Die Briefe des Propheten an die Könige! – Schockierende Antworten– O Prophet | Ep 9
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Vier Gefährten wurden vom Gesandten Allahs (FSMI) speziell ausgewählt. Dihya al-Kalbi, Hatib ibn Abi Balta'a, Amir ibn Umayya und Abdullah ibn Hudhafa. Alle von ihnen brachen auf – in der Hand einen Brief. An wen waren diese Briefe gerichtet? An die Herrscher der großen Mächte jener Zeit. An den byzantinischen Kaiser, den König von Abessinien, den Herrscher von Ägypten, und den Kisra (König) von Persien. Jeder Brief war speziell für seinen Empfänger verfasst und lud zum Islam ein. Mit einem speziell angefertigten Siegelring wurden alle Briefe versiegelt. Diese Videoserie basiert auf Hunderten von Quellen aus zuverlässigen islamischen Quellen.
Alle KI-Visualisierungen wurden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten erstellt und entsprechen den islamischen Richtlinien. Es war Anfang des Jahres 629. Sieben Jahre waren seit der Hidschra (Auswanderung) vergangen. Die Mission des Gesandten Allahs (FSMI) war es, die Botschaft des Islam in die ganze Welt zu tragen. Denn er war kein Prophet nur für die Quraisch oder für Arabien; er wurde zur ganzen Menschheit gesandt. Die Briefe wurden also geschrieben und die als Gesandte bestimmten Gefährten machten sich auf den Weg. Zum Byzantinischen Reich sandte der Gesandte Allahs (FSMI) Dihya al-Kalbi. Willkommen im Palast.
Als er ankam, wurde er vom Statthalter empfangen und vor Kaiser Heraklius geführt. Der Kaiser nahm den Brief entgegen und befahl, ihn laut vorzulesen. „Wir wollen ihn hören.“ Während er zuhörte, begann er sich zu erinnern, was in ihren heiligen Schriften stand. Sie hatten die frohe Botschaft von einem Propheten verkündet, der kommen würde, und seine Eigenschaften beschrieben. Nun hatte jemand, der behauptet, ein Prophet zu sein, ihm einen Brief gesandt. Konnte dies derjenige sein, auf den sie gewartet hatten? Das brachte ihn zum Nachdenken. „Bitte ruht euch aus. Ihr müsst von der Reise müde sein.“ Dann tat er zwei wichtige Dinge.
Zuerst schrieb er einen Brief an seinen engen Freund, den Patriarchen von Byzanz, Daghatir al-Usquf. Er vertraute seinem Rat, deshalb erklärte er ihm die Situation und bat ihn um seine Meinung. Zweitens befahl er seinen Männern: „Geht und prüft, ob jemand aus dem Stamm dieses Mannes hier ist, der behauptet, ein Prophet zu sein.“ Kurz darauf sandte der Patriarch seine Antwort. Doch was antwortete er? Dazu kommen wir gleich. Zuerst schauen wir uns das Gespräch des Kaisers mit einem alten Bekannten an: Abu Sufyan. Ja, Abu Sufyan war zufällig in der Region, um Handel zu treiben. Als Soldaten ihn auf dem Marktplatz sahen, brachten sie ihn zusammen mit seinen Gefährten zum Kaiser.
Sie wurden zur Kirche von Ilya geführt. Daraufhin ließ Heraklius sie vor den Hof bringen. „Eure Majestät.“ Er hatte alle hochrangigen römischen Beamten und religiösen Führer um sich versammelt. Der Kaiser fragte: „Wer von euch ist mit diesem angeblichen Propheten am nächsten verwandt?“ „Ich bin ihm am nächsten verwandt.“ „Bringt ihn näher zu mir und lasst seine Gefährten hinter ihm stehen. Ich muss ihm einige Fragen über diesen Mann stellen. Wenn er mich anlügt, müsst ihr ihn sofort entlarven.“ Bei diesem Vorgehen konnte Abu Sufyan nicht lügen. Heraklius begann, ihm Fragen zu stellen.
„Welchen Status hat seine Familie unter euch?“ „Er gehört zu einer angesehenen Familie.“ „Habt ihr ihn jemals zuvor der Lüge beschuldigt?“ „Nein.“ „Wer folgt ihm? Die Vornehmen oder die Armen?“ „Die Armen und Schwachen folgen ihm.“ „Nimmt die Zahl seiner Anhänger zu oder ab?“ „Sie nimmt zu.“ Abu Sufyan verstand nicht, warum diese Fragen gestellt wurden, doch jede von ihnen hatte einen Zweck. „Habt ihr jemals Krieg gegen ihn geführt?“ „Ja, das haben wir.“ „Wie ist es ausgegangen?“ „Manchmal hat er gesiegt und manchmal wir.“ „Was befiehlt er euch zu tun?“ „Er sagt uns, dass wir nur Allah anbeten sollen und niemanden neben Ihn stellen dürfen.
Er verbietet uns, das anzubeten, was unsere Vorfahren angebetet haben. Er befiehlt uns zu beten und die Wahrheit zu sprechen, tugendhaft zu sein und die Verwandtschaftsbande zu pflegen.“ „All das, was du beschrieben hast, sind Eigenschaften eines Propheten. Wenn das, was du sagst, wahr ist, herrscht er bald über den Boden, auf dem ich stehe. Ich wusste bereits, dass ein Prophet auftauchen würde, aber nie hätte ich erwartet, dass er aus eurem Volk stammt.“ Genau das sollte geschehen. Heraklius war sicher, dass der in Evangelium und Tora angekündigte Prophet der Prophet Muhammad (FSMI) war. Als er das ausgesprochen hatte, wurden die Stimmen im Raum lauter.
Die hochrangigen Beamten begannen untereinander zu sprechen, und der Lärm wurde immer lauter. Abu Sufyan und seine Gefährten wurden schnell hinausgeführt. „Diese Angelegenheit ist so groß geworden, dass sogar der römische Kaiser Angst vor ihm hat.“ Heraklius nahm später den Islam an, doch aus Angst, dass sein Thron erschüttert werden könnte, hielt er seinen Glauben verborgen. Doch was geschah mit dem Brief, den er an seinen Freund, den Patriarchen, geschickt hatte? Die Antwort war eingetroffen. In seinem Brief schrieb Daghatir, dass der Gesandte Allahs (FSMI) wirklich ein Prophet sei. Der Kaiser bat Dihya, auch zum Patriarchen zu gehen und ihn zum Islam einzuladen.
Die Antwort des Patriarchen und das, was er durchmachen würde, waren erschütternd. „Kehre zu deinem Propheten zurück, überbringe ihm meine Grüße, und sage ihm, dass ich glaube, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Und ich bezeuge, dass Jesus der Diener Allahs ist.“ Dann ging der Patriarch in sein Zimmer, legte sein schwarzes Gewand ab und zog sein weißes Zeremoniengewand an. Er nahm seinen Stab und trat vor die Menschen, die sich in der Kirche versammelt hatten. Nun war es Zeit, die Wahrheit zu verkünden. „O Römer! Wir haben einen Brief von einem Propheten namens Ahmad erhalten. Darin lädt er uns ein, an Allah, den Allerhöchsten, zu glauben.
Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Ahmad Sein Diener und Gesandter ist.“ Als die Menschen dies hörten, gerieten sie außer sich vor Wut. „Wie ist das möglich?! Du hast die Religion deiner Vorfahren verlassen!“ Sie stürzten sich auf Daghatir und schlugen ihn, bis er den Märtyrertod starb. Möge Allah ihm barmherzig sein. Ein weiterer Herrscher, dem ein Brief geschickt wurde, war der König von Abessinien, Nadschaschi. Amir ibn Umayya überbrachte ihn. Erinnert ihr euch? Als die Muslime jene schwierige Reise nach Abessinien machten, hatte Nadschaschi sie mit großer Freundlichkeit empfangen.
„Ihr seid in meinem Land sicher.“ Er nahm den Brief, den der Gesandte Allahs (FSMI) geschickt hatte, legte ihn aus Respekt auf seine Augen, küsste ihn und hob ihn an seine Stirn. Dann wies er einen seiner Männer an, ihn laut vorzulesen. Nachdem er den Brief gehört hatte, stieg er von seinem Thron herab, kniete sich demütig auf den Boden und sprach die Schahada (Glaubensbekenntnis). „Ashhadu an la ilaha illa Allah, wa ashhadu anna Muhammadan Rasulullah (Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist). Wenn es mir möglich wäre, zu ihm zu gehen, würde ich es tun.“ Der Gesandte, Amir ibn Umayya, hatte noch eine weitere Bitte.
„Ich möchte, dass ihr die Muslime die noch in Abessinien leben, nach Medina schickt.“ Nadschaschi sollte nie die Gelegenheit haben, den Gesandten Allahs (FSMI) zu sehen, obwohl er jahrelang diejenigen beherbergte, die ihn gesehen hatten. Nun schickte er sie nach Hause, um sich wieder mit ihm zu vereinen. Auch der Herrscher von Persien, Kisra Parvez, hatte einen Brief vom Gesandten Allahs (FSMI) erhalten. Abdullah ibn Hudhafa kam nach Persien und überbrachte Kisra persönlich die Einladung des Propheten zum Islam. Kisra ließ ihn von seinem Schreiber vorlesen. „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Von Muhammad, dem Gesandten Allahs (FSMI), an Chosrau, den Anführer der Perser.“ Kisra wurde plötzlich wütend und ließ den Brief nicht einmal zu Ende vorlesen. „Seht euch das an! Dieser Mann, der nichts weiter ist als mein Untertan, mein Diener, wagt es, mir einen Brief zu schreiben und setzt seinen Namen vor meinen!“ Mit diesen Worten zerriss er den Brief in Stücke. Als diese Nachricht den Gesandten Allahs (FSMI) erreichte, hob er seine Hände und bat Allah, ihn und sein Reich, vollständig in Stücke zu reißen. Allah erhörte das Bittgebet Seines Gesandten, und kurz danach wurde Kisra Parvez vom eigenen Sohn Schirwaih erstochen. Zerrissen in Stücke, genau wie der Brief.
Der Prophet (FSMI) hatte den genauen Monat und den Tag seines Todes vorhergesagt, und es geschah so, wie er es gesagt hatte. Was sein Reich betrifft, so wurde es von Sa'd ibn Abi Waqqas während des Kalifats von Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) zerschlagen. Der Gesandte, der nach Ägypten geschickt wurde, war Hatib ibn Abi Balta'a. Er machte sich auf, um dem Herrscher Muqauqis den Brief des Propheten zu überbringen. Da sich Muqauqis zu dieser Zeit in Alexandria befand, traf Hatib ihn dort und überreichte ihm den Brief. „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim. Von Muhammad, dem Diener und Gesandten Allahs (FSMI), an Muqauqis, den Anführer der Kopten.
Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen. Nun lade ich dich zum Islam ein. Nimm den Islam an und du wirst sicher sein, und Allah wird deinen Lohn verdoppeln. Wenn du diese Einladung jedoch ablehnst, dann wird die Sünde der Kopten auf dir lasten. Sprich: „O Leute der Schrift! Kommt zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen uns und euch: Dass wir niemanden anbeten außer Allah, und Ihm nichts beigesellen, und dass wir einander nicht zu Herren neben Allah machen. Wenn sie sich jedoch abwenden, dann sagt: Bezeugt, dass wir Muslime sind.“ Nachdem der Brief vorgelesen worden war, zeigte Muqauqis große Gastfreundschaft gegenüber Hatib ibn Abi Balta'a. Doch er sagte noch nichts dazu.
Später am Abend ließ er Hatib zu sich rufen. Nach einem langen und ausführlichen Gespräch sagte Muqauqis: „Ich wusste, dass ein weiterer Prophet kommen würde. Doch ich nahm an, dass er in Scham (der Levante) erscheinen würde, denn die meisten früheren Propheten waren von dort gekommen. Doch ich fand auch in den Schriften, dass der letzte Prophet in Arabien erscheinen würde, einem Land von Not und Armut.“ Wir fanden seine Eigenschaften im Buch Allahs niedergeschrieben. Und dies ist genau die Zeit, in der er erscheinen soll. Doch die Kopten werden nicht auf mich hören, wenn ich ihnen sage: Folgt ihm! Und ich kann meinen Thron nicht aufgeben.
Dieser Prophet wird über viele Länder herrschen, und nach ihm werden seine Gefährten bis in unsere Städte kommen und sich hier niederlassen. Am Ende werden sie die Menschen hier besiegen.“ Er verlor aus dem Blick, dass die Belohnungen des Jenseits endlos und weit besser sind. In der Sure Al-Qasas erinnert Allah uns, dass alles, was wir besitzen, in Wirklichkeit von Ihm gegeben wurde, und sagt: „Und was immer euch gegeben wurde, ist nur Genuss und Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bei Allah ist, ist besser und beständiger.
Wollt ihr nicht euren Verstand gebrauchen?“ So wurden die Briefe an die Herrscher gesandt, und die Mission, die Botschaft des Islam in neue Länder zu tragen, ging weiter. Doch die geeigneten Voraussetzungen für diese mutigen Schritte entstanden nicht leicht. Dahinter stand ein Vertrag, der große Standhaftigkeit erforderte: Der Vertrag von Hudaybiyyah, der mit den Götzendienern von Mekka geschlossen wurde. Das war etwa acht bis zehn Monate bevor die Briefe gesandt wurden. Alles begann mit einem Traum. In jener Nacht hatte der Gesandte Allahs (FSMI) einen Traum, der sich auf ganz Medina auswirken sollte. In seinem Traum besuchte er mit seinen Gefährten die Kaaba – in vollkommener Sicherheit.
Sie waren zusammen nach Mekka gegangen. Am Morgen, als der Prophet (FSMI) seinen Gefährten den Traum erzählte, empfanden sie eine große Freude. „Hey! Habt ihr es gehört? Der Gesandte Allahs hat einen Traum gehabt! In seinem Traum haben wir in Mekka die Umrah (kleine Pilgerfahrt) verrichtet!“ In Sicherheit!“ Doch warum hatte allein ein Traum eine so große Wirkung? Weil die Träume der Propheten eine Form der Offenbarung sind. Deshalb wurde dieser Traum als etwas angesehen, das sicherlich geschehen würde. Alle begannen davon zu träumen, nach Mekka zurückzukehren. Nach sechs langen Jahren der Trennung würden sie nach Mekka zurückkehren und das Haus Allahs besuchen können.
Die Vorbereitungen begannen sofort. An einem Montag brachen 1.400 Muslime voller Begeisterung aus Medina auf. Sie nahmen 70 Opfertiere (Kamele) mit sich und nur die Schwerter, die Reisende zu ihrem Schutz trugen. Ihre Absicht war kein Krieg, sondern die Umrah zu verrichten. Schon von weitem sollte deutlich sein, dass sie keinerlei Kampf beabsichtigten. Stellt euch vor: Sie gingen auf jene Menschen zu, mit denen sie seit sechs Jahren im Krieg standen, ohne irgendeine Vorbereitung für eine Schlacht. Was für ein unglaublicher Mut! Wie alle edlen Tugenden entsprang ihr Mut ihrem Glauben. Als sie das Gebiet von Dhul-Hulayfah erreichten, verrichteten sie das Dhuhr-Gebet.
Nach dem Gebet zog der Gesandte Allahs zwei weiße Tücher an, fasste die Absicht für die Umrah und trat in den Ihram ein (den Weihezustand). Dann begann er, die Talbiyah zu sprechen: „Labbayk Allahumma Labbayk (Hier bin ich, o Allah, hier bin ich).“ Die Gefährten stimmten mit derselben Begeisterung mit ein. Sie kamen Mekka immer näher und näher. Ihre Aufregung erreichte ihren Höhepunkt. Inzwischen erreichte die Nachricht auch die Quraisch. Als sie hörten, dass 1.400 Muslime auf dem Weg nach Mekka waren, gerieten sie in Panik. „Habt ihr es gehört? Die Muslime kommen nach Mekka! 1.400 von ihnen! Wie kann das sein? Aber sie sind nicht bewaffnet.
Wir verstehen nicht, warum sie kommen.“ „Dann müssen wir handeln. Sofort handeln! Was auch immer ihr Grund ist, wir können das nicht zulassen.“ Die Muschrikun (Götzendiener) spürten, dass es nicht um Krieg ging. Es war etwas anderes. Trotzdem beschlossen sie, die Muslime nicht nach Mekka hereinzulassen. Sie stellten eine Reitereinheit von 200 Männern auf unter dem Kommando von Khalid ibn Walid. Als der Gesandte Allahs von den Vorbereitungen der Quraisch erfuhr, änderte er seine Richtung. Er plante, Mekka über einen anderen Weg zu betreten. Eine Sache stellte sich ihm in den Weg: sein Kamel Qaswa.
