# Blockiere Shaytan aus deinem Herzen mit 11 Versen | Verwandle dein Salah – Folge 2

- Language: de
- Published: 2026-08-26
- Canonical: https://blog.towardseternity.com/de/blog/block-shaytan-from-your-heart-with-11-verses-transform-your-salah-ep-2
- Source video: https://www.youtube.com/watch?v=Mox2CCP2cFg
- Channel: Towards Eternity

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Was, wenn es einen Grund gibt, warum bestimmte Dinge nicht nach unserem Plan ablaufen? Vielleicht übersehen wir etwas. Es gibt Hindernisse in unserem Leben. Wir wollen vorankommen, wir wollen das Leben genießen, aber dann werden wir von unerwarteten Nachrichten getroffen. Unsere Stimmung sinkt, unser Brust fühlt sich schwer an, die Nächte enden nicht, und wir finden keinen Schlaf. Deshalb hat Allah zwei kurze, aber sehr kraftvolle Suren im Koran herabgesandt. Sure al-Falaq (Der Tagesanbruch) und Sure an-Nas (Die Menschheit). Ein Schild für uns, ein Schutz, eine Zuflucht. Das Leben besteht nicht nur aus dem, was wir sehen können.

Es gibt vieles, das wir nicht sehen, vor dem wir aber geschützt werden müssen. Zum Beispiel Magie, böse Blicke, Neid, Schaden, der nachts kommt, Waswasa (Flüstern) und Menschen, die wie Shaytan (der Teufel) handeln. Wir haben hunderte Feinde. Die Bedeutung dieser Suren ist so tief und schön, dass wir, wenn das Video endet, denken werden: „Wie habe ich gelebt, ohne diese Suren zu rezitieren und zu verstehen?“ Am Ende des Videos werden wir diese Suren mit den Bedeutungen rezitieren, die wir gelernt haben, und vieles wird sich ändern, insha'Allah (so Gott will). Die Schwierigkeiten, die auf uns zukommen, werden, insha'Allah, abgewendet.

Hast du gehört, dass Magie auf unseren Propheten Alayhis Salatu was-Salam (Frieden und Segen seien auf ihm) gewirkt wurde? Ein Jude namens Labid, nutzte Magie, indem er das Haar des Propheten (FSMI) um einen Kamm wickelte. Dann warf er ihn in einen Brunnen. Es war eine Prüfung für den Propheten. Er begann, an einer ernsthaften Krankheit zu leiden. Seine Schwäche und sein Unwohlsein verschlechterten sich Tag für Tag. Dann informierte ihn Allah durch eine Offenbarung. Die Gefährten eilten sofort und schauten in den Brunnen. Und ja, am Grund des Brunnens lag ein Kamm mit darin umwickelten Haaren.

Nach diesem Vorfall wurden Sure al-Falaq (Der Tagesanbruch) und Sure an-Nas (Die Menschheit) offenbart. Elf Knoten waren auf dem Kamm gebunden, und in diesen beiden Suren gibt es insgesamt elf Ayas (Verse). Der Gesandte Allahs rezitierte für jeden Knoten einen Ayah (Vers). Jedes Mal, wenn er einen rezitierte, löste sich ein Knoten, und er fühlte sich besser. Als er den letzten Ayah rezitierte, löste sich der letzte Knoten. Die Krankheit, die Magie, alles verschwand vollständig. Diese Suren sind also sehr kraftvoll.

Bis zu diesem Tag hatte der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) andere Duas (Bittgebete) zum Schutz gesprochen, aber nachdem diese Suren offenbart wurden, rezitierte er sie stattdessen. Jede Nacht vor dem Schlafen rezitierte der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) diese beiden Suren zusammen mit Sure al-Ikhlas (Die Aufrichtigkeit) und hauchte dann in seine Hände, und wischte seine Hände über die Körperteile, die er erreichen konnte. Nun beginnen wir unser Thema mit der Sure al-Falaq (Der Tagesanbruch). Wie lautet der erste Ayah (Vers)? Qul a'udhu bi Rabbil-falaq. Sprich, [O Prophet,] „Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tagesanbruchs.“ Was für ein schöner Ausdruck, oder?

