# FRAUEN im ISLAM: Polygamie, Erbschaft und der Vers über „Schläge“ ERKLÄRT!

- Language: de
- Published: 2026-08-26
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Die sozialen Medien sind voller Propaganda, die behauptet, der Islam behandle Frauen als minderwertig. Doch was ist die Wahrheit? In der letzten Folge haben wir gesehen, welchen besonderen Wert der Islam Frauen gibt. Es wurde deutlich, wie haltlos die gegenteiligen Behauptungen sind. Nun gibt es drei häufige Fragen, die beantwortet werden müssen. Wie kann ein Mann im Islam bis zu vier Frauen heiraten? Lässt das Frauen nicht weniger wertvoll erscheinen? Die zweite Frage lautet: Warum erhalten Frauen nur die Hälfte des Erbes im Vergleich zu Männern? Und: Ermutigt der Koran in Sure An-Nisa, Vers 34, dazu, Frauen zu schlagen? Beginnen wir mit dem Thema mit den bis zu vier Ehefrauen.

Das Wichtigste, das wir verstehen müssen, ist: Es handelt sich nicht um ein Gebot. Es ist vielmehr eine Einschränkung. In der Gesellschaft, in der der Islam entstand, war Polygamie weit verbreitet und verursachte viele Probleme. Als der Islam kam, wurde nicht von einer auf vier Frauen erhöht. Vielmehr wurde von acht oder neun auf vier begrenzt und klare Regeln wurden eingeführt. Da der Koran universell ist, musste er ein System schaffen, das zu allen Zeiten und in allen Gesellschaften gilt. Er musste praktische Lösungen für unterschiedliche Bedingungen bieten, die in jeder Epoche auftreten können.

Zum Beispiel in Kriegszeiten, wenn es große Verluste gibt, ist es die männliche Bevölkerung, die abnimmt – nicht die weibliche. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg verloren Millionen von Männern ihr Leben. Zurück blieben Millionen von Witwen und verwaisten Kindern, die alle Hilfe und Unterstützung brauchten. In solchen Situationen ist es entscheidend, diese Menschen zu schützen und sicherzustellen, dass die Bevölkerung weiter wächst. Deshalb kann es in solchen Fällen nötig sein, dass ein einziger Mann mehr als eine Frau heiratet. Außerdem müssen wir eine weitere Realität bedenken: Denkt an Gesellschaften, in denen Polygamie üblich war.

Wenn sie dieses System als zu schwierig empfunden hätten, hätten sie gezögert, den Islam anzunehmen, doch ihr ewiges Leben hängt davon ab. Natürlich muss es also diese Erlaubnis geben, damit diese Menschen nicht vom Islam abgeschreckt werden. Denn diese Religion wurde nicht nur für das 21. Jahrhundert offenbart. Er wurde Menschen aller Kulturen über 14 Jahrhunderte hinweg offenbart, und auch für jene, die bis zum Ende der Zeit kommen werden. Außerdem existiert Polygamie auch heute noch weltweit. Wir sind uns dessen nur nicht vollständig bewusst.

Im Jahr 2022 führte ein bekanntes amerikanisches Forschungsprojekt, die General Social Survey (GSS), eine Studie zu Untreuequoten durch, und die Ergebnisse sind schockierend. Laut der Studie haben 20 % der verheirateten Männer betrogen. Mit anderen Worten: Polygamie existiert bereits – nur auf illegale Weise. Anstatt geheime und unehrliche Beziehungen zu führen, bietet der Islam einen Weg, auf ehrliche und gesetzliche Weise eine Familie zu gründen. Er schließt die Tür zu heimlichen Affären und hilft, den moralischen Verfall der Gesellschaft durch Untreue zu verhindern. Natürlich ist das keine Erlaubnis, die leichtfertig genutzt werden darf.

Es gibt eine strenge Regel: Alle Ehefrauen müssen gerecht behandelt werden. Von emotionaler Zuwendung bis hin zur finanziellen Versorgung muss vollständige Fairness herrschen. Und dennoch betont der Islam mit folgendem Vers die Ein-Ehe: „Wenn ihr aber fürchtet, nicht gerecht zu sein, dann heiratet nur eine.“ Ein anderer Vers macht deutlich, wie schwer das umzusetzen ist: „Ihr werdet niemals in der Lage sein, eure Frauen völlig gerecht zu behandeln, auch wenn ihr euch noch so sehr bemüht.“ Es gibt sogar eine warnende Aussage dazu in einem Hadith.