Erinnert euch, am Ende der Hidschra nach Medina hatte sie sich auf einem Feld niedergesetzt und geweigert weiterzugehen. Und jetzt, nahe der Grenze von Mekka, setzte sie sich wieder hin. Wie sehr sie auch versuchten, sie zum Aufstehen zu bringen – es gelang nicht. Die Gefährten waren entmutigt und sagten: „Al-Qaswa ist störrisch geworden.“ Der Gesandte Allahs erwiderte: „Sie ist nicht störrisch geworden, denn Sturheit ist nicht ihre Art. Vielmehr wird sie von Dem aufgehalten, Der auch den Elefanten aufgehalten hat.“ Gemeint ist der Elefant von Abraha, der versuchte, die Kaaba zu erreichen.
„In allem, wohin Allah Seine Schöpfung lenkt, liegt Weisheit, und wovon Er sie zurückhält, so ist es zu ihrem Besten.“ Sie schlugen ihr Lager an einem Brunnen im Gebiet namens Hudaybiyyah auf. Ihre Heimat, ihre Erinnerungen, ihre Häuser und ihre Liebsten waren so nah. Doch eine Frage beschäftigte alle: „Wann wird uns erlaubt sein, Mekka zu betreten?“ „Ich weiß es nicht. Der Gesandte Allahs weiß es am besten.“ Als die Götzendiener von der Situation erfuhren, schlugen sie sofort ein Lager in der Nähe der Muslime auf. Nun begannen Gesandte zwischen beiden Seiten hin und her zu gehen.
Der erste Gesandte der Muslime ging zu den Quraisch und sagte, dass sie nur für die Umrahh gekommen seien und dass der Gesandte Allahs (FSMI) einen Vertrag schließen wollte. Die Muschrikun lehnten dieses Angebot ab. Doch Budayl ibn Warqa, ein Mann von den Quraisch, hielt das Angebot für vernünftig und kam zum Gesandten Allahs (FSMI). Er sagte: „O Muhammad, die Quraisch werden gegen dich Krieg führen und dich daran hindern, die Kaaba zu besuchen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) sagte ihm, sie seien nur gekommen, um die Umrahh zu vollziehen. Dann sagte er: „Wahrlich, der Krieg hat die Quraisch erschöpft. Wenn sie wollen, können wir Frieden aushandeln.
Nun sollen sie beiseite treten und sich nicht zwischen mich und das Haus Allahs stellen. Lasst uns unsere Umrahh vollziehen und unsere Opfertiere darbringen.“ Boten gingen weiterhin hin und her, doch sie konnten keine Einigung erzielen. Schließlich beschloss der Gesandte Allahs (FSMI), Uthman ibn Affan als Boten zu schicken. Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein) war eine angesehene Persönlichkeit in Mekka, und er hatte dort auch Verwandte, was ihn zur geeignetsten Person dafür machte.
„Ich bin gekommen, um die Absicht des Gesandten Allahs zu erklären und euch zum Frieden und zum Islam einzuladen.“ „Geh und sag dem, der dich geschickt hat, dass er Mekka niemals betreten oder Tawaf um die Kaaba machen wird. Aber wenn du willst, kannst du Tawaf machen.“ Uthman hatte die Kaaba 13 lange Jahre nicht gesehen. Im sechsten Jahr der Prophetie war er nach Abessinien ausgewandert, und nach der Hidschra war er zum Propheten (FSMI) nach Medina zurückgekehrt. Trotzdem war seine Antwort klar: „Nein.
Wenn dem Gesandten Allahs (FSMI) nicht erlaubt wird, Tawaf zu machen, dann werde ich es auch nicht tun.“ Diese Antwort machte die Muschrikun sehr wütend, und sie beschlossen, Uthman in Mekka festzuhalten. Drei Tage waren vergangen, seit Uthman aufgebrochen war. Doch es gab noch immer keine Nachricht von ihm. Es begann sich unter den Muslimen ein Gerücht zu verbreiten: „Uthman ist getötet worden!“ Sie konnten nicht tatenlos bleiben. Dem Gesandten Allahs (FSMI) blieb nur eine Wahl: den Tod Uthmans zu rächen. Er versammelte die Gefährten, um ihren Treueeid entgegenzunehmen. Sie sollten schwören, an seiner Seite zu kämpfen – komme, was wolle.
Obwohl sie nicht auf einen Kampf vorbereitet waren, trat jeder Einzelne vor, und indem sie die Hand des Propheten hielten, legten sie den Eid ab. „Wir werden gegen die Quraisch kämpfen bis zum Tod und niemals vor dem Feind fliehen.“ Dieses heldenhafte Ereignis wurde in der islamischen Geschichte als der Treueeid von Ridwan (Eid des Wohlgefallens) bekannt. Nur eine Person blieb übrig, die den Eid nicht geleistet hatte. Das war Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein), dessen Schicksal noch unbekannt war.
Der Gesandte Allahs (FSMI) hob seine rechte Hand und sagte: „Das ist meine Hand.“ Dann hob er seine linke Hand und sagte: „Und das ist die Hand Uthmans.“ Dann legte er seine rechte Hand über seine linke Hand. Danach wandte er sich den Muslimen zu und sagte: „Seid meine Zeugen. Dieser Treueeid gilt im Namen Uthmans.“ Das steigerte die Begeisterung der Gefährten noch mehr. „Wir müssen Uthman freilassen! Sonst werden Muhammads Männer Mekka angreifen!“ Als die Quraisch vom Schwur der Muslime hörten, Uthman zu rächen, bekamen sie Angst und ließen ihn sofort frei. Seine Rückkehr brachte allen Muslimen große Freude, besonders dem Gesandten Allahs (FSMI).
Ihn lebend und wohlbehalten zu sehen brachte Frieden und Erleichterung in ihre Herzen. Angesichts dieser Entschlossenheit waren die Muschrikun gezwungen nachzugeben. Sie beschlossen, Suhayl zum Gesandten Allahs (FSMI) zu schicken, um Frieden zu schließen. Als der Gesandte Allahs (FSMI) ihn sah, sagte er: „Derjenige, der kommt, ist Suhayl. Nun ist eure Angelegenheit einfach. Wann immer die Quraisch Frieden wollen, schicken sie diesen Mann.
Die Quraisch denken jetzt an nichts anderes als an eine Vereinbarung.“ Suhayl trat vor den Propheten (FSMI) und sagte: „O Muhammad, ich bin im Namen der Quraisch gekommen, um mit dir ein Abkommen zu schließen.“ Das war das, was der Gesandte Allahs (FSMI) die ganze Zeit wollte, also nahm er das Angebot an. Dann wurde Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) gerufen, um die Bedingungen des Vertrages niederzuschreiben. Der Gesandte Allahs (FSMI) wies ihn an: „O Ali, schreibe: ,Bismillah ir-Rahman ir-Rahim‘.
Suhayl widersprach sofort und sagte: „Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört, und ich weiß nicht, was ,Ar-Rahman‘ bedeutet.“ Der Ausdruck, den wir kennen und in unseren Abkommen verwenden, ist „Bismikallahumma“ (In Deinem Namen, o Allah). Schreib stattdessen das.“ Der Prophet (FSMI) sagte: „‚Bismikallahumma‘ ist auch gut.“ Und so wurde es aufgeschrieben. Dann sagte der Gesandte Allahs (FSMI): „O Ali, schreibe: ‚Dies sind die Bedingungen des Friedens, vereinbart von Muhammad, dem Gesandten Allahs, und Suhayl ibn Amr.‘“ Suhayl widersprach erneut.
„Bei Allah, wenn wir akzeptieren würden, dass du der Gesandte Allahs bist, hätten wir dich nicht daran gehindert, die Kaaba zu besuchen, noch hätten wir gegen dich gekämpft. Schreib stattdessen ‚Muhammad ibn Abdullah‘.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) akzeptierte auch dies und sagte: „O Ali, lösche es und schreibe ‚Muhammad ibn Abdullah‘.“ Ali erstarrte vor Schreck. Auch die anderen Gefährten waren durch die Situation sehr besorgt. Ali sagte: „Bei Allah, ich kann niemals den Titel ‚Gesandter Allahs‘ löschen. Ich kann mich nicht dazu bringen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) fragte, wo es geschrieben stand.
Als Ali es ihm zeigte, löschte er den Titel „Gesandter Allahs“ mit seiner Hand und sagte Ali, er solle stattdessen „Muhammad ibn Abdullah“ schreiben. Die Dinge liefen nicht gut. Der eigentliche Schrecken für die Gefährten kam mit dem ersten Artikel des Vertrags. „Die Muslime werden in diesem Jahr zurückkehren, ohne Mekka zu betreten. Sie werden im nächsten Jahr die Umrahh vollziehen. Doch sie werden keine Waffen tragen, außer Schwertern in deren Scheiden. Und ihr Aufenthalt wird auf drei Tage begrenzt sein.“ Als der Gesandte Allahs (FSMI) dem zustimmte, entstand große Enttäuschung. Niemand konnte es begreifen.
Dann wurde der zweite Artikel geschrieben: „Beide Seiten werden zehn Jahre lang nicht gegeneinander kämpfen.“ Dritter Artikel: „Wenn jemand aus Medina seine Religion verlässt und nach Mekka zurückkehrt, wird er nicht zu den Muslimen zurückgeschickt. Wenn jedoch jemand aus Mekka Muslim wird, wird er zu den Quraisch zurückgeschickt.“ Das war sehr schlimm für die Muslime. Die Gefährten sagten: „SubhanAllah (Gepriesen sei Allah)! Wie können wir unseren Bruder zu den Muschrikun zurückschicken, nachdem er als Muslim zu uns gekommen ist?“ Der Gesandte Allahs (FSMI), der trotz allem den Frieden wollte, antwortete: „Ja.
Wenn jemand uns verlässt, um zu ihnen zu gehen, möge Allah ihn von uns fernhalten. Aber diejenigen, die von ihnen zu uns kommen und die wir zurückschicken – wahrlich, Allah kennt sie alle. Er wird ihnen gewiss Erleichterung und einen Ausweg ermöglichen.“ Viertens: „Den arabischen Stämmen steht es frei, sich mit der Seite zu verbünden, die sie wollen.“ Der Vertrag setzte sich mit weiteren ähnlichen Bedingungen fort. Und zusätzlich zu diesen schweren Bedingungen geschah etwas, das ihre Enttäuschung noch größer machte. Der Vertrag war geschrieben, aber noch nicht unterschrieben. In jenem Moment erschien ein Mann, der seine Füße in Ketten hinter sich herzog, bei den Muslimen.
Es war Abu Jandal, der Sohn des Quraisch-Boten Suhayl. Sein Vater hatte ihn vier Jahre lang gefangen gehalten, nur weil er den Islam angenommen hatte. Ihm war die Flucht gelungen, und mit großer Mühe erreichte er nun die Muslime. Er kam zum Gesandten Allahs (FSMI), um Schutz zu suchen vor der Unterdrückung und Folter seines Vaters. Dabei rief er: „Helft mir, o Muslime!“ Als Suhayl diese Szene sah, wurde sein Gesicht rot vor Wut. Er sagte: „O Muhammad! Das ist die erste Bedingung unseres Vertrages. Ich will meinen Sohn zurück.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) wollte Abu Jandal nicht zurückgeben. Er versuchte, Suhayl zu überzeugen.
Er erinnerte ihn daran, dass der Vertrag noch nicht unterschrieben war und bat ihn, diese Bedingung nicht auf seinen Sohn anzuwenden. Doch Suhayl weigerte sich entschieden. „Ich werde den Vertrag nicht unterschreiben, wenn ich meinen Sohn nicht zurückbekomme.“ In diesem Moment rief Abu Jandal mit herzzerreißender Stimme: „O Muslime! Wollt ihr mich zu den Muschrikun zurückschicken, nachdem ich als Muslim zu euch gekommen bin? Seht ihr nicht, wie sehr ich gelitten habe?“ Der Prophet (FSMI) blickte Abu Jandal an und sagte mit trauriger Stimme: „Sei noch ein wenig geduldig. Ertrage das Unrecht, dem du ausgesetzt bist, noch eine Weile. Erwarte den Lohn für diese Prüfungen von Allah.
Allah wird dir gewiss Erleichterung und einen Ausweg schaffen für dich und für die anderen hilflosen Muslime. Wir können das Versprechen, das wir ihnen gegeben haben, nicht brechen.“ Mit diesen tröstenden Worten gab er Abu Jandal seinem Vater zurück. Dabei verkündete er die frohe Botschaft einer kommenden Befreiung. Einen Ausweg für Abu Jandal und für alle unterdrückten Muslime in Mekka. Einen Ausweg, der die Muschrikun diese spezielle Vertragsbedingung noch bereuen lassen würde. Genau dann zeigten sich die ersten Früchte des Vertrags von Hudaybiyyah. Auf den ersten Blick schienen die Bedingungen vollends gegen die Muslime zu sein.
Doch der Gesandte Allahs (FSMI) konnte bereits die großen Siege sehen, die diesem Frieden folgen würden. Die Gefährten waren sehr enttäuscht. Sie konnten nicht verstehen, warum diese erschwerten Bedingungen akzeptiert worden waren. Bis zu diesem Tag hatte der Gesandte Allahs (FSMI) seine Gefährten oft um Rat gefragt und ihre Meinungen angehört. Doch bemerkenswerterweise beriet er sich an diesem Tag mit niemandem, obwohl niemand mit ihm übereinstimmte. Er wusste, dass Allahs Plan anders war und dass es auf diese Weise geschehen musste. Nun war es Zeit, den Ihram zu verlassen und nach Medina zurückzukehren.
Der Gesandte Allahs (FSMI) befahl den Gefährten, ihre Köpfe zu rasieren und ihre Opfertiere zu schlachten. Normalerweise wetteiferten die Gefährten darin, seine Befehle auszuführen. Doch dieses Mal war es das Gegenteil. Obwohl der Prophet (FSMI) den Befehl dreimal wiederholte, stand niemand auf. Der Gesandte Allahs (FSMI) wusste nicht, was er tun sollte. Er ging zum Zelt seiner Frau Umm Salama und erzählte ihr, was geschehen war. Umm Salama (möge Allah mit ihr zufrieden sein) gab ihm einen Rat. Sie sagte: „O Gesandter Allahs, wenn du willst, dass sie deinem Befehl folgen, dann geh und sprich kein Wort. Schlachte dein Opfertier und rufe deinen Barbier, damit er dir den Kopf rasiert.
Wenn die Gefährten das sehen, werden sie dir folgen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) nahm diesen Rat an. Er schlachtete sein Opfertier und rasierte seinen Kopf. Als die Gefährten das sahen, taten sie dasselbe. Kurz darauf kam ein Wind und trug ihre abgeschnittenen Haare zur Kaaba. Die Gefährten fühlten, dass Allah, der nicht eine einzige Brise ohne Grund wehen lässt, ihnen damit Trost schenkte. Sie sahen es als ein Zeichen, dass ihre beabsichtigte Umrahh angenommen worden war. Tatsächlich war das Zögern der Gefährten kein Ungehorsam. Doch was war der Grund dafür? Sie warteten in der Hoffnung, dass eine Offenbarung kommen und die Entscheidung des Propheten (FSMI) ändern würde.
Schließlich hatten sie erlebt, dass Allah Seinen Gesandten im Koran manchmal ermahnte oder korrigierte. Sie hielten sich deshalb zurück, weil sie dachten, eine neue Offenbarung könnte folgen. Sobald der Prophet (FSMI) den Ihram verließ, begannen auch sie, den Ihram zu verlassen. Nun war es Zeit, nach Medina zurückzukehren. Sie hatten ihre Reise mit großer Freude begonnen, doch nun kehrten sie traurig zurück. Sie waren angespannt und tief betrübt. Sie brauchten dringend etwas, das ihre Moral wieder stärkte. Genau da sandte ihr Herr die frohe Botschaft, nach der sie sich sehnten, und nahm ihre Unsicherheit und Verzweiflung fort.
Plötzlich zeigten sich am Gesandten Allahs (FSMI) die Zeichen der Offenbarung. Die gesamte Sure Al-Fath wurde auf einmal offenbart. „Wahrlich, Wir haben dir einen klaren Sieg verliehen. Wahrlich, Allah hat die Vision Seines Gesandten in Wahrheit erfüllt. Ihr werdet die geschützte Moschee gewiss in Sicherheit betreten, so Allah will, mit rasierten Köpfen und gekürztem Haar, ohne Furcht. Er wusste, was ihr nicht wusstet, und so gewährte Er euch zuvor einen nahen Sieg.“ Umar fragte: „O Gesandter Allahs, ist dieser Vertrag wirklich ein Sieg?“ Er antwortete: „Ja, bei Allah, er ist wahrlich ein Sieg.“ Diese Worte brachten Erleichterung in die Herzen der Gefährten.