Der Herr des Tagesanbruchs. Aber warum der Tagesanbruch? Weil jede Nacht einen Morgen hat, richtig? Er erinnert uns an Hoffnung. Dies ist ein Zeichen für Situationen in unserem Leben, die nicht gut laufen und uns innerlich verletzlich machen. Jede Nacht hat einen Morgen. Der Ayah erinnert uns daran. Denk an etwas, das dich vor zehn Jahren belastet hat. Heute ist es entweder ganz verschwunden oder berührt euch kaum noch. Das bedeutet, der Morgen jener Nacht ist gekommen. Manchmal fühlen wir uns, als würde alles um uns zusammenbrechen, doch auch diese Nacht wird einen Morgen haben. Mit dieser Hoffnung müssen wir stark bleiben gegen die Prüfungen des Lebens.

Erinnere dich an den Propheten Yunus Alayhis Salam (Friede sei mit ihm). Er war im Bauch des Fisches. Es tobte ein Sturm, und er war mitten auf dem Meer. Konnte es eine schlimmere Lage geben als diese? Er erkannte seinen Fehler und sagte: „Mein Herr, wahrlich, ich gehörte zu den Ungerechten.“ Er spürte tief in sich, dass nur Allah ihn retten konnte, und machte mit diesem Gefühl Dua (Bittgebet). Und am Ende rettete ihn Allah und brachte ihn in Sicherheit. Denk an den Propheten Ibrahim Alayhis Salam (Friede sei mit ihm). Sie schleuderten ihn mit einem gewaltigen Katapult in ein riesiges Feuer. Von außen sah es so aus, als gäbe es keine Hoffnung, doch Allah ließ das Feuer ihn nicht verbrennen.

Manchmal sagen wir: „Meine Lage ist wirklich schlimm. Ich komme da nicht raus. Es gibt keine Hoffnung.“ Doch der, der dich aus dem Nichts erschaffen hat, der Unendliche Macht besitzt, und der das ganze Universum lenkt – kann Er dir nicht einen Ausweg schaffen? Wie viele Jahre wirst du auf dieser Welt leben? Du wirst nicht tausend Jahre alt werden. In hundert Jahren wirst du und alle, die du liebst, oder Menschen, mit denen du Streit hattest, unter der Erde sein. Dieses Leben endet irgendwann. Die Welt ist vergänglich. Wie könnten deine Probleme ewig dauern? Der Schmerz, von dem du sagtest: „Er wird nie vergehen“, ist vergangen.

Der Morgen kam, Hoffnung kam – und genau das lässt uns diese Ayah erkennen. Du sagst: „Ya Rabb (oh Herr), was soll ich tun?“ Und Er sagt zu dir: „Qul“ („Sprich“). Du fragst: „Was soll ich sagen?“ A'udhu bi Rabbil-falaq Ich suche Zuflucht beim Herrn der Morgendämmerung. Die Sonne wird aufgehen. Sie wird die Dunkelheit durchbrechen. Alle Finsternis wird verschwinden. Das Licht wird kommen. Mit dieser Hoffnung wirst du die Prüfung durchstehen. Nächste Ayah: Min sharri ma khalaq. Was bedeutet das? Aber einen Moment. Diese Prüfung kam nicht von selbst. Allah hat sie erschaffen. Und wenn du sie nicht kontrollieren kannst – was solltest du dann tun?

Du musst jemanden finden, der sie kontrollieren und stoppen kann. Die Ayah ruft dir zu: „Suche nicht am falschen Ort oder in der Ferne. Derjenige, der sie erschuf und kontrolliert, ist Allah.“ Sprechen wir über denselben Allah, der dir so viele Gaben schenkte, seit dem Tag deiner Geburt? Millionen Geschenke in deinem Leben. Ja – das zeigt, dass Er Barmherzigkeit für dich hat. Wenn Allah also etwas zulässt, dann steckt darin gewiss etwas Gutes für dich. Das sollte dein Herz beruhigen. Allah kennt deine Lage – und gewiss liegt am Ende etwas Gutes darin. Er führt dich dorthin. Wer schützt uns alle also vor dem Bösen? Allah – derjenige, der alles erschafft und lenkt.

