10.000 Mann starke muslimische Armee marschiert in Mekka ein! Nach 21 Jahren!–O Prophet |Ep10
Veröffentlicht am
Der führende Befehlshaber der Quraisch, Khalid ibn Walid. Das Genie der Quraisch, Amr ibn al-Aas. Und der Hüter des Schlüssels zur Kaaba, Uthman ibn Talha. Alle drei waren von verschiedenen Orten aufgebrochen, doch ihre Wege kreuzten sich in einer Gegend namens Haddah. Alle hatten eines gemeinsam: ihren Hass auf den Islam. Erinnert euch an Khalid ibn Walid. Bei Uhud, wo Hamza und Mus'ab ibn Umair als Märtyrer starben, war er der Hauptverantwortliche für die Niederlage der muslimischen Armee. Er führte die Armeen der Götzendiener gegen die Muslime an. Erinnert ihr euch an Amr ibn al-Aas?
Als die Gefährten nach Abessinien (Äthiopien) auswanderten, war er derjenige, der ihnen nachsetzte und alles versuchte, um sie zurückzubringen. Er setzte sein politisches Genie gegen die Muslime ein. Er sagte: „Selbst wenn alle Quraisch Muslime würden, würde ich es nie werden.“ Uthman ibn Talha hingegen hatte seinen Vater, seinen Onkel und vier Brüder in der Schlacht von Uhud verloren. Sie kämpften auf der Seite der Quraisch. Inzwischen war viel Zeit vergangen. Ihre Gedanken und Gefühle hatten sich stark verändert, und ihre Persönlichkeiten waren gereift. Diese Videoserie basiert auf hunderten Referenzen aus zuverlässigen islamischen Quellen.
Alle KI-Visualisierungen wurden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten erstellt und entsprechen den islamischen Richtlinien. All die Ereignisse, die sie erlebt hatten, hatten sie erschöpft. Khalid und Uthman hatten in Mekka vereinbart, sich hier zu treffen. Amr wusste von keinem der beiden. Allah ließ ihre Wege hier zusammenführen. Doch was war der Zweck ihrer Reise? Amr fragte: „Wohin gehst du, o Khalid?“ „O Amr, der rechte Weg ist nun völlig klar geworden. Ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass Muhammad (FSMI) ein Prophet ist. Meiner Meinung nach hat es keinen Sinn, weiter Zeit zu verlieren.
Ich gehe nach Medina, um Muslim zu werden.“ Amr atmete erleichtert auf, denn seine Absicht war dieselbe. Er sagte: „Bei Allah, ich bin auf dem Weg… aus genau demselben Grund.“ Alle drei waren auf dem Weg, um den Propheten (FSMI) zu treffen. Sie hatten ihre schlechten Absichten hinter sich gelassen, und empfanden nun tiefe Reue und Scham über ihre Taten der Vergangenheit. Als der Prophet (FSMI) sie aus der Ferne sah, lächelte er und sagte zu den Anwesenden: „Mekka hat seine Wertvollsten geschickt.“ Ohne Verzug traten sie vor den Gesandten Allahs (FSMI). Stellt euch vor: Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie den Muslimen großen Schaden zugefügt.
Doch der Gesandte Allahs (FSMI) stellte keine Fragen, und erinnerte sie auch nicht an früher. So war sein edler Charakter. Wenn der Mensch vor ihm aufrichtig bereute, hielt er ihm niemals seine Fehler vor. Er wollte nur eines: dass sie ihr ewiges Leben retten. Khalid streckte seine Hand aus und sagte: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass du der Gesandte Allahs bist.“ Er schämte sich. „O Gesandter Allahs, ich habe in Schlachten gegen dich gekämpft. Du weißt das. Ich bitte dich, zu Allah zu beten, damit Er mir diese Sünden vergibt.“ Die Worte des Propheten brachten Erleichterung in Khalids Herz. Welche seiner Worte hätten das nicht getan?
Er sagte: „O Khalid, der Islam löscht alle Sünden aus, die zuvor begangen wurden.“ Dann hob er seine Hände und sprach dieses Dua (Bittgebet): „O Allah, vergib Khalid seine Bemühungen, Deine Diener von Deinem Weg abzubringen.“ Khalid fühlte, wie eine große Last von seinen Schultern fiel. Von dem Moment an setzte er seine Stärke und sein militärisches Genie für die Ehre und die Verbreitung des Islam ein. Wegen der Tapferkeit, die er auf diesem Weg zeigte, nannte ihn der Prophet (FSMI) „Saifullah“, das „Schwert Allahs“. Dann streckte Amr ibn al-Aas seine Hand aus und bat um dasselbe wie Khalid. Der Prophet (FSMI) sprach auch für Amr dasselbe Dua (Bittgebet).
Endlich fand er den Frieden, den er jahrelang gesucht hatte. Später setzte der Prophet (FSMI) ihn als Anführer der muslimischen Armee in vielen Schlachten ein, und Allah ermöglichte ihm zahlreiche Siege. Das Genie der Quraisch stand nun im Dienst des Islam. Und sein größter Sieg würde die Eroberung Ägyptens sein. Durch ihn brachte Allah den Islam in jene Länder. Deshalb wurde er später als der Eroberer Ägyptens bekannt. Schließlich streckte auch Uthman ibn Talha seine Hand aus, und auch er wurde Muslim. Und so traten drei bedeutende Männer am selben Tag vor dem Gesandten Allahs (FSMI) in den Islam ein. Erinnert ihr euch daran, was Allah in der Sure Al-Fath (Die Sieg-Sure) sagte?
Allah wusste, was ihr nicht wusstet. Der Vertrag von Hudaybiyyah hatte die Waffen des Hasses gegen den Islam gesenkt und die Mauern in den Herzen der Menschen niedergerissen. Unser Prophet (FSMI) hatte gesagt: „Die Muschrikun (Götzendiener) haben akzeptiert, dass ihr nach Mekka geht, um eure Angelegenheiten zu erledigen, und dass ihr bei Ankunft und Weggang sicher seid. Auf diese Weise werden sie den Islam durch euch sehen und kennenlernen. Allah wird euch über sie siegen lassen und euch von dort zurückbringen, in Sicherheit und mit Belohnung. Dies ist der größte Sieg.“ Und genau so geschah es. Zwischen dem Beginn der Prophetie und dem Vertrag von Hudaybiyyah lagen neunzehn Jahre.
Doch nach Hudaybiyyah verging nur noch ein weiteres Jahr. Erstaunlicherweise nahmen in dem Jahr mehr Menschen den Islam an als in den neunzehn Jahren zuvor. Deshalb nannte der Qur’an Hudaybiyyah „Fathan Mubinan“, einen klaren Sieg. Auch wenn es zunächst wie eine Niederlage aussah. Mit der Eroberung von Khaybar wurde der Konflikt mit den jüdischen Stämmen beendet. Mit Hudaybiyyah war ein geistiger Sieg errungen worden, und die Muslime hatten den nahen arabischen Stämmen ihre Stärke gezeigt. Das grundlegendste Problem war jedoch noch ungelöst. Die Kaaba war zu dem Zweck gebaut worden, Allah allein anzubeten. Doch nun waren ihr Inneres und ihre Umgebung voller Götzen.
Um sie herum wurden alle Arten von Schandtaten und Sünden begangen. Wie konnte dieser Ort in diesem Zustand noch ein Symbol des Tawhid sein, der Einheit Allahs? Dieses Problem musste gelöst werden. Die Kaaba musste dem Islam gehören, und die Götzen rundherum mussten entfernt werden. Doch wie? Mit den Menschen von Mekka war ein zehnjähriger Friedensvertrag geschlossen worden. Doch Allah ist Musabbib al-Asbab, derjenige, der Ursachen erschafft und sie nach Seinem Willen lenkt, und der Seinen Dienern hilft, indem Er die notwendigen Mittel zusammenführt. Und nun näherte sich die Zeit, in der die Dua (Bittgebete) für die Befreiung der Kaaba erhört werden sollten.
Kurz danach schuf Allah dafür einen Anlass. Es waren die Quraisch selbst, die den Vertrag brechen würden. Eine Delegation vom Stamm der Khuza'a, Verbündete des Propheten (FSMI), traf plötzlich in Medina ein. Nach einer Bestimmung des Vertrags von Hudaybiyyah durften andere arabische Stämme frei ein Bündnis schließen mit welcher Seite sie wollten. Und Khuza'a hatte sich für den Propheten (FSMI) und die Muslime entschieden. Der Anführer der Delegation, Amr, war tief betrübt. Er erklärte, warum sie gekommen waren. „O Gesandter Allahs, die Quraisch haben ihr Versprechen nicht gehalten. Sie haben das stärkste Abkommen gebrochen, das sie mit dir geschlossen hatten.
Eines Nachts griffen sie uns plötzlich an. Sie überraschten uns und töteten unsere Leute, während einige im Ruku (Verbeugung) und andere im Sujud (Niederwerfung) waren. Hilf uns!“ Damit war der Vertrag von Hudaybiyyah offen gebrochen worden. Die Quraisch schickten Abu Sufyan nach Medina, um mit dem Gesandten Allahs zu sprechen. Abu Sufyan ging zuerst zum Propheten (FSMI) und bat darum, den Vertrag zu erneuern. Doch er erhielt keine Antwort vom Gesandten Allahs (FSMI). Dann ging er zu Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein), in der Hoffnung, dass ihre Familienbande ihm helfen könnten, eine Lösung zu finden. Doch auch dieser Versuch blieb erfolglos.
Dieses Mal ging er zu Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und flehte: „Versuche, den Vertrag zu erneuern. Stifte Frieden zwischen uns.“ Umar antwortete zornig: „Also habt ihr den Vertrag gebrochen, ja?“ Wenn etwas davon übrig ist, möge Allah es so schnell wie möglich vernichten! Niemals werde ich zum Gesandten Allahs (FSMI) gehen, um für euch zu vermitteln. Bei Allah, selbst wenn ich nichts weiter als eine kleine Ameise fände, würde ich euch dennoch mit ihr bekämpfen.“ Abu Sufyan verließ ihn und ging direkt zu Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Doch das Ergebnis war dasselbe.
