Das Universum: 6 Tage oder 13,8 Milliarden Jahre? – Die Wissenschaft bestätigt den Koran!
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Widersprechen sich Wissenschaft und der Koran? Sechs Tage. Ist das wirklich die Zeit, die der Koran für die Erschaffung des Universums nennt? Was ist mit den sieben Himmeln? Kann die Wissenschaft die koranische Vorstellung von sieben Himmelsebenen belegen? Und behauptet der Koran tatsächlich, dass die Sonne in einer schlammigen Quelle untergeht? Einerseits werden täglich neue wissenschaftliche Wunder im Koran entdeckt. Andererseits scheinen manche Verse der modernen Wissenschaft zu widersprechen. Was stimmt also? In diesem Video räumen wir mit diesen Unklarheiten auf. Wir werden einige der meistdiskutierten Verse genauer analysieren. Und heute habe ich ein klares Ziel.
Am Ende dieser Reise werdet ihr einige grundlegende Regeln kennen. Ihr werdet die Schlüssel bekommen, um Klarheit zu finden bei fast jeder weiteren Frage, die euch begegnen könnte. Das wird euren Blick auf den Koran verändern, und ihr werdet lernen, wie ihr Einwände nach unseren eigenen Regeln beantworten könnt. Die Geschichte besagt, dass die Kirche in Europa gegen die Wissenschaft kämpfte. Dadurch entstand eine anhaltende Ablehnung gegenüber Religion, und der Islam wurde zu Unrecht nach demselben Maßstab beurteilt. Es ist Zeit, mit diesem Irrtum aufzuräumen. Vielleicht sind manche vermeintlichen Fehler in Wahrheit verborgene Wunder.
Vielleicht erzählen der Koran und die Wissenschaft dieselbe Geschichte, nur in zwei verschiedenen Sprachen. Zunächst müssen wir eine Sache klären. Ist der Koran ein göttliches Buch? Ohne diese Grundlage ist es sinnlos, die Details zu analysieren. Wenn der Koran die Wahrheit ist, dann sind diese schwierigen Punkte lediglich Fragen, denen wir nachgehen müssen. Nur weil wir heute keine Antwort kennen, heißt das nicht, dass das Buch sich irrt. Es bedeutet nur, dass wir noch dazulernen. Doch wenn diese Grundlage für euch noch nicht geklärt ist, wird euch keine Antwort überzeugen.
Deshalb sind die Beweise für den Islam, die ihr in unseren Videos entdecken könnt, der Schlüssel, um das große Ganze zu verstehen. Das ist unsere erste goldene Regel. Beginnen wir mit der bekanntesten Behauptung. In Sure Qaf, Vers 38, heißt es: „Wahrlich, Wir erschufen die Himmel und die Erde und alles dazwischen in sechs Tagen, ohne dass Uns dabei Ermüdung erfasste.“ Die Wissenschaft sagt, dass das Universum Milliarden Jahre brauchte, um zu entstehen, während der Koran von sechs Tagen spricht. Ist das nicht ein Widerspruch? Zunächst müssen wir eine entscheidende Frage stellen. Was bedeutet „Tag“ im Koran eigentlich? Wenn wir „Tag“ hören, denken wir automatisch an 24 Stunden.
Doch wie sinnvoll ist es, mit einem 24-Stunden-Maßstab zu rechnen, wenn Erde und Sonne damals noch gar nicht existierten? Kann der Koran wirklich meinen, dass sich die Erde sechsmal um ihre Achse drehte, bevor die Erde überhaupt erschaffen war? Natürlich nicht. Um das zu verstehen, müssen wir uns das arabische Originalwort ansehen, das der Koran verwendet: „Yawm“. Im ursprünglichen sprachlichen Kontext bedeutet „Yawm“ nicht nur 24 Stunden. Es bezeichnet einen Zeitraum, eine Phase oder eine Epoche mit Anfang und Ende. In diesem Sinne sind die sechs Tage eigentlich sechs große Phasen der Schöpfung.
Für den Schöpfer des Universums lässt sich Zeit nicht allein an unserem 24-Stunden-Zyklus messen. In Seiner gewaltigen Schöpfung dauert ein Tag auf Jupiter nur etwa zehn Stunden, während auf der Venus ein einziger Tag länger dauert als ein ganzes Jahr. Und selbst im Koran heißt es: „Die Engel und Gabriel steigen zu Ihm empor an einem Tag, dessen Dauer fünfzigtausend Jahre beträgt.“ Oder in einer anderen Ayah (Vers): „…ein Tag, dessen Länge nach eurer Zeitrechnung tausend Jahre beträgt.“ Der Koran selbst erklärt also, dass die Tageslänge unterschiedlich sein kann. Warum gibt es einen solchen Vers im Koran? Warum erwähnt der Koran diese sechs Zeitabschnitte?
Es geht nicht darum, wie lange es dauerte. Es geht darum, wie es erschaffen wurde. Wenn ihr erfahren würdet, dass es 15,8 Milliarden Jahre statt 13,8 Milliarden Jahre waren, würde das euer Leben nicht verändern. Doch zu wissen, dass die Schöpfung Schritt für Schritt erfolgte, zeigt uns, dass sie ein kontrollierter, planvoller Prozess war. Selbst was wie Chaos aussieht, steht in Wahrheit unter Kontrolle. Alles folgt einem bestimmten Ablauf. Alles ist bemessen, und alles hat einen Sinn. Nun ist es die Aufgabe der Wissenschaft, herauszufinden, was genau diese sechs Phasen sind. Und wenn wir ihre Erkenntnisse betrachten, ist die Übereinstimmung kaum zu übersehen.
Wir erkennen eine Entwicklung, die sich perfekt in sechs Phasen einteilen lässt. Sie beginnt an einem einzigen Punkt und endet mit dem Leben, das wir heute kennen. Wie wir zu Beginn gesagt haben, weisen der Koran und die Wissenschaft in zwei Sprachen auf dieselbe Wahrheit hin. Allah spricht nicht nur zu einer kleinen Gruppe von Experten. Er spricht in einer Sprache, die jedes Herz erreicht, unabhängig von Zeit oder Bildung. Und damit kommen wir zu unserer zweiten goldenen Regel. Der Koran ist kein Lehrbuch der Wissenschaft. Er ist ein Wegweiser fürs Leben. Er spricht nicht über Kunst um der Kunst willen, sondern um uns den Künstler zu zeigen. Um uns unseren Schöpfer zu zeigen.