Um glücklich zu sein, brauchen wir vieles, doch um traurig zu werden, reicht eine einzige Sache. Zum Beispiel: Stell dir ein Auto vor. Es braucht Hunderte Teile: Lenkrad, Motor, Auspuff – tausende Kleinigkeiten. Fehlt nur eins, fährt das Auto nicht mehr. Unser Leben ist genau so. Wir gehen voran, wir leben – doch manchmal nimmt ein fehlendes Stück uns jede Freude. Schon das zeigt, wie sehr wir Schutz suchen müssen. Wenn du deine Verbindung zu Allah löst, gerät alles nach und nach durcheinander. Zählen wir die Dinge auf, vor denen wir Schutz brauchen: Erdbeben, Fluten, Katastrophen, Krankheit, Verlust geliebter Menschen, Magie, Dschinn, Unfälle, Scheitern, Depressionen. Es gibt vieles.

Zum Beispiel Menschen, die dich verletzen. Manchmal hat jemand, den du „Bruder“ nanntest, dein Leben auf den Kopf gestellt. Auch das passiert. Und manchmal wirkt etwas gut, ist aber in Wahrheit schlecht. Wenn wir diese Ayah sprechen, bitten wir Allah auch darum, vor solchen Dingen zu schützen. Erinnern wir uns: min sharri ma khalaq. Wovor suche ich Zuflucht? Vor dem Bösen, das Er erschaffen hat. Es gibt noch etwas, wovor wir Schutz suchen müssen: den bösen Blick, al-ʿayn. (Der böse Blick) Was ist der böse Blick? Wenn jemand dich aus Neid ansieht und diese negative Energie dein Leben beeinträchtigen kann. Der böse Blick wirkt besonders stark in zwei Situationen.

Die erste: wenn du etwas bewunderst. Du liebst etwas sehr, doch verbindest es nicht mit Allah. Zum Beispiel statt zu sagen: „Wie schön hat Allah es erschaffen“, sagst du nur: „Es ist so schön.“ Besonders Mütter können ihre eigenen Kinder ungewollt mit dem bösen Blick treffen. Lob ohne „Masha'Allah“ (was Allah gewollt hat) auszusprechen, kann eine starke Wirkung haben. Die zweite Art ist gefährlicher. Es ist Neid. Ein solcher Blick kann dem anderen zusätzlichen Schaden zufügen, maʿadhallah (Allah bewahre). Aber woher weiß ich, dass ich vom bösen Blick betroffen bin?

Wenn in deinem Leben plötzlich alles schiefzugehen beginnt, wenn die Dinge, die du festhalten willst, immer wieder scheitern, besonders wenn direkt nach einem Erfolg etwas schiefgeht, kann das ein Zeichen des bösen Blicks sein. Aber warum sprechen wir darüber? Weil Sure an-Nas (die Menschen) und Sure al-Falaq (der Tagesanbruch)) die stärksten Suren zum Schutz vor dem bösen Blick sind. In Sure al-Qalam (der Stift), Ayah 51, sagt Allah zum Propheten (Frieden und Segen über ihm): „Diejenigen, die nicht glauben, würden dich fast mit ihren Blicken zu Fall bringen.“ Also die Frage: Mit so vielen Menschen um uns herum – wie schützen wir uns vor dem bösen Blick?

Erstens: Wir sollten Sure an-Nas und Sure al-Falaq jeden Tag, jede Nacht rezitieren. Zweitens: Wir sollten nicht jedem von unseren Erfolgen erzählen. Drittens: Wir sollten vorsichtig sein, was wir in sozialen Medien teilen. Wir wissen nicht, wer es sieht oder was sie fühlen, wenn sie es sehen. Zum Beispiel: Du hast eine glückliche Familie und teilst ein Foto mit deinem Kind, aber die Person, die es sieht, hat so ein Leben nicht. Auch wenn sie sonst nicht neidisch ist – fühlt sie sich traurig beim Anblick, und das kann trotzdem den bösen Blick auslösen. Diese Person sagt nicht: „Ich will ihnen schaden.“ Sie weiß nicht einmal, dass sie es tut. Darum müssen wir um Schutz bei Allah bitten.

