# "Es war schwer am Leben zu bleiben!" Vom Sikh zur Muslima. Eine inspirierende Lebensreise.

- Language: de
- Published: 2026-08-26
- Canonical: https://blog.towardseternity.com/de/blog/i-was-struggling-to-stay-alive-ex-sikhs-brave-journey-to-islam-towards-eternity
- Source video: https://www.youtube.com/watch?v=Ertxy9kMB7M
- Channel: Towards Eternity

This is the cleaned transcript of the source video. The speech is unaltered.

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Manchmal denke ich mir, warum bin ich eigentlich immer noch Muslima, verstehst du? Weil man manchmal durch so viele Prüfungen geht. Es gab Zeiten, in denen ich meinen Kopf gegen die Wand schlagen wollte, nur damit ich schlafen konnte. Ich habe eine Scheidung durchgemacht. Es war sehr, sehr schrecklich und schwierig. Und ganz ehrlich sage ich dir, vor der Kamera, dass es Zeiten gab, in denen ich mir etwas antun wollte. Ich erinnere mich daran, dass ich in meinem Badezimmer war und mein Gesicht betrachtete, es hasste und mir etwas antun wollte. Jeder Zeitpunkt meines Lebens war ohne meine Familie schwierig, weil ich ihnen sehr nahe stand und sie sehr liebte. Das passiert immer wieder.

Wie lange werde ich das noch machen? Wie lange werde ich noch auf andere Menschen warten, damit sie mir helfen? Wenn Allah selbst sagt, "Kommt zu mir, kommt zu mir. Gedenkt meiner, so gedenke ich eurer." Assalamualaikum Sister Haniya Adam. Danke, dass du unsere Einladung angenommen hast. Wir freuen uns sehr, dich bei uns zu haben. Ich möchte mit der Frage "Wer ist Haniya Adam?" beginnen. Kannst du uns kurz etwas über dein Leben erzählen? Friede sowie die Barmherzigkeit und Segen Gottes seien auch mit dir. Ich habe drei Kinder. Alhamdulillah (Gelobt sei Gott) Ich bin als Sikh aufgewachsen. Meine Eltern sind Inder, die in England geboren und aufgewachsen sind.

Ich hatte eine wunderbare Kindheit und alhamdulillah sehr liebevolle Eltern. Aber ich bin im Alter von, glaube ich, 24-25 Jahren Muslima geworden. Es war ein großer Schock für meine Familie, ein sehr großer Schock. Und alhamdulillah, arbeite ich in der Green-Lane-Moschee und in jeder muslimischen Organisation, die ich wirklich unterstützen kann. Wie war dein Leben bezüglich des Glaubens? Woran hast du geglaubt? Als ich aufgewachsen bin, haben uns meine Eltern den Sikh-Glauben beigebracht und ich muss zugeben, dass ich ihn wirklich mag. Ich erinnere mich an einen Besuch des Goldenen Tempels in Amritsar, der mir sehr gefallen hatte.

Ich erinnere mich an einen Besuch in Hemkund Sahib, das eigentlich eher ein Hindu-Ashram ist. Und es hat mir wirklich gefallen. Ich erinnere mich, dass ich von klein auf immer das Gefühl hatte, dass ich Gott in meinem Leben brauchte. Ich fühlte mich glücklicher und zufriedener, wenn ich zu diesen Orten ging. Also würde ich sagen, dass meine Eltern mir, als ich aufwuchs, alhamdulillah, vermittelt haben, zu glauben. Sie gaben mir eine wirklich gute Moral und Ethik, hart zu arbeiten, mich zu bilden und ehrlich zu sein. Sie haben mich wirklich gut erzogen. Und ich glaube, als ich auf die Universität kam, lebte ich eher einen weltlichen Lebensstil. Ich habe also sozusagen keine Religion ausgeübt.

Es gab zwar eine spirituelle Sichtweise, aber ich habe keine Religion praktiziert. Um ehrlich zu sein... war Alkohol zu trinken kein Problem für mich. Ich habe getragen, was ich wollte, das war kein Problem, es war ganz normal. Alles war in Ordnung damit. Es ist einfach ein normaler Lebensstil. So sah es aus, bevor ich Muslima wurde. Das war die Lebensweise, die ich führte. Wie hast du das erste Mal vom Islam gehört? Hattest du irgendwelche Vorurteile? Ja, ich war vielleicht ein bisschen islamfeindlich. Ich dachte, dass, du weißt schon, eine Menge los ist. Im Irak und so weiter. Ich glaube, ich habe mich immer erschrocken, wenn ich die Worte "Allahu Akbar“ (Allah ist der Größte) hörte.

