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Angehender Priester konvertiert zum Islam! – "Ich forderte den Koran heraus!“

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Ich hatte eine sehr traumatische Kindheit. Um sich an meiner Mutter zu rächen, missbrauchte mich meine Stiefmutter. Körperlich, seelisch – sie hat mich einfach gequält. Ich musste ein Telefonat führen. Also gingen wir zu einer Telefonzelle in einer sehr kleinen Stadt mitten im Nirgendwo. Dort war ein junger Mann, der telefonierte. Und ich bat ihn aufzulegen, so in der Art: „Hey, ich muss telefonieren.“ Und er sagte: „Nein.“ Und er sagte etwas zu mir, das mich gereizt hat. Also habe ich ihn verprügelt – und das ziemlich brutal. Dafür wurde ich verhaftet. Und ich wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Während ich auf meinen Prozess wartete, habe ich den Islam angenommen.

Ich verbrachte diese drei Jahre und neun Monate damit, den Islam zu studieren. Jeden Tag, den ganzen Tag – das war alles, was ich tat. Ich wurde auch der allererste weiße Imam im Strafvollzug von South Carolina, aber das hätte mich fast das Leben gekostet. Ich war in der Gemeinschaft sehr engagiert, aber es gab eine bestimmte Person. Er kam direkt hinter mir her und stach mit einer Klinge auf mich ein. Sie durchbohrte meine Rippen und verfehlte mein Herz um etwa drei Millimeter. Nur eine Frage: Sie sagten, Sie hätten demjenigen vergeben, der auf Sie eingestochen hat. Haben Sie auch Ihrer Stiefmutter vergeben? Ja, aber … Assalamu alaikum, Bruder Yusha Evans.

Vielen Dank, dass Sie unsere Einladung angenommen haben. Wir fühlen uns sehr geehrt, Sie bei uns zu haben. Ich beginne mit der Frage: Wer ist Yusha Evans? Erzählen Sie uns kurz etwas über Ihr Leben? Wer ist Yusha Evans? Diese Frage habe ich mir selbst oft gestellt. Ich bin in Greenville, South Carolina geboren und dort aufgewachsen. Geboren und aufgewachsen als Christ, aufgewachsen in der Kirche. Ich hatte vor, Jugendpastor zu werden, christlicher Prediger, Sie wissen schon, und begann, nach anderen Religionen zu suchen. Ich konnte nichts finden und landete auf der Straße. Straßenleben, verstehen Sie? Ich nahm den Islam an, als ich 18 Jahre alt war.

Und seitdem war es immer mein Ziel, so vielen Menschen wie möglich zu helfen, die Religion des Islam zu verstehen. Ich habe während der Pandemie eine Video-Gaming-Liga gegründet. Die Muslim Gamers League. Weil ich mit meinen Kindern Videospiele spiele, und ich spiele, seit ich selbst ein Kind bin. Ich baue gern Rennwagen, Muscle Cars. Also versuche ich, als Yusha Evans vielseitig zu sein, und dabei nicht zu vergessen, dass ich ein Mensch bin, so wie wir alle. Wie war Ihr Leben in Bezug auf den Glauben? Woran haben Sie geglaubt? Vor dem Islam wurde ich als methodistischer Christ erzogen. Das ist eine sehr formelle Ausprägung des Christentums.

Also nicht so, wie man es sich vielleicht vorstellt. Nicht so, dass in der Kirche alle herumspringen und schreien und rufen. Es war sehr formell – fast wie eine katholische Messe. Und das war es auch, was mich letztlich dazu brachte, Teil der christlichen Mission zu werden. Aber mit 16 Jahren wurde ich eher pfingstlerisch. Als ich aufwuchs, glaubte ich an das, was man mir beigebracht hatte, nämlich an die Dreifaltigkeit. Ich glaubte, dass die Bibel das irrtumslose Wort Gottes sei, also das Wort Gottes ohne Fehler. So, wie Muslime über den Koran glauben. Das war der Kern meines Glaubens in meiner Kindheit.

