Towards Eternity
Zurück zum Blog

"Ich habe einen Muslim über Gott herausgefordert“ – Chinesischer Buddhist konvertiert zum Islam

Veröffentlicht am

Auf YouTube ansehen

Ich glaubte an den Buddhismus. Wir verehren chinesische Götter – sogar Bartfarbe, Augen und Augenform sehen aus wie bei uns. Zu Lebzeiten war er kein Gott. Erst nach seinem Tod. Man hat ihn zum Gott erhoben. Ich fragte: „Wer ist das? Ist er ein Gott? Wann wurde er ein Gott?“ In dem Moment wurden sie laut und sagten: „Genug! Schluss! Frag nicht!“ Also fragte ich meinen Freund: „Du als Muslim – wen verehrst du?“ Er antwortete nur: „Wir verehren Gott.“ Ich schaute nach links und rechts. „Wo ist euer Gott? Ich sehe euren Gott nicht.“ „Nein. Gott existiert, aber du kannst Ihn nicht sehen.“ Ich sagte: „Was meinst du? Sehen heißt glauben.

Wenn ich etwas nicht sehe, warum sollte ich daran glauben?“ Dann gab er mir ein Beispiel. Und tief in mir dachte ich: „Hm, dieser Gott klingt logisch.“ Aber eines Tages sagte ich: „Mama, Anfang Dezember fahre ich nach Mekka. Willst du mit mir dahin oder nicht?“ „Ja, natürlich will ich!“ „Mama, aber du kannst nicht nach Mekka, wenn du keine Muslimin bist.“ Keine Antwort. Kein Wort. Sie fing… …sie fing nur an zu weinen. Sie sagte: „Ja.“ Und dann sagte sie einfach: „Na gut, dann werden wir Muslime.“ As-salāmu ʿalaikum (Friede sei mit dir), Bruder Firdaus Wong. Willkommen bei Towards Eternity. Danke, dass Sie unsere Einladung angenommen haben. Zu Beginn möchte ich fragen: Wer ist Firdaus Wong?

Können Sie uns kurz über Ihr Leben erzählen? Ich bin Chinese, war früher Buddhist, und bin in Kepong aufgewachsen, einem Teil von Kuala Lumpur, Malaysia, wo es in nahezu jeder Straße Gruppen von Gangstern gab, die das Gebiet kontrollierten. Eine Zeit lang spielte ich für Kuala Lumpur, für die Landesauswahl von Kuala Lumpur. Ich spielte auch für die malaysische Jugendnationalmannschaft, sowohl in der U17 als auch in der U21. Ich wuchs als Buddhist auf und, alhamdulillah (alles Lob gebührt Gott), wurde im Alter von 22 Jahren Muslim. Wie sah Ihr Leben in Glaubensfragen aus? Woran haben Sie geglaubt? Zuvor war ich Buddhist.

Ich glaubte an den Buddhismus, wobei ich nie buddhistische Schriften gelesen hatte. Wie die meisten chinesischen Buddhisten, denn wir kommen damit kaum in Berührung. Was wir über den Buddhismus wissen, stammt von den Eltern und von dem, was die Vorfahren praktizierten. Wir übernehmen es daher ungeprüft als „das ist Buddhismus“ und praktizieren es so. Als Buddhist glaubte ich an einen Gott, denn so wurde es uns auch vermittelt. Doch mein Wissen über den Buddhismus war oberflächlich, oberflächlich im Sinne von reinen Ritualen. Rituale, Rituale – und Gutes tun. Aber was bedeutet das eigentlich: Gutes tun? Ich persönlich glaubte an Gott.

Nachdem ich Muslim wurde, erkannte ich, dass es im Buddhismus kein Gotteskonzept gibt. Viele folgen zugleich dem Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus, sowie der chinesischen Volksreligion, einschließlich Ahnenverehrung. Was ich als Chinese und Buddhist glaubte, war, dass es einen höchsten Gott gibt. Den höchsten Gott nennen wir den Jadekaiser. Den Jadekaiser – und daneben viele kleinere Götter. Genau das wird auch häufig in chinesischen Filmen und Fernsehsendungen dargestellt. Vielleicht kennt man im Westen den Film Die Reise nach Westen, in dem es einen Affengott gibt. Einen Affengott. Das sind genau die „Götter“, die wir Chinesen auch verehren.

Man hat Götter geschaffen, die den Menschen ähneln: Sie lieben sich, heiraten und bekommen Kinder. Was hat Sie dazu gebracht, Ihren Glauben zu hinterfragen? Der Auslöser dafür war, als ich elf Jahre alt war. Schon davor war ich schon ein hartnäckiger Mensch und stellte viele Fragen. Was geschah: Mein Großvater verstarb. Als er starb, gab es für uns als traditionelle chinesische Familie bestimmte Rituale. Man ruft einen Priester, der rezitiert und bestimmte Rituale vollzieht, in einer Sprache, die ich nicht verstand.