Das hat mir immer Angst gemacht. Ich dachte immer, dass alle muslimischen Männer sehr streng sind. Du weißt schon, dass sie ihre Frauen schlagen und alles Mögliche. Und, es gab immer eine Diskussion über Aisha (Gott habe Wohlgefallen an Ihr) und ihr Alter. Es gab so viele Klischees. Ich dachte immer, dass muslimische Frauen unterdrückt werden. Warum müssen sie einen Hijab tragen? Das ist nicht richtig. Ich hatte eine Menge Probleme. Wie hat deine Reise zum Islam begonnen? Was hat dich am meisten am Islam beeindruckt? Lustigerweise war das Erste, was ich mir anschaute, die Frauen im Islam, nachdem ich so viele Klischees über muslimische Frauen hatte.

Also hörte ich mir viele Vorträge an, las viel im Internet. Es gibt ein Buch mit dem Titel "Die großen Frauen des Islam" von Darussalam, das absolut unglaublich ist. In meinem Kopf wurden die Frauen unterdrückt. Dann fing ich an, über den Islam zu lesen und mir wurde klar, dass es die Gesellschaft ist, die die Frauen unterdrückt. Und der Islam ist sehr fortschrittlich. Tatsächlich ist er so fortschrittlich, dass ich glaube, dass wir als Gesellschaft immer noch darum kämpfen, ihn einzuholen. Und inshallah (so Gott will) wird es stärker zurückkommen.

Denn bei all den Problemen, die wir jetzt mit den Geschlechterrollen und der Identität haben, glaube ich, dass der Islam alle Antworten darauf hat. Und vielleicht ist es an der Zeit, dass wir das nachholen, denn der Islam gibt den Frauen auf so viele Arten Freiheit. Tatsächlich stellt er die Frauen sogar hier oben hin. Wenn die Gesellschaft das versteht, wird sie, wie ich es tat, erkennen, dass der Islam subhanallah (Gelobt sei Allah), den Frauen so viele Rechte gibt. Rechte, die wir in diesem Land und in den muslimischen Ländern vorher nie hatten. Der Prophet Muhammad (Friede sei mit Ihm) hat uns gelehrt, wie wir Frauen respektieren sollen.

Wie ich bereits sagte zum Beispiel durch das Geben der Mitgift. Früher musste die Frau dem Mann Geld geben. Jetzt gibt der Mann der Frau die Mitgift. Das ist eine große Sache für die Leute, die sich früher aufregten, wenn sie eine Tochter zur Welt brachten. So sehr, dass sie sie umbringen wollten. Der Prophet Muhammad (Friede sei mit Ihm) sagte: "Wenn du eine Tochter gottesfürchtig aufziehst, wenn du sie so aufziehst, dann wird dir das Paradies zuteil. Dann werdet ihr so mit mir im Paradies sein.“ Und dann, weißt du, die kleinsten Dinge. Wenn eine Frau mit dir streitet oder dich anschreit, dann bleib ruhig. So tat er es. Er blieb ruhig. Umar bin Khattab hatte dies gelernt.

Er wollte gerne mit seinen Frauen streiten, aber er hat gelernt, ruhig zu bleiben. Es ist in Ordnung. Lasst sie emotional sein. Erlaubt Frauen ihre Gefühle. Verstehst du? Subhanallah, welcher Glaube lehrt dich das? Es gibt so viele Beispiele, die ich aufzählen könnte, aber ich glaube, die Aufnahme würde ewig dauern. Du warst also von der Rolle der Frauen im Islam beeindruckt. Ja Und was noch? Als ich an der Universität war, kann ich dir ehrlich sagen, dass ich ein Leben führte, in dem ich viele Freiheiten hatte.