Ob Wissenschaftler oder Hirte – der Koran lehrt euch, wie ihr die Dinge betrachten sollt. Deshalb verzichtet er auf Details wie Dinosaurier oder technische Einzelheiten, und konzentriert sich auf einfache Beispiele wie das Kamel und die Fliege. Nun stehen wir vor einem tieferen Rätsel. Die moderne Wissenschaft spricht vom beobachtbaren Universum. Doch der Koran verwendet einen anderen Begriff: „sab'a samawat“ – die sieben Himmel. In Sure Al-Mulk sagt Allah: „Er ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. In der Schöpfung des Allerbarmers werdet ihr keinerlei Unvollkommenheit sehen.
Schaut noch einmal hin: Seht ihr einen Makel?“ Auf den ersten Blick sehen wir nur einen gewaltigen, scheinbar grenzenlosen Raum. Was bedeuten diese sieben Ebenen also eigentlich? Ist es eine wissenschaftliche Tatsache, die wir noch nicht entdeckt haben, oder betrachten wir die Sache nur falsch? Versuchen wir, dieses Rätsel zu verstehen und herauszufinden, wie es zu unserem heutigen Wissen über das Universum passt. Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Hochgeschwindigkeitszug und haltet eine Tasse Kaffee in der Hand. Für euch steht der Kaffee vollkommen still. Doch für jemanden, der draußen auf dem Bahnsteig steht, fliegt diese Kaffeetasse mit 200 km/h an ihm vorbei. Wer hat recht?
Ihr beide habt recht. Geschwindigkeit und Bewegung haben ohne einen Bezugspunkt keine Bedeutung. Um zu bestimmen, wie sich etwas bewegt, müsst ihr zuerst fragen: im Verhältnis wozu? Nichts im Universum bewegt sich für sich allein, sondern immer innerhalb eines größeren Systems. Jeder Himmel bildet einen Bezugspunkt für alles, was sich darin befindet. Euer Auto bewegt sich relativ zur Erde. Die Erde bewegt sich relativ zur Sonne. Der erste Himmel ist also das Bezugssystem der Erde, der zweite das Sonnensystem. Und auch unsere Sonne steht nicht still. Sie bewegt sich mit 19 Kilometern pro Sekunde in eine bestimmte Richtung.
Diese Bewegung können wir nur verstehen, wenn wir nahe Sterne als Bezugspunkte verwenden. Der dritte Himmel ist also unsere Sternen-Nachbarschaft. Und diese Sterne kreisen um das galaktische Zentrum unserer Milchstraße. Damit ist sie der vierte Himmel. Der fünfte Himmel ist die Lokale Gruppe, eine Ansammlung von etwa 50 Galaxien, zu der auch Andromeda gehört. Hier messen wir, wie sich ganze Galaxien im Verhältnis zueinander bewegen. Der sechste Himmel ist die Ebene der Superhaufen. In diesem gewaltigen Maßstab strömen Tausende Galaxiengruppen gemeinsam wie leuchtende Flüsse der Schwerkraft. Und der siebte Himmel ist das beobachtbare Universum. Das ultimative Bezugssystem.
Hier dient die Ausdehnung des Raumes selbst als Bezugspunkt. Sie umfasst alles. Sie ist eine perfekt ineinander verschachtelte Hierarchie, in der das kleinere System seine Bedeutung im größeren findet. Der große islamische Gelehrte Bediüzzaman hingegen bietet eine andere Perspektive. Die Bewegung der Planeten ähnelt weniger einem Flugzeug, das durch die Luft fliegt, sondern eher einem Fisch, der durch Wasser schwimmt. Der Raum krümmt sich um Sterne und erzeugt unsichtbare Wellen, fast wie ein gewaltiger kosmischer Ozean. Moderne Astrophysiker beschreiben das Universum oft wie eine riesige strömende Flüssigkeit.
Und wusstet ihr, dass der Koran schon vor Jahrhunderten auf diese Eigenschaft hinwies? Sure Yasin beschreibt die Sonne und den Mond mit einem ganz bestimmten Wort. Dort heißt es: „Jeder schwimmt auf seiner eigenen Bahn.“ Das ist eine treffende physikalische Beschreibung. Sogar ein Hadith (Überlieferung) des Propheten Muhammad (FSMI) beschreibt den Raum als „mawj makfuf“, was „zurückgehaltene Welle“ bedeutet. Diese flüssigkeitsähnliche Struktur wird im Koran immer wieder hervorgehoben. Der Raum verändert seine Eigenschaften je nach der Masse, mit der er wechselwirkt. In unserem Sonnensystem krümmt die Sonne ihn zu einem tiefen Gravitationstrichter.
Auf galaktischer Ebene hingegen wird der Raum durch das gemeinsame Gewicht von Milliarden Sternen gekrümmt, und formt sie zu einer gewaltigen rotierenden Scheibe. Diese unterschiedlichen Wechselwirkungen verwandeln das Universum von einer ungeordneten Ansammlung von Materie in hierarchische Ebenen. Jede Ebene verhält sich wie eine eigene Umgebung mit eigenen Gesetzmäßigkeiten. Wenn ihr Schöpfer diese komplexe Struktur also als siebenfach eingeteilt hat, dann ist sie siebenfach. Doch fragen wir uns: Übersehen diejenigen, die sieben Ebenen für unmöglich halten, vielleicht die tiefere Botschaft dahinter?
Habt ihr euch je gefragt, warum der Koran ausdrücklich von sieben Himmeln spricht, statt einfach nur „Himmel“ zu sagen? Es ist eine Botschaft über vollkommene Kontrolle. Wer die genauen Grenzen eines Systems festlegt, zeigt, dass Er dessen Architekt ist. Oder zumindest, dass Er es bis ins Detail kennt. Allah lenkt sieben verschiedene Ebenen mit sieben unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten. Doch ist alles ein einziges, vereintes Wirken. Er lenkt gleichzeitig den Flug eines Vogels in der ersten Ebene und die Bewegung einer Galaxie in der vierten. Für Ihn bilden das Kleinste und das Größte ein einziges vollkommen geordnetes System. Und hier ist unsere dritte goldene Regel.
Achtet nicht nur auf den Wortlaut, sondern versucht, die Bedeutung dahinter zu verstehen. In Sure Al-Isra, Ayah 44, heißt es über Allah: „Die sieben Himmel, die Erde und alle, die sich darin befinden, preisen Ihn...“ Auf der einen Seite der Waage die sieben Himmel, auf der anderen die Erde. Obwohl die Erde im Universum nur wie ein Sandkorn erscheint, steht sie im Zentrum der Bedeutung. Sie ist eine Ausstellung göttlicher Kunst. Sie ist das Feld, auf dem die Samen für das Jenseits gesät werden. Und sie ist die Heimat der größten Wegweiser der Menschheit, Tausender Propheten wie unseres geliebten Propheten Muhammad (FSMI).