Seine letzte Hoffnung war Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) – doch auch bei ihm fand er keine Unterstützung. Habt ihr etwas bemerkt? Hudaybiyyah brachte den Quraisch nicht den geringsten Vorteil. Und doch waren sie so selbstsicher gewesen. Letztendlich erleichterte es den Muslimen alles. Mit weniger Feinden konnten sie sich leichter auf andere Bedrohungen konzentrieren. Gleichzeitig diente es auch dem Ziel, Mekka langsam zu einer Stätte des Islam zu machen. Und als all diese Ziele erfüllt waren, ließ Allah zu, dass der Vertrag gebrochen wurde.
So gewährt Allah denen Erleichterung, die sich auf Seinem Weg bemühen – zu ganz unerwarteten Zeiten, von ganz unerwarteten Orten und auf ganz unerwartete Weise. Menschen sehen solche Ereignisse oft als etwas Schlechtes. Doch aus der Perspektive des Qadr (göttliche Bestimmung) verbirgt sich dahinter sehr viel Weisheit. Erinnert ihr euch an diese Worte? „Bei Allah, du bist das beste der Länder Allahs und das liebste für mich. Bei Allah, wenn ich nicht aus dir vertrieben worden wäre, hätte ich dich nie verlassen.“ Mit diesen Worten hatte sich der Gesandte Allahs (FSMI) noch einmal nach Mekka umgedreht, bevor er zur Hidschra (Auswanderung) aufbrach.
Jeder Berg und jeder Stein in Mekka hatte diese Worte bezeugt. Nun waren seit diesem Abschied acht Jahre vergangen. Mekka hatte auf den Tag gewartet, an dem es endlich wieder mit dem Gesandten Allahs (FSMI) und seinen Gefährten vereint sein würde. Die Stadt sehnte sich nach ihnen wie nach niemandem zuvor. Dann näherte sich dieser gesegnete Tag. Mekka würde befreit werden. Die Jahre der Sehnsucht würden ein Ende finden, und die Muslime von Mekka würden in ihre Häuser zurückkehren. Der Prophet (FSMI) begann sofort mit den Vorbereitungen für eine große Expedition. Doch er sagte niemandem, wohin sie gehen würden. Die Geheimhaltung war von größter Bedeutung.
Wenn die Muschrikun von Mekka unvorbereitet getroffen würden, könnte Mekka ohne Blutvergießen eingenommen und der große Sieg errungen werden. Sein Wunsch war es, diese gesegnete Stadt ganz ohne Kampf zu betreten. Aus diesem Grund traf er alle Vorbereitungen mit größter Sorgfalt und in völliger Geheimhaltung. Als alles bereit war, stand eine gewaltige Armee von zehntausend Männern vor dem Gesandten Allahs (FSMI), und wartete auf seinen Befehl. Dies war die größte Armee, die die Muslime bis zu diesem Tag jemals versammelt hatten. Nun waren sie bereit aufzubrechen, mit den aufrichtigsten Gebeten auf ihren Lippen und in ihren Herzen.
Die Zeit war gekommen, sich den Menschen zu stellen, die sie 21 Jahre lang gequält und ihnen Häuser und Besitz genommen hatten. Es waren jene, die den Gesandten Allahs (FSMI) über viele Jahre hinweg mit jeder Art von Grausamkeit behandelt hatten. Was würden sie an diesem Tag tun? Und noch wichtiger: Wie würde der Gesandte Allahs (FSMI) sie im Gegenzug behandeln? Viele bewegende Szenen, die unsere Liebe und Bewunderung für den Propheten (FSMI) noch größer machen werden, erwarten uns im nächsten Teil dieser Episode.
Es war der Monat Ramadan, und der Gesandte Allahs (FSMI) sprach dieses Dua (Bittgebet): „O Allah, halte die Späher und Kundschafter der Quraisch zurück, bis wir plötzlich in ihrem Gebiet erscheinen.“ Seit sie ihre Reise begonnen hatten, hatte er das Ziel geheim gehalten. Seine Absicht war es, Mekka überraschend einzunehmen. Er wollte einen Sieg ohne Kampf. Doch trotz der Bemühungen, alles geheim zu halten, war bereits jemand unterwegs, um die Nachricht zu überbringen. Eine Frau aus dem Stamm der Muzaynah war auf dem Weg nach Mekka. Gerade als es so aussah, als würde der Plan des Gesandten Allahs scheitern, wurde er durch eine Offenbarung informiert.
Sofort rief er Ali, Zubayr ibn al-Awwam und Miqdad ibn al-Aswad (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) und befahl: „Geht schnell, bis ihr den Garten von Khakh erreicht. Dort werdet ihr eine Frau auf einem Kamel finden. Sie hat einen Brief. Nehmt ihn ihr ab.“ Die drei Gefährten eilten zum Garten von Khakh und fanden die Frau dort. Sie fragten sie: „Wo ist der Brief, den du bei dir trägst?“ „Ich habe keinen Brief.“ Ali wusste, dass sie log. Darauf sagte er: „Der Gesandte Allahs (FSMI) lügt nicht.“ Dann forderte er sie entschlossen auf, ihnen den Brief zu geben, und drohte, sie zu durchsuchen, falls sie es nicht täte.
Schließlich holte die Frau den Brief hervor, den sie im geflochtenen Haar versteckt hatte. Der Brief war von einem der Gefährten gesendet worden: Hatib ibn Abi Balta'a. Er war ein Muhadschir (Auswanderer), der in der Schlacht von Badr gekämpft hatte und als Gesandter zum Herrscher von Ägypten, Muqawqis, geschickt wurde. Die Gefährten waren schockiert. Sie konnten es nicht verstehen. Der Prophet (FSMI) ließ Hatib rufen und fragte ihn, warum er den Brief geschrieben hatte. Hatibs Familie lebte in Mekka, und weil er nicht von den Quraisch war, hatte er dort niemanden, der sie beschützen konnte.
Er wollte den Quraisch einen Gefallen tun, damit sie seiner Familie nichts antun, wenn Mekka umzingelt würde. Er erklärte die Situation und sagte: „Ich habe das nicht getan, weil ich meine Religion verlassen habe oder nach dem Islam wieder ungläubig geworden bin. Bei Allah, ich stehe fest in meinem Glauben an Allah und Seinen Gesandten.“ Nachdem er ihm zugehört hatte, wandte sich der Gesandte Allahs (FSMI) an seine Gefährten und sagte: „Hatib hat euch die Wahrheit gesagt. Darum sagt nichts als Gutes über ihn.“ Und er vergab ihm. Die Zeit verging. Der Feldzug blieb weiterhin geheim, und sie zogen weiter voran. Die Menschen in Mekka hatten nicht die geringste Nachricht erhalten.
Schließlich schlug das Heer sein Lager an einem Ort namens Marr az-Zahran auf. Es war Nacht. Das Tal lag in tiefer Dunkelheit. Das einzige Geräusch war das Pfeifen des Windes. Plötzlich wurden überall Feuer entzündet. Der Gesandte Allahs (FSMI) wollte den Mekkanern durch diese Feuer die Ankunft der Armee zeigen. Das Licht des Islam, das sie so sehr auszulöschen versucht hatten, hatte Mekka nun vollständig umgeben. Sie hatten gehofft, dass die Religion schwächer wird und die Gläubigen weniger. Jahrelang hatten sie alles versucht, doch ihre Bemühungen waren gescheitert. Was für ein majestätischer Anblick!
Der Gesandte Allahs (FSMI) befahl den Gefährten ausdrücklich, viel mehr Feuer zu entzünden als eigentlich nötig. So sollte die Armee größer erscheinen, und die Muschrikun würden ihren Mut vollständig verlieren. Doch was geschah in Mekka? Als sie die Szene sahen, erstarrten sie vor Angst. Sie blickten einander mit Furcht und Sorge an. Niemand konnte verstehen, was geschah. Doch eines war klar. Diese Nacht war der Beginn einer großen Veränderung. Abu Sufyan machte sich in der Dunkelheit der Nacht auf den Weg. Er wollte herausfinden, was da geschah. Gemeinsam mit seinen zwei Freunden wollte er sich umsehen, heimlich Informationen sammeln und dann zurückkehren. Er wollte nicht bemerkt werden.
Aber ist es möglich, sich vor Allah zu verstecken, der alles sieht? Der Prophet (FSMI) informierte seine Gefährten. Er riet ihnen, wachsam zu bleiben und erklärte, dass sie Abu Sufyan sicherlich begegnen würden. Und genau das geschah. Abbas bemerkte Abu Sufyan und nahm ihn sofort unter seinen Schutz. Er setzte ihn hinter sich auf sein Maultier und brachte ihn zum Gesandten Allahs (FSMI). Als auch die beiden Freunde von Abu Sufyan in das Zelt gebracht wurden, fragte Rasulullah (FSMI) sie nach der Lage in Mekka. Sie blieben bis sehr spät in der Nacht im Zelt. Rasulullah (FSMI) lud sie ein, den Islam anzunehmen. Noch dort sprachen beide Freunde von Abu Sufyan die Schahada.
Doch Abu Sufyan selbst war noch unsicher. Er bat um etwas Bedenkzeit. Dann wurden alle zu ihren Zelten gebracht. Abu Sufyan würde den Gesandten Allahs am nächsten Morgen wiedersehen. Was würde morgen geschehen? Was würde sich ändern? Die Gefährten hatten eine Frage im Kopf: Würde Abu Sufyan endlich den Islam annehmen? Für den Moment kannte niemand die Antwort. Als der Morgen kam, brachte Abbas Abu Sufyan zum Propheten (FSMI). Der Gesandte Allahs sah ihm direkt in die Augen und fragte: „O Abu Sufyan, ist es nicht an der Zeit, dass du sagst: La ilaha illallah (Es gibt keinen Gott außer Allah)?“ Abu Sufyan antwortete: „Aber was soll ich mit all diesen Götzen tun?