Das bedeutete, dass, du weißt schon, wenn man schon so viel Freiheit hat und ausgeht, in Clubs geht, tanzt, trinkt, all diese Dinge tut, ist es fast so, als würde man nach dem nächsten Glücksmoment oder der Bestätigung der nächsten Person, die "Oh, du siehst so gut aus" oder "ich liebe dich" zu dir sagt, suchen. Oder wenn man als Frau ständig auf andere Menschen schaut, um diese Bestätigung zu bekommen. Aber im Islam muss man dies nicht tun. Sie kommt nicht von anderen Leuten. Der Prophet Muhammad (Friede sei mit Ihm) lehrte uns, dass wir zuerst von Allah (Gepriesen und erhaben sei er) Anerkennung bekommen.

Und wenn du lernst, Allah und den Propheten Muhammad (Friede sei mit Ihm) zu lieben, spürst du diese Zufriedenheit. Du musst dich nicht auf einen anderen Mann verlassen, damit er sie dir gibt. Wenn du das hast, ist es ein Segen von Allah und ihr seid so zusammen, nicht so. Ihr seid so zusammen. Allah (Gepriesen und erhaben sei Er) sagt im Koran, dass er Männer und Frauen gleich und doch unterschiedlich erschaffen hat. Und das ist unglaublich. Und mich hat es persönlich gelehrt, dass Allah uns sagt: "Bedecke dich als Frau, setze deinen Hijab auf". Weil wir anders geschaffen sind.

Ich habe vielleicht den Drang, gut und schön auszusehen, aber Allah hat den Mann anders erschaffen, wo er dich ansehen und denken wird, "Oh, ich kann sie ansprechen." "Ich kann das tun oder ich kann das sagen." Also sagt Allah: "Schütze dich. Bedecke dich." Aber der Mann hat weiterhin das Verlangen. Denn wenn es halal wird, wirst du es genießen. Weil du dich beschweren würdest, wenn du es nicht hättest. Was hat dich am meisten davon überzeugt, dass der Islam zu 100% die Wahrheit ist? Was hat dich am meisten davon überzeugt, dass der Islam zu 100% die Wahrheit ist?

Als ich die Green-Lane-Moschee betrat, erinnere ich mich an den Moment, als ich zum ersten Mal eine Moschee betrat und Schwestern sah, die von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet waren, wirklich fließend. Und es ist lustig, dass wir über Harry Potter sprechen, aber sie erinnerten mich an die Harry Potter Szene in Hogwarts, wo sie alle in ihren Umhängen sind. Und das war das Erste, an das ich dachte. Und dann dachte ich, wow, sie haben sich dafür entschieden, so zu sein. Ich möchte mich genauso selbstbewusst wie sie fühlen, weil ich in meinem Minirock herumlaufe. Ich möchte wissen, wie es sich anfühlt so herumzulaufen.

Es war nicht nur das, sie waren sehr freundlich, sehr liebevoll und sehr unterstützend. Und, weißt du, man weiß ja nie… Manchmal machen wir es uns selbst schwer, wenn wir nicht mit anderen Menschen kommunizieren. Ich habe noch nie mit muslimischen Frauen gesprochen, die einen Niqab trugen. Eigentlich hatte ich allgemein noch nie mit einer muslimischen Frau gesprochen. Es war also meine erste Begegnung. Allein die Tatsache, dass sie lächeln. Wir sind so voreingenommen. Wir haben so viele Klischees. Wir denken, dass Frauen im Niqab nicht lächeln.

Und dann waren da all diese Frauen und sie lächelten, sie lachten, sie machten Scherze und ich dachte, sie sind normal, sie sind menschlich, sie sind nicht nur diese schwarzen, schwebenden Figuren. Sie sind Menschen und großartige Frauen. Wie hast du dein Glaubensbekenntnis abgelegt und wie hast du dich dabei gefühlt? Also bei meinem nächsten Besuch in der Moschee, legte ich das Glaubensbekenntnis ab. Ja, alhamdulillah. Und es waren ungefähr 60-70 Leute da. Die Menschen, die mir damals sehr nahe standen, als ich mein Glaubensbekenntnis ablegte, sind immer noch die Menschen, die mir jetzt am Nächsten sind, alhamdulillah. Mein Glaubensbekenntnis abzulegen war also unglaublich.

