Towards Eternity
Zurück zum Blog

Missionarin ging nach Saudi-Arabien, um Christentum zu predigen – und wurde Muslimin

Veröffentlicht am

Auf YouTube ansehen

Unser ganzes Leben drehte sich um die Kirche. Ich würde sagen, Jesus war mein bester Freund. Ich ging zum Arbeiten nach Saudi-Arabien, mit dem Ziel, ihnen das Christentum näherzubringen. Dann hörte ich diese Gebetsrufe von überall wow, das ist stark! Es traf mich. Es traf mich auf dem Berggipfel ich konnte es nicht erklären. Ich rannte sogar zum nächsten Hotel, um meine Familie anzurufen und es ihnen zu sagen. „In diesem Land ist etwas Besonderes.

In diesem Boden gibt es etwas, aus dem Propheten hervorgehen etwas, das wir in Amerika nicht sehen.“ Als ich die Sure Maryam im Koran las, dachte ich: „Wow, davon steht nichts in der Bibel.“ Ich ging abends schlafen und wachte auf mit dem Gedanken: „Das ist die Wahrheit.“ Gott offenbart dir etwas anderes und dem musst du folgen. Ich kehrte als Christin zurück, doch nichts war mehr wie zuvor. Assalamu alaikum, Schwester Daisy. Vielen Dank, dass Sie unsere Einladung angenommen haben! Wir von „Towards Eternity“ freuen uns sehr, Sie hier zu haben. Meine erste Frage: Wer ist Schwester Daisy? Erzählen Sie uns kurz etwas über Ihr Leben? Wa alaikum assalam, Bruder. Danke für die Einladung!

Mein Name ist Daisy, und ich bin zum Islam konvertiert. Ich bin in Südkalifornien aufgewachsen und verbrachte viel Zeit am Meer beim Surfen und Reiten. Meine Familie war katholisch, eine fromme irisch-katholische Familie. Meine Schwester war Karmeliter-Nonne dritten Ordens, einige meiner Onkel sind Priester. Vor gut 20 Jahren konvertierte ich zum Islam, Alhamdulillah, und wachse seither im Glauben, Inshallah. Wie sah Ihr Leben in Bezug auf den Glauben aus? Woran glaubten Sie? Wie war Ihr Umfeld zu dieser Zeit? Zuvor betete ich immer zu Jesus oder Maria, betete den Rosenkranz – ähnlich dem Tasbih. Doch man betete zu Maria, was ganz anders war. Ich hatte eine Beziehung zu Jesus.

Meine Familie baute sogar Kirchen. Unser Leben war auf die Kirche ausgerichtet: Katechese und Firmunterricht besuchen, Jugendgruppen leiten – all diese Dinge. Meine engsten Freundinnen waren damals Nonnen. Mir wurde gelehrt, Jesus sei Gott, und Gott sei Jesus – drei in einem, der Heilige Geist, die Dreifaltigkeit – typisch katholisch. Ich würde sagen, man brachte uns bei, Jesus als besten Freund zu haben. In allem verließen wir uns auf ihn und sprachen ständig mit ihm. Was ließ Sie dann an Ihrem Glauben zweifeln? Ich verstand nicht: Wenn er Gott ist, warum starb er? Gott stirbt nicht. Das war immer schwer zu begreifen. Warum sollte Gott seinem Kind das antun?

Wenn das sein Kind ist, warum ließ er es foltern? Warum rettete er es nicht einfach? Das dachte ich schon als Kind. Was für ein Gott tut so etwas oder lässt so etwas geschehen? Es gab also viele Dinge, die keinen Sinn ergaben – die Kreuzigung, die Dreifaltigkeit. Wie begann Ihre Hinwendung zum Islam? Ich denke, als ich nach Arabien ging. Ich arbeitete an der amerikanischen Botschaft, um eine Vorschule für Kinder von Botschaftsangehörigen einzurichten. Doch ich arbeitete auch mit meinem Priester zusammen.