Sie würden erst mit der Zeit verstehen, wie sich dies zu einem Sieg entwickeln würde. Alles, was sie jetzt tun konnten, war abzuwarten und zu sehen. Nach einer langen Reise kehrten sie nach Medina zurück. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte mit den Menschen von Mekka ein Abkommen unterzeichnet, zehn Jahre lang nicht zu kämpfen. Hudaybiyyah galt zunächst als eine Niederlage für den Islam. Doch im Gegenteil – es sollte zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Ergebnissen, die weder die Quraisch erhofft hatten, noch die Muslime sich vorstellen konnten. Bald würden die Quraisch diesen Vertrag bereuen und eine seiner Bedingungen aufheben wollen.
Schritt für Schritt würde alles genau nach Allahs Plan geschehen. Unerwartete Feinde, unerwartete Siege. Welcher Sieg ist eurer Meinung nach größer? Der Sieg durch das Schwert oder der Sieg durch die Feder? Auch wenn der Sieg durch das Schwert schwieriger zu erreichen ist, ist der durch die Feder weitaus größer. Der Gesandte Allahs (FSMI) wusste das. Und deshalb akzeptierte er diesen Vertrag. Hudaybiyyah würde zu einem der größten Siege der Geschichte werden, der mit der Feder errungen wurde. Bald würde die wahre Saat des Sieges, die hinter diesem Abkommen verborgen war, zu wachsen beginnen. Der erste von ihnen war Abu Basir, der von Mekka nach Medina floh.
Er ahnte nicht, dass diese Flucht nicht nur für ihn selbst ein Ausweg werden würde, sondern auch für Dutzende andere Muslime. Abu Basir stammte aus dem Stamm Thaqif. Er war ein mutiger Mann, der in jungen Jahren den Islam annahm. Als er die harten Bedingungen in Mekka nicht länger ertragen konnte, fand er einen Fluchtweg und machte sich auf nach Medina, zu seinen Brüdern. Doch die Götzendiener wollten ihn nicht gehen lassen. Drei Tage später schickten die Quraisch zwei Männer, um Abu Basir zurückzubringen. Sie kamen zum Gesandten Allahs (FSMI) und sagten: „Wir erinnern dich an den Vertrag, den du mit uns geschlossen hast.“ Dann verlangten sie seine Rückgabe.
Aufgrund ihres Abkommens musste der Gesandte Allahs (FSMI) Abu Basir zurückgeben. Er sagte zu ihm: „O Abu Basir, du weißt, dass wir mit den Quraisch einen Vertrag haben. Sie haben unser Wort. In unserer Religion dürfen wir unser Versprechen nicht brechen. Allah wird dir gewiss Erleichterung und einen Ausweg schaffen für dich und andere hilflose Muslime, die bei den Muschrikun festgehalten werden.“ Abu Basir fragte: „O Gesandter Allahs, gibst du mich den Muschrikun zurück, damit sie mich foltern und mich von meiner Religion abbringen?“ Stellt euch diese Verzweiflung vor. Es gab nichts, was man tun konnte. Was sagte der Gesandte Allahs (FSMI)? „Geh.
Allah wird gewiss einen Ausweg für dich und für andere wie dich schaffen.“ Dann übergab er ihn den Männern, die gekommen waren. Die beiden Männer machten sich mit Abu Basir auf den Weg nach Medina. Doch Abu Basir hatte nicht vor, aufzugeben oder nach Mekka zurückzukehren. Als sie Dhul-Hulayfah erreichten, machten sie eine Pause, um sich auszuruhen. Abu Basir hielt ständig Ausschau nach einer Gelegenheit zur Flucht. Zuerst beschloss er, ihr Vertrauen zu gewinnen, und gab sich freundlich. Er begann eine Unterhaltung.
Zu einem von ihnen sagte er: „Dein Schwert da sieht ziemlich scharf aus.“ „Ja, es ist sehr scharf.“ Dann fragte Abu Basir ruhig: „Darf ich es mir einmal ansehen?“ „Natürlich, sieh es dir an.“ Abu Basir hatte gerade die perfekte Gelegenheit gefunden. Er riss das Schwert an sich, griff den Mann an und tötete ihn. Als der andere Mann das sah, floh er so schnell er konnte zurück nach Medina. Er ging direkt zum Gesandten Allahs (FSMI) und sagte: „Mein Gefährte wurde getötet, und ich beinahe auch!“ Während er noch dort war, kam auch Abu Basir an.
Er sagte: „O Gesandter Allahs, du hast dein Wort gehalten, indem du mich ihnen übergeben hast, und nun hat Allah mich vor ihnen gerettet.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) sagte: „Dieser Mann kann einen Krieg entfachen. Wenn er nur ein paar Männer bei sich hätte, gäbe es fast nichts, was er nicht tun würde.“ Dennoch konnte Abu Basir wegen des Vertrags nicht in Medina bleiben. Also verließ er die Stadt und ließ sich im Tal von Ish nieder, an der Straße von Mekka nach Scham. Dieses Tal wurde sein neuer Zufluchtsort. Als die Muslime, die in Mekka gefangen waren, und jene, die ihren Glauben verbargen, davon hörten, flohen sie einer nach dem anderen und sammelten sich um Abu Basir.
Der erste von ihnen war Abu Jandal. Erinnert ihr euch? Er war der Sohn von Suhayl ibn Amr. Nach dem Vertragsabschluss von Hudaybiyyah war er zum Gesandten Allahs gekommen, musste jedoch den Muschrikun zurückgegeben werden. Und nun hatte er erneut einen Weg zur Flucht gefunden. Als er erfuhr, wo sich Abu Basir befand, ging er zu ihm, um sich ihm anzuschließen. In kurzer Zeit erreichte ihre Zahl 70. Als sich andere aus den umliegenden Stämmen anschlossen, stieg ihre Zahl auf 300. Auf diese Weise hatte Abu Basir eine starke Gruppe um sich versammelt. Die Quraisch hatten sie zuvor in ihren eigenen Gebieten eingesperrt und gefoltert.
Nun waren Abu Basir und seine Männer entschlossen, die Muschrikun ihre Entscheidung bereuen zu lassen. Für die Quraisch waren ihre Handelskarawanen nach Scham von großer Bedeutung. Das Lager von Abu Basir und seinen Männern lag genau an dieser Straße. Sie begannen, die Handelsroute zu blockieren und die Karawanen der Quraisch zu überfallen. Durch ihre Angriffe schwächten sie die Götzendiener. Diese Probleme hatten sich die Quraisch selbst zuzuschreiben. Sie hatten einen Punkt erreicht, an dem sie mit Abu Basirs Männern nicht mehr fertig wurden.
Hätten sie im Vertrag nicht auf jener Bedingung bestanden: „Jeden Mann von uns, der zu euch kommt, werdet ihr zurückschicken“, dann wäre eine solche Gruppe nie entstanden. Hier begannen die ersten Früchte des Abkommens, das scheinbar völlig gegen die Muslime gerichtet war, sichtbar zu wachsen. Von den Menschen in Medina wollte niemand nach Mekka zurückkehren. Seit der Vertrag geschlossen worden war, hatte es keinen Konflikt zwischen ihnen und Mekka gegeben. Eine Zeit lang war es ruhig. Doch die Quraisch waren nicht der einzige Feind. Auch die Juden stellten eine große Gefahr dar. Nachdem sie aus Medina vertrieben worden waren, sammelten sie sich in Khaybar.
Ihr erinnert euch: Sie hatten die arabischen Stämme mobilisiert und gegen Medina geführt und so die Grabenschlacht verursacht. Die Juden ermutigten einander, Medina anzugreifen, und hielten Reden, um sich gegenseitig anzuspornen. Der Gesandte Allahs (FSMI) erhielt Nachrichten über Aktivitäten in Khaybar. Daraufhin sandte er einige Gefährten aus, um Informationen zu sammeln. Die Juden bereiteten sich auf Krieg vor. Mit jedem Tag wurde Khaybar zu einer bald kaum beherrschbaren Gefahr. Diese Gefahr musste ein für alle Mal beendet werden. Wenn die Quraisch weiter eine Bedrohung für die Muslime gewesen wären, wäre diese Situation viel schwieriger zu bewältigen gewesen.
So hatte Allah durch Seinen unglaublichen Plan Seinem Gesandten einen Traum gezeigt und ihn zur Umrahh geleitet. Und schließlich wurde der Vertrag von Hudaybiyyah geschlossen. Damit verringerte sich die Zahl der Feinde von zwei auf einen. Nun konnten die Muslime gegen Khaybar ziehen. Der Gesandte Allahs (FSMI) beschloss aufzubrechen und befahl seinen Gefährten, sich sofort vorzubereiten. Die muslimische Armee versammelte sich umgehend. Ihre Zahl erreichte 1.600, darunter 200 Reiter. Dies waren nur diejenigen, die mit dem Propheten (FSMI) aus Medina aufbrachen. Später schlossen sich weitere 400 Menschen aus dem Stamm der Daus an. Unter ihnen befand sich auch der berühmte Abu Huraira.
Es war das siebte Jahr nach der Hidschra. Das Banner der muslimischen Armee trug Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein), und Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) führte den rechten Flügel der Armee. Dann erreichten sie einen Ort namens Radschi und lagerten dort. Dies war ein strategischer Punkt zwischen Khaybar und dem Gebiet der Ghatafan. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte diesen Ort nicht ohne Grund gewählt. Die Juden von Khaybar hatten die Ghatafan um Hilfe gebeten, und sie hatten zugestimmt. Sie hatten versprochen, dass sie, falls nötig, kommen und die muslimische Armee aus den Festungen von Khaybar bekämpfen würden. Der Prophet (FSMI) hatte von dieser Situation erfahren.
Um diese Hilfe zu verhindern, machte er den Ghatafan ein Angebot. Wenn sie zusagen würden, den Juden nicht zu helfen, würden sie nach der Eroberung ein Jahr lang die Dattelernte von Khaybar erhalten. Doch sie lehnten ab. Indem der Gesandte Allahs (FSMI) seine Armee dort stationierte, blockierte er jede Hilfe, die von Ghatafan zu den Juden gelangen konnte. Dann rückte der Gesandte Allahs (FSMI) mit seiner Armee von Radschi in Richtung Khaybar vor. Als er ankam, war es Nacht. Da es nicht seine Gewohnheit war, nachts anzugreifen, wartete er bis zum Morgen. Nach Sonnenaufgang, völlig ahnungslos, kamen die Juden aus ihren Festungen heraus, um zu ihren Feldern zu gehen.
Doch als sie die muslimische Armee direkt vor sich sahen, erstarrten sie. Sie riefen: „Muhammad und seine Armee!“ und flohen in Panik zurück, um in ihren Festungen Schutz zu suchen. Die meisten von ihnen hatten nie gedacht, dass der Prophet (FSMI) sie belagern würde. Schließlich waren ihre Festungen stark, sie hatten viele Männer und reichlich Waffen. Eine so starke Festung würde der Gesandte Allahs (FSMI) doch niemals belagern! Doch die Dinge verliefen anders als sie sich vorgestellt hatten. Der Gesandte Allahs bot ihnen zuerst an, den Islam anzunehmen. Wenn sie ablehnten, müssten sie eine Abgabe an die Muslime zahlen.
Er erklärte, dass, wenn der Frieden nicht auf einem dieser beiden Wege zustande käme, dann würde es Krieg geben. Die Juden von Khaybar berieten sich untereinander. Doch kurze Zeit später begannen sie, Pfeile auf die Muslime zu schießen. Sie hatten das Angebot abgelehnt. Alle jüdischen Soldaten versammelten sich in Natat, ihrer stärksten Festung. Und sie brachten ihren Besitz und ihre Familien in andere Festungen. Eine jüdische Armee von 10.000 ließ einen Pfeilhagel auf nur 1.600 Gefährten niedergehen. An diesem Tag wurden etwa 50 Mudschaheddin verwundet.
Jeden Morgen zogen der Prophet (FSMI) und die Mudschaheddin auf die Anhöhe nahe der Festung Natat und kämpften bis zum Abend gegen die Juden. Am Abend kehrten sie nach Radschi zurück. Während dieser Zeit litt der Gesandte Allahs (FSMI) unter starken Kopfschmerzen. Deshalb konnte er zwei Tage lang nicht das Heer führen. Zuerst übertrug er Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) das Kommando und sandte ihn in den Kampf gegen die Juden. Doch die Eroberung gelang nicht. Am nächsten Tag übergab er das Banner Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Auch ihm wurde der Sieg nicht gewährt. Das machte den Juden Mut. Also öffneten sie ihre Tore und begannen den Nahkampf.
Die Schlacht dauerte bis zum Abend an. So sehr sich die Muslime auch bemühten, sie konnten keinen Erfolg erzielen. Eines Tages während der Belagerung sagte der Gesandte Allahs: „Morgen werde ich das Banner einem Mann geben, den Allah und Sein Gesandter lieben, und der Allah und Seinen Gesandten liebt. Allah wird durch ihn den Sieg gewähren.“ Eine Welle der Neugier verbreitete sich unter den Gefährten. Alle begannen sich zu fragen: „Wer wird diese Ehre erhalten?“ Denn wer würde nicht ein solches Lob erhalten wollen? Dutzende Gefährten verbrachten diese Nacht mit dieser Hoffnung und diesem Wunsch.
Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte später: „Nie habe ich mir gewünscht, das Kommando zu erhalten, so sehr wie an diesem Tag.“ Nach dem Fadschr-Gebet befahl der Gesandte Allahs (FSMI), das Banner zu bringen. Alle Augen waren auf das Banner in seiner Hand gerichtet. Alle Ohren warteten auf die Worte, die er sprechen würde. Der Gesandte Allahs (FSMI) fragte: „Wo ist Ali?“ Damit war klar, wer der Eroberer sein würde. Doch zu diesem Zeitpunkt litt Ali an einer Augenentzündung und konnte seine Augen nicht öffnen. Die Gefährten sagten: „O Gesandter Allahs, seine Augen schmerzen.“ Trotzdem sagte der Gesandte Allahs (FSMI): „Ruft ihn trotzdem.
Sagt ihm, er soll kommen.“ Als Ali dies hörte, kam er mit Hilfe der Gefährten zum Propheten. Da machte der Gesandte Allahs (FSMI) Dua zu Allah, und seine schmerzenden Augen waren sofort geheilt. Von diesem Tag an hatte Ali nie wieder Augenschmerzen. Der Gesandte Allahs (FSMI) sprach auch dieses Dua: „O Allah, nimm von ihm die Mühsal von Hitze und Kälte.“ Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte später: „Von diesem Tag an machten mir weder Hitze noch Kälte etwas aus.“ Man sah ihn oft im Sommer Winterkleidung tragen und im Winter Sommerkleidung. Der Gesandte Allahs (FSMI) übergab Ali das Banner und legte ihm ein Kettenhemd an. Dann befahl er: „Kämpfe, bis Allah dir den Sieg gewährt.
Und weiche nicht zurück.“ Ali nahm das Banner und rückte vor. Nachdem er eine Weile gegangen war, fragte er den Propheten (FSMI): „O Gesandter Allahs, wofür soll ich gegen sie kämpfen?“ Die Antwort war klar: „Kämpfe gegen sie, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Rücke ruhig vor, bis du ihre Festungen erreichst.“ Dann lade sie zum Islam ein. Wenn sie ihn annehmen, erkläre ihnen ihre Pflichten. Bei Allah, wenn auch nur ein Mensch durch dich von Allah rechtgeleitet wird, ist es besser für dich als eine Herde roter Kamele.“ Das bedeutet: besser als der wertvollste Besitz.
Diese Worte zeigten auch den wahren Zweck der islamischen Eroberungen. Das einzige Ziel war, die Botschaft des Islam zu überbringen und das ewige Leben der Menschen zu retten. Ali rückte heldenhaft an der Spitze der Mudschaheddin vor. Als er die Mauern der Festung Natat erreichte, rammte er das Banner in den Boden. Er erklärte ihnen den Islam und lud sie ein, Muslime zu werden. „O Leute der Schrift! Tretet in die Religion des Islam ein, dann werdet ihr gerettet sein.“ Doch die Juden lehnten ab. Sie kamen aus ihren Festungen heraus, um zu kämpfen.
In diesem Moment erschallte ein lauter Ruf: „Ich bin der Mann, der selbst brüllende Löwen mit Schwert und Speer niederstreckt!“ Alle wandten sich der Stimme zu. Dort stand ein stattlicher, furchteinflößender Krieger, der zwei Schichten Rüstung und zwei Schwerter trug. Es war Marhab, der als der tapferste der Juden von Khaybar bekannt war. Er hatte gehört, dass sein Bruder getötet worden war. Darum kam er mit seinen Soldaten aus der Festung heraus. Er versuchte, den Muslimen Angst einzujagen und suchte nach einem Gegner. Dann war eine andere Stimme zu hören. „Ich bin der, den seine Mutter Haydar nannte! Ich bin wie die mächtigen Löwen des Waldes! Ich lasse dich nicht am Leben!