Der Wert einer Sache bemisst sich nicht an ihrer Größe, ihrer Geschwindigkeit oder den Mineralien, die sie enthält. Daraus ergibt sich unsere vierte goldene Regel. Der Koran bemisst den Wert der Dinge nicht nach ihrer Materie, sondern nach ihrer Bedeutung. Deshalb sollte euch die Frage: „Interessiert sich Gott in diesem riesigen Universum für uns?“ gar nicht erst in den Sinn kommen. Unsere Gelehrten haben noch weitere Deutungen vorgeschlagen. Einige vertreten beispielsweise die Ansicht, dass das gesamte beobachtbare Universum, also alles, was wir sehen, in Wirklichkeit nur der erste Himmel ist. Darüber hinaus gibt es sechs weitere Ebenen, die unserer Beobachtung vollständig entzogen bleiben.
Während immer mehr Deutungen entstehen, müssen wir eine typische Falle vermeiden. Oft gehen wir davon aus, dass nur eine dieser Sichtweisen richtig sein kann. Denn mit unserem begrenzten Verstand meinen wir mit unseren Worten meist nur eine einzige Sache. Doch Allahs Wissen ist ewig. Seine Worte können alle Ebenen der Wahrheit zugleich umfassen. Damit kommen wir zu unserer fünften goldenen Regel. Ein einziges Wort des Korans steht nicht nur für eine einzige Bedeutung. Es ist zugleich der Schlüssel zu verschiedenen Wundern. Und genau diese Logik lässt sich auf die Erschaffung des Universums in sechs Tagen übertragen.
So wie es mehrere schlüssige Deutungen der sieben Himmel gibt, kann es auch sechs unterschiedliche, zutreffende Deutungen dieser sechs Tage geben. Sie können alle wahr und zugleich von Allah beabsichtigt sein. Doch was ist mit falschen Interpretationen? Hier geraten viele in eine weitere logische Falle. Eine verbreitete Ansicht war zum Beispiel, dass die sieben Himmel für die sieben sichtbaren Planeten unseres Sonnensystems stünden. Für die damalige Zeit war das eine logische Vermutung. Doch als die Wissenschaft weitere Planeten entdeckte, brach diese Theorie zusammen. Einige Kritiker behaupteten daraufhin, der Koran sei damit widerlegt.
Doch widerlegt wurde lediglich die Theorie eines Menschen. Man kann nicht den Autor für das Missverständnis des Lesers verantwortlich machen. Eine Theorie zu widerlegen, bedeutet nicht, die Wahrheit widerlegt zu haben. Damit habt ihr lediglich den Weg für die anderen sechs freigemacht. Wenn ihr also hört, Wissenschaft und Koran würden sich widersprechen, denkt daran: Wahrscheinlich betrachtet ihr eine menschliche Interpretation, die danebenlag. Im Laufe dieses Videos haben wir koranische Wunder hervorgehoben. Angesichts der vielen Beweise für den Islam bleiben solche Widersprüche ein Rätsel, das noch gelöst werden muss.
Wenn wir heute keine Antwort kennen, bedeutet das nur, dass wir noch dazulernen. Wenden wir diese Regeln nun auf unseren letzten missverstandenen Vers an. Die Reise von Dhul-Qarnayn, einem mächtigen Herrscher. Bei der Beschreibung seiner berühmten Reise nach Westen besagt die Ayah: „Als er schließlich den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, sah er sie in einer schlammigen Quelle untergehen...“ Auf den ersten Blick könnte das wie eine alte Vorstellung von einer flachen Erde wirken. Und ungläubige Kritiker fragen: „Wie kann ein riesiger Stern, größer als die Erde, physisch in einen Schlammtümpel stürzen?!“ Die Antwort steckt tatsächlich direkt in dem Vers, den sie kritisieren.
Der Koran sagt nicht, dass die Sonne tatsächlich in einem schlammigen Becken versank. Die genaue Formulierung lautet: „Er sah sie untergehen.“ Hier verwendet der Koran menschliche Alltagssprache, um die Sicht des Reisenden zu beschreiben. Er wirkt fast wie eine Kamera, die genau den Blick auf den Horizont einfängt. Aus der Ayah wissen wir lediglich, dass er nach Westen zog. Wir wissen weder, wo er aufbrach, noch wo er schließlich ankam. Trotzdem liefert der Koran mit nur einer einzigen Zeile eine eindrucksvolle Beschreibung des genauen Ortes, an dem dieses jahrhundertealte Ereignis stattfand. Er stand an einem Ort, an dem ein riesiger Ozean wie eine brodelnde, schlammige Quelle wirkte.
Seine Reise nach Westen führte ihn bis an den äußersten Rand des Kontinents, direkt vor einem gewaltigen Ozean. Vermutlich war es der Atlantik. Und es war mitten im Sommer. Die extreme Hitze erhitzte die Sümpfe entlang der Küste. Dadurch stiegen große Mengen Wasserdampf auf. Dhul-Qarnayn blickte nicht auf einen klaren Horizont. Er blickte durch eine dichte Schicht aus aufsteigendem Dunst und Nebel. So beobachtete er vom Ufer aus den Sonnenuntergang. Doch das ist noch nicht alles. Wie wir erwähnt haben, kann eine Formulierung im Koran mehrere Bedeutungsebenen zugleich tragen kann. Genau dieses eindrucksvolle Muster finden wir im gesamten Koran.
So bezeichnet er die gewaltige Erde manchmal als sichere Wiege. Die glühende Sonne als einfache Lampe und den Mond als sanfte Leuchte. Wie sollte im grenzenlosen Reich Allahs der größte Ozean unseres Planeten beschrieben werden? Selbst der gewaltigste Ozean ist nichts weiter als eine kleine heiße Quelle. Unser Herr verwendet also eine Sprache, die eine gemeinsame Ebene schafft zwischen der menschlichen Wahrnehmung und Seiner eigenen Erhabenheit. Selbst heute sagen wir: „Die Sonne geht unter.“ Niemand korrigiert uns und sagt: „Eigentlich dreht sich die Erde.“ Jeder versteht den Kontext. Doch leider suchen die meisten modernen Kritiker nur nach Konflikt statt nach der Bedeutung.
Menschen, die nicht einmal eine Stunde Sprache oder Kontext studiert haben, behaupten als Erste, es sei wissenschaftlich falsch. Denkt einmal darüber nach. Ihr würdet doch keinen Maschineningenieur eine Herzoperation machen lassen. Ihr würdet zu einem Chirurgen gehen. Warum behandeln wir den Koran also anders? Wenn jemand seine Zeit damit verbringt, den Koran anzugreifen, oder seine Plattform darauf aufbaut, den Islam zu kritisieren, erwartet keine objektive Analyse. Wenn ihr die Wahrheit sucht, wendet euch an Experten. Eine fundierte Analyse auf Expertenniveau ist mehr wert als hundert oberflächliche Internetkritiken. Sie glauben, einen riesigen Fehler gefunden zu haben.