Die nächste Ayah: wa min sharri ghāsiqin idhā waqab. Und vor dem Übel der Nacht, wenn sie dunkel wird. Wovor suchen wir hier Zuflucht? Vor dem Übel der Nacht, wenn sie dunkel wird. Warum spricht die Ayah von Dunkelheit? Weil Dunkelheit das Unbekannte bedeutet: Skorpione, Schlangen und andere Gefahren. Bei Tageslicht siehst du, was um dich herum ist. Doch wenn es dunkel wird, ist es schwieriger, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen. Psychologisch gesehen bedeutet die Nacht: Alleinsein. Es ist die Zeit, in der du für dich bist. Du beginnst, tief nachzudenken. Du konzentrierst dich auf deine Gefühle. Nachts sind Menschen emotional und mental am verwundbarsten.

Deshalb bitten wir Allah um Schutz vor dem Übel der Nacht. Wa min sharrin-naffathati fil-'uqad. Und vor dem Übel der Frauen, die auf Knoten blasen. Das meint Menschen, die Magie ausüben. Wir bitten Allah um Schutz vor ihrem Schaden. Brüder, Schwestern, nehmt Magie nicht auf die leichte Schulter, besonders in Eheangelegenheiten. Zum Beispiel: Jemand plant, eine Person zu heiraten, aber plötzlich heiratet diese Person jemanden anderen. Eifersucht und Neid werden so stark, dass die Person Magie einsetzt, um diese Ehe zu zerstören. Es gibt viele Arten von Magie.

Sag niemals: „Mir wird nichts passieren.“ Magie wurde auch beim Propheten (Frieden und Segen auf ihm) angewendet, und sie hatte Wirkung. Deshalb brauchen wir wirklich Sure al-Falaq und Sure an-Nas. Wa min sharri hasidin idha hasad. Und vor dem Übel des Neiders, wenn er neidisch ist. Ein Neider ist nicht nur unzufrieden mit dem, was du hast; er wünscht sich, dass du es verlierst. Wenn jemand eine Gabe erhält, denkt das Herz des Neiders: „Warum haben die das bekommen?“ Das ist mehr als Abneigung. Es ist, ohne es zu merken, eine Herausforderung an den Qadar (göttliche Bestimmung), das Schicksal, das Allah bestimmt hat, weil derjenige, der die Gabe gegeben hat, Allah selbst ist.

So zu denken, selbst unbewusst, ist wie zu sagen: „Allah wusste nicht, wer was bekommen sollte.“ Maʿadhallah (Allah bewahre). Darum ist diese Art von Neid eine gefährliche Krankheit des Herzens. Lasst uns nicht nur draußen nach Neidern suchen. Neid kann auch in uns selbst sein. Zum Beispiel: Du willst etwas haben, aber dein Vater kümmert sich nicht darum. Dann siehst du genau dieses Ding bei jemandem, den du nicht magst, dessen Vater es ihm gekauft hat, und es sieht toll aus. Dieser Moment ist eine Prüfung für dich.

Manchmal kann ein Mensch die Gefühle nicht stoppen, die in ihm aufkommen, aber wenn du mit diesem Gefühl nicht einverstanden bist und es nicht in Handlung umsetzt, dann ist keine Sünde auf dir. Was heißt „in Handlung umsetzen“? Es bedeutet, zu versuchen, der Person auf irgendeine Weise zu schaden oder sich absichtlich zu freuen, wenn ihr etwas Schlechtes passiert. Im Islam bist du nicht verantwortlich für ein Gefühl oder einen Gedanken, das nicht in Handlung umgesetzt wird. Die Lösung sind drei Duas (Bittgebete). Erstens: Mach Dua für dich selbst, um dieses Gefühl loszuwerden. Zweitens: Mach Dua für die Person, gegen die du negative Gefühle hast.

Drittens, am stärksten: Bitte Allah, dieser Person Gutes zu geben. Für ihr Wohl zu beten, heilt den Neid in dir selbst. Der erste Mord zwischen Habil (Abel) und Qabil (Kain) geschah aus Neid. Der Grund, warum Shaytan (der Teufel) gegen Allah rebellierte und Shaytan wurde, war, dass er auf Propheten Adam neidisch war. Hinter vielen Kämpfen, Streitigkeiten und geheimen Plänen, die wir in der Welt sehen, steckt oft Neid. Wir sollten auch nicht vergessen: Neid verbrennt zuerst den Neider selbst. Wenn wir also neidisch auf jemanden sind, verletzen wir in Wahrheit am meisten uns selbst. Wir verlieren am meisten unseren eigenen Frieden. Unser Geist denkt ständig über diese Dinge nach.