Also begann ich, meinen Onkel und meine Tante zu fragen: „Warum machen sie all das?“ Sie sagten: „Im Grunde dient es dazu, dass dein Großvater ins Paradies gelangt.“ Ich sagte: „Das ist gut.“ Gleichzeitig gab es eine weitere Handlung: Wir falteten ein Gebetspapier, darunter auch sogenanntes Höllengeld. So wie ich, wenn ich in die Türkei oder in die USA reise, Geld wechsle – vom malaysischen Ringgit in US-Dollar. Dieses Höllengeld soll Geld sein, das in der Hölle verwendet wird. Das machte mich neugierig. Ich sagte: „Mit diesem Ritual soll er doch ins Paradies kommen. Dort bekommt man doch alles umsonst.

Für wen ist dann dieses Höllengeld?“ Sie antworteten: „Das Höllengeld ist für deinen Großvater. Falls er es nicht ins Paradies schafft, kann er es in der Hölle benutzen.“ Diese Antwort verwirrte mich noch mehr. Sie waren nicht verwirrt – ich war es. Das verwirrte mich, denn als Chinese wachsen wir mit bestimmten Vorstellungen auf, zum Beispiel: „Du musst in dieser Welt ein guter Mensch sein, damit du ins Paradies kommst und glücklich bist. Bist du jedoch ein schlechter Mensch, kommst du in die Hölle und wirst bestraft.“ Diese Vorstellung von Belohnung im Paradies und Strafe in der Hölle prägte mich stark. Aber jetzt scheint es, als könne man in der Hölle Geld nutzen und genießen.

Welchen Nutzen hat es dann, in dieser Welt Gutes zu tun, und kein schlechter Mensch zu sein? Ich stellte weiter Fragen, bis sie laut wurden und sagten: „Genug! Schluss! Frag nicht weiter!“ Okay. Ich hörte auf zu fragen. Nicht, weil ich zufrieden war, sondern weil ich nicht der Nächste im Sarg sein wollte. Denn als sie laut wurden, wusste ich: Sie sind nicht bereit zu antworten. Alles klar. Ich praktizierte weiter als Buddhist, doch tief im Herzen blieb eine Frage. Je mehr ich fragte, desto weniger Antworten bekam ich. Und wie begann Ihre Reise zum Islam? Oh ja. Ich war also elf Jahre alt.

Von meinem elften bis zu meinem achtzehnten Lebensjahr, nach dem Schulabschluss, wurde ich ein Freidenker. Ein Freidenker, der an Gott glaubte. Doch ich hatte mein eigenes Gottesbild. Ich las keine Bücher oder Schriften, aber mein Gottesverständnis erschien mir logisch. Ich sagte: Ich glaube an Gott, doch Gott ist kein Mensch und kein Geschöpf. Und kein Geschöpf kann Gott sein. Ich rechtfertigte mich: Ich sagte: „Warum?“ Weil wir Chinesen chinesische Götter verehren, die aussehen wie wir. Bartfarbe, Augen, Augenform, alles wie bei uns. Vor dem Übertritt zum Islam führte ich dazu ein Gespräch mit einem Freund, und ich fragte: „Wer ist das?“ Ist er ein Gott? Wann wurde er Gott?

Die Statue, die ihr verehrt?“ Respektvoll fragte ich ganz konkret. Er sagte: „Zu Lebzeiten war er kein Gott. Erst nach seinem Tod wurde er Gott.“ Da sagte ich: „Okay. Dann wusste er zu Lebzeiten nicht, dass er Gott ist. Erst nach seinem Tod wurde er Gott. Wer hat ihn zum Gott gemacht?“ Er antwortete: „So funktioniert das konkret.“ Er sagte: „Historiker blickten auf sein Leben, auf seine Verdienste. Dieser Mensch leistete viel für die Gesellschaft, für das Land. Darum erhoben sie ihn zum Gott.“ Doch ich hatte noch eine weitere Frage: „Wenn das so ist, warum verehrt ihr dann nicht jene, die ihn zum Gott gemacht haben?

Denn offenbar haben sie die Macht, jemanden zum Gott zu erheben.“ Ich erklärte es mit einem Beispiel: Wenn ich dich als CEO einstellen und entlassen kann – wer hat mehr Macht? Natürlich ich. Warum verehrt ihr nicht sie? Sie sagten nur: Daran haben wir nie gedacht. Aber egal, es war okay. Also wurde ich Freidenker. Von 18 bis 22 Jahren. Vier Jahre. Ganze vier Jahre. Ich genoss mein Leben in vollen Zügen. So lebte ich als Nicht-Muslim. Wie ich es genoss? Das wird Sie schockieren. Jede Woche ging ich in den Club und mindestens dreimal in die Bar. Ich tat das, um die Leere in meinem Herzen zu füllen, denn da draußen fand ich keine Erfüllung.

Je öfter ich hinging, desto mehr füllte es mich zwar für diesen Tag, doch am nächsten Tag war ich wieder leer. Jedes Mal füllte es nur ein klein wenig, doch unbemerkt wurde das Glas immer größer. Das heißt, die Leere wurde immer größer. Doch die Menge, die sie füllen konnte, blieb dieselbe. So wurde ich immer leerer. Ich versuchte, ein guter Mensch zu sein. Bis ich 22 Jahre alt war. Dann verletzte ich mich und zog nach Westmalaysia. Ich war allein, mein Leben dort sehr einsam. Diese Zeit gab mir Raum zum Nachdenken. Über mein Leben. Ich begann, mich zu hinterfragen. Ich dachte: „Worum geht es in meinem Leben? Was soll ich erreichen, was tun?