Einen Fehler, den muslimische Wissenschaftler über Jahrhunderte völlig übersehen haben. Glauben sie wirklich, die größten Köpfe der Wissenschaftsgeschichte hätten den Koran nicht gelesen? Die islamische Geschichte ist reich an Hunderten brillanten Wissenschaftlern, Astronomen und Mathematikern. Sie widmeten ihr Leben dem Studium der Wissenschaft und des Korans. Wir sprechen von einer Zivilisation, die Wissenschaft maßgeblich voran brachte. Die moderne Welt, wie wir sie heute kennen, baut auf ihren Errungenschaften auf. Nehmen wir zum Beispiel Ibn al-Haytham. Den Begründer der modernen Optik. Neben ihm gab es Wissenschaftler wie al-Chwarizmi.
Seinem Denken verdanken wir die Algorithmen, die euch dieses Video ansehen lassen. Dschābir ibn Hayyān begründete die moderne Chemie und errichtete im 8. Jahrhundert das erste Labor der Welt. Oder Ibn Sina, dessen medizinische Enzyklopädie an europäischen Universitäten als maßgebliches Standardwerk galt – ein halbes Jahrtausend lang. Oder al-Dschazari, den Vater der Robotik und des Maschinenbaus. Oder Ibn Chaldun, den Begründer der Soziologie und Geschichtsschreibung. Sie alle näherten sich dem Koran mit ausgeprägt analytischem Denken und fanden dennoch vollkommene Harmonie in seinen Versen. Oder Fatima al-Fihri, die visionäre Frau, die die älteste bis heute bestehende Universität gründete.
Nehmen wir auch Mariam al-Ijliya. Damals im Westen riskierte eine Frau, die sich mit Wissenschaft befasste, Folter und Hinrichtung. Doch in der islamischen Welt betrieb Mariam al-Ijliya Mathematik und Ingenieurskunst auf einem Niveau, von dem Europa noch Jahrhunderte lang nicht einmal träumen konnte. Sie fertigte ein hochkomplexes astronomisches Berechnungsgerät, das Astrolabium. Ibn al-Baitar, al-Dschahiz, al-Zahrawi, al-Biruni, al-Battani. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Deshalb sagte der muslimische Professor Fuat Sezgin einmal: „Die westliche Zivilisation ist ein Kind des Islam.“ Wenn euch also künftig jemand sagt, er habe einen Fehler im Koran gefunden, könnt ihr lächeln.
Denn jetzt habt ihr den Generalschlüssel. Prüft die Behauptung damit. Erstens: Konzentriert euch zunächst auf die Beweise für den Islam. Damit eine einzelne Frage nicht euer gesamtes Fundament erschüttert. Zweitens: Könnte es sein, dass sie den Koran wie ein Physiklehrbuch behandeln statt wie einen Wegweiser fürs Leben? Der Koran beschreibt das Universum nicht, um uns Chemie oder Astronomie zu lehren, sondern um uns den Künstler vorzustellen. Drittens: Achtet nicht nur auf den Wortlaut. Versucht, die Bedeutung dahinter zu verstehen. Vielleicht übersehen sie die tiefere Bedeutung, die der Künstler uns zeigen möchte.
Viertens: Könnte Allah unseren Blick nicht auf etwas anderes lenken und uns auffordern, es aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten? Wenn der Koran eine Schöpfung erwähnt, liegt der Fokus vielleicht nicht auf ihrer alltäglichen physischen Funktion. Fünftens: Könntet ihr den Autor für den Fehler des Lesers verantwortlich machen? Verwechselt niemals die falsche Annahme eines Gelehrten mit dem vollkommenen Wort Gottes.
Sechstens: Fragt euch: „Lese ich die exakten Worte des Schöpfers oder nur den begrenzten Wortschatz eines Übersetzers?“ Ihr könnt die majestätische göttliche Rede nicht in ein einziges simples übersetztes Wort zwängen, als ob ihr versucht, einen Ozean in einen winzigen Becher zu gießen. Siebtens: Sucht ihr die Wahrheit bei Experten oder bei denen, die nur Streit suchen? Wenn ihr die Schrift wirklich verstehen wollt, müsst ihr euch an die Gelehrten wenden, die dieser ihr Leben gewidmet haben. Nicht an Leugner, die von ihren Angriffen profitieren. Achtens: Der Islam ist nicht wie andere Religionen. Behandelt ihn also nicht so. Denn von hundert Religionen kann nur eine wahr sein.
Logischerweise müssen dann 99 falsch sein. Und natürlich werden sie Wissenschaft oder Logik widersprechen. Wenn ihr die wahre Religion mit diesen 99 fehlerhaften in einen Topf werft, seid ihr nicht objektiv. Ihr macht es euch zu einfach. Ihr beurteilt eine Religion anhand einer Geschichte, die nicht ihre ist. Während menschengemachte Ideen verstauben, bleibt der Koran stets lebendig und aktuell. Er wird nicht alt. Mit jedem Zeitalter wirkt er nur jünger. Mit jedem Fortschritt der Wissenschaft entfernt sie sich nicht von der Schrift. Sie dringt nur tiefer in sie ein.
Vergesst nicht: Die Geschichte kennt genug arrogante Kritiker, die den Koran aufgrund fehlerhafter Vorstellungen ihrer Zeit verspotteten. Heute sind diese falschen Theorien längst vergessen. Und diese Kritiker liegen allein mit ihrem Bedauern in ihren Gräbern. Schließlich verändert sich selbst die Wissenschaft. Was sie heute ablehnt, kann sie morgen akzeptieren. Und wenn ihr diese Schlüssel anwendet, verschwindet die Illusion des Widerspruchs. Stellt euch das Universum als ein vom Schöpfer geschriebenes Buch vor. Die Wissenschaft konzentriert sich nur auf das Gewicht des Buches, die Größe der Schrift, das Papier, die Tinte und den Aufbau der Sätze.