Ich erinnere mich, dass ich sehr gezittert hatte, aber es fühlte sich gut an. Es fühlte sich wirklich sehr gut an. Ich erinnere mich dran wie ich die Ganzkörperwaschung gemacht du weißt schon, nachdem ich das Glaubensbekenntnis ablegte. Es fühlte sich wie ein neues Leben für mich an. Es war ein Neuanfang, zu wissen, dass Allah (Gepriesen und erhaben sei er) dich von allem befreit und dir trotzdem die Belohnung für das Gute gibt, das du getan hast. Es fühlte sich wirklich gut an und ich war bereit, die Identität einer Muslima anzunehmen. Also fing ich einfach an zu lesen, lesen, lesen, und... Wie haben deine Familie und die Leute um dich herum auf deine Konversion zum Islam reagiert?

Es war sehr, sehr schwierig. Aber in dieser Schwierigkeit lag gleichzeitig eine gewisse Leichtigkeit. Ich habe es nicht erkannt, weil sie mich komplett aus ihrem Leben ausgeschlossen haben. Ich hatte keine andere Wahl, als mich auf Allah zu verlassen, weil auch meine Ehe dadurch ebenfalls sehr schwierig wurde. Alleine Kinder zu haben, war eine Schwierigkeit für sich. Jeder Zeitpunkt in meinem Leben war ohne meine Familie schwierig, denn ich stand ihnen sehr nahe, ich liebte sie sehr. Es gab Zeiten, in denen ich meinen Kopf gegen die Wand schlagen wollte, nur um schlafen zu können.

Denn, wenn man so verletzt ist, kann man nicht abschalten und man spielt die Dinge in seinem Kopf immer wieder durch. Immer und immer wieder. In allem, was ich ansah, sah ich meine Mutter und meinen Vater, meine Familie, einfach in allem. Wenn ich in den Supermarkt ging, erinnerte ich mich daran, wie ich mit meinem Vater am Wochenende in den Supermarkt ging und Lebensmittel einkaufte. Wenn ich im ASDA ein Lied hörte, erinnerte ich mich, wie ich mit meiner Schwester zu diesem Lied getanzt hatte. Wenn ich eine Sendung im Fernsehen sah, fiel mir ein, dass ich sie mir mit meinem Bruder anschaute. Alles.

Wenn ich eine Schwierigkeit in meiner Ehe hatte, wollte ich zu meiner Familie rennen, aber ich konnte nicht. Ich wollte mich draußen ins Auto setzen, ganz allein. Es war also wirklich sehr, sehr schlimm, sehr schwer, ein Leben ohne meine Familie zu führen. Es ist sehr schwer. Es ist immer noch schwer. Als Muslime verstehen wir das und wir verstehen die Geschichten der Gefährten, die das Gleiche mit ihren Familien taten und ihre Familie verlassen mussten. Wir verstehen, dass der Prophet Muhammad (Friede sei mit Ihm), seinen Onkeln sagen musste: „Hört zu, Ich werde auf eine andere Art leben.“ Was wir lernen ist, dass sie Menschen sind und ein Recht auf ihre Gefühle haben.

Und jetzt nehme ich ihnen nichts mehr übel. Wenn überhaupt, dann würde ich sagen, dass meine Mutter immer noch mein Vorbild ist. Sie ist immer noch die Person, die ich mehr als jeden anderen auf dieser Welt liebe. So wie der Prophet Muhammad (Friede sei mit Ihm) seinen Onkel liebte, der kein Muslim war, um seinen Onkel weinte und alles für ihn tat. Dasselbe empfinde ich für meine Mutter. Sie ist eine faszinierende Frau. Sie hat ein Recht auf ihre Gefühle. Ich habe sie verletzt und ich werde mich bis zu dem Tag, an dem ich sterbe, bei meiner Mutter dafür entschuldigen, dass ich sie verletzt habe. Also bete ich stattdessen für sie. Ich liebe sie sehr.

Und ich kann dir sagen, dass sie gute Menschen sind. Ich bereue es, sie, meine Eltern, zum Weinen gebracht zu haben. Ich glaube, es gibt Momente, in denen ich versucht habe, den Islam und meine Entscheidung zu verteidigen und vermutlich über meine Mutter gesprochen und an einem Punkt geschrien habe und das bereue ich. Weil Allah (Gepriesen und erhaben sei er) im Koran sagt, "Ihr, behandelt eure Eltern mit größtem Respekt, ob sie nun Muslime sind oder nicht." Manchmal denke ich mir, warum bin ich immer noch Muslima, verstehst du? Weil man manchmal durch so viele Prüfungen geht. Wie ich bereits sagte, habe ich immer diesen Gedanken, dass meine Familie da ist.