Wie kann ich Lat und Uzza aufgeben?“ Umar wartete hinter dem Zelt. Als er das hörte, wurde er wütend und sagte: „Sei dankbar, dass du im Zelt bist. Wenn du draußen wärst, könntest du diese Worte niemals sagen!“ Abu Sufyan erwiderte: „Oh Umar, schäm dich. Du bist so hart wie dein Vater. Außerdem, o Sohn des Khattab, ich bin nicht wegen dir hier. Ich bin wegen meines Cousins gekommen. Mit ihm spreche ich. Lass uns also reden.“ Dann wandte er sich dem Gesandten Allahs (FSMI) zu und sagte: „Mögen meine Mutter und mein Vater für dich geopfert werden.
In deiner Ruhe und Sanftmut, in deiner Großzügigkeit, deinem Edelmut, in deinem Umgang mit familiären Bindungen gibt es keinen Besseren als dich.“ Er schwieg eine Weile und dachte nach. Schließlich konnte er nicht anders, als zu bekennen, und sagte: „Bei Allah, ich glaube, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Denn wenn es einen anderen Gott außer Allah gäbe, hätte er mir geholfen, mich vor Schaden bewahrt und mir irgendeinen Nutzen gebracht haben.“ Das Gespräch dauerte noch eine Weile. Dann sprach Abu Sufyan schließlich die Schahada (Glaubensbekenntnis) und wurde Muslim. In diesem Moment schlug er ein neues Kapitel in seinem Leben auf. Eine völlig neue Ära hatte für ihn begonnen.
ABer er war schon über 60 Jahre alt. Es würde also sicher Zeit brauchen, bis der Glaube im Herzen Wurzeln schlägt. Der Gesandte Allahs (FSMI) wandte sich dann an Abbas und sagte: „O Abbas, bring Abu Sufyan in den engen Teil des Tals, zum Gebirgspass, wo die Pferde dicht gedrängt stehen, damit er die Größe der Armee Allahs sehen kann.“ Dies war tatsächlich eine Vorsichtsmaßnahme. Wenn Abu Sufyan direkt nach Mekka zurückging, könnten die Muschrikun (Polytheisten) ihn umstimmen. Doch wenn er die Größe der Armee sah, würde er verstehen, wie hilflos die Quraisch wirklich waren.
Er würde den Götzendienern sagen, dass der Widerstand gegen diese Macht sinnlos wäre, und sie davon abhalten, zu kämpfen. Abbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) führte den Befehl des Rasulullah aus, und Abu Sufyan betrachtete die muslimische Armee voller Staunen. Er sagte: „O Abbas, bis heute habe ich noch nie eine Armee oder ein Volk wie dieses gesehen.“ Dann machte er sich schnell auf, um die Muschrikun (Polytheisten) zu warnen. Er rief: „O Volk der Quraisch! Muhammad ist hier! Er ist mit einer so großen Armee direkt vor eure Tür aufgetaucht, dass ihr nicht dagegen ankommt.“ Dann rief er so laut er konnte: „Wer das Haus von Abu Sufyan betritt, ist sicher!
Wer in sein eigenes Haus geht und die Tür schließt, ist sicher! Wer Zuflucht in Al-Masjid al-Haram (die Heilige Moschee) sucht, ist sicher!“ Viele der Muschrikun (Polytheisten) konnten ihren Zorn nicht zurückhalten. Sogar Abu Sufyans Frau Hind begann, ihn zu beschimpfen. Ikrimah, der Sohn von Abu Jahl, und Safwan ibn Umayyah versuchten, das Volk zu provozieren. Niemand schenkte ihnen Aufmerksamkeit. Alle zerstreuten sich, um Zuflucht zu suchen. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte die Armee in fünf Hauptdivisionen aufgeteilt.
Er gab dem Kommandanten jeder Division denselben klaren Befehl: „Kämpft gegen niemanden, es sei denn, man greift euch an oder widersetzt sich.“ Endlich war der lang ersehnte Moment gekommen. Nach jahrelanger Trennung zog die muslimische Armee in Mekka ein. Der Gesandte Allahs (FSMI) saß auf seinem Kamel, Qaswa, mit gesenktem Kopf in tiefer Demut. Er neigte seinen gesegneten Kopf so sehr, dass seine Stirn fast den Rücken seines Kamels berührte. Er wusste, dass dieser Sieg Allah gehörte, und er verkündete dies allen. Wie in jedem Moment seines Lebens gab er auch in diesem Augenblick das edelste Vorbild. Er betrat Mekka mit Würde und Erhabenheit.
Er dankte Allah und pries Ihn, gleichzeitig rezitierte er die Sure Al-Fath (Die Sure des Sieges), die die frohe Botschaft dieses Triumphs verkündet. Gesichter lächelten und Herzen fanden Frieden. Mekka wurde endlich zu einer Stätte des Islam. Die Zeit der Sehnsucht war nun vorbei. Ungerechtigkeit, Beleidigungen und Unterdrückung, die die Muslime erlitten hatten, waren Vergangenheit. Jetzt waren die Muslime auf der siegreichen Seite. Rasulullah (FSMI) bewegte sich durch die Straßen von Mekka. Jede Straße, jede Ecke war voller Erinnerungen. An einem Ort erinnerte er sich an die spöttischen Blicke der Menschen.
An einem anderen Ort hallten Beleidigungen und verletzenden Worte immer noch in seinen Ohren wider. Einige hatten ihn damals mit schrecklichen Worten beschimpft: Lügner, Verrückter, Zauberer, Ma‘zallah (Gott bewahre). Sie hatten Kamelgedärme auf seinen Rücken geworfen. Er hatte einen dreijährigen Boykott und Hunger ertragen. Jahrelang hatte er dieselben Menschen zum Islam aufgerufen, Menschen, die ihn immer wieder abgelehnt hatten. Jede Straße war voller Erinnerungen. Sie hatten ihn gezwungen, seine eigene Stadt zu verlassen. Aber jetzt, wie konnte er mit einer solchen Armee zurückkehren? Wie hatte er die Herzen so vieler Menschen erobert? Er ging weiter und weiter. Und dann, da war es.
Die Kaaba stand vor ihnen in all ihrer Erhabenheit. Der Prophet (FSMI) rezitierte den Takbir, und mit einer Stimme riefen alle Muslime: „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ (Allah ist der Größte!) und ließen Mekka erzittern. Erinnert ihr euch an den Tag, als der Islam zum ersten Mal offen in Mekka verkündet wurde? Die Takbirs der 40 Muslime im Dar al-Arqam (Haus des Arqam) waren wie ein Samen. Dieser Samen war nun aufgegangen und gewachsen. Und nun hallte er wider als Takbir von 10.000 Menschen. „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ Aber es gab etwas Schmerzhaftes zu sehen. Die Kaaba war von 360 Götzen umgeben.
Mit dem Stab in der Hand begann der Prophet (FSMI) diese Götzen nacheinander zu berühren und rezitierte dabei diesen Vers (Ayah): „Die Wahrheit ist gekommen und das Falsche ist verschwunden. Wahrlich, das Falsche muss verschwinden.“ Jeder Götze, den er berührte, fiel zu Boden. Die Quraisch hatten sogar Götzen im Innern der Kaaba aufgestellt, aber nun blieb kein einziger Götze mehr stehen. Es war Zeit für das Zuhr-Gebet (Mittagsgebet). Auf Befehl des Propheten (FSMI) stieg Bilal auf das Dach der Kaaba und begann, den Adhan (Gebetsruf) zu rufen.
Derselbe Bilal, den sie mit einem Seil um den Hals durch die Straßen gezogen hatten, den sie gefoltert hatten, um ihn zum Aufgeben seines Glaubens zu bringen, und den sie wie einen Sklaven behandelten, stand nun auf der Kaaba und rief mit kraftvoller Stimme den Adhan. „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ Den Sieg des Islam verkündend, verbreitete sich seine Stimme über ganz Mekka. Die hasserfüllten Muschrikun, versteckt in ihren Häusern, waren am Boden zerstört. Als Towards Eternity haben wir unermüdlich gearbeitet, um diese KI-visualisierte Serie zu kreieren. Jetzt wollen wir, InshaAllah (so Gott will), eine neue Serie produzieren über das Leben unserer edlen Propheten Alayhim-s-Salam (FSMI).
Propheten wie Musa, Ibrahim, Yusuf, Yunus Alayhim-s-Salam (FSMI). Damit ihr und eure Familie ihre Geschichten mit der hochwertigen Produktion von Towards Eternity anschauen könnt. Aber eine neue Serie zu produzieren bringt auch erhebliche Kosten mit sich. KI, professionelle Sprecher und Ausrüstung. Leider können wir diese Kosten nicht mehr alleine tragen. Wir können dieses Projekt nur mit eurer Unterstützung weiterführen. Unser Team hat den Gesamtbedarf in $25-Anteile aufgeteilt, so dass ihr einen oder mehrere Anteile unterstützen könnt, je nach euren Möglichkeiten InshaAllah (so Gott will).
Wenn ihr Teil dieser guten Taten sein wollt, spendet an Towards Eternity und verpasst diese goldene Gelegenheit nicht. In diesem Moment unterhielten sich einige der Führer der Quraisch miteinander – Abu Sufyan, Attab ibn Asid und Harith ibn Hisham. Attab beschwerte sich: „Wie glücklich ist doch mein Vater Asid. Allah hat ihn geehrt, indem er ihm diesen Tag nicht sehen ließ.“ Konnte Muhammad nicht jemand anderen für den Gebetsruf finden als diesen Mann?“ Dann sagte Abu Sufyan: „Ich habe Angst, etwas zu sagen. Selbst wenn niemand anderes uns hört, werden der Sand und die Steine unter unseren Füßen es ihm verraten, und er wird es erfahren.“ Kurz darauf sahen sie den Gesandten Allahs.