Doch die Botschaft selbst kann sie niemals lesen. Der Koran hingegen ist der Übersetzungsschlüssel für das Universum. Er offenbart die Bedeutung hinter der gesamten Schöpfung und ermöglicht uns so, die Botschaften des Schöpfers zu lesen. Wenn ihr den Koran von der Wissenschaft trennt, werdet ihr euer ganzes Leben nur die Buchstaben im Buch des Universums zählen. Doch die eigentliche Botschaft werdet ihr niemals verstehen. Und da beide Bücher vom selben Autor geschrieben wurden, ist ein Widerspruch zwischen ihnen logisch unmöglich. Möchtest du wissen, woher unsere Videos stammen? Wir laden dich in unsere Bibliothek ein und geben dir Zugang zu genau dieser Quelle.
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Am Ende dieser Reise werdet ihr einige grundlegende Regeln kennen. Ihr werdet die Schlüssel bekommen, um Klarheit zu finden bei fast jeder weiteren Frage, die euch begegnen könnte. Das wird euren Blick auf den Koran verändern, und ihr werdet lernen, wie ihr Einwände nach unseren eigenen Regeln beantworten könnt. Die Geschichte besagt, dass die Kirche in Europa gegen die Wissenschaft kämpfte. Dadurch entstand eine anhaltende Ablehnung gegenüber Religion, und der Islam wurde zu Unrecht nach demselben Maßstab beurteilt. Es ist Zeit, mit diesem Irrtum aufzuräumen. Vielleicht sind manche vermeintlichen Fehler in Wahrheit verborgene Wunder.
Vielleicht erzählen der Koran und die Wissenschaft dieselbe Geschichte, nur in zwei verschiedenen Sprachen. Zunächst müssen wir eine Sache klären. Ist der Koran ein göttliches Buch? Ohne diese Grundlage ist es sinnlos, die Details zu analysieren. Wenn der Koran die Wahrheit ist, dann sind diese schwierigen Punkte lediglich Fragen, denen wir nachgehen müssen. Nur weil wir heute keine Antwort kennen, heißt das nicht, dass das Buch sich irrt. Es bedeutet nur, dass wir noch dazulernen. Doch wenn diese Grundlage für euch noch nicht geklärt ist, wird euch keine Antwort überzeugen.
Deshalb sind die Beweise für den Islam, die ihr in unseren Videos entdecken könnt, der Schlüssel, um das große Ganze zu verstehen. Das ist unsere erste goldene Regel. Beginnen wir mit der bekanntesten Behauptung. In Sure Qaf, Vers 38, heißt es: „Wahrlich, Wir erschufen die Himmel und die Erde und alles dazwischen in sechs Tagen, ohne dass Uns dabei Ermüdung erfasste.“ Die Wissenschaft sagt, dass das Universum Milliarden Jahre brauchte, um zu entstehen, während der Koran von sechs Tagen spricht. Ist das nicht ein Widerspruch? Zunächst müssen wir eine entscheidende Frage stellen. Was bedeutet „Tag“ im Koran eigentlich? Wenn wir „Tag“ hören, denken wir automatisch an 24 Stunden.
Doch wie sinnvoll ist es, mit einem 24-Stunden-Maßstab zu rechnen, wenn Erde und Sonne damals noch gar nicht existierten? Kann der Koran wirklich meinen, dass sich die Erde sechsmal um ihre Achse drehte, bevor die Erde überhaupt erschaffen war? Natürlich nicht. Um das zu verstehen, müssen wir uns das arabische Originalwort ansehen, das der Koran verwendet: „Yawm“. Im ursprünglichen sprachlichen Kontext bedeutet „Yawm“ nicht nur 24 Stunden. Es bezeichnet einen Zeitraum, eine Phase oder eine Epoche mit Anfang und Ende. In diesem Sinne sind die sechs Tage eigentlich sechs große Phasen der Schöpfung.
Für den Schöpfer des Universums lässt sich Zeit nicht allein an unserem 24-Stunden-Zyklus messen. In Seiner gewaltigen Schöpfung dauert ein Tag auf Jupiter nur etwa zehn Stunden, während auf der Venus ein einziger Tag länger dauert als ein ganzes Jahr. Und selbst im Koran heißt es: „Die Engel und Gabriel steigen zu Ihm empor an einem Tag, dessen Dauer fünfzigtausend Jahre beträgt.“ Oder in einer anderen Ayah (Vers): „…ein Tag, dessen Länge nach eurer Zeitrechnung tausend Jahre beträgt.“ Der Koran selbst erklärt also, dass die Tageslänge unterschiedlich sein kann. Warum gibt es einen solchen Vers im Koran? Warum erwähnt der Koran diese sechs Zeitabschnitte?
Es geht nicht darum, wie lange es dauerte. Es geht darum, wie es erschaffen wurde. Wenn ihr erfahren würdet, dass es 15,8 Milliarden Jahre statt 13,8 Milliarden Jahre waren, würde das euer Leben nicht verändern. Doch zu wissen, dass die Schöpfung Schritt für Schritt erfolgte, zeigt uns, dass sie ein kontrollierter, planvoller Prozess war. Selbst was wie Chaos aussieht, steht in Wahrheit unter Kontrolle. Alles folgt einem bestimmten Ablauf. Alles ist bemessen, und alles hat einen Sinn. Nun ist es die Aufgabe der Wissenschaft, herauszufinden, was genau diese sechs Phasen sind. Und wenn wir ihre Erkenntnisse betrachten, ist die Übereinstimmung kaum zu übersehen.
Wir erkennen eine Entwicklung, die sich perfekt in sechs Phasen einteilen lässt. Sie beginnt an einem einzigen Punkt und endet mit dem Leben, das wir heute kennen. Wie wir zu Beginn gesagt haben, weisen der Koran und die Wissenschaft in zwei Sprachen auf dieselbe Wahrheit hin. Allah spricht nicht nur zu einer kleinen Gruppe von Experten. Er spricht in einer Sprache, die jedes Herz erreicht, unabhängig von Zeit oder Bildung. Und damit kommen wir zu unserer zweiten goldenen Regel. Der Koran ist kein Lehrbuch der Wissenschaft. Er ist ein Wegweiser fürs Leben. Er spricht nicht über Kunst um der Kunst willen, sondern um uns den Künstler zu zeigen. Um uns unseren Schöpfer zu zeigen.
Ob Wissenschaftler oder Hirte – der Koran lehrt euch, wie ihr die Dinge betrachten sollt. Deshalb verzichtet er auf Details wie Dinosaurier oder technische Einzelheiten, und konzentriert sich auf einfache Beispiele wie das Kamel und die Fliege. Nun stehen wir vor einem tieferen Rätsel. Die moderne Wissenschaft spricht vom beobachtbaren Universum. Doch der Koran verwendet einen anderen Begriff: „sab'a samawat“ – die sieben Himmel. In Sure Al-Mulk sagt Allah: „Er ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. In der Schöpfung des Allerbarmers werdet ihr keinerlei Unvollkommenheit sehen.