Ich werde dich niederstrecken!“ Das war Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Bannerträger der muslimischen Armee. Die beiden standen sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ali kämpfte mit dem Schwert des Propheten (FSMI). Nach einer Weile versetzte er einen so gewaltigen Schlag, dass Marhabs Schild und sein zweischichtiger Helm zerbrachen. Derselbe Schlag drang noch tiefer und tötete ihn sofort. Als die Juden das schreckliche Ende ihres stärksten Kriegers sahen, erfüllte Furcht ihre Herzen. Genau an diesem Punkt sollte sich der Verlauf der Ereignisse ändern. Als der Gesandte Allahs (FSMI) diese Szene sah, verkündete er den Mudschaheddin die frohe Botschaft. „Freut euch!
Die Eroberung von Khaybar ist nun leicht geworden.“ Danach rückten die Muslime mit großem Mut auf den Feind vor. Die Gefährten kämpften sich bis zu den Toren der Festung vor. In diesem Moment schlug ein jüdischer Soldat mit seinem Schwert auf Alis Schild und schlug ihn ihm aus der Hand. Ali blickte sich um und sah das Festungstor. Zeugen dieses Tages berichten, dass Ali das gewaltige Tor herausriss und es als Schild benutzte. Als die Juden ihre Männer fallen sahen, flohen sie voller Schrecken, ohne sich auch nur umzublicken. Die Worte des Gesandten Allahs (FSMI) hatten sich bewahrheitet: Allah hatte den Muslimen den Sieg gewährt – durch die Hände von Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein).
Das Bemerkenswerte ist: Als diese Furcht die jüdische Armee von 10.000 ergriff, hatten sie nicht einmal hundert Männer verloren. Während die Gefährten sich nach dem Märtyrertum sehnten, versuchten die Juden in Angst vor dem Tod zu fliehen. Beide Seiten glaubten, dass ihre Religion die wahre sei. Doch die Juden hingen stark am diesseitigen Leben. Im Koran sprach Allah durch Seinen Gesandten so zu ihnen: „Sprich: Wenn die jenseitige Wohnstatt bei Allah allein euch gehört und nicht den anderen Menschen, dann wünscht euch den Tod, wenn ihr wahrhaftig seid. Doch sie werden ihn niemals wünschen, wegen dessen, was ihre Hände vorausgeschickt haben. Allah kennt die Ungerechten sehr wohl.
Du wirst sie ganz gewiss als die Menschen finden, die am gierigsten am Leben festhalten. Sogar mehr als die Götzendiener. Jeder von ihnen wünscht sich, tausend Jahre zu leben. Selbst wenn sie so lange leben würden, würde es sie nicht vor der Strafe bewahren. Allah sieht sehr wohl, was sie tun.“ Bei der Verfolgung der fliehenden feindlichen Soldaten betraten Ali und die Mudschaheddin die Festung Natat. Doch dort fanden sie nur Kinder vor. Sie taten ihnen nichts. Die jüdischen Soldaten hatten Natat verlassen. Danach zogen die Mudschaheddin zur Festung Na'im und eroberten auch sie. Daraufhin ergab sich auch die Festung Sa'b ibn Mu'adh.
Als die Juden während der Belagerung sahen, wie ihre Festungen nacheinander fielen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als um Frieden zu bitten. Eigentlich war es für eine solche Bitte zu spät. Doch der Gesandte Allahs (FSMI) nahm sie an. Sie wurden verschont und durften Khaybar mit ihren Familien verlassen. Jede Familie durfte eine Kamelladung ihres Besitzes mitnehmen. Gerade als sie sich zum Aufbruch bereit machten, kamen sie mit einem Vorschlag zum Gesandten Allahs (FSMI). „O Abul-Qasim!
Deine Leute sind mit diesen Ländern nicht vertraut, und wir wissen, wie man die beste Ernte erzielt.“ Warum vereinbaren wir nicht, die Ernte zwischen uns aufzuteilen?“ Der Gesandte Allahs (FSMI) und die Gefährten konnten nicht in Khaybar bleiben. Außerdem war es für sie nicht möglich, sich um dieses Land zu kümmern. Aus diesem Grund nahm der Prophet (FSMI) ihr Angebot an und erlaubte den Juden, in Khaybar zu bleiben – unter der Bedingung, jedes Jahr die Hälfte der Ernte zu teilen. Allerdings konnte der Prophet (FSMI) diese Vereinbarung jederzeit beenden. Denn es war nicht abzusehen, was sie in Zukunft tun würden. Diese Bedingung sollte verhindern, dass sie etwas Unrechtes taten.
Jedes Jahr zur Zeit der Ernte schickte der Gesandte Allahs (FSMI) Abdullah ibn Rawaha nach Khaybar. Abdullah teilte die Ernte in zwei Hälften und ließ dann die Juden wählen. Er sagte: „Nehmt, welche Hälfte ihr wollt.“ Als die Juden diese Gerechtigkeit sahen, sagten sie: „Es ist diese Gerechtigkeit, durch die Himmel und Erde bestehen.“ Trotzdem hielten sie sich nur etwa zwölf Jahre an diese Vereinbarung. Während des Kalifats von Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) verursachten sie Unruhe und brachen den Vertrag. So wurden sie schließlich aus Khaybar vertrieben. Khaybar war nun erobert und das Abkommen geschlossen.
Der Gesandte Allahs (FSMI) und seine Gefährten hatten sich zur Ruhe gelegt. Doch eine jüdische Frau namens Zainab schmiedete einen hinterhältigen Plan. Sie wollte versuchen, den Gesandten Allahs zu vergiften. Sie briet ein Schaf und vergiftete jedes Stück davon mit starkem Gift. Dann brachte sie es zu ihnen. Die Gefährten setzten sich gemeinsam zum Essen. Der Gesandte Allahs (FSMI) nahm ein Stück von der Schulter des Schafes, sagte „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim“ und führte es zum Mund. Doch sobald er es gekostet hatte, nahm er es sofort wieder heraus und sagte: „Zieht eure Hände zurück!
Das Fleisch hat mir gesagt, dass es vergiftet ist!“ Die Gefährten zogen schnell ihre Hände vom Essen zurück. Doch einer von ihnen hatte bereits ein Stück des Fleisches geschluckt. Bishr ibn Bara wurde blau im Gesicht und erlitt den Märtyrertod. Die Frau, die dies getan hatte, Zainab, wurde gefasst und zum Propheten (FSMI) gebracht. Der Gesandte Allahs fragte sie, warum sie das getan habe. Sie antwortete: „Ich sagte mir selbst: ‚Wenn er wirklich ein Prophet ist, wird Allah ihn darüber informieren. Wenn er aber kein Prophet ist, wird dieses Gift ihn töten, und so werden wir ihn los werden.‘“ Der Gesandte Allahs (FSMI) pflegte denen stets zu vergeben, die ihm Unrecht taten.
Nach einer Überlieferung vergab er der Frau. Nach einer anderen wurde sie getötet. Die Gelehrten erklären das Geschehene so: Der Gesandte Allahs vergab ihr, was sie ihm angetan hatte. Doch weil Bishr zum Märtyrer wurde, überließ er die Entscheidung seiner Familie. Sie entschieden sich, ihr Recht auf Qisās (gleichwertige Vergeltung) zu nutzen, und die Frau wurde hingerichtet. Während der Prophet (FSMI) noch in Khaybar war, geschah etwas, das ihm große Freude bereitete. Unter der Führung von Ja'far ibn Abi Talib trafen die Muslime aus Abessinien ein. Wie ihr euch erinnert, hatte der Gesandte Allahs Najashi gebeten, sie zurückzuschicken.
Der Gesandte Allahs war so erfreut, dass er sagte: „Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: Über die Eroberung von Khaybar oder über die Ankunft von Ja'far?“ „Es ist mir eine Freude, mit dir Geschäfte zu machen.“ Mit der Eroberung von Khaybar war Medina erfüllt von Wohlstand und Segen. „Frische Datteln, kommt her!“ Doch in Mekka war es genau umgekehrt. Eine schwere Hungersnot war ausgebrochen, und mit jedem Tag wurden die Menschen ärmer und ärmer. „Wir sind fast da.“ Das waren die Menschen, die die Gefährten jahrelang gefoltert hatten, sie aus ihren Häusern vertrieben hatten und sie so hungern ließen, dass sie sich Steine an den Bauch banden.
Nun waren sie in dieser verzweifelten Lage. Im Koran sagte Allah zu Seinem Gesandten: „Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Welten gesandt.“ Das Herz des Gesandten Allahs war so voller Mitgefühl, dass er die Lage der Quraisch, die seine Verwandten waren, nicht ertragen konnte. Darum schickte er reichlich Nahrung und Versorgung nach Mekka. Er zeigte sogar seinen Feinden Barmherzigkeit. Obwohl einige der Muschrikun diese Hilfe nicht annehmen wollten, nahm Abu Sufyan diese Vorräte und verteilte sie an die Armen. Er sagte: „Mein Neffe hat dies geschickt. Möge Allah ihn dafür belohnen.“ Unter den Geschenken waren auch Datteln aus Medina für Abu Sufyan.
Die Hilfe des Propheten (FSMI) für seine Verwandten hatte die Saat des Glaubens in ihre Herzen gepflanzt. Mit der Zeit würde diese Saat keimen und Wurzeln schlagen. Seit dem Vertrag von Hudaybiyyah war ein Jahr vergangen. Der lange ersehnte Tag war endlich gekommen. Es war Zeit für die ʿUmrah al-Qaḍāʾ. Wie ihr euch erinnert, mussten die Gefährten umkehren, ohne Mekka zu betreten, ohne die Kaaba überhaupt zu sehen. Die ʿUmrahh, die sie an jenem Tag nicht vollziehen konnten, würde nun stattfinden. Nach sieben langen Jahren würden sie wieder mit ihrer Heimat vereint sein und Tawaf um die Kaaba machen. Der Gesandte Allahs gebot seinen Gefährten, sich auf die Umrah vorzubereiten.
Als alles bereit war, brach der Gesandte Allahs mit 2.000 Gefährten nach Mekka auf und mit 70 Kamelen zum Opfern. Als der Gesandte Allahs Dhul-Hulayfah erreichte, etwa 10 Kilometer außerhalb von Medina, trat er in den Ihram ein. Dann folgten ihm die Gefährten. Nun waren alle in Weiß gekleidet. Mit lauter Stimme begannen sie gemeinsam die Talbiyah zu sprechen. „Labbayk Allahumma Labbayk (Hier bin ich, o Allah, hier bin ich).“ „Labbayk la scharika laka labbayk (Hier bin ich, Du hast keinen Partner, hier bin ich).“ Die Anführer der Quraisch hatten Mekka verlassen und waren in die Berge gegangen, um nicht die Freude des Propheten (FSMI) und der Gefährten sehen zu müssen.
Sie konnten es nicht ertragen, die Kaaba als Zentrum des Islam zu sehen. Der Gesandte Allahs betrat Mekka auf seinem Kamel Qaswa, gefolgt von den Gefährten. Einige der Männer der Muschrikun, zusammen mit Frauen und Kindern, beobachteten sie von Dar an-Nadwa aus. Als der Gesandte Allahs die Kaaba betrat, legte er seine rechte Schulter frei. Dann sagte er zu seinen Gefährten: „Möge Allah dem Mann Barmherzigkeit erweisen, der diesen Muschrikun heute seine Stärke und Kraft zeigt.“ Die Götzendiener beobachteten die Gefährten von aus der Ferne und waren erstaunt über ihre kraftvolle Haltung.
Denn es hatten sich Gerüchte verbreitet, dass die Muslime schwach und kränklich geworden seien, nachdem sie nach Medina gegangen waren. Und so gab der Gesandte Allahs seine Antwort. Alle Rituale der Umrahh wurden erfüllt. Dann rasierte der Gesandte Allahs seinen Kopf und trat aus dem Ihram heraus. Und die Gefährten taten dasselbe. So erfüllte sich der Traum, den der Prophet (FSMI) genau ein Jahr zuvor gesehen hatte. Für diesen Umrahh-Besuch wurde ein Zelt für den Propheten (FSMI) aufgebaut. Die Gefährten wohnten drei Tage lang in Zelten um ihn herum. Zu den Gebetszeiten versammelten sie sich an der Kaaba und beteten gemeinsam.
In dieser Zeit besuchten sie auch ihre Verwandten und erzählten ihnen vom Islam, durch ihre Worte und ihr Verhalten. Mit ihrer Haltung und ihren Taten waren sie für alle ein Vorbild. Während dieser drei Tage versuchten sie, Mekka von innen heraus zu gewinnen. Bei vielen Quraisch begannen Hass, Zorn und Vorurteile gegenüber ihren früheren Freunden zu schwinden. Jeder sehnte sich nach einem herzlichen Gespräch mit einem alten Freund. Die materiellen Schwerter wurden in ihre Scheiden gesteckt, und das geistige Schwert des Koran trat hervor. Seit Beginn des Friedens war es genau dieses Schwert, das den Dschihad führte. Und es schien zu wirken.
Wieder einmal stellten die Quraisch alles infrage, woran sie geglaubt hatten, und ihre Sturheit gegenüber dem Islam. Drei unvergessliche Tage waren vergangen. Nun war es Zeit zu gehen. Auf Anordnung des Gesandten Allahs (FSMI) bereiteten sich alle auf die Rückreise vor, sammelten ihre Sachen und brachen nach Medina auf. Man kann sich kaum vorstellen, wie schmerzhaft der Abschied gewesen sein muss. Doch sie waren nicht die Einzigen, die den Schmerz der Trennung spürten. Es war ein oder zwei Jahre her, seit Abu Basir sich im Tal von Ish niedergelassen hatte. Während dieser Zeit hatten die Schäden, die seine Gruppe den Mekkanern zufügte, die Muschrikun stark erschöpft.
Sie erkannten, dass sie die Muslime nicht auf diese Weise aufhalten konnten. Außerdem kam nicht eine einzige Person von Medina nach Mekka und sagte: „Ich habe den Islam verlassen.“ Diese Bedingung hatte ihnen nichts gebracht. Damals waren sie sich sehr sicher gewesen. Doch so wie jeder einen Plan hat, hatte auch Allah Seinen Plan. Die Quraisch wussten nicht mehr, was sie tun sollten. Also schickten sie einen Boten mit einem Brief zum Gesandten Allahs.
Darin stand: „Um Allahs willen und wegen unserer Verwandtschaftsbande bitten wir dich, Abu Basir und seinen Gefährten mitzuteilen, dass von nun an jeder, der zu dir nach Medina kommt, sicher und geschützt ist und nicht zurückgeschickt wird.“ Der Gesandte Allahs nahm diese Bitte an und schickte einen Brief an Abu Basir, in dem er ihn und seine Brüder nach Medina einlud. Doch Abu Basir war zu dieser Zeit schwer krank. Als ihn der Brief des Propheten (FSMI) erreichte, lag er in seinen letzten Atemzügen. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Mit schwachen Händen nahm er den Brief und strich ihn über Gesicht und Augen. Er war erfüllt von der Sehnsucht, den Gesandten Allahs (FSMI) wiederzusehen.
Er starb, bevor er den Brief überhaupt zu Ende lesen konnte. Sein Treffen mit dem Gesandten Allahs wurde auf das Paradies verschoben. Er war aus Mekka geflohen, nur um seine Religion ausüben zu können. Er hatte seine Pflicht in dieser Welt erfüllt und war nun auf dem Weg in seine wahre Heimat, das Jenseits. Abu Jandal und die anderen Muslime verrichteten sein Totengebet und begruben ihn. Dann errichteten sie dort eine Moschee, damit sein Grab nicht vergessen werde. Danach gingen Abu Jandal und seine Gefährten nach Medina zum Propheten (FSMI). Was sagte der Vers über den Vertrag von Hudaybiyyah? Ein klarer Sieg. Und genau das war er. Doch das war erst der Anfang.
