"Ich hab' die Bibel komplett gelesen…bin trotzdem Muslim geworden!“ Ein Christ konvertiert zum Islam
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Als ich in der siebten Klasse war, kam ich zum ersten Mal mit einer Gang in Kontakt. Es kam zu dem Punkt, an dem mein Vater sagte: „Weißt du was? Du darfst nicht länger bei mir wohnen.“ Er hat mich zu einem Park in der Nähe gefahren. Er parkte das Auto und sagte: „Steig aus.“ Ich stieg aus dem Auto und er fuhr weg. In all diesen Situationen, in diesen Momenten, habe ich zu Gott gesagt: „Gott, hilf mir.“ Hol mich da raus, Gott. Ich werde ein anderer Mensch werden. Und ab diesem Zeitpunkt begann ich mich zu fragen: Ist Jesus Gott? Aber Jesus ist doch gestorben. Also gab er uns den Koran. Wir nahmen den Koran. Wir gingen zu mir nach Hause und begannen darüber zu sprechen.
Und dann ging mir endlich das Licht auf. Ich sagte: Ich bete lieber zu dem, zu dem auch Jesus gebetet hat, zu Gott. Mit meiner Mutter habe ich gestritten und gekämpft. Sie sagte zu mir: „Sohn, ich muss mit dir reden.“ Ich dachte: „Oh, jetzt geht’s los.“ Sie sagte: „Ich habe alles beobachtet, was du tust. Dein Glaube ist faszinierend, und was er aus deinem Leben gemacht hat, ist beeindruckend. Und ich will Muslimin werden.“ Assalamu Alaikum, Imam Wesley LeBron. Vielen Dank, dass Sie unsere Einladung angenommen haben. Willkommen zum Interview von Towards Eternity. Wer ist Imam Wesley LeBron? Erzählen Sie uns etwas über Ihr Leben? Waalaikumussalam. Jazakallah khair, dass ich hier sein darf.
Alhamdulillah. Ich bin Ihr Bruder, Imam Wesley LeBron, mit puerto-ricanischer Abstammung. Ich komme von der Insel Puerto Rico. Geboren und aufgewachsen bin ich in der Stadt Passaic im Bundesstaat New Jersey. Ich komme aus einer christlichen Familie. Ich bin aufgewachsen mit dem Glauben, dass Jesus Gott sei, der Sohn Gottes. Bis ich dann, ungefähr in der Mittelstufe, angefangen habe, mich komplett von der Religion zu entfernen und mich als junger Kerl irgendwie im Straßenleben verloren habe. Feiern, Alk*hol, Zig*retten. Und dann, mit etwa 20 Jahren, mashaAllah, kam ich mit dem Islam in Berührung. Wie war Ihr Leben in Bezug auf den Glauben? Woran haben Sie geglaubt?
Was den Glauben betrifft: Als Puerto-Ricaner war unsere Religion das Christentum. Wir glaubten, dass Jesus Gott sei. Und dass er derjenige sei, den wir anbeten sollten, dass er derjenige sei, den wir anrufen mussten. Wie es eben so ist: Man wird in einen Glauben hineingeboren, wie die meisten Menschen, und ich habe meinen Glauben in meiner Kindheit nie hinterfragt. Erst in meiner Teenagerzeit habe ich angefangen, Fragen zu stellen. Aber wenn ich dann anfing in Schwierigkeiten zu geraten, dann spielte der Glaube plötzlich wieder eine Rolle. Man gerät in Probleme. Es passiert etwas im Leben. „Oh Gott, hilf mir, rette mich“, nicht wahr?
Aber ich wusste eigentlich nicht wirklich, an wen ich mich da überhaupt wende. Wende ich mich an Jesus? Oder Gott? Und ab diesem Zeitpunkt begann ich, mich zu fragen: Ist Jesus Gott? Aber Jesus ist doch gestorben. Wenn er gestorben ist, bedeutet das, er war ein Mensch. Kann er Gott sein? Stirbt Gott? Wie passt das alles zusammen? Und um ehrlich zu sein, habe ich es vorgezogen, mich ganz von der Religion fernzuhalten. Also habe ich nie wirklich recherchiert und habe einfach weitergelebt und mich nur um den Moment gekümmert, ich habe an Spaß und Unterhaltung gedacht und habe so das Leben gelebt. Wie alt waren Sie, als Sie ins Gang-Leben geraten sind?
Also, als ich in der siebten Klasse war, war es das erste Mal, dass ich mit einer Gang in Kontakt gekommen bin. Einige meiner älteren Cousins. Ich war immer mit älteren Jungs unterwegs. Ich war der jüngste Cousin in der Familie. Also hatte ich meine erste Erfahrung mit einer Gang in der siebten Klasse, als mein Cousin zur sogenannten „Fourth Street Posse“ gehörte, und er fragte mich, ob ich mitmachen wolle, und ich sagte: „Ja, klar, warum nicht?“ Aber Alhamdulillah, Allah hat mich irgendwie beschützt, sodass ich nicht tief mit reingezogen wurde, wegen der Gegend, in der ich wohnte.
Ich wurde erst mit etwa 19 oder 20 wieder ins Gang-Leben hineingezogen, kurz bevor ich fast den Islam angenommen habe. Ich bin schließlich der Zulu Nation beigetreten. Und die Zulu Nation hat zwei Seiten. Die eine Seite, die irgendwie jeder kennt, nämlich Hip-Hop und Musik. Sie hatten einmal im Monat ein Treffen in New York City, in Harlem. Ein Junge, der als Pflegekind bei uns aufgewachsen ist, hat mich ihnen vorgestellt. Und dann lernte ich die andere Seite des Gang-Lebens kennen. Denn der Junge Edgar, der bei uns gewohnt hat, der war in dieser Szene aktiv.
Und dann haben wir das zurück nach Jersey mitgenommen, wo wir lebten, und haben angefangen, unsere eigene Gang-Sekte in New Jersey zu gründen. Sie haben mir von diesem Pflegebruder erzählt. Können Sie uns erzählen, wie Sie im selben Haus gelandet sind? Und war er schwarz? Das Pflegekind – meine Eltern, mein Vater, meine Mutter sie zogen Pflegekinder auf. Meine Mutter, meine Tante und meine Großmutter. Edgar war puerto-ricanischer Abstammung, genau wie ich. Wir gingen zusammen raus. Ich habe ihn mitgenommen. Komm, lass uns rausgehen. Lass uns abhängen. Sie wissen schon. Und im Grunde war er derjenige... Auch zu der Zeit hatte ich gerade... begonnen, nach etwas zu suchen.
Denn ich hatte mein Auto schon ein paar Mal zu Schrott gefahren. Trinken und Fahren, ich bin fast gestorben. War in eine Schlägerei geraten nach einem Clubbesuch. Ich wurde hier am Kopf getroffen, mit einer Flasche, die Narbe ist noch da. Und hier mit einer Kaffeetasse, auch da ist eine Narbe. Der Arzt sagte, viel fehlte nicht und du wärst jetzt nicht mehr am Leben. Ich hatte mich also schon oft gefragt: Was ist eigentlich mein Sinn im Leben? Wohin will ich? Was werde ich machen? Wie soll ich so weiterleben? Wissen Sie? Oder sollte ich einfach machen, was auch immer ich möchte und mich einfach einen Dreck um alles scheren?