Der Prophet Muhammad (FSMI) sagte: „Wenn ein Mann zwei Ehefrauen hat und sich nur einer von ihnen zuneigt, wird er am Tag der Auferstehung mit einer herabhängenden Seite erscheinen“, was bedeutet: mit einer gelähmten Körperhälfte. Könnt ihr euch vorstellen, wie ernst diese Verantwortung ist? Denn es bedeutet, dass man ernsthaft Gefahr läuft, einem anderen Menschen Unrecht zu tun. Deshalb ist das ein sehr sensibles Thema, eine äußerst feine Grenze, die man nicht leichtfertig überschreiten darf. Außerdem hat eine Frau das Recht, eine Bedingung in den Ehevertrag aufzunehmen. Wenn sie sagt: „Du darfst keine weitere Frau neben mir heiraten“, darf der Mann keine zweite Frau mehr heiraten.

So einfach ist das. Andererseits ist eine Frau auch frei darin, zweite oder dritte Ehefrau zu werden. Niemand kann sie dazu zwingen. Und nach islamischem Recht ist es ohnehin verboten, sie zu zwingen. Am Ende kommt es also darauf an, ob die Frau zustimmt und ob der Mann wirklich zur Gerechtigkeit fähig ist. Wenn alle Beteiligten einverstanden sind, hat niemand das Recht, Einwände zu erheben. Denkt dran: Wir nannten es eine Erlaubnis. Wie in Kriegszeiten gibt es viele Szenarien, die selten oder außergewöhnlich sind, aber vorgekommen sind und wieder vorkommen können.

Wir könnten noch weitere Beispiele nennen, und alle würden zeigen, warum es wichtig ist, dass diese Erlaubnis immer als Möglichkeit besteht. Auch wenn es diese Option gibt, sehen wir im echten Leben, dass diese Praxis heute unter Muslimen kaum verbreitet ist. Wenn wir außerdem andere Religionen betrachten, sehen wir, dass Polygamie keineswegs nur im Islam vorkommt. Das Christentum hat etwa 2,3 Milliarden Anhänger, und es gibt keinen einzigen Vers im Alten oder Neuen Testament, der Polygamie verbietet. Tatsächlich finden wir im Alten Testament zahlreiche Beispiele dafür, etwa bei den Propheten Abraham, Moses oder David.

Ein Christ, der den Islam dafür kritisiert, sollte bedenken, dass laut Altem Testament der Prophet Salomo 700 Ehefrauen hatte. Auch wenn wir uns den Hinduismus anschauen, eine Religion mit etwa 1,1 Milliarden Anhängern, finden wir kein Verbot der Polygamie. Tatsächlich gibt es auch in dieser Religion viele Beispiele dafür. Und ebenso war sie in zahlreichen weiteren Kulturen und Gesellschaften verbreitet. Eine Praxis, die also von über der Hälfte der Weltbevölkerung akzeptiert wird, kann nicht genutzt werden, um den Islam anzugreifen. Kurz gesagt: Nur weil uns eine Regel fremd erscheint, bedeutet das nicht automatisch, dass sie falsch ist.

Kommen wir nun zur schwierigsten Frage: Sure An-Nisa, Vers 34. Befiehlt der Koran Männern, Frauen zu schlagen? Stellt euch nun einen Mann vor, der nie die Hand gegen seine Frauen erhob und nie ein Wort sagte, das ihr Herz verletzen könnte. Er scherzte mit ihnen, zeigte bei jeder Gelegenheit Liebe und wurde zum Vorbild für die ganze Menschheit. Und genau dieser Mann – der Prophet Muhammad, Frieden sei mit ihm – sagte: „Der Beste unter euch ist derjenige, der am besten zu seiner Frau ist.“ In der letzten Folge haben wir deutlich gesehen, welchen Wert der Islam Frauen beimisst.

Könnte es da tatsächlich sein, dass der Koran, die Botschaft genau dieses Mannes, Männer dazu ermutigt, Frauen zu schlagen? Der Prophet Muhammad, Frieden sei mit ihm, wird als „wandelnder Koran“ beschrieben. Und er hat so etwas nie getan, nicht ein einziges Mal. Es muss also Feinheiten geben, die hier oft übersehen werden. Schauen wir uns diesen Vers jetzt einmal genauer an. Er beginnt folgendermaßen: „Die Männer stehen in Verantwortung für die Frauen.“ Schaut nur – gleich zu Beginn wird die Rolle des Ehemanns als schützende Instanz klargestellt. Und per Definition fügt jemand, der schützt, keinen Schaden zu. Im Gegenteil: Er sorgt dafür, dass der anderen Person kein Schaden geschieht.