Schaut noch einmal hin: Seht ihr einen Makel?“ Auf den ersten Blick sehen wir nur einen gewaltigen, scheinbar grenzenlosen Raum. Was bedeuten diese sieben Ebenen also eigentlich? Ist es eine wissenschaftliche Tatsache, die wir noch nicht entdeckt haben, oder betrachten wir die Sache nur falsch? Versuchen wir, dieses Rätsel zu verstehen und herauszufinden, wie es zu unserem heutigen Wissen über das Universum passt. Stellt euch vor, ihr sitzt in einem Hochgeschwindigkeitszug und haltet eine Tasse Kaffee in der Hand. Für euch steht der Kaffee vollkommen still. Doch für jemanden, der draußen auf dem Bahnsteig steht, fliegt diese Kaffeetasse mit 200 km/h an ihm vorbei. Wer hat recht?
Ihr beide habt recht. Geschwindigkeit und Bewegung haben ohne einen Bezugspunkt keine Bedeutung. Um zu bestimmen, wie sich etwas bewegt, müsst ihr zuerst fragen: im Verhältnis wozu? Nichts im Universum bewegt sich für sich allein, sondern immer innerhalb eines größeren Systems. Jeder Himmel bildet einen Bezugspunkt für alles, was sich darin befindet. Euer Auto bewegt sich relativ zur Erde. Die Erde bewegt sich relativ zur Sonne. Der erste Himmel ist also das Bezugssystem der Erde, der zweite das Sonnensystem. Und auch unsere Sonne steht nicht still. Sie bewegt sich mit 19 Kilometern pro Sekunde in eine bestimmte Richtung.
Diese Bewegung können wir nur verstehen, wenn wir nahe Sterne als Bezugspunkte verwenden. Der dritte Himmel ist also unsere Sternen-Nachbarschaft. Und diese Sterne kreisen um das galaktische Zentrum unserer Milchstraße. Damit ist sie der vierte Himmel. Der fünfte Himmel ist die Lokale Gruppe, eine Ansammlung von etwa 50 Galaxien, zu der auch Andromeda gehört. Hier messen wir, wie sich ganze Galaxien im Verhältnis zueinander bewegen. Der sechste Himmel ist die Ebene der Superhaufen. In diesem gewaltigen Maßstab strömen Tausende Galaxiengruppen gemeinsam wie leuchtende Flüsse der Schwerkraft. Und der siebte Himmel ist das beobachtbare Universum. Das ultimative Bezugssystem.
Hier dient die Ausdehnung des Raumes selbst als Bezugspunkt. Sie umfasst alles. Sie ist eine perfekt ineinander verschachtelte Hierarchie, in der das kleinere System seine Bedeutung im größeren findet. Der große islamische Gelehrte Bediüzzaman hingegen bietet eine andere Perspektive. Die Bewegung der Planeten ähnelt weniger einem Flugzeug, das durch die Luft fliegt, sondern eher einem Fisch, der durch Wasser schwimmt. Der Raum krümmt sich um Sterne und erzeugt unsichtbare Wellen, fast wie ein gewaltiger kosmischer Ozean. Moderne Astrophysiker beschreiben das Universum oft wie eine riesige strömende Flüssigkeit.
Und wusstet ihr, dass der Koran schon vor Jahrhunderten auf diese Eigenschaft hinwies? Sure Yasin beschreibt die Sonne und den Mond mit einem ganz bestimmten Wort. Dort heißt es: „Jeder schwimmt auf seiner eigenen Bahn.“ Das ist eine treffende physikalische Beschreibung. Sogar ein Hadith (Überlieferung) des Propheten Muhammad (FSMI) beschreibt den Raum als „mawj makfuf“, was „zurückgehaltene Welle“ bedeutet. Diese flüssigkeitsähnliche Struktur wird im Koran immer wieder hervorgehoben. Der Raum verändert seine Eigenschaften je nach der Masse, mit der er wechselwirkt. In unserem Sonnensystem krümmt die Sonne ihn zu einem tiefen Gravitationstrichter.
Auf galaktischer Ebene hingegen wird der Raum durch das gemeinsame Gewicht von Milliarden Sternen gekrümmt, und formt sie zu einer gewaltigen rotierenden Scheibe. Diese unterschiedlichen Wechselwirkungen verwandeln das Universum von einer ungeordneten Ansammlung von Materie in hierarchische Ebenen. Jede Ebene verhält sich wie eine eigene Umgebung mit eigenen Gesetzmäßigkeiten. Wenn ihr Schöpfer diese komplexe Struktur also als siebenfach eingeteilt hat, dann ist sie siebenfach. Doch fragen wir uns: Übersehen diejenigen, die sieben Ebenen für unmöglich halten, vielleicht die tiefere Botschaft dahinter?
Habt ihr euch je gefragt, warum der Koran ausdrücklich von sieben Himmeln spricht, statt einfach nur „Himmel“ zu sagen? Es ist eine Botschaft über vollkommene Kontrolle. Wer die genauen Grenzen eines Systems festlegt, zeigt, dass Er dessen Architekt ist. Oder zumindest, dass Er es bis ins Detail kennt. Allah lenkt sieben verschiedene Ebenen mit sieben unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten. Doch ist alles ein einziges, vereintes Wirken. Er lenkt gleichzeitig den Flug eines Vogels in der ersten Ebene und die Bewegung einer Galaxie in der vierten. Für Ihn bilden das Kleinste und das Größte ein einziges vollkommen geordnetes System. Und hier ist unsere dritte goldene Regel.
Achtet nicht nur auf den Wortlaut, sondern versucht, die Bedeutung dahinter zu verstehen. In Sure Al-Isra, Ayah 44, heißt es über Allah: „Die sieben Himmel, die Erde und alle, die sich darin befinden, preisen Ihn...“ Auf der einen Seite der Waage die sieben Himmel, auf der anderen die Erde. Obwohl die Erde im Universum nur wie ein Sandkorn erscheint, steht sie im Zentrum der Bedeutung. Sie ist eine Ausstellung göttlicher Kunst. Sie ist das Feld, auf dem die Samen für das Jenseits gesät werden. Und sie ist die Heimat der größten Wegweiser der Menschheit, Tausender Propheten wie unseres geliebten Propheten Muhammad (FSMI).