Aber genau das hat mich auch vom Christentum entfernt, als ich begann, die Bibel zu studieren und feststellte: Das ist nicht das, was die Bibel lehrt. Die Bibel lehrt keine Dreifaltigkeit. Jesus lehrte keine Dreifaltigkeit. Und die Bibel ist kein irrtumsfreies Buch. Sie ist ein Buch voller Fehler. In der Zeit zwischen dem Verlassen des Christentums und der Annahme des Islam hatte ich die Religion irgendwie aufgegeben. Ich glaubte, dass Gott existiert, aber ich wurde Agnostiker. Ich wurde ein agnostischer Deist. Ich hatte nie bezweifelt, dass Gott existiert, denn ich betrachte meine Umgebung. Mein Großvater sagte mir immer: „Kein Gemälde ohne Maler“, richtig?

Also existiert diese Schöpfung nicht ohne einen Grund für ihre Existenz. Ich habe also immer an Gott geglaubt, aber ich war der Meinung, dass Gott die Welt erschaffen und dann sich selbst überlassen hat. Er hat die Dinge erschaffen, aber keinen Einfluss mehr genommen. Er hat sie einfach laufen lassen. Einfach losgeschickt und abgewartet, was passiert. Und ich war auch ein wenig verbittert gegenüber Gott, ein wenig wütend auf Ihn. Denn ich suche nach Dir, aber Du willst nicht gefunden werden. Und dann rutschte ich ins Straßenleben ab, hörte Rapmusik. Ich tauchte damals voll in Hip-Hop-Musik ein. Ich rutschte in den Rap-Lifestyle ab, in die Hip-Hop-Kultur. Und ich bekam Ärger in der Schule.

In dieser Zeit wurde ich tatsächlich verhaftet. Was führte zu Ihrer Verhaftung? Dummheit – um es ganz direkt zu sagen. Aber eigentlich war die Ursache der Verhaftung meine Wut. Ich war ein sehr wütender junger Mann, was aus dem Missbrauch in meiner Kindheit resultierte. Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich sehr klein war. Meine Mutter verließ mich, als ich drei Monate alt war, und verschwand für die nächsten sechs Jahre aus meinem Leben. Ich sah sie erst wieder, als ich sechs Jahre alt war. Also zog mich mein Vater groß und dann heiratete er wieder. Und meine Stiefmutter war eine erklärte Feindin meiner Mutter seit der Schulzeit. Meine Stiefmutter war gehörlos, und meine Mutter...

Sie gingen alle auf dieselbe Schule. Meine Mutter hatte sich früher über meine Stiefmutter lustig gemacht, weil sie taub war. Um sich also an meiner Mutter zu rächen, missbrauchte mich meine Stiefmutter. Körperlich, seelisch – sie hat mich einfach gequält. Mein einzig wahres Gefühl war Wut. Ich empfand wirklich keine anderen Emotionen außer Wut. Also war ich sehr wütend. Und ich hatte damals einen schwarzen Gürtel. Also ja, ich war ein Schwarzgurt. Meinen ersten schwarzen Gürtel im Kampfsport hatte ich bereits. Eines Nachts waren wir in einer kleinen Stadt in South Carolina namens Pickens, und ich war betrunken.

Also gingen wir zu einer Telefonzelle in dieser sehr kleinen Stadt mitten im Nirgendwo. Und dort war ein junger Mann, der gerade telefonierte. Und ich bat ihn aufzulegen, in der Art: „Hey, ich muss jetzt telefonieren. Du kannst später jeden zurückrufen, den du willst. Ich muss jetzt das Telefon benutzen.“ Und er sagte „Nein.“ Er sagte etwas zu mir, das mich reizte, mich wütend machte. Also habe ich ihn verprügelt – und das ziemlich brutal. Wir von Towards Eternity benötigen Ihre Unterstützung. Wir sind eine Wohltätigkeitsorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Botschaft des Islam in zehn Sprachen in der ganzen Welt zu verbreiten.