Und da meinte Edgar zu mir: „Hör zu, ich stell dir mal die Zulu Nation vor." Die haben Treffen und das ist zwar eine Gang, aber gleichzeitig mit Hip-Hop verbunden. Das hat mein Interesse geweckt, und ich sagte: „Okay, ich schau mir das mal an." Also wurden Partys, Alkohol, Rauchen, all diese Dinge ein großer Teil meines Lebens. Klar, ich habe das alles vor meinem Vater so gut wie möglich versteckt. Aber mein Vater wusste trotzdem, dass ich da mit drinhing. Danach, Subhanallah, war ich komplett verloren in dem Thema Alkohol, Depressionen und der Suche nach einer Lösung im Leben. Am Ende war ich fast Alkoholiker. Was war der Hauptgrund für Ihre Depression, Ihre Stimmung?
Waren Sie eher wegen den Kids besorgt, für die Sie Verantwortung hatten, oder weil Sie keine Ahnung hatten, wohin Ihr Leben geht? Mein Hauptproblem war, dass ich nicht wusste, wo mein Leben hinführt. Ich kam eigentlich aus einem guten Elternhaus, größtenteils zumindest. Ich hatte alles, was ich brauchte, aber es hat trotzdem etwas gefehlt. Und dann kam der Moment, wo mein Vater sagte: „Weißt du was? Du darfst nicht mehr länger bei mir wohnen.“ Ich war damals 18 oder 19, und er sagte: „Du darfst nicht mehr länger bei mir wohnen.“ Ich kann nicht bei meiner Mutter leben. Mein Vater wirft mich raus.
Ich hatte keine anderen Familienmitglieder, bei denen ich fragen konnte: „Kann ich bei dir unterkommen?“ Mein Vater hat mich zu einem Park in der Nähe gefahren. Er parkte das Auto und sagte: „Das war zu viel, mein Sohn.“ „Du hast zu viele Dinge in deinem Leben zu schnell gemacht. Zu viele schlechte Entscheidungen getroffen.“ Ich habe noch einen Bruder. „Dein Bruder und deine Schwester sind viel jünger als du. Und ich kann nicht zulassen, dass du sie negativ beeinflusst.“ Er sagte: „Ich liebe dich, aber ich weiß nicht weiter. Ich kann dir nicht mehr helfen.“ Dann sagte er: „Hier hast du 100 $.“ Damals konnte man noch ein Zimmer für 100$ oder sogar 50$ die Woche mieten.
Er sagte: „Vielleicht findest du ein Zimmer für 50$ die Woche. Bleib dort und wenn ich dir helfen kann, helfe ich dir. Du hast einen Job. Aber das ist alles, was ich im Moment für dich tun kann.“ Er sagte zu mir: „Steig aus.“ Ich stieg aus dem Auto aus und er fuhr weg. Ich saß an dem Tag im Park und weinte, und fragte mich, was soll ich mit meinem Leben anfangen? Das war einer dieser Momente, wo ich einfach nur dachte, Wohin soll ich gehen? Was soll ich tun? Ich hatte einfach keine Ahnung. War das der Moment in Ihrem Leben, wo Sie beschlossen, dieser Bewegung beizutreten? War das so? Als ich schließlich der Zulu Nation beitrat, war das bei einem Treffen.
Und dort traf ich über Edgar einen Bruder namens Abdul Aziz. Edgar und er kannten sich, er war der Anführer der Gang. Edgar war derjenige unter ihm, der „Soldat“. Sie sahen sich, umarmten sich. „Ich habe dich seit Jahren nicht gesehen. Wo warst du? Wie geht's dir?“ Dies und das. An diesem Tag hatte Abdul Aziz eine Ansprache an alle Anwesenden gehalten. Abdul Aziz sagte dann: „Hört mal, könnt ihr mich in die Bronx fahren? Bringt mich nach Hause. Ich würde gerne mit euch sprechen.“ Edgar schaute mich an und fragte: „Können wir ihn fahren?“ Ich sagte: „Klar, ich fahre ihn.“ Also fuhren wir ihn in die Bronx. Er begann, mit uns über Tauhid zu sprechen. Und ich fragte: „Was ist Tauhid?
Was bedeutet das?“ Die Einheit Gottes. „Wie meinst du, ein Gott? Was bedeutet das?“ „Der Schöpfer der Himmel und der Erde.“ Jesus ist nicht der Sohn Gottes. Jesus war ein Prophet Gottes, gesandt, um die Menschheit zu leiten. Und genau daran glauben wir Muslime. Er gab uns einen Koran und er gab mir mein erstes Buch: „Kitabul Tauhid“ von Dr. Bilal Philips. Das Buch über Tauhid. Das Buch über die Einheit Gottes. Ich, Edgar und ein anderer Freund, Tony, wir drei waren ständig zusammen. Wir haben den Koran genommen, gingen zu mir nach Hause und haben darin gelesen. Und wir begannen zu sprechen. „Wie seht ihr dies? Und wie seht ihr das?“ Und wir fingen an zu diskutieren.
Und an diesem Punkt begannen wir, auch andere Religionen anzuschauen, weil ich ein bisschen skeptischer war. Ich sagte: „Wartet mal, ich weiß nicht …“ Tony war im Gefängnis gewesen und hatte dort Muslime kennengelernt. Er wusste von Muhammad (FSMI). Er sagte: „Der wahre Islam ist der mit Muhammad (FSMI), dem Araber.“ Ich fragte: „Woher weißt du das? Es gibt Muhammad den Araber, und Muhammad Elijah, Muhammad den Schwarzen. Woher wissen wir, welcher der Richtige ist?“ Er sagte: „Ich sag's dir, es ist der Araber.“ Ich sagte: „Nein, nein, nein, wir müssen nachlesen.“ Also begannen wir darüber zu lesen. Wir haben ein Buch gelesen namens „From N*gg*rs to Gods“, Subhanallah.
Und vor allem habe ich mich sehr mit der Bibel beschäftigt. Ich sagte: „Ich wurde als Christ geboren. Ich akzeptiere nichts anderes, ohne dem Christentum eine Chance zu geben." Ich habe die Bibel von Anfang bis Ende gelesen. Und während ich die Bibel las, staunte ich: Das alles, was in der Bibel steht, hat mir auch der Koran erzählt. Ich dachte nur: Subhanallah. Da steht nirgends, dass Jesus Gott ist, oder dass er der Sohn Gottes ist. Warum haben wir das all die Jahre geglaubt? Warum? Ich ging zu meiner Familie und sagte: „Schaut doch! Hier. Warum?“ Meine Großmutter, die Religiöseste von allen.
Ich sagte: „Oma, lies mir diesen Vers vor.“ Sie las ihn und sagte: „Nein, nein, nein, du willst mich reinlegen. Ich will nicht darüber reden.“ Sie hatte richtig Angst, mit mir darüber zu sprechen. Und ich sagte: „Ich will dich nicht reinlegen, ich will es verstehen.“ „Ich will die Wahrheit wissen. Und wenn du sie hast, dann zeig sie mir.“ Aber das ergibt einfach keinen Sinn. Als Towards Eternity brauchen wir eure Unterstützung. Wir sind eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Botschaft des Islam in zehn Sprachen weltweit zu verbreiten.
Mit eurer Unterstützung könnte ihr Menschen helfen, den Islam anzunehmen, Haram aufzugeben, zu beten, Hijab zu tragen, den Koran zu lesen und vieles mehr. Erhaltet euren Anteil an all diesen guten Taten, Inshallah. Spendet an Towards Eternity und verpasst nicht diese einmalige Gelegenheit. Und während ich also die Bibel komplett durchlas und gleichzeitig den Koran studierte, kam ich schließlich zu der Stelle, wo Jesus am Kreuz hängt. Er sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ich hatte ein Gespräch zwischen Christen und Muslimen. Der Pfarrer sagt: „Jesus ist der Sohn Gottes und Jesus ist Gott.“ Ich habe gewartet, bis es vorbei war.