Dass sie eine Stunde von mir entfernt sind. Warum lebe ich immer noch so? Wenn ich alleine zu kämpfen habe, wenn ich mich mit den Kindern oder finanziell schwer tue oder was auch immer. Warum bin ich noch hier? Und ich glaube, das ist es, was mich weitermachen lässt. Denn, nur so als Beispiel, habe ich eine Scheidung durchgemacht. Es war sehr, sehr schrecklich und schwierig. Und in dieser Zeit war ich allein, und ich war sehr..., um ehrlich zu sein, habe ich ums Überleben gekämpft. Ich wusste nicht, ob ich überhaupt noch leben wollte. Es gab so viele Probleme, mit denen ich zu dieser Zeit kämpfen musste. Und zu dieser Zeit ging ich zu meiner Tante. Ich hatte es nicht geplant.

Es ist einfach so passiert. Ich bin einfach vor ihrer Tür aufgetaucht. Und zum ersten Mal seit zehn Jahren, zeigte mir jemand aus meiner Familie Liebe. Sie war unglaublich. Sie machte mir Tee, setzte sich zu mir und fragte: "Geht es dir gut?" Genau das. "Geht es dir gut?" Das passiert immer. Das ist meine Tante. Das war das erste Mal, dass mich ein Familienmitglied fragte, ob es mir gut geht. Und sie sagte: "Was wirst du tun? Hast du einen Plan?" Weil ich nichts hatte. Alles, was ich hatte, waren meine drei Kinder. Und, bei Allah, ich wollte ihr Haus nicht verlassen.

Und ich saß da und dachte, "Oh Gott, was wäre, wenn ich meinen Glauben einfach verheimliche und ihn nur in meinem Herzen trage? Aber was wäre, wenn ich einfach nach Hause zurückkehre?” Weil sie mich lieben und ich bleiben wollte. Ich wollte ihr Haus nicht verlassen. Ich wollte in ihrem Haus bleiben. Ich wollte alles aufgeben. Nicht meinen Glauben. Ich dachte, ich könnte ihn verheimlichen. Ich würde einfach oben beten, wenn niemand hinsah. Und ich wollte wieder nach Hause zurückkehren. Qadr Allah (Allah hat es so bestimmt), kam meine Großmutter, die mich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sehr, sehr alt. Sie kam aus dem Zimmer heraus und sie hatte mich gesehen.

Und meine Tante sagte zu mir: "Geh schnell, lauf aus dem Haus, denn wenn sie dich sieht... Sie ist sehr alt. Wir wissen nicht, was passieren wird." Und sie zwang mich, aus dem Haus, durch die Hintertür, aus dem Hintertor zu rennen. Und ich musste das Haus verlassen. Wir hatten uns nicht verabschiedet, nichts. Ich rannte aus dem Haus und stieg in mein Auto. Meine erste Reaktion war: Ich muss jemanden anrufen, weil ich jetzt einfach nur zu Hause bleiben möchte. Ich will zurück zu meiner Familie. Ich hatte nichts und niemanden. Als erstes rief ich die gläubigste Freundin an, die ich hatte. Und sie ging nicht ran.

Denn ich brauchte sie, damit sie mir sagt: "Nein, Schatz, es ist okay, es ist okay." Und ich rief noch eine zweite Freundin an, weil sie so schön aus dem Koran rezitiert und ich das Gefühl hatte, den Koran hören zu müssen. Sie ging nicht ran. Und dann dachte ich, wie lange werde ich das noch machen? Wie lange werde ich noch auf andere Menschen warten, damit sie mir helfen? Wenn Allah selbst sagt, "Kommt zu mir, kommt zu mir. Gedenkt meiner, so gedenke ich eurer." Du hast eine direkte Verbindung zu Allah. Und so saß ich im Auto und las Ayat Al-Kursi. Ich las die 3 Quls. Und ich flehte Allah an, mich im Glauben zu bewahren.