Eines Tages sagte der Gesandte Allahs (FSMI) zu seinen Gefährten: „Nun wird ein Mann aus dem Volk von Dschannah (Paradies) erscheinen.“ Die Gefährten wollten verstehen, warum dieser Mann aus dem Paradies war. Einer der Gefährten ging und blieb als Gast im Haus dieses Mannes. Drei Tage lang beobachtete er ihn genau. Er fragte sich: „Welche Art von Anbetung übt er aus, die ihn zu einem Menschen des Paradieses macht?“ Er beobachtete, sah aber nichts Außergewöhnliches. Am Ende gestand er, warum er gekommen war, und fragte den Mann direkt. Der Mann aus dem Paradies antwortete: „Ich hege keinen Funken Hass in meinem Herzen gegenüber irgendeinem Muslim.

Und ich beneide niemals jemanden um die Segnungen oder guten Dinge, die Allah ihm gegeben hat.“ Manchmal kann Eifersucht einen Menschen in die Hölle führen, aber die Entscheidung, andere nicht zu beneiden, kann jemanden ins Paradies führen. Was für ein feiner Unterschied. Freunde, hier endet also die Sure al-Falaq (Der Tagesanbruch). Lasst uns die Bedeutungen wiederholen. Sprich: „Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tagesanbruchs, vor dem Bösen, das Er erschaffen hat. Und vor dem Übel der Nacht, wenn sie dunkel wird. Und vor dem Übel der Frauen, die auf Knoten blasen. Und vor dem Übel des Neiders, wenn er neidisch ist.“ Jetzt kommen wir zu Sure an-Nas (Die Menschen). Was bedeutet „Nas“?

Es bedeutet „Menschen“. Auch hier sehen wir wieder, dass es um das Suchen von Schutz geht. Das werden wir schon in der ersten Ayah sehen. Darf ich euch eine Frage stellen? Wer ertrinkt öfter? Menschen, die schwimmen können, oder Menschen, die nicht schwimmen können? Es heißt, dass Menschen, die schwimmen können, häufiger ertrinken, weil diejenigen, die nicht schwimmen können, nie ins tiefe Wasser gehen. Sie sind vorsichtig. Sie sagen: „Da gehe ich nicht hin. Es ist drei Meter tief. Ich schaffe das nicht.“ Aber Menschen, die schwimmen können, vertrauen sich selbst. Sie gehen ins tiefe Wasser. Sie denken, alles wird gut, aber es gibt immer noch andere Gefahren im Meer.

Das Problem hier ist also, sich selbst zu sehr zu vertrauen, so nach dem Motto: „Mir passiert nichts. Kein Grund zur Sorge, egal was kommt, ich schaffe das.“ Solche Gedanken. Wer so denkt, ist wie ein Boxer, der seine Deckung fallen lässt. In dem Moment wird er getroffen und fühlt sich schwach. Brüder, Schwestern, wir sollten dran denken: Ich kann gegen Shaytan verlieren. Er kann mich in die Falle locken. Er kennt meine Schwachstellen. Ich muss Zuflucht bei Allah suchen. Jetzt sind manche Menschen vorsichtig. Sie lassen ihre Deckung nicht fallen und schauen Videos über Sure al-Falaq, Sure an-Nas. So versuchen sie, sich zu schützen.

Aber manche sagen immer noch: „Mir passiert nichts.“ In diesem Fall wird die Person zum Ziel, weil ihre Deckung niedrig ist. Also los: Qul a'udhu bi Rabbin-nās, Malikin-nās, Ilāhin-nās. Ich suche Zuflucht beim Herrn der Menschen, dem König der Menschen, dem Gott der Menschen. Drei Namen werden genannt: Herr (Rabb), König (Malik), Gott (Ilah). Bei wem suchen wir Schutz? Bei unserem Herrn, unserem wahren König, unserem Gott. Was sollen wir daraus verstehen? Es gibt Dinge in dieser Welt, die uns Angst machen. Welche sind das? Vielleicht eine Person, vielleicht eine Krankheit, vielleicht der Tod.