Schon der erste Teil des Verses zeigt also, dass es sich hier wohl um etwas anderes handelt, als wir vielleicht anfangs dachten. Die Regelung kann sich nicht auf alle Frauen beziehen. Sie gilt für eine bestimmte, eng definierte Gruppe. Das arabische Wort ist „Nuschuz“. So heißt diese Handlung im Arabischen. Frauen, die so handeln, werden „Naschiza“ genannt. Was bedeutet das also? Und wie wurde dieses Wort genau verwendet? Im Vers werden zwei gegensätzliche Arten von Frauen genannt: Saleha und Naschiza.

So beschreibt der Vers die Saleha-Frauen: „Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und hüten die Ehre ihrer Männer in deren Abwesenheit, aufgrund des Schutzes, den Allah ihnen gewährt hat.“ Das bedeutet: Wenn der Ehemann nicht anwesend ist, wahrt diese Frau ihre Keuschheit. Daraus können wir schließen, dass Naschiza-Frauen das Gegenteil dieser Eigenschaften haben. Mit anderen Worten: Es handelt sich nicht um eine harmlose Situation. Die Ehre der Familie steht auf dem Spiel. Die Frau beginnt, die Aufmerksamkeit anderer Männer zu suchen, versucht, für sie attraktiv zu wirken.

Sie spricht mit Nicht-Mahram-Männern, also mit Männern, mit denen sie laut islamischer Lehre keine Nähe haben sollte. Sie unterhält sich mit Männern, die ihr Ehemann nicht gutheißt. Sie überschreitet Grenzen, die Schamhaftigkeit und Privatsphäre schützen sollen, und verhält sich sorglos und locker gegenüber Fremden. Zuhause führt das zu Spannungen. Sie wird widerspenstig und respektlos gegenüber ihrem Ehemann, was zu ständigen Konflikten in der Ehe führt. Wenn also im Vers steht: „Diejenigen, vor deren Nuschuz ihr euch fürchtet“, dann bezieht sich das auf eine Situation, die sich zunehmend verschärft. Nicht ein einzelner Streit, sondern ein tiefgreifendes, anhaltendes Problem.

Schauen wir nun einmal zurück in die Geschichte, egal zu welcher Zeit. Was würde ein Ehemann tun, wenn er seine Frau sich so verhalten sieht? Er könnte sie hart schlagen, ohne dass ihn etwas aufhält oder einschränkt. Sehen wir nicht auch heute, dass solche Situationen bis zum Mord führen? Doch der Vers schlägt einen anderen Weg vor. Der erste Schritt: sie mit Worten ermahnen. Der zweite: das Ehebett meiden. In diesen Schritten liegen feine Bedeutungen, die man auf den ersten Blick vielleicht übersieht. Doch schauen wir uns zuerst das Wort „schlagen“ genauer an – was die letzte Option ist. Es bedeutet nicht, sie brutal zu schlagen. Dafür gibt es klare Grenzen.

Zum Beispiel ist das Schlagen ins Gesicht streng verboten. Er darf sie auch nicht so treffen, dass Spuren oder Verletzungen entstehen. Es handelt sich also um eine sehr eingeschränkte Form des Schlags. Man kennt das vielleicht, wenn man jemanden leicht an den Schultern packt und sagt: „Reiß dich zusammen“, um denjenigen zur Besinnung zu bringen. So etwas könnte gemeint sein, denn das eigentliche Ziel ist es, ist es, die Familie zu schützen und jemanden zu stoppen, der eindeutig im Unrecht ist, Fehlverhalten zu stoppen – ohne zu unterdrücken. Man kann es also als symbolischen Akt verstehen. Nicht der Körper wird getroffen, sondern die Seele.

Erinnert ihr euch an die Frage mit den vier Ehefrauen? Wir sagten, der Koran erhöhte nicht von eins auf vier, sondern reduzierte die Zahl von acht oder neun auf vier. Das Gleiche gilt auch hier: Der Koran fordert das Schlagen keineswegs. Er begrenzt den Ehemann, der es sonst ungezügelt tun würde. Denkt einmal darüber nach: Glaubt ihr, ein Mann, der seine Frau schlägt, würde sagen: „Ich wollte sie nicht schlagen, aber der Vers hat mich dazu gebracht“? Natürlich nicht. Er handelt im Affekt. Glaube oder Religion kommen ihm in dem Moment nicht in den Sinn. Was der Vers also tut: Er setzt Grenzen für einen Mann, der sonst völlig unkontrolliert gewalttätig werden würde.