Die Quraisch verloren ihre Männer nach und nach. Ihre stärksten Männer, von denen sie dies nie gedacht hätten, schlossen sich dem Islam an, Hudaybiyyah war der Schlüssel zu einem großen Sieg. Und diese Namen würden zu Schlüsseln vieler weiterer Siege werden. Schließlich rückte jener gesegnete Tag näher. Mekka sollte befreit werden. Die Jahre der Sehnsucht würden ein Ende finden. Und die Muslime von Mekka würden in ihre Häuser zurückkehren. Seid ihr bereit, einen der größten Siege des Islam mitzuerleben? Die Eroberung von Mekka mit vielen bewegenden Szenen erwartet uns in der nächsten Folge. Bleibt dran. „Allahu Akbar. „Allahu Akbar.“ „Allahu Akbar. Allahu Akbar.“
Alle KI-Visualisierungen wurden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten erstellt und entsprechen den islamischen Richtlinien. Es war Anfang des Jahres 629. Sieben Jahre waren seit der Hidschra (Auswanderung) vergangen. Die Mission des Gesandten Allahs (FSMI) war es, die Botschaft des Islam in die ganze Welt zu tragen. Denn er war kein Prophet nur für die Quraisch oder für Arabien; er wurde zur ganzen Menschheit gesandt. Die Briefe wurden also geschrieben und die als Gesandte bestimmten Gefährten machten sich auf den Weg. Zum Byzantinischen Reich sandte der Gesandte Allahs (FSMI) Dihya al-Kalbi. Willkommen im Palast.
Als er ankam, wurde er vom Statthalter empfangen und vor Kaiser Heraklius geführt. Der Kaiser nahm den Brief entgegen und befahl, ihn laut vorzulesen. „Wir wollen ihn hören.“ Während er zuhörte, begann er sich zu erinnern, was in ihren heiligen Schriften stand. Sie hatten die frohe Botschaft von einem Propheten verkündet, der kommen würde, und seine Eigenschaften beschrieben. Nun hatte jemand, der behauptet, ein Prophet zu sein, ihm einen Brief gesandt. Konnte dies derjenige sein, auf den sie gewartet hatten? Das brachte ihn zum Nachdenken. „Bitte ruht euch aus. Ihr müsst von der Reise müde sein.“ Dann tat er zwei wichtige Dinge.
Zuerst schrieb er einen Brief an seinen engen Freund, den Patriarchen von Byzanz, Daghatir al-Usquf. Er vertraute seinem Rat, deshalb erklärte er ihm die Situation und bat ihn um seine Meinung. Zweitens befahl er seinen Männern: „Geht und prüft, ob jemand aus dem Stamm dieses Mannes hier ist, der behauptet, ein Prophet zu sein.“ Kurz darauf sandte der Patriarch seine Antwort. Doch was antwortete er? Dazu kommen wir gleich. Zuerst schauen wir uns das Gespräch des Kaisers mit einem alten Bekannten an: Abu Sufyan. Ja, Abu Sufyan war zufällig in der Region, um Handel zu treiben. Als Soldaten ihn auf dem Marktplatz sahen, brachten sie ihn zusammen mit seinen Gefährten zum Kaiser.
Sie wurden zur Kirche von Ilya geführt. Daraufhin ließ Heraklius sie vor den Hof bringen. „Eure Majestät.“ Er hatte alle hochrangigen römischen Beamten und religiösen Führer um sich versammelt. Der Kaiser fragte: „Wer von euch ist mit diesem angeblichen Propheten am nächsten verwandt?“ „Ich bin ihm am nächsten verwandt.“ „Bringt ihn näher zu mir und lasst seine Gefährten hinter ihm stehen. Ich muss ihm einige Fragen über diesen Mann stellen. Wenn er mich anlügt, müsst ihr ihn sofort entlarven.“ Bei diesem Vorgehen konnte Abu Sufyan nicht lügen. Heraklius begann, ihm Fragen zu stellen.
„Welchen Status hat seine Familie unter euch?“ „Er gehört zu einer angesehenen Familie.“ „Habt ihr ihn jemals zuvor der Lüge beschuldigt?“ „Nein.“ „Wer folgt ihm? Die Vornehmen oder die Armen?“ „Die Armen und Schwachen folgen ihm.“ „Nimmt die Zahl seiner Anhänger zu oder ab?“ „Sie nimmt zu.“ Abu Sufyan verstand nicht, warum diese Fragen gestellt wurden, doch jede von ihnen hatte einen Zweck. „Habt ihr jemals Krieg gegen ihn geführt?“ „Ja, das haben wir.“ „Wie ist es ausgegangen?“ „Manchmal hat er gesiegt und manchmal wir.“ „Was befiehlt er euch zu tun?“ „Er sagt uns, dass wir nur Allah anbeten sollen und niemanden neben Ihn stellen dürfen.
Er verbietet uns, das anzubeten, was unsere Vorfahren angebetet haben. Er befiehlt uns zu beten und die Wahrheit zu sprechen, tugendhaft zu sein und die Verwandtschaftsbande zu pflegen.“ „All das, was du beschrieben hast, sind Eigenschaften eines Propheten. Wenn das, was du sagst, wahr ist, herrscht er bald über den Boden, auf dem ich stehe. Ich wusste bereits, dass ein Prophet auftauchen würde, aber nie hätte ich erwartet, dass er aus eurem Volk stammt.“ Genau das sollte geschehen. Heraklius war sicher, dass der in Evangelium und Tora angekündigte Prophet der Prophet Muhammad (FSMI) war. Als er das ausgesprochen hatte, wurden die Stimmen im Raum lauter.
Die hochrangigen Beamten begannen untereinander zu sprechen, und der Lärm wurde immer lauter. Abu Sufyan und seine Gefährten wurden schnell hinausgeführt. „Diese Angelegenheit ist so groß geworden, dass sogar der römische Kaiser Angst vor ihm hat.“ Heraklius nahm später den Islam an, doch aus Angst, dass sein Thron erschüttert werden könnte, hielt er seinen Glauben verborgen. Doch was geschah mit dem Brief, den er an seinen Freund, den Patriarchen, geschickt hatte? Die Antwort war eingetroffen. In seinem Brief schrieb Daghatir, dass der Gesandte Allahs (FSMI) wirklich ein Prophet sei. Der Kaiser bat Dihya, auch zum Patriarchen zu gehen und ihn zum Islam einzuladen.
Die Antwort des Patriarchen und das, was er durchmachen würde, waren erschütternd. „Kehre zu deinem Propheten zurück, überbringe ihm meine Grüße, und sage ihm, dass ich glaube, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Und ich bezeuge, dass Jesus der Diener Allahs ist.“ Dann ging der Patriarch in sein Zimmer, legte sein schwarzes Gewand ab und zog sein weißes Zeremoniengewand an. Er nahm seinen Stab und trat vor die Menschen, die sich in der Kirche versammelt hatten. Nun war es Zeit, die Wahrheit zu verkünden. „O Römer! Wir haben einen Brief von einem Propheten namens Ahmad erhalten. Darin lädt er uns ein, an Allah, den Allerhöchsten, zu glauben.
Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Ahmad Sein Diener und Gesandter ist.“ Als die Menschen dies hörten, gerieten sie außer sich vor Wut. „Wie ist das möglich?! Du hast die Religion deiner Vorfahren verlassen!“ Sie stürzten sich auf Daghatir und schlugen ihn, bis er den Märtyrertod starb. Möge Allah ihm barmherzig sein. Ein weiterer Herrscher, dem ein Brief geschickt wurde, war der König von Abessinien, Nadschaschi. Amir ibn Umayya überbrachte ihn. Erinnert ihr euch? Als die Muslime jene schwierige Reise nach Abessinien machten, hatte Nadschaschi sie mit großer Freundlichkeit empfangen.
„Ihr seid in meinem Land sicher.“ Er nahm den Brief, den der Gesandte Allahs (FSMI) geschickt hatte, legte ihn aus Respekt auf seine Augen, küsste ihn und hob ihn an seine Stirn. Dann wies er einen seiner Männer an, ihn laut vorzulesen. Nachdem er den Brief gehört hatte, stieg er von seinem Thron herab, kniete sich demütig auf den Boden und sprach die Schahada (Glaubensbekenntnis). „Ashhadu an la ilaha illa Allah, wa ashhadu anna Muhammadan Rasulullah (Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist). Wenn es mir möglich wäre, zu ihm zu gehen, würde ich es tun.“ Der Gesandte, Amir ibn Umayya, hatte noch eine weitere Bitte.
„Ich möchte, dass ihr die Muslime die noch in Abessinien leben, nach Medina schickt.“ Nadschaschi sollte nie die Gelegenheit haben, den Gesandten Allahs (FSMI) zu sehen, obwohl er jahrelang diejenigen beherbergte, die ihn gesehen hatten. Nun schickte er sie nach Hause, um sich wieder mit ihm zu vereinen. Auch der Herrscher von Persien, Kisra Parvez, hatte einen Brief vom Gesandten Allahs (FSMI) erhalten. Abdullah ibn Hudhafa kam nach Persien und überbrachte Kisra persönlich die Einladung des Propheten zum Islam. Kisra ließ ihn von seinem Schreiber vorlesen. „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim. Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Von Muhammad, dem Gesandten Allahs (FSMI), an Chosrau, den Anführer der Perser.“ Kisra wurde plötzlich wütend und ließ den Brief nicht einmal zu Ende vorlesen. „Seht euch das an! Dieser Mann, der nichts weiter ist als mein Untertan, mein Diener, wagt es, mir einen Brief zu schreiben und setzt seinen Namen vor meinen!“ Mit diesen Worten zerriss er den Brief in Stücke. Als diese Nachricht den Gesandten Allahs (FSMI) erreichte, hob er seine Hände und bat Allah, ihn und sein Reich, vollständig in Stücke zu reißen. Allah erhörte das Bittgebet Seines Gesandten, und kurz danach wurde Kisra Parvez vom eigenen Sohn Schirwaih erstochen. Zerrissen in Stücke, genau wie der Brief.
Der Prophet (FSMI) hatte den genauen Monat und den Tag seines Todes vorhergesagt, und es geschah so, wie er es gesagt hatte. Was sein Reich betrifft, so wurde es von Sa'd ibn Abi Waqqas während des Kalifats von Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) zerschlagen. Der Gesandte, der nach Ägypten geschickt wurde, war Hatib ibn Abi Balta'a. Er machte sich auf, um dem Herrscher Muqauqis den Brief des Propheten zu überbringen. Da sich Muqauqis zu dieser Zeit in Alexandria befand, traf Hatib ihn dort und überreichte ihm den Brief. „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim. Von Muhammad, dem Diener und Gesandten Allahs (FSMI), an Muqauqis, den Anführer der Kopten.
Friede sei mit denen, die der Rechtleitung folgen. Nun lade ich dich zum Islam ein. Nimm den Islam an und du wirst sicher sein, und Allah wird deinen Lohn verdoppeln. Wenn du diese Einladung jedoch ablehnst, dann wird die Sünde der Kopten auf dir lasten. Sprich: „O Leute der Schrift! Kommt zu einem gemeinsamen Gespräch zwischen uns und euch: Dass wir niemanden anbeten außer Allah, und Ihm nichts beigesellen, und dass wir einander nicht zu Herren neben Allah machen. Wenn sie sich jedoch abwenden, dann sagt: Bezeugt, dass wir Muslime sind.“ Nachdem der Brief vorgelesen worden war, zeigte Muqauqis große Gastfreundschaft gegenüber Hatib ibn Abi Balta'a. Doch er sagte noch nichts dazu.
Später am Abend ließ er Hatib zu sich rufen. Nach einem langen und ausführlichen Gespräch sagte Muqauqis: „Ich wusste, dass ein weiterer Prophet kommen würde. Doch ich nahm an, dass er in Scham (der Levante) erscheinen würde, denn die meisten früheren Propheten waren von dort gekommen. Doch ich fand auch in den Schriften, dass der letzte Prophet in Arabien erscheinen würde, einem Land von Not und Armut.“ Wir fanden seine Eigenschaften im Buch Allahs niedergeschrieben. Und dies ist genau die Zeit, in der er erscheinen soll. Doch die Kopten werden nicht auf mich hören, wenn ich ihnen sage: Folgt ihm! Und ich kann meinen Thron nicht aufgeben.
Dieser Prophet wird über viele Länder herrschen, und nach ihm werden seine Gefährten bis in unsere Städte kommen und sich hier niederlassen. Am Ende werden sie die Menschen hier besiegen.“ Er verlor aus dem Blick, dass die Belohnungen des Jenseits endlos und weit besser sind. In der Sure Al-Qasas erinnert Allah uns, dass alles, was wir besitzen, in Wirklichkeit von Ihm gegeben wurde, und sagt: „Und was immer euch gegeben wurde, ist nur Genuss und Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bei Allah ist, ist besser und beständiger.
Wollt ihr nicht euren Verstand gebrauchen?“ So wurden die Briefe an die Herrscher gesandt, und die Mission, die Botschaft des Islam in neue Länder zu tragen, ging weiter. Doch die geeigneten Voraussetzungen für diese mutigen Schritte entstanden nicht leicht. Dahinter stand ein Vertrag, der große Standhaftigkeit erforderte: Der Vertrag von Hudaybiyyah, der mit den Götzendienern von Mekka geschlossen wurde. Das war etwa acht bis zehn Monate bevor die Briefe gesandt wurden. Alles begann mit einem Traum. In jener Nacht hatte der Gesandte Allahs (FSMI) einen Traum, der sich auf ganz Medina auswirken sollte. In seinem Traum besuchte er mit seinen Gefährten die Kaaba – in vollkommener Sicherheit.
Sie waren zusammen nach Mekka gegangen. Am Morgen, als der Prophet (FSMI) seinen Gefährten den Traum erzählte, empfanden sie eine große Freude. „Hey! Habt ihr es gehört? Der Gesandte Allahs hat einen Traum gehabt! In seinem Traum haben wir in Mekka die Umrah (kleine Pilgerfahrt) verrichtet!“ In Sicherheit!“ Doch warum hatte allein ein Traum eine so große Wirkung? Weil die Träume der Propheten eine Form der Offenbarung sind. Deshalb wurde dieser Traum als etwas angesehen, das sicherlich geschehen würde. Alle begannen davon zu träumen, nach Mekka zurückzukehren. Nach sechs langen Jahren der Trennung würden sie nach Mekka zurückkehren und das Haus Allahs besuchen können.
Die Vorbereitungen begannen sofort. An einem Montag brachen 1.400 Muslime voller Begeisterung aus Medina auf. Sie nahmen 70 Opfertiere (Kamele) mit sich und nur die Schwerter, die Reisende zu ihrem Schutz trugen. Ihre Absicht war kein Krieg, sondern die Umrah zu verrichten. Schon von weitem sollte deutlich sein, dass sie keinerlei Kampf beabsichtigten. Stellt euch vor: Sie gingen auf jene Menschen zu, mit denen sie seit sechs Jahren im Krieg standen, ohne irgendeine Vorbereitung für eine Schlacht. Was für ein unglaublicher Mut! Wie alle edlen Tugenden entsprang ihr Mut ihrem Glauben. Als sie das Gebiet von Dhul-Hulayfah erreichten, verrichteten sie das Dhuhr-Gebet.
Nach dem Gebet zog der Gesandte Allahs zwei weiße Tücher an, fasste die Absicht für die Umrah und trat in den Ihram ein (den Weihezustand). Dann begann er, die Talbiyah zu sprechen: „Labbayk Allahumma Labbayk (Hier bin ich, o Allah, hier bin ich).“ Die Gefährten stimmten mit derselben Begeisterung mit ein. Sie kamen Mekka immer näher und näher. Ihre Aufregung erreichte ihren Höhepunkt. Inzwischen erreichte die Nachricht auch die Quraisch. Als sie hörten, dass 1.400 Muslime auf dem Weg nach Mekka waren, gerieten sie in Panik. „Habt ihr es gehört? Die Muslime kommen nach Mekka! 1.400 von ihnen! Wie kann das sein? Aber sie sind nicht bewaffnet.
Wir verstehen nicht, warum sie kommen.“ „Dann müssen wir handeln. Sofort handeln! Was auch immer ihr Grund ist, wir können das nicht zulassen.“ Die Muschrikun (Götzendiener) spürten, dass es nicht um Krieg ging. Es war etwas anderes. Trotzdem beschlossen sie, die Muslime nicht nach Mekka hereinzulassen. Sie stellten eine Reitereinheit von 200 Männern auf unter dem Kommando von Khalid ibn Walid. Als der Gesandte Allahs von den Vorbereitungen der Quraisch erfuhr, änderte er seine Richtung. Er plante, Mekka über einen anderen Weg zu betreten. Eine Sache stellte sich ihm in den Weg: sein Kamel Qaswa.
Erinnert euch, am Ende der Hidschra nach Medina hatte sie sich auf einem Feld niedergesetzt und geweigert weiterzugehen. Und jetzt, nahe der Grenze von Mekka, setzte sie sich wieder hin. Wie sehr sie auch versuchten, sie zum Aufstehen zu bringen – es gelang nicht. Die Gefährten waren entmutigt und sagten: „Al-Qaswa ist störrisch geworden.“ Der Gesandte Allahs erwiderte: „Sie ist nicht störrisch geworden, denn Sturheit ist nicht ihre Art. Vielmehr wird sie von Dem aufgehalten, Der auch den Elefanten aufgehalten hat.“ Gemeint ist der Elefant von Abraha, der versuchte, die Kaaba zu erreichen.