Als ich ihnen sagte, dass ich dorthin gehe, meinten sie: „Eine große Chance, das Christentum zu verbreiten – dort kommen wir sonst nicht hin.“ Zu dieser Zeit war es für Christen sehr schwierig, dort hineinzukommen. Sie sagten: „Du könntest diejenige sein... Wir lassen Bibeln ins Arabische übersetzen und geben dir Rosenkränze mit.“ Du kannst diejenige sein, die ihnen von Jesus erzählt, von der Liebe Jesu, denn die haben sie nicht. Das ist eine barbarische Gesellschaft, völlig ahnungslos. Sie müssen von der Liebe Jesu und von Maria erfahren.“ Und so fing es an. Ich ging also und begann meine Aufgabe.

Und als ich mit Menschen in Saudi-Arabien ins Gespräch kam, erkannte ich, dass ich über den Koran eigentlich nichts wusste, aber sie kannten die Bibel. Viele dort kannten die Bibel. Viele wussten, was gelehrt wurde. Sie wussten mehr über Jesus als ich. Wenn ich ihnen von den Wundern Jesu erzählte, sprach ich von anderen Wundern. Sie erwähnten das Wunder des sprechenden Säuglings und dann brachten sie andere Wunder zur Sprache. Dann ging es um Maria: Sie erzählten mir die schönsten Dinge über die Sure Maryam und die Palmen, wie sie Datteln bekam, während sie in den Wehen war.

Und ich dachte: „Wow, nichts davon steht in der Bibel.“ Und diesen halten wir für Gott, an diesen glauben wir, und das ist unser Messias, das ist Jesus Christus. Das hat mich damals getroffen und wachgerüttelt. Es war schwer, weiterzumachen, denn sie waren viel überzeugender als ich es war, und manchmal war ich einfach sprachlos. Ich sagte dann: „Ich muss warten und meine Kirche anrufen.“ Dann rief ich zu Hause an und fragte: „Was ist das? Ist das ein Wunder?“ Sie sagten: „Es gibt kein Wunder. Jesus hat nicht als Baby gesprochen.“ Ich sagte: „Doch, sie behaupten das. Es steht in ihrem Buch.“ Und sie: „Was?!“ Sie wussten es also auch nicht. Es war alles...

Das war bevor die Leute mich kannten. Bevor es das Internet gab. Das war in den 80ern, wir hatten keine Handys oder so etwas. Es gab nicht viele Möglichkeiten, sich zu informieren Haben Sie beim ersten Besuch in Saudi-Arabien die Kaaba gesehen? Ich rief wieder an, Familie, Kirche, Priester, und sagte: „Da ist so ein Kasten mitten auf einem Platz, um den gehen sie herum, und sie wollen, dass ich mitgehe.“ Das habe ich gesagt, tut mir leid. Ich wusste es nicht besser. „Sie laufen im Kreis herum und wollen, dass ich es mir ansehe.“ Und er sagte: „Nein, nein, nein, nein, das sind die falschen Leute. Das ist nicht Abrahams Haus. Nein, die liegen total falsch! Geh nicht hin.

Das ist lächerlich.“ Also sagte ich: „Nein, danke.“ Und dann wurde ich öfters zum Essen eingeladen, mehrere Male und an verschiedenen Orten. Es war meistens zur Gebetszeit. Beim Gebetsruf holte ich meinen Rosenkranz heraus, und sie holten ihre Tasbihkette heraus, und dann haben wir... Ungefähr so begann es. Ich fragte: „Habt ihr schon mal von einem Rosenkranz gehört?" Und sie sagten: „Gleich, gleich." Denn unser Englisch und Arabisch war nicht so gut. Aber sie sagten einfach: „Gleich, gleich." Und ich dachte: „Okay, wir haben das Gleiche." Dann begann ich, mit ihnen über Jesus zu sprechen und wie er ist. Und sie sagten: „Wir kennen Jesus.