Mit Ihrer Unterstützung könnt ihr Menschen helfen, zum Islam zu konvertieren, Haram aufzugeben, zu beten, Hijab zu tragen, den Koran zu lesen und vieles mehr. Erhaltet euren Anteil an all diesen guten Taten, Inshallah. Spendet an Towards Eternity und verpasst nicht diese einmalige Gelegenheit. Also habe ich ihn verprügelt – und das ziemlich brutal. Denn wenn man diese Wut einmal rauslässt, die man so lange unterdrückt und zurückgehalten hat, dann bricht plötzlich alles aus einem heraus. Also habe ich den jungen Mann so verprügelt, das er ins Krankenhaus musste. Dafür wurde ich verhaftet. Wie konnten Sie aus dem Gefängnis herauskommen? Ich kam nicht raus. Wie kamen Sie aus dem...

Ich kam gegen Kaution aus dem Gefängnis. Es war so eine kleine Stadt, dass es nur zwei Richter gab. Und dieser junge Mann war der Sohn eines der Richter. Ich wurde wegen versuchten Mordes angeklagt. Es war also eine sehr schwere Anklage. Man warf mir versuchten Mord vor. Ich wollte vor Gericht gehen, denn einem Anklagepunkt wie diesem wollte ich auf keinen Fall zustimmen. Ich kam im Februar 1999 deswegen vor Gericht. Und ich hatte Glück, Alhamdulillah. Meine Großmutter besorgte mir einen Anwalt. Und sie konnten die Anklage herabsetzen. Obwohl das, wissen Sie, mein erstes Vergehen war. Das war mein erster Vorfall.

Aber sie wollten ein Zeichen setzen, weil es der Sohn eines Richters in einer kleinen Stadt war. Die Anklage wurde von versuchtem Mord zu schwerer Körperverletzung mit erschwerenden Umständen herabgestuft. Und ich wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Ab wann haben Sie Ihren Glauben hinterfragt? Im Sommer 1996. Im Sommer 1996 begann ich, die Bibel von Anfang bis Ende zu lesen. Und ich studierte auch Wissenschaft, denn ich bereitete mich auf ein Studium an der Bob Jones University vor, einer sehr bekannten Bibel-Universität in meiner Heimatstadt Greenville, South Carolina. Sie ist weltweit bekannt.

Und mein Studienschwerpunkt sollte Textkritik sein, also das Studium der ältesten verfügbaren Bibel-Dokumente usw. Das tiefere Eindringen in die Bibel ließ mich erkennen, dass sie nicht... Selbst aus wissenschaftlicher Sicht ist sie kein perfektes Buch. Es ist ein Buch, das von Männern und Frauen geschrieben und weitergegeben wurde. Und bei der Weitergabe geschahen viele Dinge. Meine Schlussfolgerung war: Die Bibel ist nicht das Wort Gottes. Sie ist kein perfektes Buch. Und genau das sagte ich einem der Professoren an der Bob Jones University damals. Ich sprach mit ihm und stellte ihm eine Frage. Das war eine logische Frage.

Ich fragte: „Ist Gott perfekt?“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte: „Okay, wenn Gott perfekt ist, dann muss alles, was von Gott kommt, von Natur aus perfekt sein, richtig?“ Er sagte: „Ja.“ Ich fragte: „Ist die Bibel perfekt?“ Er sagte: „Nein.“ Wenn Gott perfekt ist und ein Buch besitzt, dann muss dieses Buch auch perfekt sein. Wenn es nicht perfekt ist, stammt es nicht von Gott. Vielleicht gibt es Teile, die von Gott stammen, aber andere stammen von Menschen. Und wenn wir den Unterschied nicht erkennen können, dann kann man nicht sagen, dass dieses Buch die Grundlage des Glaubens ist. Das ergibt Sinn. Das war mein Problem. Meine Reise zum Islam begann, als ich das Christentum verließ.