Dann ging ich zum Pfarrer und sagte: „Ich habe eine Frage an Sie.“ Ich sagte: „Ich habe ein Problem. Mein Glaube ist erschüttert.“ Ich habe ein Problem. Ich habe die Bibel gelesen. In der Bibel sagt Gott, dass Jesus am Kreuz sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ich sagte: „Mein Problem ist: Zu wem ruft Jesus da eigentlich?“ Er sagt: „Mein Gott, mein Gott.“ Er sagte nicht: ‚„Ich selbst, ich selbst.“ Er spricht nicht mit sich selbst. Er spricht offensichtlich mit jemand anderem, oder? Mit wem spricht er? Und warum kennt er seine Bestimmung nicht? Sie sagten, er sei gekommen, um für uns am Kreuz zu sterben.
Aber er sagt: „Warum hast du mich verlassen?“ „Warum hast du mich allein gelassen?“ Mit wem spricht er da? Er legte seine Hand auf meine Schulter und sagt: „Mein Sohn, du musst einfach glauben.“ Ich sagte: „Aber wie denn? Sie wollen, dass ich blind bin?“ Gott hat mir Verstand gegeben. Ich bin doch kein Idiot. Alhamdulillah, ich habe keinen Highschool-Abschluss und kein Abitur. Aber ich bin nicht dumm, okay? Subhanallah. Ich sagte: „Ich bete lieber zu dem, zu dem auch Jesus gebetet hat, zu Gott.“ Ich sagte: „Die einzige Religion, die direkt den Schöpfer anruft, ist der Islam.“ Alle anderen beten etwas an, das selbst erschaffen wurde.
Da sagte ich: „Also werde ich Muslim.“ Und damals besuchten wir Abdul Aziz mal wieder und er meinte: „Bist du bereit, Muslim zu werden?“ Meine Freunde so: „Ja, Mann!“ Und ich: „Whoa, langsam.“ Wir machen das zusammen. Aber wir müssen uns sicher sein. Bist du dir sicher? Bist du dir sicher? Okay. Ich sagte zu ihm: „Ich werde Muslim, aber unter einer Bedingung.“ Ich sagte: „Ich bin ein Mann. Sag mir nicht, was ich wie und wann zu tun habe. Wenn wir uns darauf einigen, nehme ich den Islam an. Ich weiß noch nichts über Muhammad, weil ich ihn nicht kenne. Aber ich akzeptiere ihn. Den Rest finde ich später raus. Denn ich glaube, dass der Koran das Buch Gottes ist.
Und wenn er das Buch Gottes ist, dann muss Muhammad jemand Wichtiges sein.“ Da sagte Abdul Aziz: „Kein Problem.“ Nimmt mir, nimmt uns das Glaubensbekenntnis ab, Alhamdulillah. Und das war der Beginn meiner Reise zum Islam. Alhamdulillah. Ich bin dankbar, dass ich diesen „Wow“-Moment nicht hatte beim Eintritt in die muslimische Gemeinschaft, Alhamdulillah. Denn ich glaube, genau das hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Alhamdulillah. Diese Erfahrung war für mich wohl das Beste, was mir passieren konnte. Warum haben Sie sich entschieden, diese Reise zunächst allein zu gehen? Ich hatte keine andere Wahl. Ich kannte keine Muslime. Der einzige Muslim, den ich kannte, war ja Abdul Aziz.
Und zu ihm gingen wir ab und zu, um mit ihm zu reden. Doch dann sagte er irgendwann: „Kommt nicht zurück nach New York.“ Weil ich glaube, er wusste, dass er selbst noch nicht so weit war, um ein Vorbild für uns zu sein. Er wollte nicht, dass wir ihn sehen. Er wollte nicht, dass wir sehen, dass er selbst nicht korrekt lebte. Warum? Weil man kein schlechtes Vorbild für die sein will, die man gerade zum Islam geführt hat. Also sagte er zu uns: „Geht und sucht die Muslime.“ Und er ließ uns, Mashallah, weiter kommen, denn wir hatten diesen inneren Drang, den Islam zu lernen. Aber ich wusste direkt: Wenn ich ein guter Muslim sein will, muss ich den Glauben studieren.
Denn es gibt keinen anderen Weg, um den Deen zu lernen, oder? Nur durch eigenen Einsatz und Opferbereitschaft. Ich bin neugierig, warum haben Sie zunächst diese Erklärung gemacht? So nach dem Motto: „Komm mir nicht mit diesen drei Punkten.“ Was war der Grund für diese Haltung? Ich kannte mich selbst. Ich wusste, wenn er zu mir sagt: „Du darfst keine Freundin haben.“ Dann hätte ich gesagt: „Dann will ich kein Muslim sein.“ Ich brauche eine Freundin. „Du musst aufhören zu trinken.“ Ich war noch nicht bereit, mit dem Trinken aufzuhören. „Du darfst kein W**d rauchen.“ Warum? Das hätte für mich keinen Sinn ergeben. Also habe ich das vorher gesagt, damit er Bescheid weiß.
Schau, wenn du mir jetzt mit Regeln und Vorschriften kommst... Dafür bin ich noch nicht bereit. Ich komme gerade erst von der Straße. In meinem Leben ist so viel los. Alhamdulillah, ich habe Allah in mein Leben aufgenommen. Geh bitte jetzt nicht weiter als das. Ich brauche das, ja, aber alles andere, die ganzen Regeln und Vorschriften, das kann ich im Moment nicht verkraften. Und ich glaube, Abdul Aziz hat das verstanden, weil er selbst konvertiert war. Er hat verstanden, was ich in dem Moment gebraucht habe. Und er hat mir den Raum gegeben, um zu wachsen.
Ich erinnere mich, wie ich dasaß und an die Geschichte von Ibrahim dachte, wo er zu seinem Volk sagte: „Die Sonne ist mein Herr, der Mond ist mein Herr, die Sterne sind mein Herr.“ „Mein Herr ist der Schöpfer von all dem.“ Und ich saß da und dachte darüber nach. Und ich sagte, „Wie viele Chancen…“ Ich sprach zu mir selbst: „Wie viele Chancen wird dir Allah noch geben? Du bist fast gestorben, du warst fast im Gefängnis, du hast Kinder. Du hast so viel durchgemacht in deinem Leben und trotzdem machst du genauso weiter. Du sitzt jetzt hier und rauchst W**d, trinkst, nachdem du ‘La Ilaha Illallah Muhammadun Rasulullah’ gesagt hast.
Wann hörst du endlich auf?“ Ich schaute meine Freunde an und sagte: „Ihr müsst gehen.“ Sie sagten: „Was? Ist doch okay. Du bist nur high.“ Ich sagte: „Nein. Es hat endlich Klick gemacht. Ich muss euch alle aus meinem Leben werfen. Wenn ihr bleibt, werde ich mich nie ändern. Raus mit euch!“ Und danach habe ich meine Freunde aus meinem Leben entfernt. Und nicht nur Freunde, auch Familie. Warum? Weil ich wusste: Wenn ich mit manchen Cousins rumhänge, dann werde ich wieder rauchen, trinken, feiern, laufe Frauen hinterher, das volle Programm. Und ich ging zur Masjid, und die Masjid wurde mein Zuhause. Nach der Arbeit bin ich direkt zur Masjid.
Ich blieb dort, bis sie die Türen schlossen und mir sagten, ich kann nicht länger bleiben. Dann ging ich nach Hause. Das habe ich jeden Tag gemacht, vielleicht ein oder zwei Jahre lang. So sehr, dass meine Frau, mit der ich damals verheiratet war und mit der ich heute, mashallah, nach 25, 26 Jahren noch verheiratet bin, sagte: „Jetzt weiß ich, warum ich mich immer so einsam fühlte. Du warst ständig in der Masjid, und ich saß allein zu Hause.“ Sie sagte: „Aber ich verstehe es. Du brauchtest das. Es war das Einzige, was dir geholfen hat, dich zu ändern.“ Und so hat nicht nur der Islam mein Leben gerettet, sondern auch die Masjid.