Isa, Isa ibn Maryam." Da dachte ich: „Moment, was?" Ihr habt einen anderen Namen für ihn, aber es ist wohl derselbe. Und dann merkte ich, dass das wohl sogar der richtige Name ist. Ich war überrascht, denn mir war gesagt worden, sie kennen Jesus nicht. Aber im Westen wird uns ja nur so etwas erzählt wie „Die Frauen werden misshandelt, unterdrückt, sie wollen raus, sie haben keine Wahl, und so weiter." Ich stellte fest, dass es mit der Maryam-Sache ganz anders war. Die Frauen wurden nicht unterdrückt. Sie wurden nicht misshandelt. Sie lebten gern dort. Sie liebten ihr Leben. Sie liebten ihr Leben und jeden Aspekt davon.

Das überraschte mich, denn ich dachte: „Diese armen Frauen müssen Maria kennenlernen, um dieser Unterdrückung zu entgehen." Sie waren nicht unterdrückt. Sie waren glücklich. Glücklicher als wir, würde ich sagen. So habe ich es amerikanischen Frauen beschrieben. Sie waren freier. Sie führten ein wirklich schönes Leben. Alles, was ich hier gelernt hatte, war komplett anders als die Realität dort. Das genaue Gegenteil. Die Menschen waren so freundlich, nett, liebevoll, gastfreundlich, großzügig, und sie hatten mehr Wissen als ich. Sie waren inniger im Gebet. Beteten fünfmal am Tag, egal was passiert. Ich kehrte noch als Christin zurück, aber nichts war wie vorher.

Ich war unruhig, als hätte man dort einen Samen in mir gepflanzt. Und der verschwand nie, so sehr ich es auch versuchte. Ein langer Prozess. Als Towards Eternity brauchen wir eure Unterstützung. Wir sind eine Wohltätigkeitsorganisation, die die Botschaft des Islam in zehn Sprachen verbreiten möchte. Eure Spende unterstützt Menschen, zum Islam zu konvertieren, Haram aufzugeben, zu beten, Hijab zu tragen, den Koran zu lesen und so weiter. Und euren Anteil an all diesen guten Taten erhalten, Inshallah. Spendet für Towards Eternity und verpasst nicht diese goldene Chance. Ich habe einen Film gesehen...

Ein Freund hatte diesen Film namens „Muhammad – Der Gesandte Gottes", und ich sah mir die erste Hälfte an. Und ich dachte: „Muhammad? Noch nie gehört." Das ist sehr lange her. Ich dachte: „Wer ist dieser Muhammad?" Und ich sah mir diesen Film an und verliebte mich in ihn. Ich war völlig begeistert und rannte nach Hause. Ich sagte: „Stoppt den Film, ich muss meine Familie holen!" Ich rannte nach Hause, um es meiner Familie zu erzählen, doch man verbot mir zurückzugehen. Die zweite Hälfte des Films sah ich nicht. Ich kehrte zurück, hörte auf meine Eltern und ging zurück in die Kirche. Aber da war etwas in mir geblieben... Wer ist dieser Mensch namens Muhammad?

Als ich zurückkam, brachte mich meine Familie zu den Mönchen. Sie hatten Angst, weil ich immer wieder von diesem Muhammad sprach. „Da ist dieser Mann, von dem ich euch erzählt habe, als ich den Film sah – das ist echt! Ich habe es gesehen, das ist etwas Bedeutendes. Etwas Großes dort drüben. Etwas Großes namens Islam." Da bekamen sie Angst. Und sie wurden wütend. Meine Schwester, eine Nonne, brachte mich zu Priestern. Sie ging höher, zum Bischof, zum Kardinal. Sie fand einen Mönch aus Indien, der mit Muslimen zur Schule gegangen war, mit ihnen studiert hatte.