Natürlich war das ein Auslöser. Andernfalls wäre es nie passiert. Und es geschah durch das Studium anderer Religionen. Aber ich wollte Beweise. Ich war an einem Punkt in meinem Leben, wo ich es leid war, getäuscht zu werden. Ich glaubte, wenn Gott eine Religion hätte, dann gäbe es Beweise. Es müsste greifbare, sichtbare, offensichtliche Beweise geben. Denn mein Großvater sagte mir, und das war... Er war zu dem Zeitpunkt bereits verstorben.

Aber ich erinnere mich, wie er sagte: „Wenn dir jemand sagt, dass er dir die Wahrheit sagt – verlange Beweise, denn die Wahrheit wird immer von Beweisen begleitet.“ Also fragte ich all diese anderen Religionen: Judentum, Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, was auch immer. Sie alle hatten für mich denselben Grad an widersprüchlichen Informationen. Und für mich musste Gott... Es musste nicht nur Beweise geben, es musste logisch sein, einfach zu verstehen. Und es musste Beweise geben, und diese Beweise mussten perfekt sein. Ich hätte nichts akzeptiert, was weniger als Perfektion gewesen wäre. Und so wurden Sie durch einen Freund mit dem Islam bekannt? Ich lernte den Islam kennen durch einen...

Er war eigentlich kein enger Freund. Eher ein Bekannter. Und zufällig war er eben Muslim. Das erfuhr ich aber erst später. Einmal kamen wir auf das Thema Religion zu sprechen und er sagte, er sei Muslim, was mich schockierte, denn er war auch Afroamerikaner. Ich dachte, alle Muslime seien Araber. Aber er lud mich ein, am Freitag zum Juma zu kommen. Also ging ich im Dezember 1998 in die Moschee meiner Heimatstadt. Ich hörte mir die Freitagspredigt, die Khutbah, an. Es war eine sehr schöne Predigt. Wunderschön, um ehrlich zu sein. Es ging um Allahs Vergebung. Aber das allein überzeugte mich nicht. Denn ich hatte auch viele schöne christliche Predigten gehört.

Also fragte ich den Imam nach dem Gebet: „Hat Ihre Religion Beweise?“ Er sagte: „Ja.“ Dann nahm er mich mit in sein Büro und gab mir ein Exemplar des Korans. Ich fragte: „Was ist das?“ Er sagte: „Das ist Gottes Wort.“ Ich sagte: „Ja, das habe ich schon mal gehört. Das haben mir schon einige gesagt.“ Ich sagte: „Ich finde das lieber selbst heraus. Ich nehme es mit nach Hause, lese es und schaue, was passiert.“ Also begann ich, den Koran zu lesen. Ich schlug Kapitel Eins auf. Die Fatiha klang für mich sehr stark wie das Vaterunser. Aber als ich Kapitel 2, Vers 2 las, wurde ich wirklich sehr neugierig auf den Koran.

Dort stand: „Dies ist das Buch, an dem kein Zweifel ist.“ Diesen Vers wollte ich widerlegen. weil ich nicht glaubte, dass Muslime die richtige Religion haben könnten. Eine weitere Herausforderung in der Sure Al-Baqarah war: „Wenn ihr Zweifel habt an diesem Buch, dann bringt etwas Vergleichbares hervor.“ Verstehen Sie? Oder: „Wäre dieses Buch von jemand anderem als Gott, so würdet ihr Widersprüche darin finden.“ Also all diese Herausforderungen gleich am Anfang des Buches – und es gibt kein... Es gibt keinen anderen religiösen Text auf dieser Welt, der so beginnt. Das Buch beginnt mit einer Herausforderung an den Leser: Keine Widersprüche, keine Fehler.

Versucht es, bitte beweist das Gegenteil. Und ich nahm diese Herausforderung ernst. Ich verbrachte also das ganze Wochenende damit, den Koran von Anfang bis Ende zu lesen, von Freitagabend bis Sonntag. Als ich am Sonntag fertig war, war ich Muslim. Schon bei dieser allerersten Lektüre – ja, ich hatte nicht... Selbst Gelehrte des Korans können nicht alles umfassen, und ich las ihn ja auf Englisch. Aber irgendetwas in diesem Buch sagte mir: Das ist es – und kein anderes. Denn es spricht über alle Propheten, aber ohne den Unsinn, den die Bibel über die Propheten erzählt. In der Bibel gibt es viele absurde Geschichten über die Propheten. Der Koran spricht von einem einzigen Gott.