Ich flehte Allah (Gepriesen und erhaben sei er) in diesem Moment an und sagte: "Bewahre mich im Glauben, bewahre mich im Glauben. Was auch immer mit mir passiert, es ist egal. Lass mich einfach als Muslima sterben.“ Und so habe ich es gemacht. Und ich glaube, dass es wieder ein großer, entscheidender Moment war, wo ich wusste: "Ja, ich bin Muslima." Weil der Teufel so oft zu dir kommen und dir Fragen stellen, dich dazu bringen wird, deinen Glauben in Frage zu stellen. Bin ich eine Muslima? Für wen bin ich eine Muslima? Warum bin ich eine Muslima? Was mag ich überhaupt am Islam? Der Teufel wird genau dann zu dir kommen, wenn du wirklich schwach und niedergeschlagen bist.

Der Teufel kommt zu dir. Und so kamen die gesamten 9-10 Jahre, in denen ich über den Glauben gelernt hatte, in diesem Moment zurück. Das ist also eines der Dinge, das ich den Kindern erzähle, die es nicht verstehen. Sie spüren die spirituelle Seite des Islam nicht, weil sie jung sind und das Leben toll ist. Ich sage zu ihnen, lernt weiter, denn ihr kennt den Moment nicht, in dem ihr fallen werdet oder in dem alles, was ihr gelernt habt ohne zu wissen, warum ihr es gelernt habt, zu euch zurückkommen und euch und euer Leben retten wird. Wenn deine Mutter dir also sagt: "Geh zur Madrasa (Islamschule)". Wenn deine Mutter dir sagt: "Los, geh zu deinem Islamuntericht!“. Dann geh!

Und für Konvertierte gilt: Lernt! Ihr könnt nicht einfach Muslime werden, indem ihr anfangt, zu glauben. Nein. Geht und lernt. Studiert den Glauben, studiert ihn intensiv. Studiert ihn jeden Tag, auch wenn es nur ein kleines Bisschen ist. Denn wenn du hinfällst, wird der Teufel zu dir kommen und versuchen, dich mitzunehmen. Und dann wird dich das Gelernte, dich ganz plötzlich treffen und retten. Und es hat mich an diesem Tag gerettet. Es gibt noch andere Beispiele, die ich dir nennen kann und ich sage dir ganz ehrlich vor der Kamera, dass es Zeiten gab, in denen ich mir etwas antun wollte.

Zum Beispiel erinnere ich mich, dass ich in meinem Badezimmer war und mir mein Gesicht betrachtete, es hasste und mir etwas antun wollte. Das Schlimmste daran, im Badezimmer zu sein, ist, nicht einmal sagen zu können. Gehe niemals ins Badezimmer, wenn du dich schlecht fühlst. Aber dennoch. Ich hörte eine Stimme in meinem Kopf, die sagte "Schau aus dem Fenster!". Ich schaute aus dem Fenster und ich sah den Himmel. Ich rannte die Treppe hinunter und öffnete meine Tür. Ich ging in den Garten und schaute zum Himmel hinauf, denn ich erinnere mich an den Vers im Koran... Ich glaube, es war im Koran. Oder es könnte ein Hadith sein.

Allah sagt, dass Diejenigen, die glauben, nur in den Himmel schauen müssen und es ein Zeichen für sie ist. Und ich fiel auf meine Knie und flehte Allah an: "Oh Allah, bewahre mich im Glauben." Das ist Freiheit. Das ist Zufriedenheit. Wenn du dich nicht auf andere verlassen musst. Du brauchst keinen anderen. Du brauchst Allah (Gepriesen und erhaben sei er) in deinem Leben. Das war es, was ich getan habe. Und so habe ich mir nichts angetan, weil ich Allah habe. Was war in deinem 14-jährigen Leben als Muslima, der Moment, in dem du deine Familie am meisten gebraucht hast, aber du sie nicht an deiner Seite haben konntest? Bei den Schwierigkeiten in der Ehe, habe ich meinen Vater gebraucht.

Ich habe seinen Schutz, seine Sicherheit gebraucht. Jede Frau braucht zumindest einen Bruder, so wie ich zu dieser Zeit meinen Bruder brauchte. Das ist es, was ich am meisten vermisst hatte. Die Sicherheit, der Schutz eines Mahrams (Verwandschaftsverhältnis) in jedem Punkt des Lebens. Also, diese Aussage, wie... "Oh, wir Frauen, wir brauchen keine Männer." Ach komm. Natürlich braucht ihr sie. Wenn du die Männer in deinem Leben verlierst, dann wirst du erkennen, dass du wirklich einen Mann in deinem Leben brauchst. Meine Mutter habe ich am meisten vermisst, als ich meine Kinder bekommen hatte. Ich habe sie tatsächlich vermisst, als ich anfing zu arbeiten, denn meine Mutter ist wie...