Sie hatten keine Ahnung, was sie gleich erleben würden. Rasulullah (FSMI) wiederholte genau, was sie einander gesagt hatten – Wort für Wort. Sie waren fassungslos. Wie konnte er wissen, was sie im Geheimen gesprochen hatten? An diesem Tag nahmen diese beiden führenden Persönlichkeiten der Quraisch, Attab und Harith, ebenfalls den Islam an. Stellt euch vor: Bis zu diesem Tag hatten sie sich beide fest gegen den Islam gestellt und jahrelang so gelebt. Sie hatten sogar einige Verwandte im Kampf gegen die Muslime verloren.
Aber als sie nun gefragt wurden, warum sie ihre Religion gewechselt hatten, war ihre Antwort einfach: „Wir haben das Wunder des Propheten (FSMI) miterlebt.“ In der gesamten Geschichte der Seerah (Biografie des Propheten), gab es viele Menschen, die erbitterte Feinde des Islam waren, aber nach dem Erleben eines Wunders Muslime wurden. Ist es möglich, dass die Wunder, die sie miterlebt hatten, eine Täuschung waren? Hätten sie ihre Religion, ihren Lebenszweck und ihre Denkweise für etwas ändern können, das niemals passiert ist? Natürlich nicht. Diese Wunder waren real. Sie waren wirklich passiert.
Abu Sufyan aber, der Dritte in dieser Runde, sagte: „Oh Gesandter Allahs, gepriesen sei Allah, dass ich nichts gesagt habe.“ Rasulullah (FSMI) wollte nun die Kaaba betreten, die er so sehr vermisst hatte. Er sandte eine Nachricht an Uthman ibn Talha und bat ihn, den Schlüssel zu bringen. Viele Jahre lang war seine Familie dafür verantwortlich gewesen, den Schlüssel aufzubewahren. Nun dachte Uthman, dass diese Aufgabe nicht länger in seiner Familie bleiben würde. Auf der anderen Seite wünschte sich der Onkel des Propheten, Abbas, diese Ehre sehr.
Als Uthman den Schlüssel brachte, fragte ihn der Prophet (FSMI): „Ist nicht das eingetroffen, was ich dir vor langer Zeit gesagt habe?“ Worauf bezog er sich? Was war zuvor geschehen? In den frühen Jahren des Islam hatte der Gesandte Allahs Uthman zum Islam eingeladen, doch er lehnte ab. „Du hast die Religion deines Volkes verlassen und dir eine neue ausgedacht.“ Darauf hatte der Prophet (FSMI) gesagt: „Oh Uthman, ich hoffe auf einen Tag, an dem du mich in einer Position siehst, in der ich diesen Schlüssel legen kann, wohin ich will, und ihn geben kann, wem ich will.“ Uthman erinnerte sich genau. Er sagte: „Ja.“ Was Rasulullah (FSMI) gesagt hatte, war tatsächlich eingetroffen.
Dann fügte er hinzu: „Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allahs bist.“ Er war würdig, den Schlüssel zu bewahren. Diese Aufgabe hatte er jahrelang erfüllt. Er verdiente dieses Vertrauen wahrhaftig. Alle fragten sich: Wer wird den Schlüssel jetzt bekommen? Dann rezitierte der Gesandte Allahs diesen Vers (Ayah): „Wahrlich, Allah befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Besitzern zurückzugeben. Wenn ihr zwischen den Menschen richtet, so richtet mit Gerechtigkeit.“ Dann sagte er: „Oh Uthman, hier, nimm deinen Schlüssel. Heute ist ein Tag der Güte und des Einhaltens von Versprechen.“ Dann betrat er die Kaaba. Er ließ die Tür schließen und blieb eine Weile allein darin.
Als er herauskam, wartete eine große Menschenmenge auf ihn. Die Quraisch warteten nervös darauf, zu erfahren, was er über sie entscheiden würde. Der Gesandte Allahs (FSMI) blickte eine Weile schweigend auf sie. Was würde er tun? Würde er sie beleidigen und demütigen, so wie sie es ihm getan hatten? Würde er Kamelgedärme auf sie werfen, so wie sie es einst getan hatten? Würde er Dornen auf ihren Weg streuen und sie darüber gehen lassen? Würde er sie boykottieren und hungern lassen? Würde er sie aus ihren Häusern vertreiben? Würde er befehlen, alle zu töten? Der Prophet (FSMI) lobte und dankte Allah, und begann seine Eroberungsrede.
Als er fertig war, fragte er sie: „O Volk der Quraisch, was denkt ihr, werde ich nun mit euch tun?“ Sie riefen aus: „Du bist ein gütiger und großzügiger Bruder, der Sohn eines gütigen und großzügigen Bruders. Wir erwarten von dir nichts als Gutes.“ Rasulullah (FSMI), der als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt wurde, sagte: „Meine Haltung euch gegenüber ist wie die von Yusuf und seinen Brüdern. So wie Yusuf zu seinen Brüdern sagte, sage ich zu euch: Heute ist keine Schuld auf euch. Möge Allah euch vergeben. Er ist der Barmherzigste unter denjenigen, die Barmherzigkeit zeigen. Geht, ihr seid frei." Stellt euch nur diese Szene vor.
Dies war eine Vergebung, wie sie in der Geschichte ihresgleichen sucht. Denn obwohl er die Macht und Autorität hatte zu bestrafen, verzieh er ihnen trotzdem. Ist das nicht die höchste Form der Vergebung? Ist es nicht die größte Tat des Guten, auf Böses mit Gutem zu reagieren? Der Widerstand der Quraisch war nun vollständig gebrochen. Ihre Augen, früher blind gegenüber der Wahrheit, begannen endlich zu sehen. Am nächsten Tag stieg der Gesandte Allahs (FSMI) auf den Hügel Safa. Dies war genau der Ort, an dem er vor Jahren zum ersten Mal sein Prophetentum öffentlich verkündet hatte. Erinnert ihr euch? Damals hatte er von niemandem die erhoffte Antwort erhalten.
Stattdessen war er von seinem eigenen Onkel vor allen beleidigt worden. Doch nun kamen die Quraisch in großen Gruppen, um den Glauben anzunehmen. Nach den Männern kamen auch die Frauen in Gruppen, um Musliminnen zu werden. Unter ihnen war Hind, die Ehefrau des Abu Sufyan. Sie hatte ihr Gesicht bedeckt, um nicht erkannt zu werden, und schloss sich den Frauen an. Sie war voller tiefer Reue für das, was sie dem Propheten (FSMI) und den Muslimen in der Vergangenheit angetan hatte. Ihre Gedanken, schwer von Schuldgefühlen, quälten ihr Herz und ihren Verstand. Doch sie hatte noch Hoffnung. Sie hoffte auf die Barmherzigkeit des Propheten der Barmherzigkeit.
Als der Gesandte Allahs erfuhr, dass Hind den Islam angenommen hatte, hegte er keinen Groll gegen sie. Trotz all ihrer früheren Fehler verzieh er ihr und nahm ihr Treuegelübde an. Der Name Hind erinnert uns an einen anderen Namen: Wahshi. Er war ein Sklave, der seine Freiheit erlangte, im Austausch dafür, dass er Hamza (Allah sei mit ihm zufrieden) getötet hatte, den geliebten Onkel des Propheten. Er hatte sogar Hamzas Leber herausgeschnitten und zu Hind gebracht. Vor Freude hatte sie ihm all ihren Schmuck gegeben. Wahshi erlangte an diesem Tag seine sogenannte Freiheit, doch Mekka behandelte ihn nie wie einen freien Mann. In ihren Augen war er immer noch derselbe wie zuvor.
Wie konnte er erwarten, von Menschen, die im Unglauben feststeckten, geschätzt zu werden? Oder welchen Unterschied würde ihr Respekt machen? Er war nie frei von dem Gefängnis seines Gewissens. Die Eroberung von Mekka hat diese Last nur schwerer gemacht. Wie konnte er unter den Muslimen bleiben, nachdem er den Onkel des Propheten (FSMI) getötet hatte? Mit diesen Gedanken verließ Wahshi Mekka. Aber konnte er wirklich vor seiner Vergangenheit weglaufen? Anstatt sich Allah zuzuwenden, wie konnte er etwas ändern, indem er weglief? Wohin er auch ging, die Last seiner Sünden folgte ihm. Die Last seines Gewissens erdrückte ihn vollends.
Inmitten all dessen streckte sich ihm unerwartet eine Hand entgegen. „Eine Delegation geht zum Gesandten Allahs, um den Islam anzunehmen. Er tut keinem Gesandten etwas zuleide. Geh mit ihnen und nimm den Islam an.“ Er folgte diesem Rat, kehrte nach Mekka zurück und nahm vor dem Propheten (FSMI) den Islam an. „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Unser Herr ist so unendlich barmherzig, dass Er den Reumütigen verspricht, jede einzelne begangene Sünde in gute Taten umzuwandeln. Auch gibt Er ihnen die Hoffnung, schlechte Gewohnheiten in gute zu verwandeln.
Eine weitere Szene des Glücks entfaltete sich für Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Seit den frühen Tagen des Islams hatte er sich gewünscht, sein Vater möge die Süße des Glaubens erleben. Er nahm ihn bei der Hand und brachte ihn zum Gesandten Allahs (FSMI). Der Prophet empfand Unbehagen – aus Respekt, weil ein älterer Mann zu ihm gebracht worden war. Er sagte: „Warum hast du diesen alten Mann nicht zu Hause gelassen? Wir hätten ihn dort besuchen können.“ Rasulullah legte seine Hände auf die Brust des Vaters, strich sanft darüber und sagte: „Nimm den Islam an, o Abu Quhafah.“ Und dann wurde er ebenfalls Muslim.
„Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Doch einige Menschen hatten den Glauben noch nicht angenommen. Sie liefen vor der Wahrheit davon, vor dem Licht der Führung. Kehren wir zurück zum Tag der Eroberung. An diesem Tag war die muslimische Armee in fünf Einheiten aufgeteilt, und eine davon wurde von Khalid ibn Walid geführt. Unterdessen hatten Ikrimah ibn Abi Jahl und Safwan ibn Umayyah eine Gruppe von Widerstandskämpfern versammelt. Als die Armee in die Stadt eintrat, griffen sie Khalids Einheit an. Obwohl der Prophet kein Blutvergießen wünschte, bestanden die Muschrikun (Polytheisten) auf einen Kampf.