Denn wenn ich nicht diesen Ort gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich heute nicht der Muslim, der ich bin. Ihre Frau, ist sie nach Ihnen Muslimin geworden? Also, meine Frau, als ich 1998 den Islam angenommen habe, mashallah ist sie vielleicht 3 oder 4 Monate später konvertiert. Und was ist mit Ihrer Familie? Wie hat sie reagiert? Ihr Vater? Ihre Mutter? Ihr Bruder? Mein Vater war glücklich. Er sagte: „Jetzt kann ich nachts wieder ruhig schlafen.“ „Nachts kann ich jetzt ohne Sorgen schlafen.
Früher, wenn mein Sohn das Haus verlassen hat, konnte ich nicht schlafen, weil ich nicht wusste, ob er zurückkommt.“ Als ich Muslim wurde, sagte mein Vater: „Wenn dir das hilft, ein besserer Mensch zu werden, unterstütze ich das.“ Meine Mutter war da anders. Mit meiner Mutter habe ich viel gestritten. Ich habe zeitweise wieder bei ihr gewohnt, also bin quasi wieder bei ihr eingezogen für sehr kurze Zeit. Sie warf mich raus. Ich dachte nur: Okay, was soll’s. Ich bin dann eine Zeit lang zu meinem Vater zurückgegangen, Alhamdulillah.
Aber Subhanallah, 20 Jahre später, nach all den Projekten, der Arbeit mit Konvertierten, Arbeit in der Da’wah, dem Aufbau einer humanitären Organisation, Reisen durch die Welt, um Menschen zu helfen… Meine Mutter hat das alles gesehen und vor fünf Jahren sagte sie zu mir: „Sohn, ich muss mit dir reden.“ Ich dachte: Oh je, was ist jetzt los? Sie sagt: „Ich habe alles beobachtet, was du machst. Dein Glaube fasziniert mich, und was er aus deinem Leben gemacht hat, ist beeindruckend.“ Sie sagte: „Und ich möchte Muslimin werden.“ Und Subhanallah, sie ist Muslimin geworden. Alhamdulillah. Ich konnte ihr das Glaubensbekenntnis nicht abnehmen, weil es für mich zu emotional war.
Denn ich hatte so viele Jahre eine schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Und dann schenkte Allah mir diese Gelegenheit, dass meine Mutter jetzt Muslimin wird. Es könnte das größte Geschenk sein, das Allah mir je gemacht hat. Kann man von einem Menschen erwarten, dass er sich komplett ändert, sobald er Muslim wird? Die Wahrheit ist: Nein, man kann nicht erwarten, dass sich jemand gleich ändert, sobald er das Glaubensbekenntnis abgelegt hat. Viel zu oft ist das eines der größten Probleme, vor allem bei gebürtigen Muslimen: Sie erwarten, dass sich das Leben der Person sofort komplett ändert.
Ich gebe Ihnen ein konkretes Beispiel: Erst vor kurzem hat eine spanische Frau, die kein Englisch spricht, das Glaubensbekenntnis bei einem guten Freund von mir abgelegt. Sie ging in die Masjid, und man fragte sie dort, ob sie verheiratet sei. Sie sagte: „Ja, seit 36 Jahren verheiratet, habe meine Kinder großgezogen.“ Mashallah. Die Masjid sagte ihr: Du musst dich von deinem Mann scheiden lassen. Und wenn du dich nicht scheiden lässt, musst du den Islam verlassen. Also rief sie mich an... Oder nein, er rief mich an, ganz besorgt: „Ich glaube, sie will keine Muslimin mehr werden.“ Ich rief sie an und sagte: „Hör zu, ich erwarte nicht, dass du dich von deinem Mann trennst.
Inshallah, ich wünsche mir nur, dass du dich auf dich konzentrierst. Bau eine Beziehung zum Koran auf. Lern zu beten. Lern, wie man Wudu macht, konzentrier dich auf dein Gebet, und darauf, Allah (swt) kennenzulernen, und sei ein gutes Vorbild für deinen Mann.“ Ich habe so viele Freunde, die den Islam so angenommen haben, Frauen in unseren Gruppen, deren Männer heute meine Freunde sind. Und ihre Männer nahmen ein Jahr später den Islam an oder fünf oder zehn Jahre später. Wir dürfen keinen sofortigen Wandel erwarten. Allah (swt) offenbarte den Koran über einen Zeitraum von 23 Jahren, denn Er wusste, dass die Herzen Zeit zum Wandel brauchen.
Die berühmte Aussage von Aisha (ra): Wenn die Regeln zuerst gekommen wären… Dann hätten wir weiter getrunken. Niemand hätte sich verändert, oder? Sondern Alkohol wurde in drei Stufen verboten, und als er schließlich ganz verboten wurde, war der Glaube schon in den Herzen. Man sagte, die Straßen von Medina liefen über mit Alkohol. Die Menschen spuckten ihn aus. Also natürlich können wir nicht erwarten, dass sich Menschen über Nacht ändern. Bei mir dauerte es Monate, bis ich damit begann. Alhamdulillah. Bei anderen Dingen Jahre, Inshallah. Können Sie uns einen Moment nennen, in dem Sie sich Allah besonders nah gefühlt haben?
In dem Sie gespürt haben, dass Sie eine besondere Verbindung zu Ihm hatten? Der Moment, in dem ich mich wahrscheinlich Allah (swt) am nächsten gefühlt habe, war das erste Mal, als ich ins Ausland reisen konnte. Als ich an der Universität von Medina angenommen wurde. Und ich betrat die Masjid des Propheten (FSMI). Und man hört dort zum ersten Mal den Adhan, den man sonst nur immer von Kassetten oder im Internet gehört hat. Und Subhanallah, man schaut sich um und sieht einfach nur die Schönheit der Masjid und man beginnt zu denken: Subhanallah, hier wurde die Offenbarung an unseren geliebten Propheten (FSMI) gesandt. Und dann zum ersten Mal die Kaaba sehen zu dürfen…
Ich schwöre, als ich sie das erste Mal sah, Subhanallah, wirkte sie auf mich wie eine Fata Morgana. Wird sie verschwinden? Wird sie weg sein? Bin ich wirklich hier? Subhanallah. Und dann kann man gar nichts gegen die Tränen machen, die laufen einfach. Man beginnt zu weinen, wird so emotional. Und das passiert jedes Mal, wenn ich dorthin gehe. Und ich glaube, das ist der besondere Moment mit Allah (swt), wenn ich dort bin, in diesem Augenblick, zu dieser Zeit, und weiß: Das ist der Sinn meines Lebens. Zum Schluss: Wenn Sie zu allen Nicht-Muslimen auf der Welt sprechen könnten, vor allem zu Latinos, was würden Sie ihnen sagen, wenn Sie ein paar Momente dafür hätten?
Das eine, was ich ihnen gerne sagen würde, und der beste Ratschlag, den ich geben kann, ist: Lest den Koran in einer Sprache, die ihr versteht. Und lest ihn mit offenem Herzen, mit einem offenen Geist, mit eurer Seele, bereit, das aufzunehmen, was ihr lest. Und wenn ihr das tut, kann ich euch fast garantieren: Erstens: Ihr werdet das Buch nicht mehr zuklappen wollen. Zweitens: Wenn ihr es zuklappt, werdet ihr euch danach sehnen, es wieder aufzuschlagen und nochmals zu lesen, was ihr bereits gelesen habt. Und drittens: Es wird euch auf eine Weise verändern, die ihr nie für möglich gehalten hättet. Und vielleicht sehen wir euch eines Tages neben uns beten. - Inshallah.