Vielleicht denkst du: „Was mache ich, wenn diese Person mir schadet?“ All diese Dinge, vor denen wir Angst haben, sind schwach vor Allahs unendlicher Macht. Sie haben keine wirkliche Stärke. Ich meine damit: Suche Schutz bei Allah. Die Dinge, vor denen du Angst hast, sind schwache Wesen, die vor Allah zittern werden. Denke an den grausamen König Nimrod. Er verletzte die Menschen um sich herum. Jeder hatte Angst vor ihm. Was tat Allah also? Er schickte einen seiner kleinsten Soldaten, eine winzige Fliege. Sie schlüpfte an Nimrods Wachen vorbei, an den Mauern des Palastes, und fand ihren Weg in seine Nase. Von dort gelangte sie in sein Gehirn. Da begann Nimrod, die Kontrolle zu verlieren.

Der mächtige König, der einst behauptete, Gott zu sein, war nun hilflos, schlug seinen Kopf vor Qual gegen die Mauern. Tag für Tag verzehrte ihn der Schmerz. Der, der dachte, er regiere die Welt, wurde besiegt von etwas, das kleiner als ein Fingernagel war. Der, den ihr „großer König“ nanntet, wurde von einer von Allah gesandten Fliege besiegt. Pharao dagegen, er war derselbe. Er verletzte Menschen. Musa Alayhis Salam (Friede sei mit ihm) und sein Volk erreichten das Rote Meer. Hinter ihnen war Pharao mit seinem Heer. Vor ihnen lag das Meer. Wen rief Musa Alayhis Salam (Friede sei mit ihm) an? Allah, um Schutz zu suchen. Er schlug mit seinem Stab aufs Meer. Ein Wunder geschah.

Das Meer teilte sich in zwei. Musa (Mose) und sein Volk gingen hindurch zwischen Wasserwänden, die auf beiden Seiten aufragten. Pharao versuchte ebenfalls, ihnen zu folgen, aber das Wasser schloss sich über ihm. Pharao und sein Heer ertranken im Meer. Was will ich damit sagen? Bei wem suchen wir Zuflucht? Bei deinem Rabb (Herrn), deinem Malik (König), deinem Ilah (Gott), denn es gibt keinen Herrscher größer als Ihn. Warum suchen wir Zuflucht bei Ihm? Weil der Schlüssel zu allem bei Ihm liegt. Alles ist unter Seiner Kontrolle. Alles geschieht auf Sein Kommando. Nicht einmal ein Blatt fällt ohne Allahs Willen. Denk darüber nach.

Allah, derjenige mit unendlicher Macht, was gibt es, das Er nicht tun könnte? Nichts. Menschen und alle anderen Geschöpfe haben Grenzen, aber Allah hat volle Macht und volle Autorität. Wenn Er es nicht erlaubt, kann nichts geschehen. Jetzt suche ich Zuflucht bei meinem Herrn, der unendliche Macht hat. Min sharril-waswasil-khannas, alladhi yuwaswisu fi sudurin-nas. Was bedeutet das? Vor dem Übel des Flüsterers, der sich zurückzieht, der das Böse in die Brust der Menschen flüstert. Brüder, Schwestern, vor was suchen wir Schutz? Vor waswasa (Flüstern), den schlechten Gedanken, die Shaytan in uns hineinflüstert. Wir bitten Allah, uns davor zu schützen. Hier gibt es einen wichtigen Unterschied.

Die Ayah sagt: „der das Böse in die Brust der Menschen flüstert.“ Sie sagt nicht: „in ihre Herzen“. Was bedeutet das? Shaytan gibt dir ein Flüstern, ein Waswasa. Er ermutigt dich, eine Sünde zu begehen. Er macht sie attraktiv oder sagt: „Betete nicht das Salah (Gebet),“ oder versucht Gedanken zu pflanzen, die deine Hoffnung und Geduld zerstören. Dieses Flüstern bleibt in deiner Brust, was wir Sadr (Brust) nennen, aber es hat dein Herz noch nicht erreicht. Es erreicht dein Herz nur, wenn du dich entscheidest, wenn du nach diesem Flüstern handelst und denkst: „Ich bete nicht. Ich bete kein Salah.“ Ich bin schon besessen von Wudu (Reinigung). Ich will kein Salah beten.