Der Vers kommt und sagt ihm quasi: „Nein, du darfst nicht einfach schlagen, wann und wie du willst. Du musst zuerst diese zwei Schritte befolgen.“ Und welche waren das? Verbale Ermahnung und das Trennen der Betten. Der erste Schritt – die Ermahnung – soll unkontrollierte Gewalt verhindern. Denn nach einer Weile beruhigen sich die Gefühle des Mannes. Sein Zorn wird nicht mehr so stark sein wie im Moment des Ausbruchs. Kommen wir nun zu den Feinheiten dieser Schritte, die ich erwähnt habe. Im Koran ist das Wort, das für den ersten Schritt gewählt wurde, also die verbale Ermahnung, sehr interessant.

Die Wurzel dieses Verbs ist [ARABISCH], und sie bedeutet, liebevoll und mit Mitgefühl zu beraten, einen Rat zu geben, der das Herz des Gegenübers erreicht. Es geht also nicht ums Anschreien. Nicht um harte Worte wie: „Es reicht, ich kann das nicht mehr ertragen. Hör endlich auf!“ Sondern darum, die Frau in Herz und Verstand zu erreichen und sie auf sanfte Weise zum Umdenken zu bringen. Es geht nicht ums Brechen oder Verletzen, sondern ums Heilen und Wiederherstellen. Nehmen wir an, der Mann hat das auf ideale Weise eine Zeit lang versucht. Wenn das nichts bringt, kommt Schritt zwei: das Trennen der Betten.

Und jetzt noch eine interessante Feinheit: Der Vers sagt nicht ausdrücklich: „Schlaft in getrennten Betten.“ Es heißt [ARABISCH], was bedeutet: „Lasst sie in ihren Betten allein.“ Das heißt: Der Mann sollte auf die Couch gehen. Durch seine Handlung sagt er seiner Frau im Grunde: „Ich möchte nicht neben dir liegen, wegen deines Verhaltens. Ich schlafe lieber woanders, aber du sollst dich trotzdem wohlfühlen. Du bleibst im Bett.“ Ein weiteres Zeichen des Respekts: Er verlässt dann das Zimmer wie ein wahrer Gentleman. Übrigens, wir sprechen hier von einer Naschiza-Frau, die eindeutig im Unrecht ist – nicht irgendeiner Frau.

Und das Ziel der im Vers erwähnten Schritte ist es, sie behutsam vom falschen Verhalten abzubringen. Und was passiert jetzt? Eigentlich beginnt hier erst alles. Unverheiratete Menschen können das vielleicht nicht ganz nachempfinden, aber für eine verheiratete Frau, die eine emotionale Bindung zu ihrem Mann hat, ist das sehr belastend. Unverheiratete Schwestern, die zuschauen, können das ruhig verheiratete Frauen fragen. Fragt sie: „Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Mann fünf Tage lang nicht mehr bei dir schlafen wollte?“ Was würde das mit dir machen? Zwei oder drei Tage getrennt zu sein ist eine Sache, aber bei vier oder fünf Tagen hält das niemand mehr aus – man will eine Lösung finden.

Denn in diesen Nächten kann sie oft erst nach einer Stunde einschlafen. In ihrem Kopf tobt ein Kampf voller Gedanken und innerer Unruhe. Die fehlende Zuwendung schmerzt und führt zu Selbstzweifeln. Dann beginnt sie, ihre eigenen Fehler zu hinterfragen. Nicht nur die Frau leidet darunter – auch der Mann fühlt sich in dieser Situation unwohl. Und natürlich – wenn sie nachts getrennt schlafen, kann man nicht behaupten, dass tagsüber alles gut zwischen ihnen läuft, oder? Irgendwann, an einem dieser Abende, durchbricht einer das Schweigen, geht zum Ehepartner und möchte die Dinge klären. Ist euch bewusst, dass der Koran – obwohl er im 7. Jahrhundert offenbart wurde – eine Art Eheberatung enthält?

Ist das nicht erstaunlich? Stellen wir uns nun vor, selbst das ändert das Verhalten der Naschiza-Frau nicht, und alles bleibt so wie vorher. Denkt ihr nicht auch, dass diese Ehe jetzt ernsthaft gefährdet ist? Genau an diesem Punkt spricht der Koran vom letzten Schritt – dem allerletzten Mittel. Vor allem, wie wir bereits sagten: Unser Prophet (FSMI) ist das beste Beispiel dafür, wie man den Koran lebt. Er hat niemals eine seiner Ehefrauen geschlagen, und er hat viele Male jene gewarnt, die ihre Frauen geschlagen haben. Ich denke, die Thematik ist jetzt besser verständlich. Kommen wir nun zur letzten Frage. Warum erhalten Frauen im Islam nur die Hälfte des Erbes von Männern?