„In allem, wohin Allah Seine Schöpfung lenkt, liegt Weisheit, und wovon Er sie zurückhält, so ist es zu ihrem Besten.“ Sie schlugen ihr Lager an einem Brunnen im Gebiet namens Hudaybiyyah auf. Ihre Heimat, ihre Erinnerungen, ihre Häuser und ihre Liebsten waren so nah. Doch eine Frage beschäftigte alle: „Wann wird uns erlaubt sein, Mekka zu betreten?“ „Ich weiß es nicht. Der Gesandte Allahs weiß es am besten.“ Als die Götzendiener von der Situation erfuhren, schlugen sie sofort ein Lager in der Nähe der Muslime auf. Nun begannen Gesandte zwischen beiden Seiten hin und her zu gehen.
Der erste Gesandte der Muslime ging zu den Quraisch und sagte, dass sie nur für die Umrahh gekommen seien und dass der Gesandte Allahs (FSMI) einen Vertrag schließen wollte. Die Muschrikun lehnten dieses Angebot ab. Doch Budayl ibn Warqa, ein Mann von den Quraisch, hielt das Angebot für vernünftig und kam zum Gesandten Allahs (FSMI). Er sagte: „O Muhammad, die Quraisch werden gegen dich Krieg führen und dich daran hindern, die Kaaba zu besuchen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) sagte ihm, sie seien nur gekommen, um die Umrahh zu vollziehen. Dann sagte er: „Wahrlich, der Krieg hat die Quraisch erschöpft. Wenn sie wollen, können wir Frieden aushandeln.
Nun sollen sie beiseite treten und sich nicht zwischen mich und das Haus Allahs stellen. Lasst uns unsere Umrahh vollziehen und unsere Opfertiere darbringen.“ Boten gingen weiterhin hin und her, doch sie konnten keine Einigung erzielen. Schließlich beschloss der Gesandte Allahs (FSMI), Uthman ibn Affan als Boten zu schicken. Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein) war eine angesehene Persönlichkeit in Mekka, und er hatte dort auch Verwandte, was ihn zur geeignetsten Person dafür machte.
„Ich bin gekommen, um die Absicht des Gesandten Allahs zu erklären und euch zum Frieden und zum Islam einzuladen.“ „Geh und sag dem, der dich geschickt hat, dass er Mekka niemals betreten oder Tawaf um die Kaaba machen wird. Aber wenn du willst, kannst du Tawaf machen.“ Uthman hatte die Kaaba 13 lange Jahre nicht gesehen. Im sechsten Jahr der Prophetie war er nach Abessinien ausgewandert, und nach der Hidschra war er zum Propheten (FSMI) nach Medina zurückgekehrt. Trotzdem war seine Antwort klar: „Nein.
Wenn dem Gesandten Allahs (FSMI) nicht erlaubt wird, Tawaf zu machen, dann werde ich es auch nicht tun.“ Diese Antwort machte die Muschrikun sehr wütend, und sie beschlossen, Uthman in Mekka festzuhalten. Drei Tage waren vergangen, seit Uthman aufgebrochen war. Doch es gab noch immer keine Nachricht von ihm. Es begann sich unter den Muslimen ein Gerücht zu verbreiten: „Uthman ist getötet worden!“ Sie konnten nicht tatenlos bleiben. Dem Gesandten Allahs (FSMI) blieb nur eine Wahl: den Tod Uthmans zu rächen. Er versammelte die Gefährten, um ihren Treueeid entgegenzunehmen. Sie sollten schwören, an seiner Seite zu kämpfen – komme, was wolle.
Obwohl sie nicht auf einen Kampf vorbereitet waren, trat jeder Einzelne vor, und indem sie die Hand des Propheten hielten, legten sie den Eid ab. „Wir werden gegen die Quraisch kämpfen bis zum Tod und niemals vor dem Feind fliehen.“ Dieses heldenhafte Ereignis wurde in der islamischen Geschichte als der Treueeid von Ridwan (Eid des Wohlgefallens) bekannt. Nur eine Person blieb übrig, die den Eid nicht geleistet hatte. Das war Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein), dessen Schicksal noch unbekannt war.
Der Gesandte Allahs (FSMI) hob seine rechte Hand und sagte: „Das ist meine Hand.“ Dann hob er seine linke Hand und sagte: „Und das ist die Hand Uthmans.“ Dann legte er seine rechte Hand über seine linke Hand. Danach wandte er sich den Muslimen zu und sagte: „Seid meine Zeugen. Dieser Treueeid gilt im Namen Uthmans.“ Das steigerte die Begeisterung der Gefährten noch mehr. „Wir müssen Uthman freilassen! Sonst werden Muhammads Männer Mekka angreifen!“ Als die Quraisch vom Schwur der Muslime hörten, Uthman zu rächen, bekamen sie Angst und ließen ihn sofort frei. Seine Rückkehr brachte allen Muslimen große Freude, besonders dem Gesandten Allahs (FSMI).
Ihn lebend und wohlbehalten zu sehen brachte Frieden und Erleichterung in ihre Herzen. Angesichts dieser Entschlossenheit waren die Muschrikun gezwungen nachzugeben. Sie beschlossen, Suhayl zum Gesandten Allahs (FSMI) zu schicken, um Frieden zu schließen. Als der Gesandte Allahs (FSMI) ihn sah, sagte er: „Derjenige, der kommt, ist Suhayl. Nun ist eure Angelegenheit einfach. Wann immer die Quraisch Frieden wollen, schicken sie diesen Mann.
Die Quraisch denken jetzt an nichts anderes als an eine Vereinbarung.“ Suhayl trat vor den Propheten (FSMI) und sagte: „O Muhammad, ich bin im Namen der Quraisch gekommen, um mit dir ein Abkommen zu schließen.“ Das war das, was der Gesandte Allahs (FSMI) die ganze Zeit wollte, also nahm er das Angebot an. Dann wurde Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) gerufen, um die Bedingungen des Vertrages niederzuschreiben. Der Gesandte Allahs (FSMI) wies ihn an: „O Ali, schreibe: ,Bismillah ir-Rahman ir-Rahim‘.
Suhayl widersprach sofort und sagte: „Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört, und ich weiß nicht, was ,Ar-Rahman‘ bedeutet.“ Der Ausdruck, den wir kennen und in unseren Abkommen verwenden, ist „Bismikallahumma“ (In Deinem Namen, o Allah). Schreib stattdessen das.“ Der Prophet (FSMI) sagte: „‚Bismikallahumma‘ ist auch gut.“ Und so wurde es aufgeschrieben. Dann sagte der Gesandte Allahs (FSMI): „O Ali, schreibe: ‚Dies sind die Bedingungen des Friedens, vereinbart von Muhammad, dem Gesandten Allahs, und Suhayl ibn Amr.‘“ Suhayl widersprach erneut.
„Bei Allah, wenn wir akzeptieren würden, dass du der Gesandte Allahs bist, hätten wir dich nicht daran gehindert, die Kaaba zu besuchen, noch hätten wir gegen dich gekämpft. Schreib stattdessen ‚Muhammad ibn Abdullah‘.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) akzeptierte auch dies und sagte: „O Ali, lösche es und schreibe ‚Muhammad ibn Abdullah‘.“ Ali erstarrte vor Schreck. Auch die anderen Gefährten waren durch die Situation sehr besorgt. Ali sagte: „Bei Allah, ich kann niemals den Titel ‚Gesandter Allahs‘ löschen. Ich kann mich nicht dazu bringen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) fragte, wo es geschrieben stand.
Als Ali es ihm zeigte, löschte er den Titel „Gesandter Allahs“ mit seiner Hand und sagte Ali, er solle stattdessen „Muhammad ibn Abdullah“ schreiben. Die Dinge liefen nicht gut. Der eigentliche Schrecken für die Gefährten kam mit dem ersten Artikel des Vertrags. „Die Muslime werden in diesem Jahr zurückkehren, ohne Mekka zu betreten. Sie werden im nächsten Jahr die Umrahh vollziehen. Doch sie werden keine Waffen tragen, außer Schwertern in deren Scheiden. Und ihr Aufenthalt wird auf drei Tage begrenzt sein.“ Als der Gesandte Allahs (FSMI) dem zustimmte, entstand große Enttäuschung. Niemand konnte es begreifen.
Dann wurde der zweite Artikel geschrieben: „Beide Seiten werden zehn Jahre lang nicht gegeneinander kämpfen.“ Dritter Artikel: „Wenn jemand aus Medina seine Religion verlässt und nach Mekka zurückkehrt, wird er nicht zu den Muslimen zurückgeschickt. Wenn jedoch jemand aus Mekka Muslim wird, wird er zu den Quraisch zurückgeschickt.“ Das war sehr schlimm für die Muslime. Die Gefährten sagten: „SubhanAllah (Gepriesen sei Allah)! Wie können wir unseren Bruder zu den Muschrikun zurückschicken, nachdem er als Muslim zu uns gekommen ist?“ Der Gesandte Allahs (FSMI), der trotz allem den Frieden wollte, antwortete: „Ja.
Wenn jemand uns verlässt, um zu ihnen zu gehen, möge Allah ihn von uns fernhalten. Aber diejenigen, die von ihnen zu uns kommen und die wir zurückschicken – wahrlich, Allah kennt sie alle. Er wird ihnen gewiss Erleichterung und einen Ausweg ermöglichen.“ Viertens: „Den arabischen Stämmen steht es frei, sich mit der Seite zu verbünden, die sie wollen.“ Der Vertrag setzte sich mit weiteren ähnlichen Bedingungen fort. Und zusätzlich zu diesen schweren Bedingungen geschah etwas, das ihre Enttäuschung noch größer machte. Der Vertrag war geschrieben, aber noch nicht unterschrieben. In jenem Moment erschien ein Mann, der seine Füße in Ketten hinter sich herzog, bei den Muslimen.
Es war Abu Jandal, der Sohn des Quraisch-Boten Suhayl. Sein Vater hatte ihn vier Jahre lang gefangen gehalten, nur weil er den Islam angenommen hatte. Ihm war die Flucht gelungen, und mit großer Mühe erreichte er nun die Muslime. Er kam zum Gesandten Allahs (FSMI), um Schutz zu suchen vor der Unterdrückung und Folter seines Vaters. Dabei rief er: „Helft mir, o Muslime!“ Als Suhayl diese Szene sah, wurde sein Gesicht rot vor Wut. Er sagte: „O Muhammad! Das ist die erste Bedingung unseres Vertrages. Ich will meinen Sohn zurück.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) wollte Abu Jandal nicht zurückgeben. Er versuchte, Suhayl zu überzeugen.
Er erinnerte ihn daran, dass der Vertrag noch nicht unterschrieben war und bat ihn, diese Bedingung nicht auf seinen Sohn anzuwenden. Doch Suhayl weigerte sich entschieden. „Ich werde den Vertrag nicht unterschreiben, wenn ich meinen Sohn nicht zurückbekomme.“ In diesem Moment rief Abu Jandal mit herzzerreißender Stimme: „O Muslime! Wollt ihr mich zu den Muschrikun zurückschicken, nachdem ich als Muslim zu euch gekommen bin? Seht ihr nicht, wie sehr ich gelitten habe?“ Der Prophet (FSMI) blickte Abu Jandal an und sagte mit trauriger Stimme: „Sei noch ein wenig geduldig. Ertrage das Unrecht, dem du ausgesetzt bist, noch eine Weile. Erwarte den Lohn für diese Prüfungen von Allah.
Allah wird dir gewiss Erleichterung und einen Ausweg schaffen für dich und für die anderen hilflosen Muslime. Wir können das Versprechen, das wir ihnen gegeben haben, nicht brechen.“ Mit diesen tröstenden Worten gab er Abu Jandal seinem Vater zurück. Dabei verkündete er die frohe Botschaft einer kommenden Befreiung. Einen Ausweg für Abu Jandal und für alle unterdrückten Muslime in Mekka. Einen Ausweg, der die Muschrikun diese spezielle Vertragsbedingung noch bereuen lassen würde. Genau dann zeigten sich die ersten Früchte des Vertrags von Hudaybiyyah. Auf den ersten Blick schienen die Bedingungen vollends gegen die Muslime zu sein.
Doch der Gesandte Allahs (FSMI) konnte bereits die großen Siege sehen, die diesem Frieden folgen würden. Die Gefährten waren sehr enttäuscht. Sie konnten nicht verstehen, warum diese erschwerten Bedingungen akzeptiert worden waren. Bis zu diesem Tag hatte der Gesandte Allahs (FSMI) seine Gefährten oft um Rat gefragt und ihre Meinungen angehört. Doch bemerkenswerterweise beriet er sich an diesem Tag mit niemandem, obwohl niemand mit ihm übereinstimmte. Er wusste, dass Allahs Plan anders war und dass es auf diese Weise geschehen musste. Nun war es Zeit, den Ihram zu verlassen und nach Medina zurückzukehren.
Der Gesandte Allahs (FSMI) befahl den Gefährten, ihre Köpfe zu rasieren und ihre Opfertiere zu schlachten. Normalerweise wetteiferten die Gefährten darin, seine Befehle auszuführen. Doch dieses Mal war es das Gegenteil. Obwohl der Prophet (FSMI) den Befehl dreimal wiederholte, stand niemand auf. Der Gesandte Allahs (FSMI) wusste nicht, was er tun sollte. Er ging zum Zelt seiner Frau Umm Salama und erzählte ihr, was geschehen war. Umm Salama (möge Allah mit ihr zufrieden sein) gab ihm einen Rat. Sie sagte: „O Gesandter Allahs, wenn du willst, dass sie deinem Befehl folgen, dann geh und sprich kein Wort. Schlachte dein Opfertier und rufe deinen Barbier, damit er dir den Kopf rasiert.
Wenn die Gefährten das sehen, werden sie dir folgen.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) nahm diesen Rat an. Er schlachtete sein Opfertier und rasierte seinen Kopf. Als die Gefährten das sahen, taten sie dasselbe. Kurz darauf kam ein Wind und trug ihre abgeschnittenen Haare zur Kaaba. Die Gefährten fühlten, dass Allah, der nicht eine einzige Brise ohne Grund wehen lässt, ihnen damit Trost schenkte. Sie sahen es als ein Zeichen, dass ihre beabsichtigte Umrahh angenommen worden war. Tatsächlich war das Zögern der Gefährten kein Ungehorsam. Doch was war der Grund dafür? Sie warteten in der Hoffnung, dass eine Offenbarung kommen und die Entscheidung des Propheten (FSMI) ändern würde.
Schließlich hatten sie erlebt, dass Allah Seinen Gesandten im Koran manchmal ermahnte oder korrigierte. Sie hielten sich deshalb zurück, weil sie dachten, eine neue Offenbarung könnte folgen. Sobald der Prophet (FSMI) den Ihram verließ, begannen auch sie, den Ihram zu verlassen. Nun war es Zeit, nach Medina zurückzukehren. Sie hatten ihre Reise mit großer Freude begonnen, doch nun kehrten sie traurig zurück. Sie waren angespannt und tief betrübt. Sie brauchten dringend etwas, das ihre Moral wieder stärkte. Genau da sandte ihr Herr die frohe Botschaft, nach der sie sich sehnten, und nahm ihre Unsicherheit und Verzweiflung fort.
Plötzlich zeigten sich am Gesandten Allahs (FSMI) die Zeichen der Offenbarung. Die gesamte Sure Al-Fath wurde auf einmal offenbart. „Wahrlich, Wir haben dir einen klaren Sieg verliehen. Wahrlich, Allah hat die Vision Seines Gesandten in Wahrheit erfüllt. Ihr werdet die geschützte Moschee gewiss in Sicherheit betreten, so Allah will, mit rasierten Köpfen und gekürztem Haar, ohne Furcht. Er wusste, was ihr nicht wusstet, und so gewährte Er euch zuvor einen nahen Sieg.“ Umar fragte: „O Gesandter Allahs, ist dieser Vertrag wirklich ein Sieg?“ Er antwortete: „Ja, bei Allah, er ist wahrlich ein Sieg.“ Diese Worte brachten Erleichterung in die Herzen der Gefährten.