Ich habe Probleme.“ Dann kann das Flüstern in deiner Sadr (Brust) in dein Herz gelangen. Woran sollten wir denken, wenn wir das Wort „Waswasa“ hören? Es sind die Flüstereien von Shaytan. Die Stimme, die Böses befiehlt, Gedanken, die das Gute verhindern, die dich von Anbetung abhalten. Ihr wisst, wie in Cartoons manchmal ein Engel auf einer Schulter sitzt und ein Teufel auf der anderen, richtig? Es ist irgendwie so. Shaytan spricht mehrmals am Tag zu uns. Der wichtigste Punkt hier ist, dass Shaytans Worte manchmal wie deine eigenen Gedanken wirken. Die Gespräche in deinem Kopf, die Bilder, vielleicht die bösen Worte, die Gedanken, die du hast, sie waren nicht immer deine eigenen.

Zum Beispiel stell dir einen Mann namens Ahmed vor. Er hat darüber nachgedacht, eine Freundin zu finden. Eines Tages trifft er ein Mädchen im Supermarkt. Das Mädchen bittet ihn um Hilfe. Sie kommen miteinander ins Gespräch, lernen sich kennen. Ahmed denkt bei sich: „Ich bin nicht in der Lage zu heiraten. Vielleicht heirate ich erst in sechs oder sieben Jahren. In dieser Zeit kann ich sie kennenlernen. Ich werde ihr den Islam erklären. Sie scheint sowieso eine gute Person zu sein.“ Ahmed glaubt, das sei sein eigener Gedanke. Aber warte, erkenne es. Das liegt nicht innerhalb der islamischen Grenzen, oder? Das ist Shaytans Flüstern.

Wenn du diesen Unterschied erkennst, hast du ein großes Problem bezüglich der Prüfung, vor der du stehst, gelöst. Also, wie wirst du es unterscheiden? Kommt es von Shaytan oder ist es mein Gedanke? Wenn es außerhalb der Grenzen des Halal (Erlaubten) liegt, oder wenn es dich spirituell herunterzieht, dich hoffnungslos macht, dann ist es Shaytans Flüstern. Wir sollten vorsichtig sein. Manchmal können diese Flüstereien sehr harmlos erscheinen. In unseren Tafsir-Ressourcen wird erklärt, dass Shaytan den folgenden Plan hat. Der erste Plan, für dich und für mich, für alle: Er versucht, einen Menschen zum Unglauben und Schirk (Götzendienst) zu führen. Das erste Ziel ist Unglaube und Schirk.

Wenn ihm das nicht gelingt, versucht er, ihn zu großen Sünden zu verleiten. Das ist der zweite Plan. Wenn auch das nicht wirkt, lenkt er ihn mit kleinen Sünden ab. Das ist der dritte Plan. Wenn er auch das nicht kann, hält er ihn mit leeren und nutzlosen Taten beschäftigt. Wenn er ihn immer noch nicht in nutzlose Dinge verwickeln kann, zieht er ihn von hoch belohnten Taten weg und leitet ihn zu Taten mit geringeren Belohnungen. Mit anderen Worten: Shaytan hat viele Taktiken und flüstert, um Menschen zu täuschen. Ohne Zuflucht bei Allah ist es unmöglich, seinen Tricks zu widerstehen. Doch wir handeln oft unachtsam.

Wir denken: „Mir wird nichts passieren.“ Eines Tages sagen wir vielleicht: „Ich habe fünfmal täglich gebetet. Warum habe ich aufgehört?“ Weil du deine Wachsamkeit gesenkt hast. Es gab einen Feind, der dir folgte und auf deine Schwächen wartete. Als die Zeit kam, hast du ihm gegeben, was er wollte, und jetzt bist du in dieser Lage. Die Sure fährt fort: Minal-jinnati wan-nas. Was bedeutet das? Unter den Dschinn (Geistern) und den Menschen. Bediuzzaman Said Nursi, der bekannte Gelehrte, beweist die Existenz von Shaytan und benutzt menschliche Shayateen als Beispiel. Er sagt: „Gibt es einen Shaytan? Ja, es gibt Menschen, die unter uns wie Shaytan handeln.