Imam Wesley LeBron, vielen herzlichen Dank für Ihre schönen und ehrlichen Antworten. Möge Allah Sie belohnen, möge Allah Sie bewahren und möge Allah uns im Paradies zusammenführen, Inshallah. Ameen, ya Rabb al Alameen. Jazakallah khair.
Und dann ging mir endlich das Licht auf. Ich sagte: Ich bete lieber zu dem, zu dem auch Jesus gebetet hat, zu Gott. Mit meiner Mutter habe ich gestritten und gekämpft. Sie sagte zu mir: „Sohn, ich muss mit dir reden.“ Ich dachte: „Oh, jetzt geht’s los.“ Sie sagte: „Ich habe alles beobachtet, was du tust. Dein Glaube ist faszinierend, und was er aus deinem Leben gemacht hat, ist beeindruckend. Und ich will Muslimin werden.“ Assalamu Alaikum, Imam Wesley LeBron. Vielen Dank, dass Sie unsere Einladung angenommen haben. Willkommen zum Interview von Towards Eternity. Wer ist Imam Wesley LeBron? Erzählen Sie uns etwas über Ihr Leben? Waalaikumussalam. Jazakallah khair, dass ich hier sein darf.
Alhamdulillah. Ich bin Ihr Bruder, Imam Wesley LeBron, mit puerto-ricanischer Abstammung. Ich komme von der Insel Puerto Rico. Geboren und aufgewachsen bin ich in der Stadt Passaic im Bundesstaat New Jersey. Ich komme aus einer christlichen Familie. Ich bin aufgewachsen mit dem Glauben, dass Jesus Gott sei, der Sohn Gottes. Bis ich dann, ungefähr in der Mittelstufe, angefangen habe, mich komplett von der Religion zu entfernen und mich als junger Kerl irgendwie im Straßenleben verloren habe. Feiern, Alk*hol, Zig*retten. Und dann, mit etwa 20 Jahren, mashaAllah, kam ich mit dem Islam in Berührung. Wie war Ihr Leben in Bezug auf den Glauben? Woran haben Sie geglaubt?
Was den Glauben betrifft: Als Puerto-Ricaner war unsere Religion das Christentum. Wir glaubten, dass Jesus Gott sei. Und dass er derjenige sei, den wir anbeten sollten, dass er derjenige sei, den wir anrufen mussten. Wie es eben so ist: Man wird in einen Glauben hineingeboren, wie die meisten Menschen, und ich habe meinen Glauben in meiner Kindheit nie hinterfragt. Erst in meiner Teenagerzeit habe ich angefangen, Fragen zu stellen. Aber wenn ich dann anfing in Schwierigkeiten zu geraten, dann spielte der Glaube plötzlich wieder eine Rolle. Man gerät in Probleme. Es passiert etwas im Leben. „Oh Gott, hilf mir, rette mich“, nicht wahr?
Aber ich wusste eigentlich nicht wirklich, an wen ich mich da überhaupt wende. Wende ich mich an Jesus? Oder Gott? Und ab diesem Zeitpunkt begann ich, mich zu fragen: Ist Jesus Gott? Aber Jesus ist doch gestorben. Wenn er gestorben ist, bedeutet das, er war ein Mensch. Kann er Gott sein? Stirbt Gott? Wie passt das alles zusammen? Und um ehrlich zu sein, habe ich es vorgezogen, mich ganz von der Religion fernzuhalten. Also habe ich nie wirklich recherchiert und habe einfach weitergelebt und mich nur um den Moment gekümmert, ich habe an Spaß und Unterhaltung gedacht und habe so das Leben gelebt. Wie alt waren Sie, als Sie ins Gang-Leben geraten sind?
Also, als ich in der siebten Klasse war, war es das erste Mal, dass ich mit einer Gang in Kontakt gekommen bin. Einige meiner älteren Cousins. Ich war immer mit älteren Jungs unterwegs. Ich war der jüngste Cousin in der Familie. Also hatte ich meine erste Erfahrung mit einer Gang in der siebten Klasse, als mein Cousin zur sogenannten „Fourth Street Posse“ gehörte, und er fragte mich, ob ich mitmachen wolle, und ich sagte: „Ja, klar, warum nicht?“ Aber Alhamdulillah, Allah hat mich irgendwie beschützt, sodass ich nicht tief mit reingezogen wurde, wegen der Gegend, in der ich wohnte.
Ich wurde erst mit etwa 19 oder 20 wieder ins Gang-Leben hineingezogen, kurz bevor ich fast den Islam angenommen habe. Ich bin schließlich der Zulu Nation beigetreten. Und die Zulu Nation hat zwei Seiten. Die eine Seite, die irgendwie jeder kennt, nämlich Hip-Hop und Musik. Sie hatten einmal im Monat ein Treffen in New York City, in Harlem. Ein Junge, der als Pflegekind bei uns aufgewachsen ist, hat mich ihnen vorgestellt. Und dann lernte ich die andere Seite des Gang-Lebens kennen. Denn der Junge Edgar, der bei uns gewohnt hat, der war in dieser Szene aktiv.
Und dann haben wir das zurück nach Jersey mitgenommen, wo wir lebten, und haben angefangen, unsere eigene Gang-Sekte in New Jersey zu gründen. Sie haben mir von diesem Pflegebruder erzählt. Können Sie uns erzählen, wie Sie im selben Haus gelandet sind? Und war er schwarz? Das Pflegekind – meine Eltern, mein Vater, meine Mutter sie zogen Pflegekinder auf. Meine Mutter, meine Tante und meine Großmutter. Edgar war puerto-ricanischer Abstammung, genau wie ich. Wir gingen zusammen raus. Ich habe ihn mitgenommen. Komm, lass uns rausgehen. Lass uns abhängen. Sie wissen schon. Und im Grunde war er derjenige... Auch zu der Zeit hatte ich gerade... begonnen, nach etwas zu suchen.
Denn ich hatte mein Auto schon ein paar Mal zu Schrott gefahren. Trinken und Fahren, ich bin fast gestorben. War in eine Schlägerei geraten nach einem Clubbesuch. Ich wurde hier am Kopf getroffen, mit einer Flasche, die Narbe ist noch da. Und hier mit einer Kaffeetasse, auch da ist eine Narbe. Der Arzt sagte, viel fehlte nicht und du wärst jetzt nicht mehr am Leben. Ich hatte mich also schon oft gefragt: Was ist eigentlich mein Sinn im Leben? Wohin will ich? Was werde ich machen? Wie soll ich so weiterleben? Wissen Sie? Oder sollte ich einfach machen, was auch immer ich möchte und mich einfach einen Dreck um alles scheren?
Und da meinte Edgar zu mir: „Hör zu, ich stell dir mal die Zulu Nation vor." Die haben Treffen und das ist zwar eine Gang, aber gleichzeitig mit Hip-Hop verbunden. Das hat mein Interesse geweckt, und ich sagte: „Okay, ich schau mir das mal an." Also wurden Partys, Alkohol, Rauchen, all diese Dinge ein großer Teil meines Lebens. Klar, ich habe das alles vor meinem Vater so gut wie möglich versteckt. Aber mein Vater wusste trotzdem, dass ich da mit drinhing. Danach, Subhanallah, war ich komplett verloren in dem Thema Alkohol, Depressionen und der Suche nach einer Lösung im Leben. Am Ende war ich fast Alkoholiker. Was war der Hauptgrund für Ihre Depression, Ihre Stimmung?
