aisha (möge Allah mit ihr zufrieden sein) hatte gerade gesprochen, als plötzlich ein anderer Zustand über den Gesandten Allahs (FSMI) kam. Schweißperlen begannen von seiner gesegneten Stirn zu fallen.

Es war ein Zeichen dafür, dass die langen Tage des Wartens endlich zu Ende gingen. Allahs Botschaft, die Offenbarung, wurde herabgesandt. Aber unsere Mutter Aisha verspürte keinerlei Sorge. Sie war sich sicher, dass Allah Seine Gerechtigkeit zeigen würde und dass ihre Unschuld bald für alle deutlich werden würde. Als dieser Zustand der Offenbarung vom Propheten (FSMI) wich, erschien ein großes Lächeln auf seinem gesegneten Gesicht. Dann wandte er sich zu Aisha und sagte: „O Aisha, Allah hat deine Unschuld erklärt!“ In den offenbarten Versen sagte Allah: „Diejenigen, die die Verleumdung erfunden haben, sind eine Gruppe unter euch.

Denk nicht, dass es schlecht für euch ist; vielmehr ist es gut für euch. Jeder einzelne von ihnen hat Anteil an dem, was er von der Sünde verdient hat, und wer den größten Anteil daran hatte, wird eine schwere Strafe erleiden.“ Die Trauer, die das Haus tagelang erfüllt hatte, fand nun ein Ende. Der Gesandte Allahs (FSMI), Aisha und ihre Eltern atmeten alle erleichtert auf. Nach einem ganzen Monat voller Leid und Wartens hatten die Verse endlich Aishas Unschuld bestätigt. Damit kam die Fitna, die sich durch ganz Medina verbreitet hatte, endlich zum Ende. Die Wahrheit war endlich ans Licht gekommen. Ich bin sicher, dass Aisha jetzt glücklich und beruhigt ist.

Alhamdulillah (Gepriesen sei Allah). Nach der Ayah, die Aisha von der Anschuldigung reinigte und die Strafe für denjenigen erwähnte, der sie begann, wurden weitere Verse offenbart. Dieses Mal ging es um diejenigen, die die Verleumdung verbreitet hatten. „Als ihr sie von einer Zunge zur anderen weitergegeben habt und mit euren Mündern gesagt habt, wovon ihr kein Wissen hattet, habt ihr sie leicht genommen, obwohl sie in den Augen Allahs äußerst ernst ist.“ Da Verleumdung eine Sünde war, eine Verletzung der Ehre und Rechte eines Menschen, mussten sie ihre Strafe tragen.

Die drei Gefährten, die den Gerüchten geglaubt und sie wiederholt hatten und damit unabsichtlich zu ihrer Verbreitung beitrugen, wurden vor den Propheten (FSMI) gerufen. „Der Gesandte Allahs (FSMI) ruft euch.“ Sie gingen langsam hinein, mit Herzen voller Reue. Der Gesandte Allahs (FSMI) zeigte weder Zorn noch trug er ihnen etwas nach. Doch die Strafe für Verleumdung und für die Beteiligung daran war im Islam eindeutig festgelegt. Jeder von ihnen erhielt öffentlich 80 Schläge mit einem Stock. Diese Strafe diente als wichtige Lektion nicht nur für sie, sondern für ganz Medina. Diejenigen, die diese Strafe miterlebten, sprachen niemals wieder über etwas, wovon sie kein Wissen hatten.

Nicht nur für diesen Vorfall, sondern auch für schwere Verbrechen führte der Islam klare Gesetze und Strafen ein, um die Menschen davon abzuhalten. Ihr Hauptzweck war Abschreckung. Und infolgedessen blieben die Kriminalitätsraten außergewöhnlich niedrig. Aber darüber hinaus schützte Allah durch diese Gesetze und Strafen Seine Diener tatsächlich vor etwas viel Schlimmerem: vor der Strafe im Jenseits. Während diese Gesetze angewendet wurden, wurde niemand ungerecht behandelt. Alle waren gleich. Es gab kein Vorrecht des Starken vor dem Schwachen, des Reichen vor dem Armen, oder des Freien vor dem Sklaven. Zum Beispiel gab es einen Diebstahlvorfall in Medina.

Die Gruppe aus dem Stamm der Banu Makhzum versuchte für eine Frau einzutreten, die etwas gestohlen hatte, und bat den Propheten (FSMI), die Strafe nicht auszuführen. Als Rasulullah (FSMI) dies hörte, wurde er sehr ärgerlich. Er stand auf und hielt folgende Predigt: „O ihr Menschen! Diejenigen vor euch gingen zugrunde, weil sie einen ihrer Vornehmen, wenn er stahl, ungestraft ließen. Aber wenn einer der Schwachen unter ihnen stahl, wurde die Strafe an ihm vollzogen. Bei Allah, wenn Fatima, die Tochter Muhammads, stehlen würde, würde ich ihr die Hand abhacken.“ Und was geschah mit Abdullah ibn Ubayy? Dem Mann, der all dieses Chaos verursacht hatte? Wurde er nicht bestraft?