Er spricht über Jesus und seine Botschaft und das, was er gepredigt hat. Und genau das fand ich auch in der Bibel. Es war so schlicht. Vieles verstand ich überhaupt nicht, aber da waren einige ganz klare Aussagen: Gott ist einer und nur Er soll angebetet werden. Genau daran hatte ich auch durch die Bibel geglaubt. Ich habe immer versucht, den Leuten zu erklären, während ich das Christentum studierte: Schaut, im Alten Testament lehrt Gott, dass Er einer ist. Und der Koran sagt genau dasselbe. Und als ich zum Ende kam: „Sprich: Er ist Allah, ein Einziger.“ Das ist das Buch. Das ist das, was ursprünglich hätte sein sollen. Also ging ich am Montag zurück und wurde Muslim.

Und am Freitag legte ich öffentlich mein Glaubensbekenntnis ab, das war im Dezember 1998. Wie war das für Sie, das Glaubensbekenntnis abzulegen? Das ist ein Gefühl, das man wirklich nicht in Worte fassen kann. Verstehen Sie? Es ist schwer zu erklären. Es ist, als wolle man die Geburt des ersten Kindes beschreiben. Dafür gibt es eigentlich... … einfach keine Worte. Es war das Gefühl: Ich habe meinen Platz gefunden. Wissen Sie? Mein Herz fühlte, dass dieses Loch, das so lange in meiner Seele war, endlich gefüllt war. Denn zuvor hatte ich versucht, es mit so vielen anderen Dingen zu füllen. Eine Zeit lang war es das Christentum, und dann die Straße, Partys und so weiter.

Ich versuche den Menschen zu erklären, dass man... Denn jeder Mensch hat dieses Loch in der Seele ohne den Islam – es ist unsere natürliche Veranlagung. Und ich sage den Leuten: Wenn man versucht, dieses Loch mit etwas anderem als dem Islam zu füllen, ist es, als würde man an den Strand gehen und versuchen, das Meer mit Sand zu füllen. Ganz gleich, wie viel man hineinschüttet, man wird es niemals füllen. Niemals. Es kann nur durch die Rückkehr zu unserer wahren Natur gefüllt werden: den einen Gott anzubeten. Ich fühlte mich einfach zuhause. Ich fühlte Frieden. All diese Wut, all der Wahnsinn in meinem Kopf wurde still, als hätte man das Loch gestopft. Wie hat Ihr Umfeld reagiert?

Ich habe es nicht vielen Leuten erzählt. Die Freunde, die ich damals hatte, von denen habe ich mich distanziert, weil sie mir nicht geholfen haben. Sie waren in der Nacht dabei, als ich den jungen Mann verprügelte, und sie haben mich alle verpfiffen. Als die Polizei kam, verrieten sie mich alle. Und so hatte ich mich damals von allen meinen Freunden getrennt. Meiner Großmutter und meinem Vater habe ich nicht sofort gesagt, dass ich Muslim geworden war. Ich begann einfach, mein Leben zu verbessern. Und meine Großmutter bemerkte nach etwa einem Monat etwas. Sie sagte: „Irgendetwas ist anders.“ Verstehen Sie, was ich meine? Ich war nicht... Ich war freundlich und höflich.

Ich versuchte mehr zu helfen, ich versuchte, das Richtige zu tun. Sie sagte: „Was hat sich verändert?“ Und da sagte ich ihr, dass ich Muslim geworden war. Sie sagte: „Ich bin nicht unbedingt damit einverstanden, aber wenn es dich so macht, wie du jetzt bist, dann bleib dabei.“ Und mein Vater sagte: „Du bist ein erwachsener Mann. Du kannst deine eigenen Entscheidungen treffen. Du musst mit ihnen leben.“ Ich bin seit 25 Jahren Muslim. Ich spreche immer noch mit meinem Vater. Ich lade ihn seit 25 Jahren zum Islam ein. Er hat den Islam nicht angenommen. Möge Allah ihn rechtleiten. Aber er ist sehr glücklich darüber, dass ich Muslim bin.