Sie würden erst mit der Zeit verstehen, wie sich dies zu einem Sieg entwickeln würde. Alles, was sie jetzt tun konnten, war abzuwarten und zu sehen. Nach einer langen Reise kehrten sie nach Medina zurück. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte mit den Menschen von Mekka ein Abkommen unterzeichnet, zehn Jahre lang nicht zu kämpfen. Hudaybiyyah galt zunächst als eine Niederlage für den Islam. Doch im Gegenteil – es sollte zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. Ergebnissen, die weder die Quraisch erhofft hatten, noch die Muslime sich vorstellen konnten. Bald würden die Quraisch diesen Vertrag bereuen und eine seiner Bedingungen aufheben wollen.
Schritt für Schritt würde alles genau nach Allahs Plan geschehen. Unerwartete Feinde, unerwartete Siege. Welcher Sieg ist eurer Meinung nach größer? Der Sieg durch das Schwert oder der Sieg durch die Feder? Auch wenn der Sieg durch das Schwert schwieriger zu erreichen ist, ist der durch die Feder weitaus größer. Der Gesandte Allahs (FSMI) wusste das. Und deshalb akzeptierte er diesen Vertrag. Hudaybiyyah würde zu einem der größten Siege der Geschichte werden, der mit der Feder errungen wurde. Bald würde die wahre Saat des Sieges, die hinter diesem Abkommen verborgen war, zu wachsen beginnen. Der erste von ihnen war Abu Basir, der von Mekka nach Medina floh.
Er ahnte nicht, dass diese Flucht nicht nur für ihn selbst ein Ausweg werden würde, sondern auch für Dutzende andere Muslime. Abu Basir stammte aus dem Stamm Thaqif. Er war ein mutiger Mann, der in jungen Jahren den Islam annahm. Als er die harten Bedingungen in Mekka nicht länger ertragen konnte, fand er einen Fluchtweg und machte sich auf nach Medina, zu seinen Brüdern. Doch die Götzendiener wollten ihn nicht gehen lassen. Drei Tage später schickten die Quraisch zwei Männer, um Abu Basir zurückzubringen. Sie kamen zum Gesandten Allahs (FSMI) und sagten: „Wir erinnern dich an den Vertrag, den du mit uns geschlossen hast.“ Dann verlangten sie seine Rückgabe.
Aufgrund ihres Abkommens musste der Gesandte Allahs (FSMI) Abu Basir zurückgeben. Er sagte zu ihm: „O Abu Basir, du weißt, dass wir mit den Quraisch einen Vertrag haben. Sie haben unser Wort. In unserer Religion dürfen wir unser Versprechen nicht brechen. Allah wird dir gewiss Erleichterung und einen Ausweg schaffen für dich und andere hilflose Muslime, die bei den Muschrikun festgehalten werden.“ Abu Basir fragte: „O Gesandter Allahs, gibst du mich den Muschrikun zurück, damit sie mich foltern und mich von meiner Religion abbringen?“ Stellt euch diese Verzweiflung vor. Es gab nichts, was man tun konnte. Was sagte der Gesandte Allahs (FSMI)? „Geh.
Allah wird gewiss einen Ausweg für dich und für andere wie dich schaffen.“ Dann übergab er ihn den Männern, die gekommen waren. Die beiden Männer machten sich mit Abu Basir auf den Weg nach Medina. Doch Abu Basir hatte nicht vor, aufzugeben oder nach Mekka zurückzukehren. Als sie Dhul-Hulayfah erreichten, machten sie eine Pause, um sich auszuruhen. Abu Basir hielt ständig Ausschau nach einer Gelegenheit zur Flucht. Zuerst beschloss er, ihr Vertrauen zu gewinnen, und gab sich freundlich. Er begann eine Unterhaltung.
Zu einem von ihnen sagte er: „Dein Schwert da sieht ziemlich scharf aus.“ „Ja, es ist sehr scharf.“ Dann fragte Abu Basir ruhig: „Darf ich es mir einmal ansehen?“ „Natürlich, sieh es dir an.“ Abu Basir hatte gerade die perfekte Gelegenheit gefunden. Er riss das Schwert an sich, griff den Mann an und tötete ihn. Als der andere Mann das sah, floh er so schnell er konnte zurück nach Medina. Er ging direkt zum Gesandten Allahs (FSMI) und sagte: „Mein Gefährte wurde getötet, und ich beinahe auch!“ Während er noch dort war, kam auch Abu Basir an.
Er sagte: „O Gesandter Allahs, du hast dein Wort gehalten, indem du mich ihnen übergeben hast, und nun hat Allah mich vor ihnen gerettet.“ Der Gesandte Allahs (FSMI) sagte: „Dieser Mann kann einen Krieg entfachen. Wenn er nur ein paar Männer bei sich hätte, gäbe es fast nichts, was er nicht tun würde.“ Dennoch konnte Abu Basir wegen des Vertrags nicht in Medina bleiben. Also verließ er die Stadt und ließ sich im Tal von Ish nieder, an der Straße von Mekka nach Scham. Dieses Tal wurde sein neuer Zufluchtsort. Als die Muslime, die in Mekka gefangen waren, und jene, die ihren Glauben verbargen, davon hörten, flohen sie einer nach dem anderen und sammelten sich um Abu Basir.
Der erste von ihnen war Abu Jandal. Erinnert ihr euch? Er war der Sohn von Suhayl ibn Amr. Nach dem Vertragsabschluss von Hudaybiyyah war er zum Gesandten Allahs gekommen, musste jedoch den Muschrikun zurückgegeben werden. Und nun hatte er erneut einen Weg zur Flucht gefunden. Als er erfuhr, wo sich Abu Basir befand, ging er zu ihm, um sich ihm anzuschließen. In kurzer Zeit erreichte ihre Zahl 70. Als sich andere aus den umliegenden Stämmen anschlossen, stieg ihre Zahl auf 300. Auf diese Weise hatte Abu Basir eine starke Gruppe um sich versammelt. Die Quraisch hatten sie zuvor in ihren eigenen Gebieten eingesperrt und gefoltert.
Nun waren Abu Basir und seine Männer entschlossen, die Muschrikun ihre Entscheidung bereuen zu lassen. Für die Quraisch waren ihre Handelskarawanen nach Scham von großer Bedeutung. Das Lager von Abu Basir und seinen Männern lag genau an dieser Straße. Sie begannen, die Handelsroute zu blockieren und die Karawanen der Quraisch zu überfallen. Durch ihre Angriffe schwächten sie die Götzendiener. Diese Probleme hatten sich die Quraisch selbst zuzuschreiben. Sie hatten einen Punkt erreicht, an dem sie mit Abu Basirs Männern nicht mehr fertig wurden.
Hätten sie im Vertrag nicht auf jener Bedingung bestanden: „Jeden Mann von uns, der zu euch kommt, werdet ihr zurückschicken“, dann wäre eine solche Gruppe nie entstanden. Hier begannen die ersten Früchte des Abkommens, das scheinbar völlig gegen die Muslime gerichtet war, sichtbar zu wachsen. Von den Menschen in Medina wollte niemand nach Mekka zurückkehren. Seit der Vertrag geschlossen worden war, hatte es keinen Konflikt zwischen ihnen und Mekka gegeben. Eine Zeit lang war es ruhig. Doch die Quraisch waren nicht der einzige Feind. Auch die Juden stellten eine große Gefahr dar. Nachdem sie aus Medina vertrieben worden waren, sammelten sie sich in Khaybar.
Ihr erinnert euch: Sie hatten die arabischen Stämme mobilisiert und gegen Medina geführt und so die Grabenschlacht verursacht. Die Juden ermutigten einander, Medina anzugreifen, und hielten Reden, um sich gegenseitig anzuspornen. Der Gesandte Allahs (FSMI) erhielt Nachrichten über Aktivitäten in Khaybar. Daraufhin sandte er einige Gefährten aus, um Informationen zu sammeln. Die Juden bereiteten sich auf Krieg vor. Mit jedem Tag wurde Khaybar zu einer bald kaum beherrschbaren Gefahr. Diese Gefahr musste ein für alle Mal beendet werden. Wenn die Quraisch weiter eine Bedrohung für die Muslime gewesen wären, wäre diese Situation viel schwieriger zu bewältigen gewesen.
So hatte Allah durch Seinen unglaublichen Plan Seinem Gesandten einen Traum gezeigt und ihn zur Umrahh geleitet. Und schließlich wurde der Vertrag von Hudaybiyyah geschlossen. Damit verringerte sich die Zahl der Feinde von zwei auf einen. Nun konnten die Muslime gegen Khaybar ziehen. Der Gesandte Allahs (FSMI) beschloss aufzubrechen und befahl seinen Gefährten, sich sofort vorzubereiten. Die muslimische Armee versammelte sich umgehend. Ihre Zahl erreichte 1.600, darunter 200 Reiter. Dies waren nur diejenigen, die mit dem Propheten (FSMI) aus Medina aufbrachen. Später schlossen sich weitere 400 Menschen aus dem Stamm der Daus an. Unter ihnen befand sich auch der berühmte Abu Huraira.
Es war das siebte Jahr nach der Hidschra. Das Banner der muslimischen Armee trug Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein), und Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) führte den rechten Flügel der Armee. Dann erreichten sie einen Ort namens Radschi und lagerten dort. Dies war ein strategischer Punkt zwischen Khaybar und dem Gebiet der Ghatafan. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte diesen Ort nicht ohne Grund gewählt. Die Juden von Khaybar hatten die Ghatafan um Hilfe gebeten, und sie hatten zugestimmt. Sie hatten versprochen, dass sie, falls nötig, kommen und die muslimische Armee aus den Festungen von Khaybar bekämpfen würden. Der Prophet (FSMI) hatte von dieser Situation erfahren.
Um diese Hilfe zu verhindern, machte er den Ghatafan ein Angebot. Wenn sie zusagen würden, den Juden nicht zu helfen, würden sie nach der Eroberung ein Jahr lang die Dattelernte von Khaybar erhalten. Doch sie lehnten ab. Indem der Gesandte Allahs (FSMI) seine Armee dort stationierte, blockierte er jede Hilfe, die von Ghatafan zu den Juden gelangen konnte. Dann rückte der Gesandte Allahs (FSMI) mit seiner Armee von Radschi in Richtung Khaybar vor. Als er ankam, war es Nacht. Da es nicht seine Gewohnheit war, nachts anzugreifen, wartete er bis zum Morgen. Nach Sonnenaufgang, völlig ahnungslos, kamen die Juden aus ihren Festungen heraus, um zu ihren Feldern zu gehen.
Doch als sie die muslimische Armee direkt vor sich sahen, erstarrten sie. Sie riefen: „Muhammad und seine Armee!“ und flohen in Panik zurück, um in ihren Festungen Schutz zu suchen. Die meisten von ihnen hatten nie gedacht, dass der Prophet (FSMI) sie belagern würde. Schließlich waren ihre Festungen stark, sie hatten viele Männer und reichlich Waffen. Eine so starke Festung würde der Gesandte Allahs (FSMI) doch niemals belagern! Doch die Dinge verliefen anders als sie sich vorgestellt hatten. Der Gesandte Allahs bot ihnen zuerst an, den Islam anzunehmen. Wenn sie ablehnten, müssten sie eine Abgabe an die Muslime zahlen.
Er erklärte, dass, wenn der Frieden nicht auf einem dieser beiden Wege zustande käme, dann würde es Krieg geben. Die Juden von Khaybar berieten sich untereinander. Doch kurze Zeit später begannen sie, Pfeile auf die Muslime zu schießen. Sie hatten das Angebot abgelehnt. Alle jüdischen Soldaten versammelten sich in Natat, ihrer stärksten Festung. Und sie brachten ihren Besitz und ihre Familien in andere Festungen. Eine jüdische Armee von 10.000 ließ einen Pfeilhagel auf nur 1.600 Gefährten niedergehen. An diesem Tag wurden etwa 50 Mudschaheddin verwundet.
Jeden Morgen zogen der Prophet (FSMI) und die Mudschaheddin auf die Anhöhe nahe der Festung Natat und kämpften bis zum Abend gegen die Juden. Am Abend kehrten sie nach Radschi zurück. Während dieser Zeit litt der Gesandte Allahs (FSMI) unter starken Kopfschmerzen. Deshalb konnte er zwei Tage lang nicht das Heer führen. Zuerst übertrug er Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein) das Kommando und sandte ihn in den Kampf gegen die Juden. Doch die Eroberung gelang nicht. Am nächsten Tag übergab er das Banner Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Auch ihm wurde der Sieg nicht gewährt. Das machte den Juden Mut. Also öffneten sie ihre Tore und begannen den Nahkampf.
Die Schlacht dauerte bis zum Abend an. So sehr sich die Muslime auch bemühten, sie konnten keinen Erfolg erzielen. Eines Tages während der Belagerung sagte der Gesandte Allahs: „Morgen werde ich das Banner einem Mann geben, den Allah und Sein Gesandter lieben, und der Allah und Seinen Gesandten liebt. Allah wird durch ihn den Sieg gewähren.“ Eine Welle der Neugier verbreitete sich unter den Gefährten. Alle begannen sich zu fragen: „Wer wird diese Ehre erhalten?“ Denn wer würde nicht ein solches Lob erhalten wollen? Dutzende Gefährten verbrachten diese Nacht mit dieser Hoffnung und diesem Wunsch.
Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte später: „Nie habe ich mir gewünscht, das Kommando zu erhalten, so sehr wie an diesem Tag.“ Nach dem Fadschr-Gebet befahl der Gesandte Allahs (FSMI), das Banner zu bringen. Alle Augen waren auf das Banner in seiner Hand gerichtet. Alle Ohren warteten auf die Worte, die er sprechen würde. Der Gesandte Allahs (FSMI) fragte: „Wo ist Ali?“ Damit war klar, wer der Eroberer sein würde. Doch zu diesem Zeitpunkt litt Ali an einer Augenentzündung und konnte seine Augen nicht öffnen. Die Gefährten sagten: „O Gesandter Allahs, seine Augen schmerzen.“ Trotzdem sagte der Gesandte Allahs (FSMI): „Ruft ihn trotzdem.
Sagt ihm, er soll kommen.“ Als Ali dies hörte, kam er mit Hilfe der Gefährten zum Propheten. Da machte der Gesandte Allahs (FSMI) Dua zu Allah, und seine schmerzenden Augen waren sofort geheilt. Von diesem Tag an hatte Ali nie wieder Augenschmerzen. Der Gesandte Allahs (FSMI) sprach auch dieses Dua: „O Allah, nimm von ihm die Mühsal von Hitze und Kälte.“ Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte später: „Von diesem Tag an machten mir weder Hitze noch Kälte etwas aus.“ Man sah ihn oft im Sommer Winterkleidung tragen und im Winter Sommerkleidung. Der Gesandte Allahs (FSMI) übergab Ali das Banner und legte ihm ein Kettenhemd an. Dann befahl er: „Kämpfe, bis Allah dir den Sieg gewährt.
Und weiche nicht zurück.“ Ali nahm das Banner und rückte vor. Nachdem er eine Weile gegangen war, fragte er den Propheten (FSMI): „O Gesandter Allahs, wofür soll ich gegen sie kämpfen?“ Die Antwort war klar: „Kämpfe gegen sie, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Rücke ruhig vor, bis du ihre Festungen erreichst.“ Dann lade sie zum Islam ein. Wenn sie ihn annehmen, erkläre ihnen ihre Pflichten. Bei Allah, wenn auch nur ein Mensch durch dich von Allah rechtgeleitet wird, ist es besser für dich als eine Herde roter Kamele.“ Das bedeutet: besser als der wertvollste Besitz.
Diese Worte zeigten auch den wahren Zweck der islamischen Eroberungen. Das einzige Ziel war, die Botschaft des Islam zu überbringen und das ewige Leben der Menschen zu retten. Ali rückte heldenhaft an der Spitze der Mudschaheddin vor. Als er die Mauern der Festung Natat erreichte, rammte er das Banner in den Boden. Er erklärte ihnen den Islam und lud sie ein, Muslime zu werden. „O Leute der Schrift! Tretet in die Religion des Islam ein, dann werdet ihr gerettet sein.“ Doch die Juden lehnten ab. Sie kamen aus ihren Festungen heraus, um zu kämpfen.
In diesem Moment erschallte ein lauter Ruf: „Ich bin der Mann, der selbst brüllende Löwen mit Schwert und Speer niederstreckt!“ Alle wandten sich der Stimme zu. Dort stand ein stattlicher, furchteinflößender Krieger, der zwei Schichten Rüstung und zwei Schwerter trug. Es war Marhab, der als der tapferste der Juden von Khaybar bekannt war. Er hatte gehört, dass sein Bruder getötet worden war. Darum kam er mit seinen Soldaten aus der Festung heraus. Er versuchte, den Muslimen Angst einzujagen und suchte nach einem Gegner. Dann war eine andere Stimme zu hören. „Ich bin der, den seine Mutter Haydar nannte! Ich bin wie die mächtigen Löwen des Waldes! Ich lasse dich nicht am Leben!