Geht es nur um Arbeiten, Schlafen, Essen, Genießen, Heiraten, Kinder, Altwerden und Sterben? Was unterscheidet mich dann vom Affen im Dschungel? Kein Unterschied.“ Ich hatte Fragen, wagte aber keine Schlussfolgerung. Also fragte ich einen muslimischen Freund. Ich sagte: „Bruder, früher als Chinese, hatte ich Götzenstatuen und verehrte sie. Ihr als Muslime – was verehrt ihr?“ Er antwortete nur: „Wir verehren Gott.“ Ich schaute nach links und rechts. „Wo ist euer Gott? Ich sehe ihn nicht.“ Er sagte: „Gott existiert, man kann Ihn nicht sehen.“ Ich sagte: „Was meinst du? Sehen heißt glauben. Warum sollte ich an etwas glauben, das ich nicht sehe?“ Da gab er mir ein Beispiel: „Stell es dir so vor.

Spürst du den Wind?“ Ich sagte: „Ja.“ „Kannst du den Wind sehen?“ Ich sagte dann: „Komm schon, schau dir die Bäume an, die Äste, die Blätter – sie bewegen sich. Das ist der Wind! Welche Beweise brauchst du noch?“ Er sagte: „Nein. Das, was du siehst, ist nicht der Wind selbst. Es ist seine Wirkung, nicht der Wind selbst.“ Da hielt ich inne und dachte nach. Okay. Okay. Das ergab Sinn, doch meine Frage blieb offen: „Wer ist Gott?“ Und er fuhr fort. Er sagte: „Stell dir nun vor: Den Wind hat Gott erschaffen. Du kannst ihn nicht sehen, doch du siehst seine Wirkung und spürst sein Wehen. Warum solltest du Gott sehen können, der den Wind erschaffen hat? Du spürst Seine Existenz.

Du spürst Seine Existenz und siehst Seine Wirkung in der Schöpfung dieser Welt.“ Tief in meinem Herzen dachte ich: „Hm. Dieser Gott klingt logisch.“ Die bislang beste Erklärung. Okay, ja. In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. Das ist der Gott, von dem ich denke – damals sagte ich noch „von dem ich denke“ – dass es der richtige Gott ist. Dieses Gottesbild erfüllte bereits alle Kriterien, die ich suchte. Ich musste keine weiteren Bücher lesen oder mehr verstehen, denn die meisten Religionen, die ich damals kannte, stellten Gott als Mensch oder sogar als Tier dar. Ich konnte einfach keinen Menschen verehren. Niemals einen Menschen. Auch kein Tier, keinen Affen oder wie man sie nennt.

Das konnte ich nicht. Da diese Erklärung meine logischen Kriterien erfüllte, die ich mir für Gott gesetzt hatte, würde ich nur dann umdenken, wenn man mir beweist, dass diese Kriterien unlogisch sind. Bis dahin nicht. So wurde ich Muslim. Wobei ich den Koran noch nicht gelesen hatte. Ich wusste nichts vom Propheten (Friede sei mit ihm). Es ist ehrlich gesagt nicht, weil ich unbedingt ins Paradies wollte. Vielmehr war es meine Angst vor der Hölle. Und um mich von der Hölle fernzuhalten, muss ich wissen, wer mein Gott ist und was dieser Gott von mir will, damit ich der Strafe des Höllenfeuers entgehe. Also traf ich die Entscheidung, Muslim zu werden, aber ich war noch kein Muslim.

Ich musste meine Mutter anrufen. Ich war in Sarawak. Also rief ich sie an und erzählte ihr alles, was ich tun wollte, wenn ich nach Kuala Lumpur zurückkomme. Und ich sparte mir das Beste bis zum Schluss: „Mama, wenn ich nach KL zurückkomme, möchte ich auch Muslim werden.“ In diesem Moment herrschte erst einmal lange Stille. Nach einer langen Stille sagte sie dann: „Das ist deine Entscheidung. Vergiss nicht: Spiel nicht mit der Religion. Nimm sie ernst. Okay?“ Ich sagte: „Mama, ich meine es ernst.“ Okay. Also kam ich zurück. Im Grunde ist dieses Jahr, 2025, der 20. Jahrestag meines Muslimseins. Wie kam es zu der Schahada (Glaubensbekenntnis)? Habt ihr etwas bemerkt?

Während ihr dieses Video anschaut, seht ihr keine Werbung. Da Towards Eternity eine gemeinnützige Organisation ist, können wir diese Videos nur mit eurer Unterstützung produzieren. Wenn ihr Teil dieser guten Tat sein wollt spendet an Towards Eternity und lasst euch die goldene Gelegenheit nicht entgehen. Wie kam es zur Schahada (Glaubensbekenntnis)? Also sprach ich die Schahada (Glaubensbekenntnis). Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Ich sprach die Schahada. Manche fragen: „Hast du gespürt, dass eine Last von dir abfällt?“ Ich habe nichts gespürt. Eher ein Gefühl von … oh, fertig? War das alles? Okay.