Er sagt: „Das hat dich zur bestmöglichen Version deiner selbst gemacht.“ Er ist sehr stolz darauf, den Leuten zu erzählen: „Mein Sohn ist Muslim, er reist um die Welt, um Menschen zu helfen. Er setzt sich für wohltätige Zwecke ein. Er besucht Flüchtlingslager.“ Und immer wenn ich in meiner Heimatstadt Vorträge halte, was ich zweimal getan habe, sitzt er in der ersten Reihe. Er kommt und setzt sich in die erste Reihe. Und das sage ich neuen Muslimen: Es geht nicht immer darum, überall herumzulaufen und den Leuten zu sagen, dass Sie Muslim geworden sind. Zeigen Sie ihnen, dass Sie Muslim geworden sind. Das ist der Unterschied.

Hatten Sie jemals ein außergewöhnliches Erlebnis, bei dem Sie eine besondere Verbindung zu Allah gespürt haben? Als ich aus dem Gefängnis kam, war eine der Auflagen, eine Arbeit zu finden und zu behalten. Wenn ich wegen einer Tat gefeuert würde, wäre das ein Verstoß gegen meine Bewährungsauflagen. Dann müsste ich für die restlichen zwei Jahre zurück ins Gefängnis. Also fand ich nach meiner Entlassung einen Job auf der Baustelle. Am ersten Freitag sagte ich meinem Chef: Wenn alle Mittagspause machen... Denn wir hatten eine Stunde Pause. Ich sagte: Anstatt Mittag zu essen, gehe ich... Es war etwa drei Meilen entfernt.

Ich sagte: „…gehe ich zum Freitagsgebet.“ Sie wussten, dass ich Muslim war und sahen mich auf der Baustelle beten. Ich sagte: „Ich gehe zum Freitagsgebet.“ Und er sagte: „Es ist nicht erlaubt, die Baustelle zu verlassen.“ Und ich sagte: „Das ist keine... Ich bitte eigentlich nicht um Erlaubnis. Ich sage Ihnen nur, was ich tun werde.“ Und er sagte: „Wenn Sie die Baustelle verlassen, sind Sie gefeuert, als hätten Sie gekündigt.“ Also musste ich entscheiden: Den Job behalten und Allahs Befehl missachten oder zum Juma gehen. Und ich sagte: Wissen Sie was? Ich habe vier Jahre im Gefängnis verbracht, um meine Religion zu lernen und das Richtige zu tun. Ich werde das Richtige tun. Also ging ich.

Ich sagte: „Gut, behalten Sie den Job, ich gehe.“ Also ging ich zum Juma. Und ich machte viele Duas während dieses Juma: „Ya Allah, ich bin hierhergekommen, um Dir zu gehorchen. Also hilf mir bitte.“ Nach dem Juma kam ein junger Mann zu mir. Er sagte: „Bruder, haben Sie einen Job?“ Und ich sagte: „Ja, bis heute hatte ich einen. Ich bin tatsächlich von der Baustelle gegangen und habe gekündigt, um herzukommen.“ Er sagte: Mein Vater, der Imam war...

Er sagte: „Mein Vater hat mich gefragt, ob Sie in seiner Pizzeria arbeiten möchten.“ Ich sagte: „Natürlich, ich brauche einen Job.“ Also gab er mir noch am selben Tag Arbeit, mit dem doppelten Gehalt gegenüber dem, was ich auf der Baustelle verdiente. Von dem Moment, als ich den Job verließ, bis ich einen neuen hatte, vergingen zwei Stunden. Wenn man etwas aufrichtig für Allah tut, schafft Er einem einen Ausweg. Manchmal ist es beängstigend, das Richtige zu tun, aber das war einer der schönsten Abende, an die ich mich in meinem Leben erinnere. Was hat Sie an unserem Propheten (FSMI) am meisten beeindruckt? Die Liebe, die er für uns hatte, für seine Gemeinschaft.