Ich werde dich niederstrecken!“ Das war Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Der Bannerträger der muslimischen Armee. Die beiden standen sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ali kämpfte mit dem Schwert des Propheten (FSMI). Nach einer Weile versetzte er einen so gewaltigen Schlag, dass Marhabs Schild und sein zweischichtiger Helm zerbrachen. Derselbe Schlag drang noch tiefer und tötete ihn sofort. Als die Juden das schreckliche Ende ihres stärksten Kriegers sahen, erfüllte Furcht ihre Herzen. Genau an diesem Punkt sollte sich der Verlauf der Ereignisse ändern. Als der Gesandte Allahs (FSMI) diese Szene sah, verkündete er den Mudschaheddin die frohe Botschaft. „Freut euch!
Die Eroberung von Khaybar ist nun leicht geworden.“ Danach rückten die Muslime mit großem Mut auf den Feind vor. Die Gefährten kämpften sich bis zu den Toren der Festung vor. In diesem Moment schlug ein jüdischer Soldat mit seinem Schwert auf Alis Schild und schlug ihn ihm aus der Hand. Ali blickte sich um und sah das Festungstor. Zeugen dieses Tages berichten, dass Ali das gewaltige Tor herausriss und es als Schild benutzte. Als die Juden ihre Männer fallen sahen, flohen sie voller Schrecken, ohne sich auch nur umzublicken. Die Worte des Gesandten Allahs (FSMI) hatten sich bewahrheitet: Allah hatte den Muslimen den Sieg gewährt – durch die Hände von Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein).
Das Bemerkenswerte ist: Als diese Furcht die jüdische Armee von 10.000 ergriff, hatten sie nicht einmal hundert Männer verloren. Während die Gefährten sich nach dem Märtyrertum sehnten, versuchten die Juden in Angst vor dem Tod zu fliehen. Beide Seiten glaubten, dass ihre Religion die wahre sei. Doch die Juden hingen stark am diesseitigen Leben. Im Koran sprach Allah durch Seinen Gesandten so zu ihnen: „Sprich: Wenn die jenseitige Wohnstatt bei Allah allein euch gehört und nicht den anderen Menschen, dann wünscht euch den Tod, wenn ihr wahrhaftig seid. Doch sie werden ihn niemals wünschen, wegen dessen, was ihre Hände vorausgeschickt haben. Allah kennt die Ungerechten sehr wohl.
Du wirst sie ganz gewiss als die Menschen finden, die am gierigsten am Leben festhalten. Sogar mehr als die Götzendiener. Jeder von ihnen wünscht sich, tausend Jahre zu leben. Selbst wenn sie so lange leben würden, würde es sie nicht vor der Strafe bewahren. Allah sieht sehr wohl, was sie tun.“ Bei der Verfolgung der fliehenden feindlichen Soldaten betraten Ali und die Mudschaheddin die Festung Natat. Doch dort fanden sie nur Kinder vor. Sie taten ihnen nichts. Die jüdischen Soldaten hatten Natat verlassen. Danach zogen die Mudschaheddin zur Festung Na'im und eroberten auch sie. Daraufhin ergab sich auch die Festung Sa'b ibn Mu'adh.
Als die Juden während der Belagerung sahen, wie ihre Festungen nacheinander fielen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als um Frieden zu bitten. Eigentlich war es für eine solche Bitte zu spät. Doch der Gesandte Allahs (FSMI) nahm sie an. Sie wurden verschont und durften Khaybar mit ihren Familien verlassen. Jede Familie durfte eine Kamelladung ihres Besitzes mitnehmen. Gerade als sie sich zum Aufbruch bereit machten, kamen sie mit einem Vorschlag zum Gesandten Allahs (FSMI). „O Abul-Qasim!
Deine Leute sind mit diesen Ländern nicht vertraut, und wir wissen, wie man die beste Ernte erzielt.“ Warum vereinbaren wir nicht, die Ernte zwischen uns aufzuteilen?“ Der Gesandte Allahs (FSMI) und die Gefährten konnten nicht in Khaybar bleiben. Außerdem war es für sie nicht möglich, sich um dieses Land zu kümmern. Aus diesem Grund nahm der Prophet (FSMI) ihr Angebot an und erlaubte den Juden, in Khaybar zu bleiben – unter der Bedingung, jedes Jahr die Hälfte der Ernte zu teilen. Allerdings konnte der Prophet (FSMI) diese Vereinbarung jederzeit beenden. Denn es war nicht abzusehen, was sie in Zukunft tun würden. Diese Bedingung sollte verhindern, dass sie etwas Unrechtes taten.
Jedes Jahr zur Zeit der Ernte schickte der Gesandte Allahs (FSMI) Abdullah ibn Rawaha nach Khaybar. Abdullah teilte die Ernte in zwei Hälften und ließ dann die Juden wählen. Er sagte: „Nehmt, welche Hälfte ihr wollt.“ Als die Juden diese Gerechtigkeit sahen, sagten sie: „Es ist diese Gerechtigkeit, durch die Himmel und Erde bestehen.“ Trotzdem hielten sie sich nur etwa zwölf Jahre an diese Vereinbarung. Während des Kalifats von Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) verursachten sie Unruhe und brachen den Vertrag. So wurden sie schließlich aus Khaybar vertrieben. Khaybar war nun erobert und das Abkommen geschlossen.
Der Gesandte Allahs (FSMI) und seine Gefährten hatten sich zur Ruhe gelegt. Doch eine jüdische Frau namens Zainab schmiedete einen hinterhältigen Plan. Sie wollte versuchen, den Gesandten Allahs zu vergiften. Sie briet ein Schaf und vergiftete jedes Stück davon mit starkem Gift. Dann brachte sie es zu ihnen. Die Gefährten setzten sich gemeinsam zum Essen. Der Gesandte Allahs (FSMI) nahm ein Stück von der Schulter des Schafes, sagte „Bismillah ir-Rahman ir-Rahim“ und führte es zum Mund. Doch sobald er es gekostet hatte, nahm er es sofort wieder heraus und sagte: „Zieht eure Hände zurück!
Das Fleisch hat mir gesagt, dass es vergiftet ist!“ Die Gefährten zogen schnell ihre Hände vom Essen zurück. Doch einer von ihnen hatte bereits ein Stück des Fleisches geschluckt. Bishr ibn Bara wurde blau im Gesicht und erlitt den Märtyrertod. Die Frau, die dies getan hatte, Zainab, wurde gefasst und zum Propheten (FSMI) gebracht. Der Gesandte Allahs fragte sie, warum sie das getan habe. Sie antwortete: „Ich sagte mir selbst: ‚Wenn er wirklich ein Prophet ist, wird Allah ihn darüber informieren. Wenn er aber kein Prophet ist, wird dieses Gift ihn töten, und so werden wir ihn los werden.‘“ Der Gesandte Allahs (FSMI) pflegte denen stets zu vergeben, die ihm Unrecht taten.
Nach einer Überlieferung vergab er der Frau. Nach einer anderen wurde sie getötet. Die Gelehrten erklären das Geschehene so: Der Gesandte Allahs vergab ihr, was sie ihm angetan hatte. Doch weil Bishr zum Märtyrer wurde, überließ er die Entscheidung seiner Familie. Sie entschieden sich, ihr Recht auf Qisās (gleichwertige Vergeltung) zu nutzen, und die Frau wurde hingerichtet. Während der Prophet (FSMI) noch in Khaybar war, geschah etwas, das ihm große Freude bereitete. Unter der Führung von Ja'far ibn Abi Talib trafen die Muslime aus Abessinien ein. Wie ihr euch erinnert, hatte der Gesandte Allahs Najashi gebeten, sie zurückzuschicken.
Der Gesandte Allahs war so erfreut, dass er sagte: „Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr freuen soll: Über die Eroberung von Khaybar oder über die Ankunft von Ja'far?“ „Es ist mir eine Freude, mit dir Geschäfte zu machen.“ Mit der Eroberung von Khaybar war Medina erfüllt von Wohlstand und Segen. „Frische Datteln, kommt her!“ Doch in Mekka war es genau umgekehrt. Eine schwere Hungersnot war ausgebrochen, und mit jedem Tag wurden die Menschen ärmer und ärmer. „Wir sind fast da.“ Das waren die Menschen, die die Gefährten jahrelang gefoltert hatten, sie aus ihren Häusern vertrieben hatten und sie so hungern ließen, dass sie sich Steine an den Bauch banden.
Nun waren sie in dieser verzweifelten Lage. Im Koran sagte Allah zu Seinem Gesandten: „Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Welten gesandt.“ Das Herz des Gesandten Allahs war so voller Mitgefühl, dass er die Lage der Quraisch, die seine Verwandten waren, nicht ertragen konnte. Darum schickte er reichlich Nahrung und Versorgung nach Mekka. Er zeigte sogar seinen Feinden Barmherzigkeit. Obwohl einige der Muschrikun diese Hilfe nicht annehmen wollten, nahm Abu Sufyan diese Vorräte und verteilte sie an die Armen. Er sagte: „Mein Neffe hat dies geschickt. Möge Allah ihn dafür belohnen.“ Unter den Geschenken waren auch Datteln aus Medina für Abu Sufyan.
Die Hilfe des Propheten (FSMI) für seine Verwandten hatte die Saat des Glaubens in ihre Herzen gepflanzt. Mit der Zeit würde diese Saat keimen und Wurzeln schlagen. Seit dem Vertrag von Hudaybiyyah war ein Jahr vergangen. Der lange ersehnte Tag war endlich gekommen. Es war Zeit für die ʿUmrah al-Qaḍāʾ. Wie ihr euch erinnert, mussten die Gefährten umkehren, ohne Mekka zu betreten, ohne die Kaaba überhaupt zu sehen. Die ʿUmrahh, die sie an jenem Tag nicht vollziehen konnten, würde nun stattfinden. Nach sieben langen Jahren würden sie wieder mit ihrer Heimat vereint sein und Tawaf um die Kaaba machen. Der Gesandte Allahs gebot seinen Gefährten, sich auf die Umrah vorzubereiten.
Als alles bereit war, brach der Gesandte Allahs mit 2.000 Gefährten nach Mekka auf und mit 70 Kamelen zum Opfern. Als der Gesandte Allahs Dhul-Hulayfah erreichte, etwa 10 Kilometer außerhalb von Medina, trat er in den Ihram ein. Dann folgten ihm die Gefährten. Nun waren alle in Weiß gekleidet. Mit lauter Stimme begannen sie gemeinsam die Talbiyah zu sprechen. „Labbayk Allahumma Labbayk (Hier bin ich, o Allah, hier bin ich).“ „Labbayk la scharika laka labbayk (Hier bin ich, Du hast keinen Partner, hier bin ich).“ Die Anführer der Quraisch hatten Mekka verlassen und waren in die Berge gegangen, um nicht die Freude des Propheten (FSMI) und der Gefährten sehen zu müssen.
Sie konnten es nicht ertragen, die Kaaba als Zentrum des Islam zu sehen. Der Gesandte Allahs betrat Mekka auf seinem Kamel Qaswa, gefolgt von den Gefährten. Einige der Männer der Muschrikun, zusammen mit Frauen und Kindern, beobachteten sie von Dar an-Nadwa aus. Als der Gesandte Allahs die Kaaba betrat, legte er seine rechte Schulter frei. Dann sagte er zu seinen Gefährten: „Möge Allah dem Mann Barmherzigkeit erweisen, der diesen Muschrikun heute seine Stärke und Kraft zeigt.“ Die Götzendiener beobachteten die Gefährten von aus der Ferne und waren erstaunt über ihre kraftvolle Haltung.
Denn es hatten sich Gerüchte verbreitet, dass die Muslime schwach und kränklich geworden seien, nachdem sie nach Medina gegangen waren. Und so gab der Gesandte Allahs seine Antwort. Alle Rituale der Umrahh wurden erfüllt. Dann rasierte der Gesandte Allahs seinen Kopf und trat aus dem Ihram heraus. Und die Gefährten taten dasselbe. So erfüllte sich der Traum, den der Prophet (FSMI) genau ein Jahr zuvor gesehen hatte. Für diesen Umrahh-Besuch wurde ein Zelt für den Propheten (FSMI) aufgebaut. Die Gefährten wohnten drei Tage lang in Zelten um ihn herum. Zu den Gebetszeiten versammelten sie sich an der Kaaba und beteten gemeinsam.
In dieser Zeit besuchten sie auch ihre Verwandten und erzählten ihnen vom Islam, durch ihre Worte und ihr Verhalten. Mit ihrer Haltung und ihren Taten waren sie für alle ein Vorbild. Während dieser drei Tage versuchten sie, Mekka von innen heraus zu gewinnen. Bei vielen Quraisch begannen Hass, Zorn und Vorurteile gegenüber ihren früheren Freunden zu schwinden. Jeder sehnte sich nach einem herzlichen Gespräch mit einem alten Freund. Die materiellen Schwerter wurden in ihre Scheiden gesteckt, und das geistige Schwert des Koran trat hervor. Seit Beginn des Friedens war es genau dieses Schwert, das den Dschihad führte. Und es schien zu wirken.
Wieder einmal stellten die Quraisch alles infrage, woran sie geglaubt hatten, und ihre Sturheit gegenüber dem Islam. Drei unvergessliche Tage waren vergangen. Nun war es Zeit zu gehen. Auf Anordnung des Gesandten Allahs (FSMI) bereiteten sich alle auf die Rückreise vor, sammelten ihre Sachen und brachen nach Medina auf. Man kann sich kaum vorstellen, wie schmerzhaft der Abschied gewesen sein muss. Doch sie waren nicht die Einzigen, die den Schmerz der Trennung spürten. Es war ein oder zwei Jahre her, seit Abu Basir sich im Tal von Ish niedergelassen hatte. Während dieser Zeit hatten die Schäden, die seine Gruppe den Mekkanern zufügte, die Muschrikun stark erschöpft.
Sie erkannten, dass sie die Muslime nicht auf diese Weise aufhalten konnten. Außerdem kam nicht eine einzige Person von Medina nach Mekka und sagte: „Ich habe den Islam verlassen.“ Diese Bedingung hatte ihnen nichts gebracht. Damals waren sie sich sehr sicher gewesen. Doch so wie jeder einen Plan hat, hatte auch Allah Seinen Plan. Die Quraisch wussten nicht mehr, was sie tun sollten. Also schickten sie einen Boten mit einem Brief zum Gesandten Allahs.
Darin stand: „Um Allahs willen und wegen unserer Verwandtschaftsbande bitten wir dich, Abu Basir und seinen Gefährten mitzuteilen, dass von nun an jeder, der zu dir nach Medina kommt, sicher und geschützt ist und nicht zurückgeschickt wird.“ Der Gesandte Allahs nahm diese Bitte an und schickte einen Brief an Abu Basir, in dem er ihn und seine Brüder nach Medina einlud. Doch Abu Basir war zu dieser Zeit schwer krank. Als ihn der Brief des Propheten (FSMI) erreichte, lag er in seinen letzten Atemzügen. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Mit schwachen Händen nahm er den Brief und strich ihn über Gesicht und Augen. Er war erfüllt von der Sehnsucht, den Gesandten Allahs (FSMI) wiederzusehen.
Er starb, bevor er den Brief überhaupt zu Ende lesen konnte. Sein Treffen mit dem Gesandten Allahs wurde auf das Paradies verschoben. Er war aus Mekka geflohen, nur um seine Religion ausüben zu können. Er hatte seine Pflicht in dieser Welt erfüllt und war nun auf dem Weg in seine wahre Heimat, das Jenseits. Abu Jandal und die anderen Muslime verrichteten sein Totengebet und begruben ihn. Dann errichteten sie dort eine Moschee, damit sein Grab nicht vergessen werde. Danach gingen Abu Jandal und seine Gefährten nach Medina zum Propheten (FSMI). Was sagte der Vers über den Vertrag von Hudaybiyyah? Ein klarer Sieg. Und genau das war er. Doch das war erst der Anfang.
Die Quraisch verloren ihre Männer nach und nach. Ihre stärksten Männer, von denen sie dies nie gedacht hätten, schlossen sich dem Islam an, Hudaybiyyah war der Schlüssel zu einem großen Sieg. Und diese Namen würden zu Schlüsseln vieler weiterer Siege werden. Schließlich rückte jener gesegnete Tag näher. Mekka sollte befreit werden. Die Jahre der Sehnsucht würden ein Ende finden. Und die Muslime von Mekka würden in ihre Häuser zurückkehren. Seid ihr bereit, einen der größten Siege des Islam mitzuerleben? Die Eroberung von Mekka mit vielen bewegenden Szenen erwartet uns in der nächsten Folge. Bleibt dran. „Allahu Akbar. „Allahu Akbar.“ „Allahu Akbar. Allahu Akbar.“