Der Wert einer Sache bemisst sich nicht an ihrer Größe, ihrer Geschwindigkeit oder den Mineralien, die sie enthält. Daraus ergibt sich unsere vierte goldene Regel. Der Koran bemisst den Wert der Dinge nicht nach ihrer Materie, sondern nach ihrer Bedeutung. Deshalb sollte euch die Frage: „Interessiert sich Gott in diesem riesigen Universum für uns?“ gar nicht erst in den Sinn kommen. Unsere Gelehrten haben noch weitere Deutungen vorgeschlagen. Einige vertreten beispielsweise die Ansicht, dass das gesamte beobachtbare Universum, also alles, was wir sehen, in Wirklichkeit nur der erste Himmel ist. Darüber hinaus gibt es sechs weitere Ebenen, die unserer Beobachtung vollständig entzogen bleiben.
Während immer mehr Deutungen entstehen, müssen wir eine typische Falle vermeiden. Oft gehen wir davon aus, dass nur eine dieser Sichtweisen richtig sein kann. Denn mit unserem begrenzten Verstand meinen wir mit unseren Worten meist nur eine einzige Sache. Doch Allahs Wissen ist ewig. Seine Worte können alle Ebenen der Wahrheit zugleich umfassen. Damit kommen wir zu unserer fünften goldenen Regel. Ein einziges Wort des Korans steht nicht nur für eine einzige Bedeutung. Es ist zugleich der Schlüssel zu verschiedenen Wundern. Und genau diese Logik lässt sich auf die Erschaffung des Universums in sechs Tagen übertragen.
So wie es mehrere schlüssige Deutungen der sieben Himmel gibt, kann es auch sechs unterschiedliche, zutreffende Deutungen dieser sechs Tage geben. Sie können alle wahr und zugleich von Allah beabsichtigt sein. Doch was ist mit falschen Interpretationen? Hier geraten viele in eine weitere logische Falle. Eine verbreitete Ansicht war zum Beispiel, dass die sieben Himmel für die sieben sichtbaren Planeten unseres Sonnensystems stünden. Für die damalige Zeit war das eine logische Vermutung. Doch als die Wissenschaft weitere Planeten entdeckte, brach diese Theorie zusammen. Einige Kritiker behaupteten daraufhin, der Koran sei damit widerlegt.
Doch widerlegt wurde lediglich die Theorie eines Menschen. Man kann nicht den Autor für das Missverständnis des Lesers verantwortlich machen. Eine Theorie zu widerlegen, bedeutet nicht, die Wahrheit widerlegt zu haben. Damit habt ihr lediglich den Weg für die anderen sechs freigemacht. Wenn ihr also hört, Wissenschaft und Koran würden sich widersprechen, denkt daran: Wahrscheinlich betrachtet ihr eine menschliche Interpretation, die danebenlag. Im Laufe dieses Videos haben wir koranische Wunder hervorgehoben. Angesichts der vielen Beweise für den Islam bleiben solche Widersprüche ein Rätsel, das noch gelöst werden muss.
Wenn wir heute keine Antwort kennen, bedeutet das nur, dass wir noch dazulernen. Wenden wir diese Regeln nun auf unseren letzten missverstandenen Vers an. Die Reise von Dhul-Qarnayn, einem mächtigen Herrscher. Bei der Beschreibung seiner berühmten Reise nach Westen besagt die Ayah: „Als er schließlich den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, sah er sie in einer schlammigen Quelle untergehen...“ Auf den ersten Blick könnte das wie eine alte Vorstellung von einer flachen Erde wirken. Und ungläubige Kritiker fragen: „Wie kann ein riesiger Stern, größer als die Erde, physisch in einen Schlammtümpel stürzen?!“ Die Antwort steckt tatsächlich direkt in dem Vers, den sie kritisieren.
Der Koran sagt nicht, dass die Sonne tatsächlich in einem schlammigen Becken versank. Die genaue Formulierung lautet: „Er sah sie untergehen.“ Hier verwendet der Koran menschliche Alltagssprache, um die Sicht des Reisenden zu beschreiben. Er wirkt fast wie eine Kamera, die genau den Blick auf den Horizont einfängt. Aus der Ayah wissen wir lediglich, dass er nach Westen zog. Wir wissen weder, wo er aufbrach, noch wo er schließlich ankam. Trotzdem liefert der Koran mit nur einer einzigen Zeile eine eindrucksvolle Beschreibung des genauen Ortes, an dem dieses jahrhundertealte Ereignis stattfand. Er stand an einem Ort, an dem ein riesiger Ozean wie eine brodelnde, schlammige Quelle wirkte.
Seine Reise nach Westen führte ihn bis an den äußersten Rand des Kontinents, direkt vor einem gewaltigen Ozean. Vermutlich war es der Atlantik. Und es war mitten im Sommer. Die extreme Hitze erhitzte die Sümpfe entlang der Küste. Dadurch stiegen große Mengen Wasserdampf auf. Dhul-Qarnayn blickte nicht auf einen klaren Horizont. Er blickte durch eine dichte Schicht aus aufsteigendem Dunst und Nebel. So beobachtete er vom Ufer aus den Sonnenuntergang. Doch das ist noch nicht alles. Wie wir erwähnt haben, kann eine Formulierung im Koran mehrere Bedeutungsebenen zugleich tragen kann. Genau dieses eindrucksvolle Muster finden wir im gesamten Koran.
So bezeichnet er die gewaltige Erde manchmal als sichere Wiege. Die glühende Sonne als einfache Lampe und den Mond als sanfte Leuchte. Wie sollte im grenzenlosen Reich Allahs der größte Ozean unseres Planeten beschrieben werden? Selbst der gewaltigste Ozean ist nichts weiter als eine kleine heiße Quelle. Unser Herr verwendet also eine Sprache, die eine gemeinsame Ebene schafft zwischen der menschlichen Wahrnehmung und Seiner eigenen Erhabenheit. Selbst heute sagen wir: „Die Sonne geht unter.“ Niemand korrigiert uns und sagt: „Eigentlich dreht sich die Erde.“ Jeder versteht den Kontext. Doch leider suchen die meisten modernen Kritiker nur nach Konflikt statt nach der Bedeutung.
Menschen, die nicht einmal eine Stunde Sprache oder Kontext studiert haben, behaupten als Erste, es sei wissenschaftlich falsch. Denkt einmal darüber nach. Ihr würdet doch keinen Maschineningenieur eine Herzoperation machen lassen. Ihr würdet zu einem Chirurgen gehen. Warum behandeln wir den Koran also anders? Wenn jemand seine Zeit damit verbringt, den Koran anzugreifen, oder seine Plattform darauf aufbaut, den Islam zu kritisieren, erwartet keine objektive Analyse. Wenn ihr die Wahrheit sucht, wendet euch an Experten. Eine fundierte Analyse auf Expertenniveau ist mehr wert als hundert oberflächliche Internetkritiken. Sie glauben, einen riesigen Fehler gefunden zu haben.