Es ist kaum in Worte zu fassen, wie sehr er die Ummah liebte. Jedem Propheten wurde ein Dua gewährt, mit dem sie alles erbitten konnten, was sie wollten, und es würde ihnen gewährt. Egal was. Unser Prophet (FSMI) hätte dieses Dua so viele Male brauchen können. Sein Onkel Abu Talib starb, ohne den Islam anzunehmen. Vor der Schlacht von Badr. Die Schlacht von Uhud, wissen Sie, die Grabenschlacht, als Medina... Es gab so viele Gelegenheiten, bei denen er dieses Dua wirklich hätte einsetzen können. Aber er sagte: „Nein, ich habe es aufbewahrt.“ Und für wen hat er es aufbewahrt? Für uns. Für uns.

Er sagte: „Ich habe es für euch aufbewahrt.“ Am Tag des Gerichts wird Allah ihn auffordern, vorzutreten, und er wird sich niederwerfen. Wir kennen diese berühmte Geschichte. Er wird dort verweilen, wer weiß wie lange. Und Allah wird ihm sagen: „Komm, steh auf und bitte mich, denn du hast dieses Dua zurückgehalten.“ Allah weiß, dass er es noch hat. „Du hast dieses Dua zurückgehalten. Was willst du jetzt?“ Und es gibt so vieles, worum er hätte bitten können. Aber was wird er sagen? Er wird für uns bitten. Das ist das Maß seiner Fürsorge und seiner Sorge um diese Gemeinschaft, nicht nur um seine Gefährten – um uns alle.

Er liebte uns so sehr, dass er bereit war, all das zu ertragen, was er erlitten hat, ohne jemals dieses Dua für sich zu nutzen. Weil er wusste, dass wir es eines Tages brauchen würden. Viele Menschen denken über den Islam nach, aber haben gewisse Bedenken. Sie sagen: „Muss ich meine Kultur aufgeben, wenn ich den Islam annehme? Muss ich mich wie ein Araber kleiden? Einen Bart tragen? Oder kann ich amerikanischer Muslim sein, ohne meine gewohnte Kultur aufzugeben?“ Man muss seine kulturelle Identität nicht auslöschen, um Muslim zu sein. Man muss lediglich die Teile loswerden, die dem Islam widersprechen. Es ist völlig in Ordnung, seine Identität als Amerikaner zu behalten.

Es ist nichts falsch an Hosen, Hemd, Anzug, Krawatte – was auch immer. Das ist in Ordnung. Man darf seine Identität behalten. Wenn Sie nach Afrika gehen, sehen Sie die Kultur der Muslime dort. Sie ist ganz anders. Genauso in Südasien, in Indonesien, Singapur, Malaysia. Sie haben ihre Kultur beibehalten, aber der Islam hat sie bereichert. Man muss kein Araber oder Pakistani werden. Man kann sein, wer man sein möchte. Manche Christen sagen: „Ich empfinde eine gewisse Spiritualität, eine Verbindung zu Gott beim Beten. Ich brauche nichts Neues.“ Was würden Sie diesem Menschen sagen? Spiritualität kann trügerisch sein. Denn Spiritualität ist ein Gefühl. Das ist es, was Christen suchen.

Sie jagen diesem spirituellen Hoch nach. Aber dieses Hoch wird Sie nicht tragen. Es ist keine beweisbare Verbindung. Denn viele Menschen erleben das auf verschiedene Weise. Hindus erleben das Gleiche. Wiccas beim Hexenritual ebenso. Auch Drogenabhängige erleben das. Ein Alkoholiker empfindet dasselbe. Es ist das Verlangen nach diesem Rausch. Im Islam jagen wir keinem Rausch hinterher. Dieses Hoch kommt und geht. Manchmal hat man spirituelle Höhen, manchmal spirituelle Tiefen. Der Prophet (FSMI) sprach darüber: Der Iman (Glaube) steigt und fällt. Wir streben nach einer stabilen Verbindung zu Gott, so wie Er angebetet werden will.