Der Tag, an dem ich die Schahada sprach, war der Tag, an dem ich aufhörte mit allen verbotenen Dingen (Haram), die der Islam mir nicht erlaubt. Es fiel mir nicht schwer, mich von dem, was im Islam verboten ist, fernzuhalten. Damals im Jahr 2005 betete ich also, fastete und zahlte meine Zakat (Almosen), das war alles, was ich damals wusste. Selbst wenn die Leute darüber sprachen, Segenswünsche über den Propheten (Friede sei mit ihm) zu sprechen, verstand ich nicht, was sie sagten. Ich dachte nur: Was murmeln sie da? Ich verstand es nicht. Bis zu dem Moment, als ich meinen Lehrer traf der mich inspirierte, zu lernen und Dawah (Einladung zum Islam) zu machen.

Das war 2011, sechs Jahre nachdem ich Muslim geworden war. Es kam so, dass man mich quasi „angelockt“ hat. Eine Schwester, die auch konvertiert war, lud mich ein: „Bruder, es gibt ein Treffen für Konvertierte, mit einem gemeinsamen Essen, und einer großen Auswahl an verschiedenen Speisen.“ Ich esse gern. Also lockte mich das Essen, nicht die Vorträge. Ich ging hin, wollte gerade Essen aus dem Topf nehmen, da sagte sie: „Nein, nein, nein. Erst der Vortrag, dann das Essen.“ Okay. Also hörte ich mir die Vorträge an. Der Scheich sprach über die Glaubensartikel und die Säulen des Islam. Grundlegende Dinge.

Über unsere Beziehung und Verantwortung gegenüber den Eltern und der Familie, die noch keine Muslime sind. Nach dem Ende der Vorträge konnte ich mit ihm sprechen und fragte ihn: „Scheich, können Sie mir Ratschläge geben? Ich bin seit sechs Jahren Muslim.“ Er gab mir viele gute Ratschläge, doch eine Sache blieb mir im Gedächtnis. Er sagte: „Firdaus, wir als Muslime, müssen Dawah machen (zum Islam einladen).“ Und er erklärte mir das Konzept der Dawah. Ich sagte: „Ustad (Lehrer), ich bin erst seit sechs Jahren Muslim. Ich gestand ihm, dass ich nicht einmal die Glaubensartikel gekannt hatte. Und auch nicht die Säulen des Islam. Ich weiß vieles nicht.

Wie soll ich Dawah machen?“ Er sagte: „Was immer du weißt, das gib einfach weiter. Denn der Prophet (FSMI) sagte: Übermittelt von mir, selbst wenn es nur ein Vers ist.“ Da sagte ich: „Aber ich weiß nichts! Ich weiß wirklich nichts!“ Er fragte mich: „Als du Muslim wurdest, was hast du gesprochen?“ Ich sagte: „Das weiß ich. Ich habe die zwei Schahadas gesprochen, die zwei Kalimah-Erklärungen.“ Da sagte er: „Ja. Und? Der Prophet sagte: Übermittelt von mir, selbst wenn es nur ein Vers ist. Wenn es zwei Verse gibt, übermittle einen davon. Du hast zwei Schahadas – übermittle eine.“ Dann brachte ich die beste Ausrede vor, die mir einfiel. Ich glaubte, das sei die beste Ausrede der Welt.

Und ich sagte: „Scheich, Ustad, sehen Sie es so: Schauen Sie, es gibt so viele Muslime, die als Muslime geboren wurden. Diese geborenen Muslime – nicht einmal sie machen Dawah. Warum sollte ich als neuer Muslim Dawah machen?“ Ich hielt das für eine wirklich brillante Ausrede. Und dann sagte er etwas, das mich sehr traf. Es traf mich wirklich hart. Er sagte: „Am Tag des Gerichts wird Allah dich nicht fragen, warum sie es nicht getan haben. Aber Er wird ganz sicher dich fragen, warum du nicht getan hast, was du hättest tun sollen. Sie müssen Allah eine Antwort geben. Und auch du musst Allah eine Antwort geben. Sorge dafür, dass du die beste Antwort hast.“ Dann kam die Selbsterkenntnis. Okay.

Ich muss es tun. Ich muss es tun. Und ich begann zu lernen. Jeden Tag ging ich zum Unterricht. Während meiner ersten sechs Jahre als Muslim hatte ich nur drei islamische Bücher. Heute habe ich eine ganze Bibliothek. Ich habe Hunderttausende ausgegeben, nur um all diese Bücher zu kaufen. Nachdem ich einen Kurs besucht hatte, vier Tage lang, über das Leben des Propheten (FSMI), war das der Moment, in dem ich verstand, wer der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) wirklich ist. Und ich habe mich verliebt. Dieser Scheich, Scheich AbdulBary Yahya aus den USA, sagte am letzten Tag: „Wenn wir das Leben des Propheten (Friede sei mit ihm) mit einem Wort zusammenfassen, dann ist dieses Wort: Dawah.