Waren Sie eher wegen den Kids besorgt, für die Sie Verantwortung hatten, oder weil Sie keine Ahnung hatten, wohin Ihr Leben geht? Mein Hauptproblem war, dass ich nicht wusste, wo mein Leben hinführt. Ich kam eigentlich aus einem guten Elternhaus, größtenteils zumindest. Ich hatte alles, was ich brauchte, aber es hat trotzdem etwas gefehlt. Und dann kam der Moment, wo mein Vater sagte: „Weißt du was? Du darfst nicht mehr länger bei mir wohnen.“ Ich war damals 18 oder 19, und er sagte: „Du darfst nicht mehr länger bei mir wohnen.“ Ich kann nicht bei meiner Mutter leben. Mein Vater wirft mich raus.
Ich hatte keine anderen Familienmitglieder, bei denen ich fragen konnte: „Kann ich bei dir unterkommen?“ Mein Vater hat mich zu einem Park in der Nähe gefahren. Er parkte das Auto und sagte: „Das war zu viel, mein Sohn.“ „Du hast zu viele Dinge in deinem Leben zu schnell gemacht. Zu viele schlechte Entscheidungen getroffen.“ Ich habe noch einen Bruder. „Dein Bruder und deine Schwester sind viel jünger als du. Und ich kann nicht zulassen, dass du sie negativ beeinflusst.“ Er sagte: „Ich liebe dich, aber ich weiß nicht weiter. Ich kann dir nicht mehr helfen.“ Dann sagte er: „Hier hast du 100 $.“ Damals konnte man noch ein Zimmer für 100$ oder sogar 50$ die Woche mieten.
Er sagte: „Vielleicht findest du ein Zimmer für 50$ die Woche. Bleib dort und wenn ich dir helfen kann, helfe ich dir. Du hast einen Job. Aber das ist alles, was ich im Moment für dich tun kann.“ Er sagte zu mir: „Steig aus.“ Ich stieg aus dem Auto aus und er fuhr weg. Ich saß an dem Tag im Park und weinte, und fragte mich, was soll ich mit meinem Leben anfangen? Das war einer dieser Momente, wo ich einfach nur dachte, Wohin soll ich gehen? Was soll ich tun? Ich hatte einfach keine Ahnung. War das der Moment in Ihrem Leben, wo Sie beschlossen, dieser Bewegung beizutreten? War das so? Als ich schließlich der Zulu Nation beitrat, war das bei einem Treffen.
Und dort traf ich über Edgar einen Bruder namens Abdul Aziz. Edgar und er kannten sich, er war der Anführer der Gang. Edgar war derjenige unter ihm, der „Soldat“. Sie sahen sich, umarmten sich. „Ich habe dich seit Jahren nicht gesehen. Wo warst du? Wie geht's dir?“ Dies und das. An diesem Tag hatte Abdul Aziz eine Ansprache an alle Anwesenden gehalten. Abdul Aziz sagte dann: „Hört mal, könnt ihr mich in die Bronx fahren? Bringt mich nach Hause. Ich würde gerne mit euch sprechen.“ Edgar schaute mich an und fragte: „Können wir ihn fahren?“ Ich sagte: „Klar, ich fahre ihn.“ Also fuhren wir ihn in die Bronx. Er begann, mit uns über Tauhid zu sprechen. Und ich fragte: „Was ist Tauhid?
Was bedeutet das?“ Die Einheit Gottes. „Wie meinst du, ein Gott? Was bedeutet das?“ „Der Schöpfer der Himmel und der Erde.“ Jesus ist nicht der Sohn Gottes. Jesus war ein Prophet Gottes, gesandt, um die Menschheit zu leiten. Und genau daran glauben wir Muslime. Er gab uns einen Koran und er gab mir mein erstes Buch: „Kitabul Tauhid“ von Dr. Bilal Philips. Das Buch über Tauhid. Das Buch über die Einheit Gottes. Ich, Edgar und ein anderer Freund, Tony, wir drei waren ständig zusammen. Wir haben den Koran genommen, gingen zu mir nach Hause und haben darin gelesen. Und wir begannen zu sprechen. „Wie seht ihr dies? Und wie seht ihr das?“ Und wir fingen an zu diskutieren.
Und an diesem Punkt begannen wir, auch andere Religionen anzuschauen, weil ich ein bisschen skeptischer war. Ich sagte: „Wartet mal, ich weiß nicht …“ Tony war im Gefängnis gewesen und hatte dort Muslime kennengelernt. Er wusste von Muhammad (FSMI). Er sagte: „Der wahre Islam ist der mit Muhammad (FSMI), dem Araber.“ Ich fragte: „Woher weißt du das? Es gibt Muhammad den Araber, und Muhammad Elijah, Muhammad den Schwarzen. Woher wissen wir, welcher der Richtige ist?“ Er sagte: „Ich sag's dir, es ist der Araber.“ Ich sagte: „Nein, nein, nein, wir müssen nachlesen.“ Also begannen wir darüber zu lesen. Wir haben ein Buch gelesen namens „From N*gg*rs to Gods“, Subhanallah.
Und vor allem habe ich mich sehr mit der Bibel beschäftigt. Ich sagte: „Ich wurde als Christ geboren. Ich akzeptiere nichts anderes, ohne dem Christentum eine Chance zu geben." Ich habe die Bibel von Anfang bis Ende gelesen. Und während ich die Bibel las, staunte ich: Das alles, was in der Bibel steht, hat mir auch der Koran erzählt. Ich dachte nur: Subhanallah. Da steht nirgends, dass Jesus Gott ist, oder dass er der Sohn Gottes ist. Warum haben wir das all die Jahre geglaubt? Warum? Ich ging zu meiner Familie und sagte: „Schaut doch! Hier. Warum?“ Meine Großmutter, die Religiöseste von allen.
Ich sagte: „Oma, lies mir diesen Vers vor.“ Sie las ihn und sagte: „Nein, nein, nein, du willst mich reinlegen. Ich will nicht darüber reden.“ Sie hatte richtig Angst, mit mir darüber zu sprechen. Und ich sagte: „Ich will dich nicht reinlegen, ich will es verstehen.“ „Ich will die Wahrheit wissen. Und wenn du sie hast, dann zeig sie mir.“ Aber das ergibt einfach keinen Sinn. Als Towards Eternity brauchen wir eure Unterstützung. Wir sind eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Botschaft des Islam in zehn Sprachen weltweit zu verbreiten.
Mit eurer Unterstützung könnte ihr Menschen helfen, den Islam anzunehmen, Haram aufzugeben, zu beten, Hijab zu tragen, den Koran zu lesen und vieles mehr. Erhaltet euren Anteil an all diesen guten Taten, Inshallah. Spendet an Towards Eternity und verpasst nicht diese einmalige Gelegenheit. Und während ich also die Bibel komplett durchlas und gleichzeitig den Koran studierte, kam ich schließlich zu der Stelle, wo Jesus am Kreuz hängt. Er sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ich hatte ein Gespräch zwischen Christen und Muslimen. Der Pfarrer sagt: „Jesus ist der Sohn Gottes und Jesus ist Gott.“ Ich habe gewartet, bis es vorbei war.
Dann ging ich zum Pfarrer und sagte: „Ich habe eine Frage an Sie.“ Ich sagte: „Ich habe ein Problem. Mein Glaube ist erschüttert.“ Ich habe ein Problem. Ich habe die Bibel gelesen. In der Bibel sagt Gott, dass Jesus am Kreuz sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ich sagte: „Mein Problem ist: Zu wem ruft Jesus da eigentlich?“ Er sagt: „Mein Gott, mein Gott.“ Er sagte nicht: ‚„Ich selbst, ich selbst.“ Er spricht nicht mit sich selbst. Er spricht offensichtlich mit jemand anderem, oder? Mit wem spricht er? Und warum kennt er seine Bestimmung nicht? Sie sagten, er sei gekommen, um für uns am Kreuz zu sterben.