...sie ist eine Powerfrau. Ich wollte von ihr lernen, aber alhamdulillah, ich habe wirklich gute Erinnerungen und ich habe viel Zeit mit meiner Mutter verbracht, als sie diese Powerfrau wurde. Also alhamdulillah, habe ich immer noch ihre Lehren. Ich lebe immer noch nach den Lehren meiner Eltern, weil sie nicht gegen den Islam sind. Also warum nicht? Ich denke, dass es für jeden Konvertierten da draußen wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass man seine Familie lieben kann. Der Prophet Mohammad (Friede sei mit Ihm) liebte seinen Onkel. Was mich betrifft, würde ich meinen Eltern sagen, dass ich sie liebe und respektiere. Ich bin immer noch ein Teil von ihnen. Ich trage ihr Blut in mir.

Ihre Lehren sind immer noch bei mir. Ich habe nicht alles abgelehnt, was sie mir beigebracht haben. Das ist unmöglich. Sie sind meine Vorbilder. Sie sind alles für mich. Und ich würde alles dafür tun, um wieder mit ihnen zusammen zu sitzen, mit ihnen zusammen zu sein. Das Einzige, was ich nicht tun kann, ist, sie vor Allah zu stellen. Hast du jemals etwas Außergewöhnliches erlebt, wo du das Gefühl hattest, dass du eine besondere Verbindung mit Allah hast? Ich glaube, ich habe schon über so viele Schwierigkeiten in meinem Leben geredet. Bitte lass mich über die Segnungen erzählen, die Allah mir gegeben hat. Alhamdulillah. Schau, es gibt... Ich werde zwei Momente beschreiben.

Es gab eine Zeit, in der ich wirklich zu kämpfen hatte. Es gibt so viele Zeiten, in denen ich gekämpft habe. Subhanallah. Jemand sagte zu mir, dass ich in diesen schwierigen Momenten zu meinen Kindern gehen und ihnen beim Schlafen zusehen soll. Und das habe ich getan. Das war also wieder zu einer Zeit, als ich gerade bereit war, mein Leben aufzugeben. Wo ich, du weißt schon, mich selbst gehasst habe und dachte, dass ich eine Last für die Leute bin. Wie auch immer. Ich ging zuerst in das Zimmer meiner Tochter, die zu diesem Zeitpunkt ungefähr 11 Jahre alt war und im Schlaf immer noch wie meine Fünfjährige aussieht. Subhanallah. Du weißt schon, meine Tochter. Das ist meine Tochter.

Allah (Gepriesen und erhaben sei er) hat mir eine Tochter gegeben. Allah (Gepriesen und erhaben sei er) hat durch mich eine Seele in diese Welt gebracht. Dann ging ich ins Zimmer meiner Jungs. Sie schliefen sehr tief. Ich dachte an den Vers aus der Sure Al-Mulk: "Wie wenig ihr dankbar seid." [63:23] Ich dachte mir: "Wie kann ich mich beschweren? Wie kann ich mich selbst hassen, wenn Allah mir solch einen Segen, meine drei Kinder gegeben hat.“ Und in diesem Moment fühlte ich mich Allah so nahe, weil ich ihn zu schätzen wusste. Weil ich ihm Dankbarkeit zeigte und mich ihm dadurch näher fühlte. Was hat dich am meisten an unserem Propheten (Friede sei mit Ihm) beeindruckt?

Sein Charakter, immer sein Charakter. Immer sein Charakter, sein Umgang mit Frauen an erster Stelle. Sein Umgang mit Frauen, wenn er mit dem Mann, der seine Tochter nicht küsst, nicht sprechen wollte. Die Tatsache, dass er seinen Frauen erlaubte, Emotionen und Gefühle zu haben und damit auf die beste Art und Weise umging. Die Tatsache, dass er nicht zum Abendessen des Gefährten gegangen ist, weil er seine Frau Aisha nicht eingeladen hat. Alles, seine Freundlichkeit, sein gerechter Umgang mit seinen Frauen. Seine, du weißt schon, sanfte Art zu Hause und dann seine Stärke auf dem Schlachtfeld. Seine Verletzlichkeit, als er in Taif war, als Er um Hilfe bat.