Er lebte sein Leben für die Dawah (Einladung zum Islam). Wer behauptet, ihn zu lieben, sollte es auch tun.“ Also tue ich es, weil ich ihn liebe und ihn kenne. Welche Herausforderungen auch kommen – sie sind nichts gegenüber dem, was er ertrug. Denn in ihm fand ich Inspiration. Ich fand Motivation und den Grund, weiterzumachen. Wenn er trotz all dieser Prüfungen weitermachen konnte … Und wir wissen: Das endgültige Ziel ist nicht diese Welt. Wir brauchen diese Welt, um eine bessere im Jenseits zu erlangen. Darum ist er meine Inspiration, meine Motivation. Durch Allahs Gnade waren Sie der Grund für die Schahada vieler Menschen. Welche davon war für Sie die unvergesslichste, Bruder?

Ich habe offen Dawah bei meiner Mutter, meinen Eltern und der Familie gemacht. Keine heimliche Dawah – ganz offen. Das begann vor vielen Jahren, noch bevor sie Muslimin wurde, weil ich es gut für sie meinte. Ich nahm sie mit in die Moschee, in der ich Vorträge hielt. Ich nahm sie mit, damit sie Muslime kennenlernen konnte. Als ich nach Hongkong reiste, nahm ich meine Mutter mit, damit sie mit chinesischen Hongkongern auf Kantonesisch sprechen konnte, in ihrer Sprache. Und dann, 2019, fragte meine Mutter mich, weil sie wusste, dass ich nach Eid ul-Fitr meistens für meine weltweite Dawah ins Ausland reise.

Sie fragte: „Wohin gehst du nach Eid ul-Fitr?“ Ich nannte viele Orte, und dann einen ganz bestimmten, um ihre Reaktion zu testen. Ich sagte: „Oh, und ich gehe nach Mekka zur Umrah (kleine Pilgerfahrt). Ich gehe nach Mekka.“ Zu all den vielen Orten lud ich sie nicht ein, nur nach Mekka lud ich sie ein, zur Umrah. Ich fragte sie: „Ja, ich gehe nach Mekka. Willst du mitkommen?“ Und sie sagte: „Ja, ja, da will ich hin! Egal wohin, ich will mitkommen.“ Dann musste ich ihr die schlechte Nachricht sagen.

Ich sagte: „Mama, aber du kannst nicht nach Mekka, wenn du keine Muslimin bist.“ Sie antwortete nur: „Oh…“ Ich sagte: „Mama, weißt du, ich bin so glücklich, dass du meine Mutter auf dieser Welt bist.“ Sie sagte: „Ja, ich auch.“ Ich wusste, meine Mutter hat ein weiches Herz. Das war emotionale Dawah. Also sagte ich: „Mama, es wäre noch besser, wenn du auch im Paradies meine Mutter wärst.“ Dann begann sie zu weinen und sagte: „Ja, finde ich auch.“ Aber ich musste ihr die Wahrheit sagen: „Du kannst nicht meine Mutter im Paradies sein wenn du keine Muslimin bist.“ Schwere Worte! Ich musste es sagen. Und sie schwieg nur. Keine Antwort, kein Wort. Sie blieb still…

Ich wusste damals nicht, ob meine Worte sie verletzten oder zum Weinen brachten. Aber ich wollte nur, dass sie nachdenkt. Ich wollte ein Gespräch schaffen, auf dem ich aufbauen konnte. Immer wieder mit ihr über Islam sprechen, Islam, Islam, Islam. Ich begann, Veränderungen zu sehen. Nicht so, dass ich sie den Islam praktizieren sah, sondern dass sie buddhistische Praktiken nicht mehr befolgte. Sie ließ Bestimmte Tabus hinter sich, bestimmte Rituale, die sie früher befolgt hatte. Also sah ich, dass Veränderungen kamen. Eines Tages, nachdem ich aus Melbourne zurückkam, rief ich sie an. Ich sagte: „Mama, ich gehe Anfang Dezember nach Mekka.

Willst du dorthin mitkommen oder nicht?“ „Ja, natürlich will ich mitkommen!“ „Aber Mama, ich habe dir doch etwas gesagt, oder? Du kannst nicht mitgehen, wenn du keine Muslimin bist.“ Sie sagte einfach: „Dann okay, ja.“ Ich fragte: „Was meinst du mit okay?“ „Ja, ich will Muslimin werden.“ Alhamdulillah (Alles Lob gebührt Allah). „Lass uns…“ Dann fragte ich sie: „Wann? Wann? Geht’s heute?“ Sie sagte: „Nein! Ich muss mich vorbereiten.“ Also nahm ich sie am Freitag, den 24. Oktober 2019, mit. Wie gesagt, ich habe Hunderte oder Tausende Schahadas gemacht. Ich wusste, was man nach der Schahada sagen muss. Aber nach der Schahada meiner eigenen Mutter war ich wie gelähmt.

Bis mein Mitarbeiter mir ein Zeichen gab… Dann erst umarmte ich sie. Als ich sie umarmte, brach ich zusammen und weinte, weil dies die Frau ist, die mich geboren und großgezogen hat, und nun wird sie hier bei mir Muslimin. Am selben Tag rief ein Verwandter, der bereits Muslim war, meine Mutter an und fragte: „Tante, warum bist du Muslimin geworden?“ Meine Mutter sagte: „Erstens sehe ich die Veränderungen bei meinem Sohn. Er ist geduldiger, hat mehr Sabr, ist verantwortungsbewusster geworden. Ich sehe meine Schwiegertochter, ich sehe meine Enkel, alle sehr respektvoll. Also genau deshalb…

Zudem glaube ich, es ist die Wahrheit.“ Das Erste, was sie nach ihrer Schahada fragte, war: „Wie oft soll ich beten? Wie soll ich beten? Wie kann ich beten?“ Vor Tagen praktizierte sie noch den Buddhismus. Jetzt nach der Schahada ließ sie alles Haram (Verbotenes) hinter sich, ließ die alten Lehren hinter sich und fragte mich sofort, wie es geht. Denn ich glaube, diese Haltung habe ich von ihr gelernt. Erstaunlicher war: Sie hatte immer unter Knieschmerzen gelitten.