Ist das nicht ungerecht? Werfen wir einen Blick auf das vorherige Video. Vor dem Islam hatten Frauen überhaupt kein Erbrecht, aber der Islam hat ihnen das gewährt. Tatsächlich hatten selbst in Großbritannien und den USA Frauen dieses Recht erst ab dem 19. Jahrhundert. Doch warum erhalten Frauen im Islam nur die Hälfte des Erbes? Weil nur so wirkliche Gerechtigkeit gewährleistet ist. Zuerst müssen wir Folgendes verstehen: Gleichheit und Gerechtigkeit sind nicht dasselbe. Echte Gerechtigkeit bedeutet, entsprechend der Verantwortung zu verteilen. Erinnert euch: Wir sagten bereits im vorherigen Teil, dass die finanzielle Verantwortung der Familie beim Ehemann liegt.

Die Ehefrau trägt diese Pflicht nicht. Selbst wenn eine Frau erwachsen wird, ist es weiterhin der Vater, der für ihren Lebensunterhalt sorgt – bis zur Ehe. Nach der Heirat geht diese Pflicht auf den Ehemann über. Sie muss sich an den Haushaltsausgaben überhaupt nicht beteiligen. Und zusätzlich erhält sie ein „Mahr“ – eine Geldsumme als Teil des Ehevertrags. Auch davon muss sie keinen Cent für den Haushalt ausgeben. Und wenn sie älter wird, trägt ihr Sohn die Verantwortung für sie. Sie hat dann sogar Anspruch auf einen Teil seines Erbes. Jetzt denkt einmal darüber nach: Während der Ehe ist es der Mann, der für die Familie sorgt. In den meisten Fällen wird die Frau versorgt.

Schon vor der Offenbarung dieser Verse im Koran lag die finanzielle Last historisch beim Mann. Und daher regelt der Islam, wie das Erbe verteilt werden soll. Nehmen wir an, ein Vater stirbt und hinterlässt einen Sohn und eine Tochter. Hier erbt der Sohn doppelt so viel wie die Tochter, weil ein großer Teil seines Erbes für seine Unterhaltspflichten gedacht ist. Verglichen mit dem Anteil der Tochter bleibt ihm am Ende vielleicht gleich viel – oder weniger. Das bedeutet also: Die Frau bekommt nicht „nur die Hälfte“, sondern der Mann erhält das Doppelte wegen seiner Verantwortung.

Oder betrachten wir es so: Die Schwester erhält ihren Erbanteil, muss aber keinen Cent davon für den Haushalt ausgeben – denn das ist Aufgabe des Ehemanns. Daher wird das Vermögen ihres Mannes langfristig zu ihrem Vorteil ausgegeben. Wenn man ihr Erbe mit dem vergleicht, was der Ehemann für sie ausgibt, steht sie am Ende oft genauso gut da wie ihr Bruder – oder sogar besser. Denn er muss sein Vermögen für die Familie aufwenden. Und wenn ihr Mann etwas erbt, profitiert sie natürlich ebenfalls davon. Wie zuvor gesagt: Gleichheit ist nicht dasselbe wie Gerechtigkeit. Gerechtigkeit bedeutet, dass jeder das bekommt, was er entsprechend seiner Verantwortung verdient. Und genau das tut der Islam.

Wenn wir uns anschauen, was wir in diesem Video besprochen haben, und besonders im vorherigen Video, sehen wir, dass der Islam weder Männer über Frauen stellt noch den Wert der Frau herabsetzt. Wenn ihr das erste Video gesehen habt, werdet ihr besser verstehen, was ich jetzt sagen werde. Erinnert euch an die Statistik, die wir zuvor erwähnt haben: Vier von fünf Menschen, die in den USA zum Islam konvertieren, sind Frauen. Heute entdecken Tausende von Frauen die Wahrheit, indem sie über Propaganda hinausgehen und selbst recherchieren. Sie wenden sich einer Religion zu, in der sie Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit finden.

Denn für sie ist der Islam nicht nur eine Religion, sondern ein Zuhause. Wenn sie den Islam annehmen, fühlen sie sich genauso wie die berühmte irische Konvertitin Sinéad O’Connor, die sagte: „Ich bin zu Hause.“ Wir sind Menschen, wir haben Verstand, wir stellen Fragen, wir denken nach. Wer also kann ohne Vorurteile das gerechteste Gleichgewicht schaffen zwischen Mann und einer Frau? Wir Menschen – oder derjenige, der uns erschaffen hat? Die Systeme, die seit Jahrhunderten versucht werden und immer wieder scheitern, oder die Gesetze des ewigen und vollkommenen Schöpfers?