In kurzer Zeit verloren sie dreizehn Männer und flohen. Ikrimah konnte entkommen und erreichte den Hafen. Trotz allem versuchte er immer noch, vor seinem Herrn davonzulaufen. Er bestieg ein Schiff nach Abessinien. Er wollte alles hinter sich lassen. Doch sein Herr ließ ihn nicht im Stich. Plötzlich brach auf dem Meer ein unerwarteter Sturm los. Der Wind wurde immer stärker. Das Schiff begann heftig zu schwanken und zu schaukeln. Sie fürchteten, dass es sinken würde. In diesem Moment rief der Kapitän den Menschen an Bord zu: „Seid aufrichtig! Seid ehrlich! Nur Allah kann uns vor diesem Sturm retten!“ Sie standen kurz davor zu sinken. Der Wind war heftig, und der Himmel war dunkel und düster.
Die Menschen auf dem Schiff begannen aufrichtig zu beten, allein zu Allah, und Seine Einzigkeit zu bekennen. „Warum betet ihr so? Niemand kann uns helfen außer Allah.“ Ikrimah war dorthin gekommen, um genau diese Wahrheit zu leugnen. Doch ihre Worte berührten ihn tief. So betete er: „Oh Allah, wenn Du mich aus dieser Gefahr rettest, gehe ich zu Muhammad und nehme den Islam an.“ Nach einiger Zeit legte sich der Sturm. Später beschrieb Ikrimah diesen Moment so: „In diesem Moment begann ich, den Islam zu verstehen, und die Liebe zu ihm trat in mein Herz ein. Ich sagte zu den Menschen auf dem Schiff: ‚Bringt mich zurück.
Bei Allah, ich werde jetzt zu Muhammad zurückkehren.‘“ Nachdem Ikrimah Mekka verlassen hatte, nahm seine Frau Umm Hakim den Islam an. Sie ging zum Gesandten Allahs (FSMI) und bat ihn, ihrem Ehemann zu vergeben. Der Prophet der Barmherzigkeit gewährte Ikrimah Sicherheit. Umm Hakim machte sich sofort mit ihrem Diener auf den Weg, um ihren Ehemann zu suchen. Nach langer Reise fand sie ihn an der Küste von Tihamah. Eine Ehe, die sie einst in Richtung Hölle gezogen hatte, sollte nun zu einer werden, die sie ins Paradies führen würde. Von Scham erfüllt wusste Ikrimah nicht, wie er dem Gesandten Allahs (FSMI) gegenübertreten sollte.
Immer wieder dachte er über alles nach, was er gegen den Islam getan hatte. Wie könnte ihm jemals vergeben werden? Darüber hinaus war er der Sohn von Abu Jahl. Sein Kopf war voller Gedanken. Als seine Frau ihm sagte, dass der Prophet (FSMI) ihm Sicherheit gewährt hatte, staunte er, und sein Herz wurde ruhig. Nach Tagen der Reise näherten sie sich Mekka. Der Gesandte Allahs (FSMI) war besorgt, dass manche Menschen Ikrimahs Gefühle verletzen könnten. Deshalb sagte er zu seinen Gefährten: „Ikrimah kommt zu euch als Gläubiger und als Muhadschir (Auswanderer). Sprecht nicht schlecht über seinen Vater.
Denn schlecht über die Toten zu sprechen verletzt die Lebenden, doch die Toten erreicht es nicht.“ Als der Gesandte Allahs (FSMI) sie sah, stand er vor Freude sofort auf und ging ihnen entgegen. Dann umarmte er Ikrimah und sagte: „Willkommen, o ausgewanderter Reiter.“ Ikrimah hatte eine so warmherzige Begrüßung nicht erwartet, doch vor Scham hielt er immer noch den Kopf gesenkt. Sie setzten sich und begannen miteinander zu sprechen. Dann sprach Ikrimah die Schahada (das Glaubensbekenntnis) und wurde Muslim. „Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Sein früheres Leben war voller Sünden gewesen, verdunkelt von Schirk (Götzendienst).
Er wollte endlich Frieden im Herzen empfinden und sagte: „Oh Gesandter Allahs (FSMI), ich bitte dich, für mich um Vergebung zu beten für meine Feindseligkeit gegen dich, für jeden Schritt, den ich gegen dich tat, für jede Situation des Widerstands, und für jedes Wort, das ich dir ins Gesicht oder hinter deinem Rücken gesagt habe.“ Der Gesandte Allahs hob seine Hände und bat Allah, ihm zu vergeben. Die schwere Last auf Ikrimahs Seele wurde schließlich von ihm genommen. Dann gab er dem Propheten (FSMI) dieses Versprechen: „Oh Gesandter Allahs, bei Allah, ich werde doppelt so viel Vermögen auf dem Weg Allahs ausgeben, wie ich ausgegeben habe, um die Menschen von Ihm abzuwenden.
Ich werde doppelt so viele Kämpfe auf dem Weg Allahs führen, wie ich geführt habe, um die Menschen von Ihm abzuwenden.“ Auf diese Weise erfüllte sich ein weiterer Traum des Gesandten Allahs. Der Prophet (FSMI) hatte einen Traum gehabt, den er nicht verstand. Er sah sich im Paradies, und dort war ein schöner Baum, der ihm sehr gefiel. Er fragte: „Wem gehört der?“ Die Antwort war völlig unerwartet: „Es gehört Abu Jahl.“ Er sagte zu sich selbst: „Bei Allah, er wird niemals ins Paradies eintreten.“ Doch anders als wir haben Propheten keine bedeutungslosen Träume. Und an jenem Tag wurde die Bedeutung dieses Traums klar. Dieser Baum war Ikrimah, der Sohn von Abu Jahl.
Der Gesandte Allahs (FSMI) gewährte auch Schutz für die führenden Persönlichkeiten der Quraisch wie Safwan ibn Umayyah und Suhayl ibn Amr. Auch sie wurden Muslime und verbrachten den Rest ihres Lebens im Dienst des Islam. Möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. In der Stadt herrschte große Freude. Die Menschen von Mekka spürten die Süße des Glaubens, nach der sie ihr Leben lang gesucht hatten, sie jedoch nie finden konnten. In dieser spirituellen Atmosphäre kam ein Beduine zum Gesandten Allahs. Er zitterte vor Aufregung. Der Gesandte Allahs bemerkte seinen Zustand und sagte zu ihm: „Sei ruhig, denn ich bin kein König.
Ich bin nur der Sohn einer Frau, die getrocknetes Fleisch aß.“ Dieser Tag war reich an Zeugnissen von Demut, Mitgefühl und Loyalität. Ein Mensch kann Demut zeigen, doch auf dem Höhepunkt des Sieges – das ist etwas anderes. Ein Mensch kann mitfühlend und vergebend sein, doch diese Tugenden auf dem Höhepunkt der Macht zu zeigen, das ist etwas völlig anderes. Für Mekka und für die ganze Welt hatte ein völlig neues Zeitalter begonnen. Allah vollendete Sein Licht. Doch die Muslime von Medina begannen sich Sorgen zu machen. Sie fragten einander: „Allah hat Seinem Gesandten die Eroberung seiner Heimat gewährt.
Werden der Prophet und seine Gefährten jetzt in Mekka bleiben, oder werden sie mit uns zurückkehren?“ Diese Frage brannte in ihren Herzen, doch die Antwort kannten sie nicht. Der Gesandte Allahs bemerkte ihre Sorge und fragte die Ansar, worüber sie sprachen. Sie antworteten: „Es ist nichts, oh Gesandter Allahs.“ Doch als er seine Frage einige Male wiederholte und sah, dass sie einer klaren Antwort auswichen, verstand er, was in ihren Herzen war. Dann sagte er zu ihnen: „Ich werde mit euch leben und mit euch sterben.“ Ein weiteres Mal zeigten diese Worte seine tiefe Verbundenheit mit ihnen.
Unter Tränen versammelten sich die Ansar um ihn und sagten: „Bei Allah, wir haben diese Dinge nur gesagt, weil wir Allah und Seinen Gesandten lieben, und aus keinem anderen Grund.“ Die Eroberung von Mekka hatte alles verändert. Die Tage der Not waren vorbei, und die Schwierigkeiten waren zu Erleichterung geworden. Andererseits war es aber ein Zeichen, dass eine Ära ihrem Ende entgegenging. Alles hatte sich genau so gefügt, wie es bestimmt gewesen war. In den Augen des Propheten (FSMI) lag neben dem tiefen Gefühl des Friedens auch ein stilles Warten. Sein größter Wunsch war nun, endlich seinem geliebten Herrn zu begegnen.
Auf dieser Erde, auf der er jahrelang Herz und Seele der Verkündung der Botschaft Allahs gewidmet hatte, würde er bald ein letztes Mal zu seiner Ummah (Gemeinschaft) sprechen. Dieses Mal nicht nur vor wenigen Menschen. Mehr als 100.000 Gläubige würden diesen Moment miterleben! Also, was veränderte sich in der Welt nach der Eroberung? Welche politische Ordnung entstand auf der Arabischen Halbinsel? Was geschah in den letzten Tagen des Propheten (FSMI)? Welche bewegenden Momente ereigneten sich? Und als der Prophet der Barmherzigkeit (FSMI) seinen letzten Atemzug tat, was hinterließ er seiner Ummah?
Die Antworten auf all diese Fragen und die Erfüllung der großen frohen Botschaft in der Sure An-Nasr, all das erwartet euch in der letzten Folge unserer Reihe. Bis dann.