Aber er sagt: „Warum hast du mich verlassen?“ „Warum hast du mich allein gelassen?“ Mit wem spricht er da? Er legte seine Hand auf meine Schulter und sagt: „Mein Sohn, du musst einfach glauben.“ Ich sagte: „Aber wie denn? Sie wollen, dass ich blind bin?“ Gott hat mir Verstand gegeben. Ich bin doch kein Idiot. Alhamdulillah, ich habe keinen Highschool-Abschluss und kein Abitur. Aber ich bin nicht dumm, okay? Subhanallah. Ich sagte: „Ich bete lieber zu dem, zu dem auch Jesus gebetet hat, zu Gott.“ Ich sagte: „Die einzige Religion, die direkt den Schöpfer anruft, ist der Islam.“ Alle anderen beten etwas an, das selbst erschaffen wurde.
Da sagte ich: „Also werde ich Muslim.“ Und damals besuchten wir Abdul Aziz mal wieder und er meinte: „Bist du bereit, Muslim zu werden?“ Meine Freunde so: „Ja, Mann!“ Und ich: „Whoa, langsam.“ Wir machen das zusammen. Aber wir müssen uns sicher sein. Bist du dir sicher? Bist du dir sicher? Okay. Ich sagte zu ihm: „Ich werde Muslim, aber unter einer Bedingung.“ Ich sagte: „Ich bin ein Mann. Sag mir nicht, was ich wie und wann zu tun habe. Wenn wir uns darauf einigen, nehme ich den Islam an. Ich weiß noch nichts über Muhammad, weil ich ihn nicht kenne. Aber ich akzeptiere ihn. Den Rest finde ich später raus. Denn ich glaube, dass der Koran das Buch Gottes ist.
Und wenn er das Buch Gottes ist, dann muss Muhammad jemand Wichtiges sein.“ Da sagte Abdul Aziz: „Kein Problem.“ Nimmt mir, nimmt uns das Glaubensbekenntnis ab, Alhamdulillah. Und das war der Beginn meiner Reise zum Islam. Alhamdulillah. Ich bin dankbar, dass ich diesen „Wow“-Moment nicht hatte beim Eintritt in die muslimische Gemeinschaft, Alhamdulillah. Denn ich glaube, genau das hat mich dahin gebracht, wo ich heute bin. Alhamdulillah. Diese Erfahrung war für mich wohl das Beste, was mir passieren konnte. Warum haben Sie sich entschieden, diese Reise zunächst allein zu gehen? Ich hatte keine andere Wahl. Ich kannte keine Muslime. Der einzige Muslim, den ich kannte, war ja Abdul Aziz.
Und zu ihm gingen wir ab und zu, um mit ihm zu reden. Doch dann sagte er irgendwann: „Kommt nicht zurück nach New York.“ Weil ich glaube, er wusste, dass er selbst noch nicht so weit war, um ein Vorbild für uns zu sein. Er wollte nicht, dass wir ihn sehen. Er wollte nicht, dass wir sehen, dass er selbst nicht korrekt lebte. Warum? Weil man kein schlechtes Vorbild für die sein will, die man gerade zum Islam geführt hat. Also sagte er zu uns: „Geht und sucht die Muslime.“ Und er ließ uns, Mashallah, weiter kommen, denn wir hatten diesen inneren Drang, den Islam zu lernen. Aber ich wusste direkt: Wenn ich ein guter Muslim sein will, muss ich den Glauben studieren.
Denn es gibt keinen anderen Weg, um den Deen zu lernen, oder? Nur durch eigenen Einsatz und Opferbereitschaft. Ich bin neugierig, warum haben Sie zunächst diese Erklärung gemacht? So nach dem Motto: „Komm mir nicht mit diesen drei Punkten.“ Was war der Grund für diese Haltung? Ich kannte mich selbst. Ich wusste, wenn er zu mir sagt: „Du darfst keine Freundin haben.“ Dann hätte ich gesagt: „Dann will ich kein Muslim sein.“ Ich brauche eine Freundin. „Du musst aufhören zu trinken.“ Ich war noch nicht bereit, mit dem Trinken aufzuhören. „Du darfst kein W**d rauchen.“ Warum? Das hätte für mich keinen Sinn ergeben. Also habe ich das vorher gesagt, damit er Bescheid weiß.
Schau, wenn du mir jetzt mit Regeln und Vorschriften kommst... Dafür bin ich noch nicht bereit. Ich komme gerade erst von der Straße. In meinem Leben ist so viel los. Alhamdulillah, ich habe Allah in mein Leben aufgenommen. Geh bitte jetzt nicht weiter als das. Ich brauche das, ja, aber alles andere, die ganzen Regeln und Vorschriften, das kann ich im Moment nicht verkraften. Und ich glaube, Abdul Aziz hat das verstanden, weil er selbst konvertiert war. Er hat verstanden, was ich in dem Moment gebraucht habe. Und er hat mir den Raum gegeben, um zu wachsen.
Ich erinnere mich, wie ich dasaß und an die Geschichte von Ibrahim dachte, wo er zu seinem Volk sagte: „Die Sonne ist mein Herr, der Mond ist mein Herr, die Sterne sind mein Herr.“ „Mein Herr ist der Schöpfer von all dem.“ Und ich saß da und dachte darüber nach. Und ich sagte, „Wie viele Chancen…“ Ich sprach zu mir selbst: „Wie viele Chancen wird dir Allah noch geben? Du bist fast gestorben, du warst fast im Gefängnis, du hast Kinder. Du hast so viel durchgemacht in deinem Leben und trotzdem machst du genauso weiter. Du sitzt jetzt hier und rauchst W**d, trinkst, nachdem du ‘La Ilaha Illallah Muhammadun Rasulullah’ gesagt hast.
Wann hörst du endlich auf?“ Ich schaute meine Freunde an und sagte: „Ihr müsst gehen.“ Sie sagten: „Was? Ist doch okay. Du bist nur high.“ Ich sagte: „Nein. Es hat endlich Klick gemacht. Ich muss euch alle aus meinem Leben werfen. Wenn ihr bleibt, werde ich mich nie ändern. Raus mit euch!“ Und danach habe ich meine Freunde aus meinem Leben entfernt. Und nicht nur Freunde, auch Familie. Warum? Weil ich wusste: Wenn ich mit manchen Cousins rumhänge, dann werde ich wieder rauchen, trinken, feiern, laufe Frauen hinterher, das volle Programm. Und ich ging zur Masjid, und die Masjid wurde mein Zuhause. Nach der Arbeit bin ich direkt zur Masjid.
Ich blieb dort, bis sie die Türen schlossen und mir sagten, ich kann nicht länger bleiben. Dann ging ich nach Hause. Das habe ich jeden Tag gemacht, vielleicht ein oder zwei Jahre lang. So sehr, dass meine Frau, mit der ich damals verheiratet war und mit der ich heute, mashallah, nach 25, 26 Jahren noch verheiratet bin, sagte: „Jetzt weiß ich, warum ich mich immer so einsam fühlte. Du warst ständig in der Masjid, und ich saß allein zu Hause.“ Sie sagte: „Aber ich verstehe es. Du brauchtest das. Es war das Einzige, was dir geholfen hat, dich zu ändern.“ Und so hat nicht nur der Islam mein Leben gerettet, sondern auch die Masjid.