Einen Fehler, den muslimische Wissenschaftler über Jahrhunderte völlig übersehen haben. Glauben sie wirklich, die größten Köpfe der Wissenschaftsgeschichte hätten den Koran nicht gelesen? Die islamische Geschichte ist reich an Hunderten brillanten Wissenschaftlern, Astronomen und Mathematikern. Sie widmeten ihr Leben dem Studium der Wissenschaft und des Korans. Wir sprechen von einer Zivilisation, die Wissenschaft maßgeblich voran brachte. Die moderne Welt, wie wir sie heute kennen, baut auf ihren Errungenschaften auf. Nehmen wir zum Beispiel Ibn al-Haytham. Den Begründer der modernen Optik. Neben ihm gab es Wissenschaftler wie al-Chwarizmi.
Seinem Denken verdanken wir die Algorithmen, die euch dieses Video ansehen lassen. Dschābir ibn Hayyān begründete die moderne Chemie und errichtete im 8. Jahrhundert das erste Labor der Welt. Oder Ibn Sina, dessen medizinische Enzyklopädie an europäischen Universitäten als maßgebliches Standardwerk galt – ein halbes Jahrtausend lang. Oder al-Dschazari, den Vater der Robotik und des Maschinenbaus. Oder Ibn Chaldun, den Begründer der Soziologie und Geschichtsschreibung. Sie alle näherten sich dem Koran mit ausgeprägt analytischem Denken und fanden dennoch vollkommene Harmonie in seinen Versen. Oder Fatima al-Fihri, die visionäre Frau, die die älteste bis heute bestehende Universität gründete.
Nehmen wir auch Mariam al-Ijliya. Damals im Westen riskierte eine Frau, die sich mit Wissenschaft befasste, Folter und Hinrichtung. Doch in der islamischen Welt betrieb Mariam al-Ijliya Mathematik und Ingenieurskunst auf einem Niveau, von dem Europa noch Jahrhunderte lang nicht einmal träumen konnte. Sie fertigte ein hochkomplexes astronomisches Berechnungsgerät, das Astrolabium. Ibn al-Baitar, al-Dschahiz, al-Zahrawi, al-Biruni, al-Battani. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Deshalb sagte der muslimische Professor Fuat Sezgin einmal: „Die westliche Zivilisation ist ein Kind des Islam.“ Wenn euch also künftig jemand sagt, er habe einen Fehler im Koran gefunden, könnt ihr lächeln.
Denn jetzt habt ihr den Generalschlüssel. Prüft die Behauptung damit. Erstens: Konzentriert euch zunächst auf die Beweise für den Islam. Damit eine einzelne Frage nicht euer gesamtes Fundament erschüttert. Zweitens: Könnte es sein, dass sie den Koran wie ein Physiklehrbuch behandeln statt wie einen Wegweiser fürs Leben? Der Koran beschreibt das Universum nicht, um uns Chemie oder Astronomie zu lehren, sondern um uns den Künstler vorzustellen. Drittens: Achtet nicht nur auf den Wortlaut. Versucht, die Bedeutung dahinter zu verstehen. Vielleicht übersehen sie die tiefere Bedeutung, die der Künstler uns zeigen möchte.
Viertens: Könnte Allah unseren Blick nicht auf etwas anderes lenken und uns auffordern, es aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten? Wenn der Koran eine Schöpfung erwähnt, liegt der Fokus vielleicht nicht auf ihrer alltäglichen physischen Funktion. Fünftens: Könntet ihr den Autor für den Fehler des Lesers verantwortlich machen? Verwechselt niemals die falsche Annahme eines Gelehrten mit dem vollkommenen Wort Gottes.
Sechstens: Fragt euch: „Lese ich die exakten Worte des Schöpfers oder nur den begrenzten Wortschatz eines Übersetzers?“ Ihr könnt die majestätische göttliche Rede nicht in ein einziges simples übersetztes Wort zwängen, als ob ihr versucht, einen Ozean in einen winzigen Becher zu gießen. Siebtens: Sucht ihr die Wahrheit bei Experten oder bei denen, die nur Streit suchen? Wenn ihr die Schrift wirklich verstehen wollt, müsst ihr euch an die Gelehrten wenden, die dieser ihr Leben gewidmet haben. Nicht an Leugner, die von ihren Angriffen profitieren. Achtens: Der Islam ist nicht wie andere Religionen. Behandelt ihn also nicht so. Denn von hundert Religionen kann nur eine wahr sein.
Logischerweise müssen dann 99 falsch sein. Und natürlich werden sie Wissenschaft oder Logik widersprechen. Wenn ihr die wahre Religion mit diesen 99 fehlerhaften in einen Topf werft, seid ihr nicht objektiv. Ihr macht es euch zu einfach. Ihr beurteilt eine Religion anhand einer Geschichte, die nicht ihre ist. Während menschengemachte Ideen verstauben, bleibt der Koran stets lebendig und aktuell. Er wird nicht alt. Mit jedem Zeitalter wirkt er nur jünger. Mit jedem Fortschritt der Wissenschaft entfernt sie sich nicht von der Schrift. Sie dringt nur tiefer in sie ein.
Vergesst nicht: Die Geschichte kennt genug arrogante Kritiker, die den Koran aufgrund fehlerhafter Vorstellungen ihrer Zeit verspotteten. Heute sind diese falschen Theorien längst vergessen. Und diese Kritiker liegen allein mit ihrem Bedauern in ihren Gräbern. Schließlich verändert sich selbst die Wissenschaft. Was sie heute ablehnt, kann sie morgen akzeptieren. Und wenn ihr diese Schlüssel anwendet, verschwindet die Illusion des Widerspruchs. Stellt euch das Universum als ein vom Schöpfer geschriebenes Buch vor. Die Wissenschaft konzentriert sich nur auf das Gewicht des Buches, die Größe der Schrift, das Papier, die Tinte und den Aufbau der Sätze.
Doch die Botschaft selbst kann sie niemals lesen. Der Koran hingegen ist der Übersetzungsschlüssel für das Universum. Er offenbart die Bedeutung hinter der gesamten Schöpfung und ermöglicht uns so, die Botschaften des Schöpfers zu lesen. Wenn ihr den Koran von der Wissenschaft trennt, werdet ihr euer ganzes Leben nur die Buchstaben im Buch des Universums zählen. Doch die eigentliche Botschaft werdet ihr niemals verstehen. Und da beide Bücher vom selben Autor geschrieben wurden, ist ein Widerspruch zwischen ihnen logisch unmöglich. Möchtest du wissen, woher unsere Videos stammen? Wir laden dich in unsere Bibliothek ein und geben dir Zugang zu genau dieser Quelle.
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