Sie sagte: „Er wird dir helfen zu verstehen, dass das nicht gut ist." Und ich ging sieben Jahre lang jede Woche hin, diskutierte mit ihnen. Ich erzählte ihnen von Muhammad (FSMI) und sie sagten: „Warum willst du einem Verrückten folgen?" Ich ging abends schlafen und wachte mit dem Gefühl auf: „Das ist die Wahrheit. Du liegst richtig. Mach weiter, gib nicht auf.“ Also ging ich jede Woche wieder zu den Mönchen und erzählte ihnen jedesmal etwas Neues, das ich dort gelernt hatte. Ich besorgte einen Koran auf Englisch. In ihrer riesigen Bibliothek gab es keinen Koran. Ich dachte, vielleicht möchten sie einen für ihre Bibliothek.

Und ich brachte ihm einen Koran, doch er wurde richtig wütend, schleuderte mir den Koran entgegen und sagte: „Hörst du denn nie damit auf? Was ist nur los mit dir? Du musst dir das aus dem Kopf schlagen.“ Es war hart. Später jedoch wurde dieser Mönch krank, bekam einen schlimmen Krebs. Es war sehr traurig. Er sagte mir, es tue ihm so leid. Auf seinem Sterbebett sagte er: „Es tut mir so leid, was ich dir angetan habe.“ Und er sagte: „Die Menschen sind gut, ob sie Christen, Juden oder Muslime sind. Es gibt Gute und Schlechte, und mein Verhalten tut mir so leid.“ Das war das Letzte, was ich von ihm hörte.

Meine Eltern waren verstorben, und in diesen 7 Jahren mit den Mönchen starben meine Eltern, der Mönch starb, mein Priester starb, der Diakon starb. Ich verlor viele Menschen in dieser Zeit, in der es hin- und herging. Ein Todesfall nach dem anderen. Dann passierte noch eine letzte Sache. Meine Schwester, die Nonne, brachte mich zu einem weiteren Priester. Sie war entschlossen. Sie ist sehr streng. Also ging ich zu Pater Tom. Sie warteten draußen, und er schloss die Tür und sagte: „Weißt du, was hier los ist? Warum hat deine Familie dich gebracht?“ Und ich sagte: „Weil ich in Arabien gelebt habe, ich war dort.“ Ich erzählte ihm, was ich Ihnen erzählt habe.

Und er lehnte sich zurück und sagte: „Okay, ich könnte meinen Posten in der Kirche verlieren, aber ich muss das tun. Ich könnte wirklich Ärger dafür bekommen, aber du musst deinem Herzen folgen. Du musst dem folgen, was Gott dir sagt. Nicht mir, deiner Schwester oder den Mönchen.“ Dann führte er weiter aus... „Nicht dem Kardinal oder dem Diakon, nicht einmal dem Papst, wenn er es dir sagt. Wenn Gott dir etwas anderes sagt, musst du dem folgen.“ Und ich sagte: „Oh mein Gott, danke! Sagen Sie mir das im Ernst?“ Er sagte: „Ich muss es dir jetzt sagen, denn ich muss mich vor Gott verantworten." Und das war das Beste überhaupt. Was für ein toller Mann, dass er das sagte und dazu stand.

Da wusste ich, dass ich es tun musste. Dann begann ich langsam meinen Weg zum Islam. Meine ersten beiden Kinder – ich habe vier – erzog ich katholisch. Sie wurden also katholisch erzogen, und die letzten beiden muslimisch. Sie taten es mit mir zusammen. Die letzten beiden taten es mit mir. Wir gingen in eine palästinensische Moschee. Ich sagte ihnen: „Ich weiß nicht – wir wissen nicht, wie das geht.“ Ich hatte meine beiden kleinen Söhne dabei. „Wir wollen Muslime werden. Wir haben keine Ahnung, wie man im Islam betet, wie man anfängt. Wir haben ein bisschen Angst.“ Und da sagte der Imam: „Ich habe die perfekte Frau für euch.“ Und er holte diese etwas resolute Frau.