Wenn diese Menschen ihre physischen Körper ablegen und unsichtbar werden könnten, wären sie funktional nicht anders als Shaytan.“ Diejenigen, die unterdrücken, die ständig andere zu Sünde rufen und haram (verbotene) Inhalte verbreiten. Ich weiß, dass manchmal jemand aus eigenen Wünschen sündigt. Das ist etwas anderes. Aber es gibt auch Menschen, deren Hauptziel es ist, Verderbnis zu verbreiten und andere zum Bösen zu führen. Diese Menschen sind wie Shaytan mit menschlichem Körper. Daher müssen wir bei den Flüstern von Bösem nicht nur an die Dschinn denken, sondern auch an die Menschen. Denn wenn ein Mensch kontinuierlich in Sünde bleibt, kann er schlimmer werden als Shaytan.

Shaytan flüstert nur, aber ein Mensch, vielleicht dein Freund, kann deine Hand nehmen und dich zum Haram (Verbotenem) führen, nicht nur flüstern. Sie könnten so zu dir kommen: „Warum hast du keine Freundin? Warum keinen Freund? Bist du hässlich? Denkst du nicht darüber nach? Einer der Partner meiner Freunde hat dich gesehen und mochte dich sehr. Vielleicht trefft ihr euch.“ Es mag harmlos erscheinen, aber ma’adhallah, (Möge Allah es bewahre), manchmal flüstert Shaytan auch Menschen in unserer Umgebung zu, und Shaytan benutzt die Menschen um uns herum, um uns zu beeinflussen. Deshalb müssen wir Zuflucht bei Allah suchen, vor Dschinn und Menschen, damit wir geschützt sind.

Lasst uns alle Verse erinnern. Ich suche Zuflucht beim Herrn der Menschen, König der Menschen, Gott der Menschen, vor dem Übel des Einflüsterers, der sich zurückzieht. Der das Böse in die Brust der Menschen flüstert. Unter den Dschinn und den Menschen. Ja, Sure al-Falaq und Sure an-Nas sind nun vollständig. Es gibt ein Sprichwort: „Die Lektion wiederholt sich, bis sie gelernt wird.“ Die Prüfungen, Schwierigkeiten und Probleme, denen wir begegnen, sind eine Warnung von Allah. Sie erinnern uns daran, dass wir ohne Ihn nicht leben können. Durch sie lädt uns Allah ein, Zuflucht bei Ihm zu suchen. Dann leitet Allah uns durch Suren wie diese und ihre tiefen Bedeutungen.

Und nun wissen wir, dass Nächte dunkel sein können, Prüfungen still heranschleichen, aber wir haben einen Rabb (Herr), einen Malik (König), einen Ilah (Gott). Wir haben einen Falaq (Tagesanbruch), der jede Dunkelheit durchbricht und ein Nas (Menschheit), der jedes Flüstern zum Schweigen bringt. Nach diesem Video ändere nur eine Gewohnheit in deinem Leben. Bevor du schlafen gehst, rezitiere Sure al-Falaq und Sure an-Nas wie der Prophet (Friede sei mit ihm) es tat. Diesmal aber mit Verständnis. Suche Zuflucht und ergebe dich. Erinnere dich, jede Nacht, in der du diese beiden Suren nicht rezitierst, bedeutet, dass du deine Wachsamkeit gesenkt hast.

Aber jede Nacht, in der du sie rezitierst, trägst du einen Schutzschild. Und nun kann dich keine Dunkelheit hilflos machen, weil du gelernt hast, Zuflucht beim Herrn des Morgens zu suchen. Das erste Video dieser Serie war Sure al-Fatihah (Die Eröffnende Sure). Alhamdulillah (Gott sei Dank), dieses Video war tief, dieses Video war inspirierend, glaube ich. Und im nächsten Video dieser Serie werden wir weiterhin eintauchen tiefer in die Eröffnungs-Bittgebete, Subhanakallahumma (Gepriesen seist Du, o Allah). Wenn diese Serie endet, insha’Allah (so Gott will), werden wir alle rezitierten Verse verstehen.

Insha’Allah werden wir mit wahrer Demut und Konzentration beten, und wir werden dem Jenseits entgegengehen.