Als die Gefährten nach Abessinien (Äthiopien) auswanderten, war er derjenige, der ihnen nachsetzte und alles versuchte, um sie zurückzubringen. Er setzte sein politisches Genie gegen die Muslime ein. Er sagte: „Selbst wenn alle Quraisch Muslime würden, würde ich es nie werden.“ Uthman ibn Talha hingegen hatte seinen Vater, seinen Onkel und vier Brüder in der Schlacht von Uhud verloren. Sie kämpften auf der Seite der Quraisch. Inzwischen war viel Zeit vergangen. Ihre Gedanken und Gefühle hatten sich stark verändert, und ihre Persönlichkeiten waren gereift. Diese Videoserie basiert auf hunderten Referenzen aus zuverlässigen islamischen Quellen.
Alle KI-Visualisierungen wurden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten erstellt und entsprechen den islamischen Richtlinien. All die Ereignisse, die sie erlebt hatten, hatten sie erschöpft. Khalid und Uthman hatten in Mekka vereinbart, sich hier zu treffen. Amr wusste von keinem der beiden. Allah ließ ihre Wege hier zusammenführen. Doch was war der Zweck ihrer Reise? Amr fragte: „Wohin gehst du, o Khalid?“ „O Amr, der rechte Weg ist nun völlig klar geworden. Ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass Muhammad (FSMI) ein Prophet ist. Meiner Meinung nach hat es keinen Sinn, weiter Zeit zu verlieren.
Ich gehe nach Medina, um Muslim zu werden.“ Amr atmete erleichtert auf, denn seine Absicht war dieselbe. Er sagte: „Bei Allah, ich bin auf dem Weg… aus genau demselben Grund.“ Alle drei waren auf dem Weg, um den Propheten (FSMI) zu treffen. Sie hatten ihre schlechten Absichten hinter sich gelassen, und empfanden nun tiefe Reue und Scham über ihre Taten der Vergangenheit. Als der Prophet (FSMI) sie aus der Ferne sah, lächelte er und sagte zu den Anwesenden: „Mekka hat seine Wertvollsten geschickt.“ Ohne Verzug traten sie vor den Gesandten Allahs (FSMI). Stellt euch vor: Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie den Muslimen großen Schaden zugefügt.
Doch der Gesandte Allahs (FSMI) stellte keine Fragen, und erinnerte sie auch nicht an früher. So war sein edler Charakter. Wenn der Mensch vor ihm aufrichtig bereute, hielt er ihm niemals seine Fehler vor. Er wollte nur eines: dass sie ihr ewiges Leben retten. Khalid streckte seine Hand aus und sagte: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass du der Gesandte Allahs bist.“ Er schämte sich. „O Gesandter Allahs, ich habe in Schlachten gegen dich gekämpft. Du weißt das. Ich bitte dich, zu Allah zu beten, damit Er mir diese Sünden vergibt.“ Die Worte des Propheten brachten Erleichterung in Khalids Herz. Welche seiner Worte hätten das nicht getan?
Er sagte: „O Khalid, der Islam löscht alle Sünden aus, die zuvor begangen wurden.“ Dann hob er seine Hände und sprach dieses Dua (Bittgebet): „O Allah, vergib Khalid seine Bemühungen, Deine Diener von Deinem Weg abzubringen.“ Khalid fühlte, wie eine große Last von seinen Schultern fiel. Von dem Moment an setzte er seine Stärke und sein militärisches Genie für die Ehre und die Verbreitung des Islam ein. Wegen der Tapferkeit, die er auf diesem Weg zeigte, nannte ihn der Prophet (FSMI) „Saifullah“, das „Schwert Allahs“. Dann streckte Amr ibn al-Aas seine Hand aus und bat um dasselbe wie Khalid. Der Prophet (FSMI) sprach auch für Amr dasselbe Dua (Bittgebet).
Endlich fand er den Frieden, den er jahrelang gesucht hatte. Später setzte der Prophet (FSMI) ihn als Anführer der muslimischen Armee in vielen Schlachten ein, und Allah ermöglichte ihm zahlreiche Siege. Das Genie der Quraisch stand nun im Dienst des Islam. Und sein größter Sieg würde die Eroberung Ägyptens sein. Durch ihn brachte Allah den Islam in jene Länder. Deshalb wurde er später als der Eroberer Ägyptens bekannt. Schließlich streckte auch Uthman ibn Talha seine Hand aus, und auch er wurde Muslim. Und so traten drei bedeutende Männer am selben Tag vor dem Gesandten Allahs (FSMI) in den Islam ein. Erinnert ihr euch daran, was Allah in der Sure Al-Fath (Die Sieg-Sure) sagte?
Allah wusste, was ihr nicht wusstet. Der Vertrag von Hudaybiyyah hatte die Waffen des Hasses gegen den Islam gesenkt und die Mauern in den Herzen der Menschen niedergerissen. Unser Prophet (FSMI) hatte gesagt: „Die Muschrikun (Götzendiener) haben akzeptiert, dass ihr nach Mekka geht, um eure Angelegenheiten zu erledigen, und dass ihr bei Ankunft und Weggang sicher seid. Auf diese Weise werden sie den Islam durch euch sehen und kennenlernen. Allah wird euch über sie siegen lassen und euch von dort zurückbringen, in Sicherheit und mit Belohnung. Dies ist der größte Sieg.“ Und genau so geschah es. Zwischen dem Beginn der Prophetie und dem Vertrag von Hudaybiyyah lagen neunzehn Jahre.
Doch nach Hudaybiyyah verging nur noch ein weiteres Jahr. Erstaunlicherweise nahmen in dem Jahr mehr Menschen den Islam an als in den neunzehn Jahren zuvor. Deshalb nannte der Qur’an Hudaybiyyah „Fathan Mubinan“, einen klaren Sieg. Auch wenn es zunächst wie eine Niederlage aussah. Mit der Eroberung von Khaybar wurde der Konflikt mit den jüdischen Stämmen beendet. Mit Hudaybiyyah war ein geistiger Sieg errungen worden, und die Muslime hatten den nahen arabischen Stämmen ihre Stärke gezeigt. Das grundlegendste Problem war jedoch noch ungelöst. Die Kaaba war zu dem Zweck gebaut worden, Allah allein anzubeten. Doch nun waren ihr Inneres und ihre Umgebung voller Götzen.
Um sie herum wurden alle Arten von Schandtaten und Sünden begangen. Wie konnte dieser Ort in diesem Zustand noch ein Symbol des Tawhid sein, der Einheit Allahs? Dieses Problem musste gelöst werden. Die Kaaba musste dem Islam gehören, und die Götzen rundherum mussten entfernt werden. Doch wie? Mit den Menschen von Mekka war ein zehnjähriger Friedensvertrag geschlossen worden. Doch Allah ist Musabbib al-Asbab, derjenige, der Ursachen erschafft und sie nach Seinem Willen lenkt, und der Seinen Dienern hilft, indem Er die notwendigen Mittel zusammenführt. Und nun näherte sich die Zeit, in der die Dua (Bittgebete) für die Befreiung der Kaaba erhört werden sollten.
Kurz danach schuf Allah dafür einen Anlass. Es waren die Quraisch selbst, die den Vertrag brechen würden. Eine Delegation vom Stamm der Khuza'a, Verbündete des Propheten (FSMI), traf plötzlich in Medina ein. Nach einer Bestimmung des Vertrags von Hudaybiyyah durften andere arabische Stämme frei ein Bündnis schließen mit welcher Seite sie wollten. Und Khuza'a hatte sich für den Propheten (FSMI) und die Muslime entschieden. Der Anführer der Delegation, Amr, war tief betrübt. Er erklärte, warum sie gekommen waren. „O Gesandter Allahs, die Quraisch haben ihr Versprechen nicht gehalten. Sie haben das stärkste Abkommen gebrochen, das sie mit dir geschlossen hatten.
Eines Nachts griffen sie uns plötzlich an. Sie überraschten uns und töteten unsere Leute, während einige im Ruku (Verbeugung) und andere im Sujud (Niederwerfung) waren. Hilf uns!“ Damit war der Vertrag von Hudaybiyyah offen gebrochen worden. Die Quraisch schickten Abu Sufyan nach Medina, um mit dem Gesandten Allahs zu sprechen. Abu Sufyan ging zuerst zum Propheten (FSMI) und bat darum, den Vertrag zu erneuern. Doch er erhielt keine Antwort vom Gesandten Allahs (FSMI). Dann ging er zu Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein), in der Hoffnung, dass ihre Familienbande ihm helfen könnten, eine Lösung zu finden. Doch auch dieser Versuch blieb erfolglos.
Dieses Mal ging er zu Umar (möge Allah mit ihm zufrieden sein) und flehte: „Versuche, den Vertrag zu erneuern. Stifte Frieden zwischen uns.“ Umar antwortete zornig: „Also habt ihr den Vertrag gebrochen, ja?“ Wenn etwas davon übrig ist, möge Allah es so schnell wie möglich vernichten! Niemals werde ich zum Gesandten Allahs (FSMI) gehen, um für euch zu vermitteln. Bei Allah, selbst wenn ich nichts weiter als eine kleine Ameise fände, würde ich euch dennoch mit ihr bekämpfen.“ Abu Sufyan verließ ihn und ging direkt zu Uthman (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Doch das Ergebnis war dasselbe.
Seine letzte Hoffnung war Ali (möge Allah mit ihm zufrieden sein) – doch auch bei ihm fand er keine Unterstützung. Habt ihr etwas bemerkt? Hudaybiyyah brachte den Quraisch nicht den geringsten Vorteil. Und doch waren sie so selbstsicher gewesen. Letztendlich erleichterte es den Muslimen alles. Mit weniger Feinden konnten sie sich leichter auf andere Bedrohungen konzentrieren. Gleichzeitig diente es auch dem Ziel, Mekka langsam zu einer Stätte des Islam zu machen. Und als all diese Ziele erfüllt waren, ließ Allah zu, dass der Vertrag gebrochen wurde.
So gewährt Allah denen Erleichterung, die sich auf Seinem Weg bemühen – zu ganz unerwarteten Zeiten, von ganz unerwarteten Orten und auf ganz unerwartete Weise. Menschen sehen solche Ereignisse oft als etwas Schlechtes. Doch aus der Perspektive des Qadr (göttliche Bestimmung) verbirgt sich dahinter sehr viel Weisheit. Erinnert ihr euch an diese Worte? „Bei Allah, du bist das beste der Länder Allahs und das liebste für mich. Bei Allah, wenn ich nicht aus dir vertrieben worden wäre, hätte ich dich nie verlassen.“ Mit diesen Worten hatte sich der Gesandte Allahs (FSMI) noch einmal nach Mekka umgedreht, bevor er zur Hidschra (Auswanderung) aufbrach.