Und ich dachte: „Oh nein“, als ich sie sah. Und sie sagte: „Oh nein“, als sie mich sah. Und er sagte: „Nein, ihr zwei tut euch jetzt zusammen.“ Und sie nahm uns buchstäblich mit auf den Gebetsteppich, und sie nahm praktisch unsere Köpfe und drückte sie runter auf den Boden und sagte: „So betet man.“ Das war das erste Mal, dass mein Kopf im Sujud den Boden berührte. Und das war überwältigend. Ich fing an zu weinen. Ich konnte nicht mehr aufstehen. Und wenn diese starke Palästinenserin nicht meinen Kopf auf den Boden gedrückt hätte, wäre ich heute wohl nicht da, wo ich bin. Wie haben Sie sich im Sujud gefühlt? Was ging Ihnen durch den Kopf, durch das Herz, in diesem Moment? Demut, Demut.

Es macht einen so demütig. Und ich weiß noch, dass ich dachte: „Das gab es in der Kirche nicht.“ Man legt nie seinen Kopf auf den Boden. Zwar werfen sich die Mönche nieder und liegen auf dem Boden, aber nicht das Volk. Man hat Kniebänke, man hat Stühle. Alles ist angenehm. Aber so den Kopf auf den Boden zu legen, das ist so demütig vor dem Herrn, oder? Wie haben Sie den Glauben an den Propheten Muhammad (FSMI) und an den Koran und den Islam in 7 Jahren gegen alle Propaganda nicht verloren? Ich denke, wenn man so berührt wird, wenn man gerufen wird... Wenn Allah einen trifft, hat man gar keine andere Wahl mehr.

Dann kann man gegen die ganze Welt angehen, aber man wird das sein, was man sein soll. Die Familie war schwierig, aber die Kirche noch mehr. Es ist die Wahrheit. Gegen die kann man nicht angehen. Wurde in Ihrer Familie oder in Ihrem Umfeld jemand nach Ihnen Muslim? Ja, es gab jemanden in meiner Familie. Meine Tochter, die ich katholisch erzogen hatte. Ich dachte, sie würde nie konvertieren. Es war wirklich schwer. Denn ich dachte, ich hätte sie sehr gut im Katholizismus erzogen, und dass ihr ganzes Leben darin verwurzelt sei. Meine Tochter kam zum College-Abschluss meines Sohnes. Wir machten uns für die Abschlussfeier fertig.

Da sagte sie: „Ich möchte meine Shahada ablegen.“ Sie sagte, sie habe gesehen, wie ihre kleinen Brüder als Muslime aufwuchsen, und wollte nun ebenfalls Muslima werden. Allein das Beispiel des Lebens, das sie hatten, verglichen mit dem Leben der beiden katholisch Erzogenen. Sie sah einen großen Unterschied in der Art des Aufwachsens. Ganz anders. Wie denken Sie, sollte ein Konvertit seiner Familie den Islam erklären? Es scheint sehr schwierig. Ich glaube, sie haben Angst. Die meisten, denen ich begegnet bin, haben große Angst, es ihrer Familie überhaupt zu sagen. Und anstatt die Familie zu fürchten, sollte man in allererster Linie Allah fürchten. Einfach, oder?

Zu viel Predigen ist wohl keine gute Idee. Ich denke, das Vorbild, wie man selbst sein Leben führt, wie man sich verhält, wie man mit der eigenen Familie umgeht... Man sollte sie als Muslim sogar besser behandeln, nicht? Man behandelt sie sogar besser als davor. Und das zu sehen, wie bei meiner Tochter, zu sehen, wie unser Leben als Muslime ist, zu sehen, wie die Brüder im Islam aufwachsen, genau das hat eine bessere Wirkung als Predigen. Denn ich denke, Worte sind manchmal einfach nur Worte. Gerade bei Andersdenkenden. Sie müssen es sehen, um es zu glauben. Haben Sie jemals etwas Außergewöhnliches erlebt, bei dem Sie sich Allah besonders verbunden gefühlt haben?