Und sieh dir an, was stattdessen mit ihm geschah. Die Tatsache, dass er weinen kann. Männer denken: "Wir können nicht weinen. Wir müssen stark bleiben." Nein, er hat geweint. Weißt du, wir reden über Geschlechter und darüber, was ein Mann und was eine Frau ist. Schau dir den Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm) an. Gerade lese ich seine Seerah (das Leben des Propheten Mohammed) von Yasir Qadhi und in jedem Absatz lerne ich etwas Neues dazu. Was für ein unglaubliches Buch. Ich empfehle jedem, es zu lesen. Alles, von dem Punkt auf seinem Sterbebett, als Aisha (radiallahu anha) sich über ihre Kopfschmerzen beschwert.

Und er einen Scherz macht und sagt: "Nein, aber was ist mit meinen Kopfschmerzen? Ich bin am Sterben.“ Und subhanallah, es ist... Es ist alles, was er durchgemacht hat, damit wir bessere Menschen werden und ins Paradies kommen können. Das alles sind die Opfer, die er mit seiner Familie, mit seinem Reichtum gemacht hat. All die Prüfungen, die er durchgemacht hat. Für was? Für uns. Was war dein Lebensziel vor dem Islam und was ist es nach dem Islam? Mein Ziel ist es, nach Hause zu gehen. Ich möchte nach Hause zu Allah gehen. Nach Hause. Ich möchte einfach nur nach Hause gehen. Und ich möchte, dass Allah (Gepriesen und erhaben sei er) mir meine Familie gibt, wenn ich dort bin.

Und das ist mein ganzes Ziel. Oh Allah, gib mir meine Familie. Das ist nur die Welt. Das sage ich mir auch die ganze Zeit. Es ist nur die Welt. Es ist nur die Welt. Du bist nicht ewig darin. Ich möchte einfach nach Hause. Was möchtest du letztendlich den Menschen sagen, die dir gerade zuschauen, deren Herzen sich dem Islam genähert haben, die aber Angst vor der Reaktion ihrer Verwandten oder engsten Umfelds haben? Habt euer Endziel vor Augen. Euer Endziel ist... Selbst wenn du nur einen schwachen, winzigen Iman (Glauben) hast, auch wenn du es nur ein wenig spürst, ist dein Endziel, das Paradies zu erreichen.

Wenn du wirklich daran glaubst, dass es einen Gott gibt, solltest du dich als erstes weiterbilden. Halte das Bisschen, das du hast, fest und lerne. Lasse nicht zu, dass der Teufel kommt und dir das Bisschen, das du hast, wegnimmt, weil er sich in der Anfangsphase so sehr anstrengen wird. Der Teufel wird so stark zu dir kommen um zu versuchen, dich wegzuziehen. Also lerne und bilde dich weiter. Hab Ziele für dich selbst. Hab dein Ziel in deinem Kopf. Und ich kann dir sagen, dass ich so etwas wie Stimmen in meinem Kopf hatte. Manchmal habe ich Unterhaltungen zwischen einer negativen und einer guten Stimme gehört.

Und manchmal muss man genau das tun: Du musst es laut aussprechen: "Oh Allah, ich brauche deine Hilfe. "Führe mich auf die Sirat al-Mustaqim (auf den richtigen, geraden Weg)." Wenn du Fragen hast, wie "Soll ich, soll ich nicht, wegen der Reaktion meiner Familie?" Wisse, dass du alleine sterben wirst. Deine Familie wird nicht für dich da sein, wenn du am Tag des Jüngsten Gerichts auferweckt wirst. Wenn du noch nicht an den Tag des Jüngsten Gerichts glaubst, weil einige Leute nicht daran glauben, denke dir, welchen Gewinn du in dieser Welt von deiner Familie hast. Und was dir Spiritualität und der Glaube an Gott bringt. Ich würde sagen, in diesem Punkt ist das Wichtigste zu lernen.

Lerne einfach weiter, denn du wirst es schaffen. Und habe die aufrichtige Absicht in deinem Herzen, dass du dorthin gelangen möchtest. Allah sagt: "Mache einen Schritt auf mich zu, bleibe nicht stehen." Wenn du darüber nachdenkst, Muslim zu werden, mache einen weiteren Schritt nach vorne und Allah wird rennend zu dir kommen.