Denn wenn ich nicht diesen Ort gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich heute nicht der Muslim, der ich bin. Ihre Frau, ist sie nach Ihnen Muslimin geworden? Also, meine Frau, als ich 1998 den Islam angenommen habe, mashallah ist sie vielleicht 3 oder 4 Monate später konvertiert. Und was ist mit Ihrer Familie? Wie hat sie reagiert? Ihr Vater? Ihre Mutter? Ihr Bruder? Mein Vater war glücklich. Er sagte: „Jetzt kann ich nachts wieder ruhig schlafen.“ „Nachts kann ich jetzt ohne Sorgen schlafen.
Früher, wenn mein Sohn das Haus verlassen hat, konnte ich nicht schlafen, weil ich nicht wusste, ob er zurückkommt.“ Als ich Muslim wurde, sagte mein Vater: „Wenn dir das hilft, ein besserer Mensch zu werden, unterstütze ich das.“ Meine Mutter war da anders. Mit meiner Mutter habe ich viel gestritten. Ich habe zeitweise wieder bei ihr gewohnt, also bin quasi wieder bei ihr eingezogen für sehr kurze Zeit. Sie warf mich raus. Ich dachte nur: Okay, was soll’s. Ich bin dann eine Zeit lang zu meinem Vater zurückgegangen, Alhamdulillah.
Aber Subhanallah, 20 Jahre später, nach all den Projekten, der Arbeit mit Konvertierten, Arbeit in der Da’wah, dem Aufbau einer humanitären Organisation, Reisen durch die Welt, um Menschen zu helfen… Meine Mutter hat das alles gesehen und vor fünf Jahren sagte sie zu mir: „Sohn, ich muss mit dir reden.“ Ich dachte: Oh je, was ist jetzt los? Sie sagt: „Ich habe alles beobachtet, was du machst. Dein Glaube fasziniert mich, und was er aus deinem Leben gemacht hat, ist beeindruckend.“ Sie sagte: „Und ich möchte Muslimin werden.“ Und Subhanallah, sie ist Muslimin geworden. Alhamdulillah. Ich konnte ihr das Glaubensbekenntnis nicht abnehmen, weil es für mich zu emotional war.
Denn ich hatte so viele Jahre eine schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Und dann schenkte Allah mir diese Gelegenheit, dass meine Mutter jetzt Muslimin wird. Es könnte das größte Geschenk sein, das Allah mir je gemacht hat. Kann man von einem Menschen erwarten, dass er sich komplett ändert, sobald er Muslim wird? Die Wahrheit ist: Nein, man kann nicht erwarten, dass sich jemand gleich ändert, sobald er das Glaubensbekenntnis abgelegt hat. Viel zu oft ist das eines der größten Probleme, vor allem bei gebürtigen Muslimen: Sie erwarten, dass sich das Leben der Person sofort komplett ändert.
Ich gebe Ihnen ein konkretes Beispiel: Erst vor kurzem hat eine spanische Frau, die kein Englisch spricht, das Glaubensbekenntnis bei einem guten Freund von mir abgelegt. Sie ging in die Masjid, und man fragte sie dort, ob sie verheiratet sei. Sie sagte: „Ja, seit 36 Jahren verheiratet, habe meine Kinder großgezogen.“ Mashallah. Die Masjid sagte ihr: Du musst dich von deinem Mann scheiden lassen. Und wenn du dich nicht scheiden lässt, musst du den Islam verlassen. Also rief sie mich an... Oder nein, er rief mich an, ganz besorgt: „Ich glaube, sie will keine Muslimin mehr werden.“ Ich rief sie an und sagte: „Hör zu, ich erwarte nicht, dass du dich von deinem Mann trennst.
Inshallah, ich wünsche mir nur, dass du dich auf dich konzentrierst. Bau eine Beziehung zum Koran auf. Lern zu beten. Lern, wie man Wudu macht, konzentrier dich auf dein Gebet, und darauf, Allah (swt) kennenzulernen, und sei ein gutes Vorbild für deinen Mann.“ Ich habe so viele Freunde, die den Islam so angenommen haben, Frauen in unseren Gruppen, deren Männer heute meine Freunde sind. Und ihre Männer nahmen ein Jahr später den Islam an oder fünf oder zehn Jahre später. Wir dürfen keinen sofortigen Wandel erwarten. Allah (swt) offenbarte den Koran über einen Zeitraum von 23 Jahren, denn Er wusste, dass die Herzen Zeit zum Wandel brauchen.
Die berühmte Aussage von Aisha (ra): Wenn die Regeln zuerst gekommen wären… Dann hätten wir weiter getrunken. Niemand hätte sich verändert, oder? Sondern Alkohol wurde in drei Stufen verboten, und als er schließlich ganz verboten wurde, war der Glaube schon in den Herzen. Man sagte, die Straßen von Medina liefen über mit Alkohol. Die Menschen spuckten ihn aus. Also natürlich können wir nicht erwarten, dass sich Menschen über Nacht ändern. Bei mir dauerte es Monate, bis ich damit begann. Alhamdulillah. Bei anderen Dingen Jahre, Inshallah. Können Sie uns einen Moment nennen, in dem Sie sich Allah besonders nah gefühlt haben?
In dem Sie gespürt haben, dass Sie eine besondere Verbindung zu Ihm hatten? Der Moment, in dem ich mich wahrscheinlich Allah (swt) am nächsten gefühlt habe, war das erste Mal, als ich ins Ausland reisen konnte. Als ich an der Universität von Medina angenommen wurde. Und ich betrat die Masjid des Propheten (FSMI). Und man hört dort zum ersten Mal den Adhan, den man sonst nur immer von Kassetten oder im Internet gehört hat. Und Subhanallah, man schaut sich um und sieht einfach nur die Schönheit der Masjid und man beginnt zu denken: Subhanallah, hier wurde die Offenbarung an unseren geliebten Propheten (FSMI) gesandt. Und dann zum ersten Mal die Kaaba sehen zu dürfen…
Ich schwöre, als ich sie das erste Mal sah, Subhanallah, wirkte sie auf mich wie eine Fata Morgana. Wird sie verschwinden? Wird sie weg sein? Bin ich wirklich hier? Subhanallah. Und dann kann man gar nichts gegen die Tränen machen, die laufen einfach. Man beginnt zu weinen, wird so emotional. Und das passiert jedes Mal, wenn ich dorthin gehe. Und ich glaube, das ist der besondere Moment mit Allah (swt), wenn ich dort bin, in diesem Augenblick, zu dieser Zeit, und weiß: Das ist der Sinn meines Lebens. Zum Schluss: Wenn Sie zu allen Nicht-Muslimen auf der Welt sprechen könnten, vor allem zu Latinos, was würden Sie ihnen sagen, wenn Sie ein paar Momente dafür hätten?
Das eine, was ich ihnen gerne sagen würde, und der beste Ratschlag, den ich geben kann, ist: Lest den Koran in einer Sprache, die ihr versteht. Und lest ihn mit offenem Herzen, mit einem offenen Geist, mit eurer Seele, bereit, das aufzunehmen, was ihr lest. Und wenn ihr das tut, kann ich euch fast garantieren: Erstens: Ihr werdet das Buch nicht mehr zuklappen wollen. Zweitens: Wenn ihr es zuklappt, werdet ihr euch danach sehnen, es wieder aufzuschlagen und nochmals zu lesen, was ihr bereits gelesen habt. Und drittens: Es wird euch auf eine Weise verändern, die ihr nie für möglich gehalten hättet. Und vielleicht sehen wir euch eines Tages neben uns beten. - Inshallah.
Imam Wesley LeBron, vielen herzlichen Dank für Ihre schönen und ehrlichen Antworten. Möge Allah Sie belohnen, möge Allah Sie bewahren und möge Allah uns im Paradies zusammenführen, Inshallah. Ameen, ya Rabb al Alameen. Jazakallah khair.