Ja, mir fällt direkt etwas ein. Als ich in Taif in Saudi-Arabien war, in einer bergigen Gegend dort. Ich war allein mit einem Hirten, stieg auf einen Berg hinauf, lief dort herum. Da überkam mich eine Ehrfurcht, die mich dort oben auf dem Gipfel traf. Ich konnte es nicht erklären. Ich rannte zum nächsten Hotel, um meine Familie anzurufen, ihnen zu sagen, dass hier in diesem Land etwas ist. Es ist etwas Besonderes in der Erde hier, aus der Propheten hervorgehen, etwas, das wir in Amerika nicht sehen. Und ich sagte das zu meinem Vater: „Nein, Dad, hier ist etwas. Ich kann es nicht in Worte fassen, aber wir haben das nicht in Amerika.

Es ist hier." Mein Vater sagte: „Es ist Gott." Und ich dachte: „Oh?" Ich hörte den Gebetsruf. Damals wusste ich nicht genau, was es war. Und er kam von überall her, man hört verschiedene Adhane gleichzeitig. Ich war auf dem Gipfel des Berges, und es war so eine wunderschöne Erfahrung. Nur diese Adhane von überall zu hören. Und den Hirten mit seinen Schafen zu sehen, auf dem Gipfel zu stehen und zu denken: „Wow, das ist kraftvoll. Irgendetwas ist hier, das jeder haben sollte. Jeder sollte das haben." Und ich dachte immer wieder: Amerika muss das erfahren. Sie kennen das nicht. Wer sind Maria und Jesus für Sie nach dem Konvertieren? Nach dem Konvertieren war Jesus für mich nicht mehr Gott.

Gott ist Gott. Denn ich sah das nicht mehr als Möglichkeit. Es ergibt für mich keinen Sinn, dass Gott Jesus sein soll und Jesus Gott. Und dann gibt es zwei Mächtige, aber einer muss die Kontrolle haben, oder? Also muss es Gott sein. Es ist einfach logisch. Der Islam war für mich sehr logisch. Und ich fühlte auch, dass ich Jesus als Propheten sehen musste. Einen hochverehrten Propheten, Friede sei mit ihm. Und ich habe immer noch dieselbe große Liebe für Jesus. Aber ich bete nicht zu ihm. Ich wende mich an den, den er anbetete. Und Maria, vor ihr habe ich höchste Achtung. Und als ich die Sure Maryam im Koran las und hörte – man weint einfach, wissen Sie? Man weint einfach.

Es ist die schönste Sure im ganzen Koran. Das ist unübertroffen, selbst im Christentum, bis man es kennt und studiert. Man muss mit den Menschen sprechen, die sich auskennen, den Muslimen. Dann wird man merken, dass man nichts verliert. Man gewinnt nur dazu. Man erfährt sogar noch schönere Wunder. Und dann hieß es oft: Alle dürfen ruhig sündigen, Jesus hat ja für uns gelitten. Also war das irgendwie in Ordnung. „Es ist okay, Jesus ist für dich gestorben." Das war auch verwirrend. Diese Verwirrung blieb irgendwie immer da. Aber sie sagten nur immer: „Hab einfach Glauben." Haben Sie Ihre Priester dazu befragt? Oh ja. Und sie... Ich war sehr schüchtern, also fragte ich nicht viel.

Aber wenn ich es dann doch tat, sprach ich mit ihnen über manche Dinge, die ich nicht verstand. Und sie sagten: „Hab einfach blinden Glauben." Sie nannten es das Unsichtbare, das Unbekannte. Du musst einfach glauben. Frag nicht. Also versuchte ich, das zu tun. Und wenn man... das ist auch etwas, wenn man Fragen stellt, sagen sie: „Hab einfach blinden Glauben. Dir fehlt es an Glauben." Während der Islam das Gegenteil ist: Fragen werden ermutigt. Also das Thema Jesus und diese Verwirrung um die Dreifaltigkeit... Das sagte man mir also wie gesagt.