Aber als wir nach Mekka zur Umrah (kleine Pilgerfahrt) reisten, zum Tawaf (Umrundung) und zum Sai (Laufen zwischen Safa und Marwa), wo selbst junge Leute Schmerzen haben, hatte sie keine Probleme beim Tawaf (Umrundung) und beim Sai (Laufen zwischen Safa und Marwa). Nach zwei Monaten des Muslim-Seins war sie diejenige, die meine Frau und meine Kinder weckte, damit sie zum Fajr (Morgengebet) in die Masjidil Haram (Heilige Moschee) gingen. Für mich ist das ein Zeichen: Allah ist groß. Ja. Was ist eigentlich dieser Begriff Nirvana? Der Begriff Nirvana bezeichnet einen Ort, den Buddhisten nach dem Tod erreichen, einen Ort des Friedens. Diese Welt nennen sie Samsara.

Wir bezeichnen Samsara auch als Kreis und Zyklus des Leidens. Um aus diesem Samsara zu entkommen, muss man den Buddhismus praktizieren, und die vier Edlen Wahrheiten befolgen. Diese vier Edlen Wahrheiten entdeckte Buddha selbst. Was hat er herausgefunden? Er stellte fest, dass es in dieser Welt Dukkha gibt. Dukkha bedeutet, dass es Leiden in dieser Welt gibt. Aber was ist die Ursache dieses Leidens? Dann kommt die zweite Edle Wahrheit: Das Leiden kommt vom Verlangen. Das Verlangen, etwas besitzen zu wollen, das man nicht haben kann. Um Dukkha, also das Leiden, zu beseitigen, muss man das Verlangen beseitigen. Wie beseitigt man das Verlangen? Viertens, man muss dem Achtfachen Pfad folgen.

Zum Achtfachen Pfad gehören rechte Sicht, rechte Gedanken, rechte Rede, rechte Achtsamkeit, rechte Handlungen. Wenn wir nun den gesamten Achtfachen Pfad betrachten, sehe ich persönlich, dass die Werte ziemlich ähnlich sind wie im Islam. Zum Beispiel rechte Sicht, rechte Gedanken, rechte Handlungen. Die rechte Rede selbst bedeutet, dass der Prophet (Frieden sei mit ihm) sagte: Diejenigen, die an Allah und das Jenseits glauben, sollen Gutes sprechen oder schweigen. Also die rechte Rede. Rechte Handlungen.

Wenn du eine gute Absicht hast, Innamal a'malu binniyat (Handlungen werden nach Absichten beurteilt), wenn du eine gute Absicht hast, muss sie auch durch die richtigen Handlungen begleitet werden. Wenn wir also den Achtfachen Pfad betrachten, kann man ihn im Grunde als ziemlich islamisch bezeichnen. Darüber hinaus gibt es jedoch etwas, das man die Fünf Gebote nennt. Das ist das absolute Minimum, das ein Buddhist praktizieren sollte. Die Fünf Gelübde: Nicht töten, nicht lügen, kein Missbrauch der Sexualität, kein Alkohol, okay, und kein Glücksspiel. Wenn man das betrachtet, ist das nicht sehr ähnlich wie unsere Maqasid al-Shariah (Ziele des islamischen Rechts)?

Zum Schutz des Lebens, Besitzes, Verstandes, der Intelligenz, und zum Schutz, der nächsten Generationen, der Nasab (Abstammung). Es ist da. Grundsätzlich ist der Buddhismus an sich, wertmäßig, sehr, sehr nah an den Lehren des Islam. Warum denken Sie, dass die Antwort, die wir suchen, nicht Reinkarnation, sondern der Glaube ans Jenseits ist? Man sagt, Wiedergeburt sei ein Konzept, bei dem, wenn du gutes Karma in dieser Welt sammelst, – da gibt es Samsara; erinnert euch an Samsara: den Zyklus, den Kreis des Leidens – dass also diese Wiedergeburt zum Beispiel im Bereich der Menschen ist. Dann gibt es den Bereich der Tiere. Dann den Geisterbereich. Dann den Bereich der Göttinnen.

Dann das Nirvana, da bist du… du bist da draußen, ja? Dann gibt es die Göttin, du bist höher, dann den Buddha. Buddha ist jemand, der Erleuchtung erreicht hat. Dann gibt es den Bodhisattva. Einige buddhistische Gelehrte sagen, Reinkarnation sei, wenn jemand ohne Seele wiedergeboren wird. Denn laut ihnen haben Menschen keine Seele. Es gibt keinen Gott und keine Seele. Das überrascht viele Buddhisten, wenn ich es ihnen sage. Sogar meinen Vater. Ich habe ihn eingeladen, einige buddhistische Gelehrte zu mir zu holen, um zu sprechen. Ich stellte einige Fragen. Dann sagte ich zu meinem Vater: „Papa, weißt du, dass es im Buddhismus keinen Gott gibt?“ Er sagte: „Nein, kann nicht sein!