Jeder Berg und jeder Stein in Mekka hatte diese Worte bezeugt. Nun waren seit diesem Abschied acht Jahre vergangen. Mekka hatte auf den Tag gewartet, an dem es endlich wieder mit dem Gesandten Allahs (FSMI) und seinen Gefährten vereint sein würde. Die Stadt sehnte sich nach ihnen wie nach niemandem zuvor. Dann näherte sich dieser gesegnete Tag. Mekka würde befreit werden. Die Jahre der Sehnsucht würden ein Ende finden, und die Muslime von Mekka würden in ihre Häuser zurückkehren. Der Prophet (FSMI) begann sofort mit den Vorbereitungen für eine große Expedition. Doch er sagte niemandem, wohin sie gehen würden. Die Geheimhaltung war von größter Bedeutung.
Wenn die Muschrikun von Mekka unvorbereitet getroffen würden, könnte Mekka ohne Blutvergießen eingenommen und der große Sieg errungen werden. Sein Wunsch war es, diese gesegnete Stadt ganz ohne Kampf zu betreten. Aus diesem Grund traf er alle Vorbereitungen mit größter Sorgfalt und in völliger Geheimhaltung. Als alles bereit war, stand eine gewaltige Armee von zehntausend Männern vor dem Gesandten Allahs (FSMI), und wartete auf seinen Befehl. Dies war die größte Armee, die die Muslime bis zu diesem Tag jemals versammelt hatten. Nun waren sie bereit aufzubrechen, mit den aufrichtigsten Gebeten auf ihren Lippen und in ihren Herzen.
Die Zeit war gekommen, sich den Menschen zu stellen, die sie 21 Jahre lang gequält und ihnen Häuser und Besitz genommen hatten. Es waren jene, die den Gesandten Allahs (FSMI) über viele Jahre hinweg mit jeder Art von Grausamkeit behandelt hatten. Was würden sie an diesem Tag tun? Und noch wichtiger: Wie würde der Gesandte Allahs (FSMI) sie im Gegenzug behandeln? Viele bewegende Szenen, die unsere Liebe und Bewunderung für den Propheten (FSMI) noch größer machen werden, erwarten uns im nächsten Teil dieser Episode.
Es war der Monat Ramadan, und der Gesandte Allahs (FSMI) sprach dieses Dua (Bittgebet): „O Allah, halte die Späher und Kundschafter der Quraisch zurück, bis wir plötzlich in ihrem Gebiet erscheinen.“ Seit sie ihre Reise begonnen hatten, hatte er das Ziel geheim gehalten. Seine Absicht war es, Mekka überraschend einzunehmen. Er wollte einen Sieg ohne Kampf. Doch trotz der Bemühungen, alles geheim zu halten, war bereits jemand unterwegs, um die Nachricht zu überbringen. Eine Frau aus dem Stamm der Muzaynah war auf dem Weg nach Mekka. Gerade als es so aussah, als würde der Plan des Gesandten Allahs scheitern, wurde er durch eine Offenbarung informiert.
Sofort rief er Ali, Zubayr ibn al-Awwam und Miqdad ibn al-Aswad (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) und befahl: „Geht schnell, bis ihr den Garten von Khakh erreicht. Dort werdet ihr eine Frau auf einem Kamel finden. Sie hat einen Brief. Nehmt ihn ihr ab.“ Die drei Gefährten eilten zum Garten von Khakh und fanden die Frau dort. Sie fragten sie: „Wo ist der Brief, den du bei dir trägst?“ „Ich habe keinen Brief.“ Ali wusste, dass sie log. Darauf sagte er: „Der Gesandte Allahs (FSMI) lügt nicht.“ Dann forderte er sie entschlossen auf, ihnen den Brief zu geben, und drohte, sie zu durchsuchen, falls sie es nicht täte.
Schließlich holte die Frau den Brief hervor, den sie im geflochtenen Haar versteckt hatte. Der Brief war von einem der Gefährten gesendet worden: Hatib ibn Abi Balta'a. Er war ein Muhadschir (Auswanderer), der in der Schlacht von Badr gekämpft hatte und als Gesandter zum Herrscher von Ägypten, Muqawqis, geschickt wurde. Die Gefährten waren schockiert. Sie konnten es nicht verstehen. Der Prophet (FSMI) ließ Hatib rufen und fragte ihn, warum er den Brief geschrieben hatte. Hatibs Familie lebte in Mekka, und weil er nicht von den Quraisch war, hatte er dort niemanden, der sie beschützen konnte.
Er wollte den Quraisch einen Gefallen tun, damit sie seiner Familie nichts antun, wenn Mekka umzingelt würde. Er erklärte die Situation und sagte: „Ich habe das nicht getan, weil ich meine Religion verlassen habe oder nach dem Islam wieder ungläubig geworden bin. Bei Allah, ich stehe fest in meinem Glauben an Allah und Seinen Gesandten.“ Nachdem er ihm zugehört hatte, wandte sich der Gesandte Allahs (FSMI) an seine Gefährten und sagte: „Hatib hat euch die Wahrheit gesagt. Darum sagt nichts als Gutes über ihn.“ Und er vergab ihm. Die Zeit verging. Der Feldzug blieb weiterhin geheim, und sie zogen weiter voran. Die Menschen in Mekka hatten nicht die geringste Nachricht erhalten.
Schließlich schlug das Heer sein Lager an einem Ort namens Marr az-Zahran auf. Es war Nacht. Das Tal lag in tiefer Dunkelheit. Das einzige Geräusch war das Pfeifen des Windes. Plötzlich wurden überall Feuer entzündet. Der Gesandte Allahs (FSMI) wollte den Mekkanern durch diese Feuer die Ankunft der Armee zeigen. Das Licht des Islam, das sie so sehr auszulöschen versucht hatten, hatte Mekka nun vollständig umgeben. Sie hatten gehofft, dass die Religion schwächer wird und die Gläubigen weniger. Jahrelang hatten sie alles versucht, doch ihre Bemühungen waren gescheitert. Was für ein majestätischer Anblick!
Der Gesandte Allahs (FSMI) befahl den Gefährten ausdrücklich, viel mehr Feuer zu entzünden als eigentlich nötig. So sollte die Armee größer erscheinen, und die Muschrikun würden ihren Mut vollständig verlieren. Doch was geschah in Mekka? Als sie die Szene sahen, erstarrten sie vor Angst. Sie blickten einander mit Furcht und Sorge an. Niemand konnte verstehen, was geschah. Doch eines war klar. Diese Nacht war der Beginn einer großen Veränderung. Abu Sufyan machte sich in der Dunkelheit der Nacht auf den Weg. Er wollte herausfinden, was da geschah. Gemeinsam mit seinen zwei Freunden wollte er sich umsehen, heimlich Informationen sammeln und dann zurückkehren. Er wollte nicht bemerkt werden.
Aber ist es möglich, sich vor Allah zu verstecken, der alles sieht? Der Prophet (FSMI) informierte seine Gefährten. Er riet ihnen, wachsam zu bleiben und erklärte, dass sie Abu Sufyan sicherlich begegnen würden. Und genau das geschah. Abbas bemerkte Abu Sufyan und nahm ihn sofort unter seinen Schutz. Er setzte ihn hinter sich auf sein Maultier und brachte ihn zum Gesandten Allahs (FSMI). Als auch die beiden Freunde von Abu Sufyan in das Zelt gebracht wurden, fragte Rasulullah (FSMI) sie nach der Lage in Mekka. Sie blieben bis sehr spät in der Nacht im Zelt. Rasulullah (FSMI) lud sie ein, den Islam anzunehmen. Noch dort sprachen beide Freunde von Abu Sufyan die Schahada.
Doch Abu Sufyan selbst war noch unsicher. Er bat um etwas Bedenkzeit. Dann wurden alle zu ihren Zelten gebracht. Abu Sufyan würde den Gesandten Allahs am nächsten Morgen wiedersehen. Was würde morgen geschehen? Was würde sich ändern? Die Gefährten hatten eine Frage im Kopf: Würde Abu Sufyan endlich den Islam annehmen? Für den Moment kannte niemand die Antwort. Als der Morgen kam, brachte Abbas Abu Sufyan zum Propheten (FSMI). Der Gesandte Allahs sah ihm direkt in die Augen und fragte: „O Abu Sufyan, ist es nicht an der Zeit, dass du sagst: La ilaha illallah (Es gibt keinen Gott außer Allah)?“ Abu Sufyan antwortete: „Aber was soll ich mit all diesen Götzen tun?
Wie kann ich Lat und Uzza aufgeben?“ Umar wartete hinter dem Zelt. Als er das hörte, wurde er wütend und sagte: „Sei dankbar, dass du im Zelt bist. Wenn du draußen wärst, könntest du diese Worte niemals sagen!“ Abu Sufyan erwiderte: „Oh Umar, schäm dich. Du bist so hart wie dein Vater. Außerdem, o Sohn des Khattab, ich bin nicht wegen dir hier. Ich bin wegen meines Cousins gekommen. Mit ihm spreche ich. Lass uns also reden.“ Dann wandte er sich dem Gesandten Allahs (FSMI) zu und sagte: „Mögen meine Mutter und mein Vater für dich geopfert werden.
In deiner Ruhe und Sanftmut, in deiner Großzügigkeit, deinem Edelmut, in deinem Umgang mit familiären Bindungen gibt es keinen Besseren als dich.“ Er schwieg eine Weile und dachte nach. Schließlich konnte er nicht anders, als zu bekennen, und sagte: „Bei Allah, ich glaube, dass es keinen Gott außer Allah gibt. Denn wenn es einen anderen Gott außer Allah gäbe, hätte er mir geholfen, mich vor Schaden bewahrt und mir irgendeinen Nutzen gebracht haben.“ Das Gespräch dauerte noch eine Weile. Dann sprach Abu Sufyan schließlich die Schahada (Glaubensbekenntnis) und wurde Muslim. In diesem Moment schlug er ein neues Kapitel in seinem Leben auf. Eine völlig neue Ära hatte für ihn begonnen.