Wenn ein Christ Sie fragt: „Warum hast du das Team von Jesus und Maria verlassen und bist Muslima geworden?" Dann sage ich ihnen: Ich habe sie nicht verlassen. Ich habe sie als Muslima besser kennengelernt und liebe sie mehr als Muslima. Ich ging damals zum Arbeiten nach Saudi-Arabien. Ich dachte, ich würde ihnen etwas über das Christentum beibringen. Dazu kam es aber gar nicht. Sie lehrten mich mehr über mein Christentum, über meinen Retter Jesus Christus, als ich wusste. Und das hat mich wirklich umgehauen. Denn ich dachte, das sind enorme Wunder, die ihr mir erzählt.

Zuhause sagte man: „Das steht nicht da, wir wissen nicht, wovon du sprichst." Und dann dachte ich: Wie können die Christen, die glauben, dass dies Gott und Christus ist, wie können sie nicht an dieses Wunder im Koran glauben? Was würden Sie zu Ihrem 18-jährigen Ich sagen? Oh. Islam, Islam, Islam. Fang jung an. Fang an, sobald du es weißt. Warte nicht. Warte nicht. Ja. Warte keine Minute damit. Für alle, die gerade zuschauen und sich dem Islam nahe fühlen, aber die Angst vor der Reaktion ihrer Verwandten, ihrer Familie haben: Was möchten Sie diesen Menschen sagen? Glaubt nicht alles, was die Medien erzählen! Recherchiert selbst, schaut direkt bei der Quelle nach. Fragt die Muslime selbst.

Habt keine Angst. Es gibt keinen Grund zur Angst. Selbst wenn ihr das Glaubensbekenntnis sprecht und Fehler macht. Oder wie ich, ich ging in die Kirche. Es ist okay, es ist okay. Es gibt beim Glaubensbekenntnis nichts zu befürchten. Es wird euch nur Segen über Segen bringen. Und wir sind alle für euch da. Wir sind alle eine Gemeinschaft. Alle eure Familie. Ihr denkt vielleicht, ihr verliert eure Familie, aber ihr werdet eine viel bessere Familie gewinnen. Ihr werdet eine Familie von Muslimen gewinnen, die sogar eure von Gott gegebene Familie übertreffen wird. Angenommen, Sie haben es ins Paradies geschafft Inshallah.

Neben Allah und dem Gesandten, Prophet Muhammad (FSMI), mit wem würden Sie gerne sprechen? Jesus. Was würden Sie ihm gerne sagen? Das ist auch eine schwierige Frage. „Es tut mir leid, dass dein Volk dich nicht verstanden hat!" Und dass seine Botschaft richtig war, aber die Menschen sie falsch aufgefasst haben. Und es tut mir einfach so leid für ihn. Weil ich das Gefühl habe, dass alle Menschen... Jesus hat uns nie gesagt, wir sollen ihn anbeten. Ich weiß nicht, ich wäre einfach so glücklich, dass er Muslim ist und dass er bei Muhammad (FSMI) ist. Und dass alles klargestellt ist. Denn bei den Christen habe ich das Gefühl, dass es nicht geklärt ist. Und im Islam ist es mit Jesus geklärt.

Er hat eine Botschaft überbracht, aber sie wurde mit der Zeit so verdreht und verwässert. Das muss wirklich schwer gewesen sein. Schwester Daisy, vielen Dank für Ihre aufrichtigen Antworten. Es war sehr schön, Sie hier bei Towards Eternity zu haben. Möge Allah Sie für alle Ihre Bemühungen um den Deen belohnen! Danke, dass ich hier sein durfte! Mögen Sie dafür gesegnet werden und für alle Ihre Bestrebungen! Was Sie hier tun, ist etwas Wunderschönes!