Im Buddhismus glauben wir an Gott. Buddha ist Gott.“ Ich sagte: „Okay, du musst mir nicht glauben.“ Ich schlug vor: „Warum lädst du nicht deinen Freund, der Gelehrter ist, auf einen Tee ein?“ Wir organisierten das Treffen, und ich fragte: „Mein Vater sagt, er glaubt an Gott und dass Buddha Gott ist. Was sagen Sie dazu als buddhistischer Gelehrter?“ Er sagte: „Nein. Im Buddhismus glauben wir nicht an Gott, wir sprechen nicht über das Konzept eines Gottes.“ Ich schaute zu meinem Vater. „Siehst du? Wie ich gesagt habe.“ „Und Onkel, ich möchte Ihnen nur noch eine Frage stellen. Glauben Sie im Buddhismus, dass es eine Seele gibt?“ Er sagte: „Nein.

Im Buddhismus glauben wir nicht, dass es eine Seele gibt.“ Wieder schaute ich zu meinem Vater. „Siehst du? Ich habe es dir gesagt.“ Einige buddhistische Gelehrte, wie die Freunde meines Vaters, sagen: „Nein. Wiedergeburt ist nur wie ein Funke.“ Laut ihnen. Andere Gruppen sagen hingegen, dass die Wiedergeburt die Übertragung der Seele sei. Wenn man das Konzept von Reinkarnation oder Wiedergeburt betrachtet, bedeutet es, dass man in dieser Welt gutes Karma ansammeln muss, um im nächsten Leben eine bessere Wiedergeburt zu haben, bis man aus dem Samsara herauskommt. Also, wo liegt das Problem?

Ich fragte einen buddhistischen Gelehrten, der inzwischen verstorben ist: „Wenn man schlechtes Karma in dieser Welt hat, kann man nach dem Tod als Tier wiedergeboren werden?“ Vielleicht als Ratte, Maus, Tiger oder anderes. Ich wollte es wissen, war neugierig: Wie kann jemand, der im Tierreich geboren wird, dort gutes Karma ansammeln, um im nächsten Leben in ein besseres Reich wiedergeboren zu werden? Wie kann eine Ratte den Käse nicht stehlen? Wie kann ein Löwe oder Tiger andere Tiere nicht töten, um zu überleben?“ Wie sollen sie gutes Karma sammeln? Er gab mir die Antwort: „Oh naja, die Fünf Gebote gelten nicht für das Tierreich.“ Er hatte also eine Antwort.

Ich fragte aber: „Okay, welches Buch im Buddhismus sagt das?“ Ich wollte nur einen Beweis. Er gab mir keinen. Es scheint also, als seien mehrere Wege gut, aber das stimmt nicht wirklich. Ein Weg mit klarer Führung zählt. Der Koran ist eine klare Anleitung. Einfach zu praktizieren. Heute kümmern sich viele Menschen nicht um die Authentizität der Beweise, die sie haben. Was sagen Sie einem Buddhisten, der meint, er finde Spiritualität und Frieden nur durch Buddhismus und brauche nichts Neues? Okay. Auch im Buddhismus kann man Frieden und Ruhe finden. Aber die Frage ist: Suchst du nur nach etwas Gutem? Oder nach einer Kombination aus Gutem und Richtigem?

Wenn du nur das Gute willst, musst du nicht einmal Buddhist werden. Denn es gibt auch Menschen ohne Glauben, freie Denker, die ihr Leben genießen und Frieden haben. Es geht nicht nur darum, gute Dinge zu tun. Aber was, wenn ich dir diese Frage stelle? Wir sehen jemanden, der einen Herzinfarkt hat. Wir haben die gute Absicht, zu helfen. Also nehmen wir ein Messer und öffnen seine Brust, um sein Leben zu retten. Ist das eine gute Handlung? Gute Absicht, aber falsches Handeln. Wir sagen: Das ist nicht richtig. Tatsächlich könnten wir vor Gericht wegen Totschlags angeklagt werden. Aber wir können dem Richter nicht argumentieren: „Aber Euer Ehren, ich hatte eine gute Absicht!“ „Ja, stimmt!

Aber warum hast du nicht auf den Krankenwagen gewartet, der die richtige Ausrüstung hat, um ihn zu retten? Warum musstest du seine Brust öffnen? „Nein, nein, meine Absicht zählt.“ Nein. Absicht allein reicht nicht, wenn die Handlung falsch ist. Selbst für Buddhisten oder Chinesen, für alle, die einfach nur „Gutes tun“ wollen: Nein. Gut zu handeln ist nicht genug. Du musst das Richtige tun – authentisch handeln. Was hat Sie am meisten am Propheten beeindruckt (Friede sei mit ihm)? Ich würde sagen: seine Widerstandskraft. Das Wort: widerstandsfähig. Ich finde immer Weisheit in allem, was ihm passiert ist, und in allem, was ihm nicht passiert ist.