Und als er es tat, beschränkte es sich nicht auf diesen einen Vorfall. Erinnert ihr euch an die Schlacht von Uhud? Mit seinen trügerischen Worten brachte er etwa 300 Soldaten des muslimischen Heeres dazu, noch vor Beginn der Schlacht umzukehren. Er arbeitete heimlich mit den Götzendienern und Juden zusammen und intrigierte ständig gegen die Muslime. Er verbreitete Fitna unter den Gläubigen, und versuchte, die Brüderlichkeit zwischen ihnen zu zerstören. Der Gesandte Allahs (FSMI) wusste natürlich alles, was dieser oberste Heuchler tat. Aber er beschloss, geduldig zu bleiben und schwieg.

Eines Tages erreichte Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) einen Punkt, an dem er nicht länger die Fitnas von Abdullah ibn Ubayy ertragen konnte. Er ging zum Propheten (FSMI) und sagte: „O Gesandter Allahs, erlaube mir, den Kopf dieses Heuchlers abzuschlagen!“ Doch die Antwort des Propheten (FSMI) zeigte die Weisheit hinter seiner Geduld. Er sagte: „Lasst ihn. Sonst werden die Menschen sagen, Muhammad töte seine eigenen Gefährten.“ Wenn ihr euch erinnert: Vor der Auswanderung des Propheten (FSMI) war Abdullah ibn Ubayy dabei, König von Medina zu werden. Er hatte sich sogar eine Krone anfertigen lassen. Er genoss so großen Respekt unter den Menschen.

Rasulullah (FSMI) wusste, dass viele Menschen Ibn Ubayy noch vertrauten. Er verbarg seine Heuchelei so geschickt, dass viele glaubten, er sei ein aufrichtiger Muslim. Jemand, auf den sie sich verlassen konnten. Wenn der Rasulullah (FSMI) ihn hätte hinrichten lassen, hätten sich vielleicht Gerüchte verbreitet, dass Muhammad seine Gefährten tötet. Stämme, die überlegten, den Islam anzunehmen, hätten sich gesagt: „Wann immer er will, könnte er auch uns töten.“ Um das zu verhindern, entschied sich der Gesandte Allahs (FSMI) für Geduld. Jahre später würde er die Früchte dieser Entscheidung sehen, vier Jahre nach dem Vorfall der Verleumdung. Im 9.

Jahr nach der Hidschra wurde Abdullah ibn Ubayy krank und starb schließlich. Sein Sohn Abdullah war ein rechtschaffener und aufrichtiger Muslim. Er kam zum Gesandten Allahs (FSMI) und sagte: „O Gesandter Allahs, bitte gib mir dein Hemd, damit ich es als Leichentuch für meinen Vater verwenden kann.“ Dann bat er den Propheten (FSMI), das Totengebet zu leiten und Dua für die Vergebung seines Vaters zu sprechen. Könnt ihr euch vorstellen, wie schwer das für einen Sohn gewesen sein muss? Sein Vater war einer der größten Feinde des Islam gewesen, seit dem Moment, als der Prophet (FSMI) Medina betreten hatte. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Gesandte Allahs (FSMI) ihn nicht abwies.

Er gab sein Hemd als Leichentuch für Abdullah ibn Ubayy. Als ihm gesagt wurde, dass alles für die Beerdigung bereit sei, ging er hinaus und leitete das Janaza-Gebet. Zur Beerdigung ging er sogar zu seinem Grab. Die Gefährten waren neugierig. Warum leitete der Gesandte Allahs (FSMI) das Totengebet für einen Mann, der sein ganzes Leben lang gegen den Islam intrigiert hatte? Warum zeigte er jemandem solche Güte, der bei jeder Gelegenheit versucht hatte, den Muslimen zu schaden? Dahinter musste ein Grund stehen, eine tiefe Weisheit. Und so war es tatsächlich.

„O Gesandter Allahs, warum hast du ihm dein eigenes Hemd gegeben?“ Als er danach gefragt wurde, sagte der Prophet (FSMI): „Mein Hemd und mein Gebet werden ihn nicht vor der Strafe Allahs retten. Doch ich hoffe, dass dadurch tausend Menschen aus seinem Stamm den Islam annehmen werden.“ Tatsächlich hatte diese Tat eine starken Einfluss auf die Menschen um Abdullah ibn Ubayy. Einigen unserer Quellen zufolge nahmen wegen der Geduld und Barmherzigkeit des Propheten (FSMI) an diesem Tag etwa 1000 Menschen den Islam mit aufrichtigen Herzen an. SubhanAllah. Viele Jahre lang hatten die Muslime sich danach gesehnt, die Kaaba zu besuchen. Nun war die Zeit endlich gekommen.

„Wir gehen endlich nach Mekka?“ „Ja.“ Es sollte eine Reise werden, die wegen eines Traumes begann, den der Prophet (FSMI) gehabt hatte. Diese Reise würde auf eine Weise enden, die niemand erwartet hatte. „Dann wirst du hier als unser Gefangener bleiben!“ Und die Muslime sollten sich schließlich gezwungen sehen, einen Vertrag anzunehmen, den sie eigentlich nie akzeptieren wollten. Was für ein Vertrag war das? Und was geschah auf dieser außergewöhnlichen Reise? All das werden wir in der nächsten Folge sehen, InshaAllah. Bleibt dran!