Es liegt nicht an mir zu entscheiden, wie meine richtige Beziehung zu Gott aussieht. „Oh, es fühlt sich richtig an, also ist es richtig.“ Das ist falsch. Wir bestimmen nicht die Regeln. Allah bestimmt die Regeln. Gott bestimmt die Regeln – und wir folgen ihnen. Also beten wir Ihn so an und verehren Ihn so, wie Er es möchte, nicht wie wir es möchten. Und ein Christ könnte Sie fragen: „Warum haben Sie Team Jesus verlassen?“ Ich folge Jesus jetzt auf richtige Weise. Ich habe Jesus nicht verlassen, sondern gefunden! Ich habe Paulus verlassen. Ich habe Paulus verlassen und folge jetzt Jesus. Denn das Wort „Christ“ bedeutet, wie Christus zu sein. Christus war ein Anbeter des einen wahren Gottes.

Und das bin ich jetzt auch. Nur eine Frage: Sie sagten, Sie hätten demjenigen vergeben, der Sie niedergestochen hat. Haben Sie auch Ihrer Stiefmutter vergeben? Ja, aber... Ich vergebe ihr nicht um ihretwillen. Ich habe ihr einen Brief geschrieben, denn sie hat niemals auch nur anerkannt, was sie mir angetan hat. Sie tut so, als wäre es nie passiert, als hätte ich es mir als Kind nur ausgedacht. Also schrieb ich ihr einen Brief, um ihr zu vergeben. Aber ich schrieb, dass ich es nicht ihretwegen tue, sondern meinetwegen. Denn sie verdient es nicht, weiterhin solchen Einfluss auf mich zu haben.

Ich habe erkannt, dass das Festhalten an diesem Zorn, obwohl sie mich nicht mehr missbrauchte, eigentlich ein Missbrauch an mir selbst war. Und genau das passiert oft. Ich mache jeden Tag Beratungen und Coachings. Gerade vorhin hatte ich eine Sitzung, bevor ich hierher kam. Und meistens sind es Traumaopfer, Menschen, die Missbrauch und ähnliches durchgemacht haben. Und ich erkläre ihnen: Vergebung ist für euch selbst, damit ihr das hinter euch lassen könnt. Denn sie hat nicht das... Ich glaube nicht, dass sie das Recht hat, weiterhin Einfluss auf mein Leben zu haben. Ich kann ihr nicht weiterhin die Schuld geben.

Wenn ich heute noch mit den Dingen kämpfe, die ich als Kind durchgemacht habe, kann ich ihr das nicht mehr anlasten. Es ist vorbei. Es ist seit 30 Jahren vorbei. Ich bin es, der sich selbst das antut, also muss ich es loslassen. Also ja, ich habe ihr vergeben, aber um meiner selbst willen. Wir vergeben um Allahs willen. Natürlich, das steht eigentlich dahinter. Aber ich habe ihr für mich vergeben, denn ich verdiene es, davon zu heilen. Was würden Sie zu Nichtmuslimen überall auf der Welt sagen, wenn Sie ein paar Augenblicke Zeit dafür hätten? Ich würde ihnen sagen, dass sie in sich gehen sollen und erkennen, dass alles einen Sinn hat. Nichts auf dieser Welt ist ohne Sinn. Auch ihr nicht.

Ihr seid hier. Ihr existiert aus einem bestimmten Grund, und dieser Grund sollte entdeckt werden. Ihr solltet wissen, was euer Zweck ist, und zwar: den Gott anzubeten, der euch erschaffen hat. Und daher solltet ihr intensiv darüber nachforschen. Und sichergehen, dass ihr das, was ihr glaubt, aus einem triftigen Grund glaubt. Nicht nur, weil eure Eltern es euch so beigebracht haben oder weil es eure Kultur so sagt, weil ihr so aufgewachsen seid. Euer Glaubenssystem, euer grundlegendes Weltbild, sollte auf Informationen beruhen, die ihr selbst als wahr anerkannt und gewählt habt.