Ich schaue auf seine Antworten, nicht auf seine Reaktionen. Ich unterscheide immer zwischen beiden. Reaktionen sind emotional. Antworten sind rational. Und die Art, wie er immer antwortet, nicht reagiert: Es ist ein überlegter Schritt. Und widerstandsfähig. Warum sage ich widerstandsfähig? Er ist das beste Beispiel. Wenn irgendein Psychologe auf der Welt den resilienten Geist studieren möchte, kann er kein perfekteres Beispiel finden als den Propheten (Friede sei mit ihm). Schaut euch diesen Mann an. Sein Vater starb, bevor er geboren wurde. Geboren ohne Vater, ein Waisenkind. Später starb auch seine Mutter. Dann sein Großvater, und danach kümmerte sich sein Onkel um ihn.

Schaut man auf die Quraisch, mussten sie nicht weniger als 20 verschiedene Taktiken gegen den Propheten (Friede sei mit ihm) anwenden. Allein die Anzahl der Taktiken, die die Quraisch anwenden mussten, um gegen den Propheten vorzugehen, zeigt, wie er darauf antwortete. Warum? Weil eine nach der anderen ihrer Taktiken gegen den Propheten (FSMI) vom Propheten (FSMI) nicht beachtet wurde. Er wusste, was er tat. Sein Ziel war klar, sein Vorhaben eindeutig. Er war widerstandsfähig. Was die Leute auch sagen – es war ihm egal. Und weil all diese Taktiken, eine nach der anderen, vom Propheten (FSMI) nicht beachtet wurden, mussten sie immer neue ersinnen.

Die Tatsache, dass sie aufgeben mussten, lag nicht daran, dass es funktionierte, sondern weil sie sagten: „Wir geben auf.“ Da gibt es eine Gruppe von Menschen, die dich aus allen Richtungen angreifen, und trotzdem stehst du fest. Sie müssen vor dir aufgeben. Wenn das nicht Widerstandskraft ist – was dann? Trotz aller Schwierigkeiten steht er immer wieder auf. Und natürlich müssen wir nicht unbedingt zustimmen, aber Michael Hart akzeptierte ihn und wählte ihn als einflussreichste Person der Geschichte. Mehr noch als seinen Herrn und Erlöser Jesus. Laut ihm. Er ist Christ. Und trotzdem wählte er nicht Jesus als einflussreichste Person der Geschichte.

Stattdessen wählte er den Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm), weil er in allen Bereichen erfolgreich war. Als militärischer Führer, politischer Führer, als Vater, als Ehemann, als Freund – aus allen Blickwinkeln. Bis heute hat niemand so viel Erfolg gehabt, und Insha’Allah (so Allah will) bis zum Jüngsten Tag wird niemand in der Lage sein, seinen Fußspuren zu folgen. Niemand. Wenn Sie die Chance hätten, zu allen Nicht-Muslimen der Welt zu sprechen, besonders zu chinesischen Nicht-Muslimen, was würden Sie ihnen sagen? Ich würde allen sagen: Wenn dies das einzige Leben ist, das du hast… dann gehst du natürlich ein Risiko ein.

Ein Risiko in dem Sinne, dass du vielleicht glaubst: „Nein, ich glaube, es gibt eine andere Welt. Ich glaube an eine Wiedergeburt. Ich glaube an Reinkarnation.“ Das kannst du glauben. Aber hast du jemals deine eigene Frage hinterfragt? Hast du jemals deine eigene Aussage hinterfragt? Wir haben oft den Mut, große Fragen zu stellen, und das sind wichtige Fragen. Aber haben wir denselben Mut, unsere eigenen Fragen und Aussagen zu hinterfragen? Zu hinterfragen, wie wir zu diesen Schlussfolgerungen kommen? Stell dir nun vor, du gehst ein Risiko ein und glaubst daran, dass es nach diesem Leben ein anderes gibt.

Aber meine Frage an dich ist: Was ist, wenn deine Annahme falsch ist und meine Annahme richtig? Dass dies das einzige Leben ist, diese Welt die einzige ist und danach nur noch Himmel oder Hölle kommen. Wenn du diese Prüfung bestehst, könntest du sagen: „Ist okay, ich gehe in die Hölle.“ Glaubst du wirklich, dass die Hölle etwas Angenehmes ist? Nein, ist sie nicht. Wenn du das Feuer und die Hitze dieser Welt kaum ertragen kannst und sie dir Schmerzen bereiten, warum glaubst du, dass du das Höllenfeuer überstehen oder Freude empfinden könntest? Gib dir selbst eine Chance. Erweitere deinen Horizont, informiere dich über den Islam und vergleiche objektiv, nicht emotional.

Wenn du dich dann noch entscheidest, dein jetziges Leben zu genießen, gibt es nur zwei Arten von Schmerz: den Schmerz der Reue oder den Schmerz der Disziplin, als Muslim zu leben, und Insha’Allah (so Allah will) wirst du ins Paradies eingehen. Nun liegt der Ball bei dir. Denk nach, denk nach, denk nach. Recherchiere – logisch und rational. Ich bete, dass Allah Subhanahu wa Taʿala (gepriesen und erhaben ist Er) euch rechtleitet, die Aufrichtigen, die aufrichtig nach der Wahrheit suchen.