ABer er war schon über 60 Jahre alt. Es würde also sicher Zeit brauchen, bis der Glaube im Herzen Wurzeln schlägt. Der Gesandte Allahs (FSMI) wandte sich dann an Abbas und sagte: „O Abbas, bring Abu Sufyan in den engen Teil des Tals, zum Gebirgspass, wo die Pferde dicht gedrängt stehen, damit er die Größe der Armee Allahs sehen kann.“ Dies war tatsächlich eine Vorsichtsmaßnahme. Wenn Abu Sufyan direkt nach Mekka zurückging, könnten die Muschrikun (Polytheisten) ihn umstimmen. Doch wenn er die Größe der Armee sah, würde er verstehen, wie hilflos die Quraisch wirklich waren.
Er würde den Götzendienern sagen, dass der Widerstand gegen diese Macht sinnlos wäre, und sie davon abhalten, zu kämpfen. Abbas (möge Allah mit ihm zufrieden sein) führte den Befehl des Rasulullah aus, und Abu Sufyan betrachtete die muslimische Armee voller Staunen. Er sagte: „O Abbas, bis heute habe ich noch nie eine Armee oder ein Volk wie dieses gesehen.“ Dann machte er sich schnell auf, um die Muschrikun (Polytheisten) zu warnen. Er rief: „O Volk der Quraisch! Muhammad ist hier! Er ist mit einer so großen Armee direkt vor eure Tür aufgetaucht, dass ihr nicht dagegen ankommt.“ Dann rief er so laut er konnte: „Wer das Haus von Abu Sufyan betritt, ist sicher!
Wer in sein eigenes Haus geht und die Tür schließt, ist sicher! Wer Zuflucht in Al-Masjid al-Haram (die Heilige Moschee) sucht, ist sicher!“ Viele der Muschrikun (Polytheisten) konnten ihren Zorn nicht zurückhalten. Sogar Abu Sufyans Frau Hind begann, ihn zu beschimpfen. Ikrimah, der Sohn von Abu Jahl, und Safwan ibn Umayyah versuchten, das Volk zu provozieren. Niemand schenkte ihnen Aufmerksamkeit. Alle zerstreuten sich, um Zuflucht zu suchen. Der Gesandte Allahs (FSMI) hatte die Armee in fünf Hauptdivisionen aufgeteilt.
Er gab dem Kommandanten jeder Division denselben klaren Befehl: „Kämpft gegen niemanden, es sei denn, man greift euch an oder widersetzt sich.“ Endlich war der lang ersehnte Moment gekommen. Nach jahrelanger Trennung zog die muslimische Armee in Mekka ein. Der Gesandte Allahs (FSMI) saß auf seinem Kamel, Qaswa, mit gesenktem Kopf in tiefer Demut. Er neigte seinen gesegneten Kopf so sehr, dass seine Stirn fast den Rücken seines Kamels berührte. Er wusste, dass dieser Sieg Allah gehörte, und er verkündete dies allen. Wie in jedem Moment seines Lebens gab er auch in diesem Augenblick das edelste Vorbild. Er betrat Mekka mit Würde und Erhabenheit.
Er dankte Allah und pries Ihn, gleichzeitig rezitierte er die Sure Al-Fath (Die Sure des Sieges), die die frohe Botschaft dieses Triumphs verkündet. Gesichter lächelten und Herzen fanden Frieden. Mekka wurde endlich zu einer Stätte des Islam. Die Zeit der Sehnsucht war nun vorbei. Ungerechtigkeit, Beleidigungen und Unterdrückung, die die Muslime erlitten hatten, waren Vergangenheit. Jetzt waren die Muslime auf der siegreichen Seite. Rasulullah (FSMI) bewegte sich durch die Straßen von Mekka. Jede Straße, jede Ecke war voller Erinnerungen. An einem Ort erinnerte er sich an die spöttischen Blicke der Menschen.
An einem anderen Ort hallten Beleidigungen und verletzenden Worte immer noch in seinen Ohren wider. Einige hatten ihn damals mit schrecklichen Worten beschimpft: Lügner, Verrückter, Zauberer, Ma‘zallah (Gott bewahre). Sie hatten Kamelgedärme auf seinen Rücken geworfen. Er hatte einen dreijährigen Boykott und Hunger ertragen. Jahrelang hatte er dieselben Menschen zum Islam aufgerufen, Menschen, die ihn immer wieder abgelehnt hatten. Jede Straße war voller Erinnerungen. Sie hatten ihn gezwungen, seine eigene Stadt zu verlassen. Aber jetzt, wie konnte er mit einer solchen Armee zurückkehren? Wie hatte er die Herzen so vieler Menschen erobert? Er ging weiter und weiter. Und dann, da war es.
Die Kaaba stand vor ihnen in all ihrer Erhabenheit. Der Prophet (FSMI) rezitierte den Takbir, und mit einer Stimme riefen alle Muslime: „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ (Allah ist der Größte!) und ließen Mekka erzittern. Erinnert ihr euch an den Tag, als der Islam zum ersten Mal offen in Mekka verkündet wurde? Die Takbirs der 40 Muslime im Dar al-Arqam (Haus des Arqam) waren wie ein Samen. Dieser Samen war nun aufgegangen und gewachsen. Und nun hallte er wider als Takbir von 10.000 Menschen. „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ Aber es gab etwas Schmerzhaftes zu sehen. Die Kaaba war von 360 Götzen umgeben.
Mit dem Stab in der Hand begann der Prophet (FSMI) diese Götzen nacheinander zu berühren und rezitierte dabei diesen Vers (Ayah): „Die Wahrheit ist gekommen und das Falsche ist verschwunden. Wahrlich, das Falsche muss verschwinden.“ Jeder Götze, den er berührte, fiel zu Boden. Die Quraisch hatten sogar Götzen im Innern der Kaaba aufgestellt, aber nun blieb kein einziger Götze mehr stehen. Es war Zeit für das Zuhr-Gebet (Mittagsgebet). Auf Befehl des Propheten (FSMI) stieg Bilal auf das Dach der Kaaba und begann, den Adhan (Gebetsruf) zu rufen.
Derselbe Bilal, den sie mit einem Seil um den Hals durch die Straßen gezogen hatten, den sie gefoltert hatten, um ihn zum Aufgeben seines Glaubens zu bringen, und den sie wie einen Sklaven behandelten, stand nun auf der Kaaba und rief mit kraftvoller Stimme den Adhan. „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ Den Sieg des Islam verkündend, verbreitete sich seine Stimme über ganz Mekka. Die hasserfüllten Muschrikun, versteckt in ihren Häusern, waren am Boden zerstört. Als Towards Eternity haben wir unermüdlich gearbeitet, um diese KI-visualisierte Serie zu kreieren. Jetzt wollen wir, InshaAllah (so Gott will), eine neue Serie produzieren über das Leben unserer edlen Propheten Alayhim-s-Salam (FSMI).
Propheten wie Musa, Ibrahim, Yusuf, Yunus Alayhim-s-Salam (FSMI). Damit ihr und eure Familie ihre Geschichten mit der hochwertigen Produktion von Towards Eternity anschauen könnt. Aber eine neue Serie zu produzieren bringt auch erhebliche Kosten mit sich. KI, professionelle Sprecher und Ausrüstung. Leider können wir diese Kosten nicht mehr alleine tragen. Wir können dieses Projekt nur mit eurer Unterstützung weiterführen. Unser Team hat den Gesamtbedarf in $25-Anteile aufgeteilt, so dass ihr einen oder mehrere Anteile unterstützen könnt, je nach euren Möglichkeiten InshaAllah (so Gott will).
Wenn ihr Teil dieser guten Taten sein wollt, spendet an Towards Eternity und verpasst diese goldene Gelegenheit nicht. In diesem Moment unterhielten sich einige der Führer der Quraisch miteinander – Abu Sufyan, Attab ibn Asid und Harith ibn Hisham. Attab beschwerte sich: „Wie glücklich ist doch mein Vater Asid. Allah hat ihn geehrt, indem er ihm diesen Tag nicht sehen ließ.“ Konnte Muhammad nicht jemand anderen für den Gebetsruf finden als diesen Mann?“ Dann sagte Abu Sufyan: „Ich habe Angst, etwas zu sagen. Selbst wenn niemand anderes uns hört, werden der Sand und die Steine unter unseren Füßen es ihm verraten, und er wird es erfahren.“ Kurz darauf sahen sie den Gesandten Allahs.
Sie hatten keine Ahnung, was sie gleich erleben würden. Rasulullah (FSMI) wiederholte genau, was sie einander gesagt hatten – Wort für Wort. Sie waren fassungslos. Wie konnte er wissen, was sie im Geheimen gesprochen hatten? An diesem Tag nahmen diese beiden führenden Persönlichkeiten der Quraisch, Attab und Harith, ebenfalls den Islam an. Stellt euch vor: Bis zu diesem Tag hatten sie sich beide fest gegen den Islam gestellt und jahrelang so gelebt. Sie hatten sogar einige Verwandte im Kampf gegen die Muslime verloren.
Aber als sie nun gefragt wurden, warum sie ihre Religion gewechselt hatten, war ihre Antwort einfach: „Wir haben das Wunder des Propheten (FSMI) miterlebt.“ In der gesamten Geschichte der Seerah (Biografie des Propheten), gab es viele Menschen, die erbitterte Feinde des Islam waren, aber nach dem Erleben eines Wunders Muslime wurden. Ist es möglich, dass die Wunder, die sie miterlebt hatten, eine Täuschung waren? Hätten sie ihre Religion, ihren Lebenszweck und ihre Denkweise für etwas ändern können, das niemals passiert ist? Natürlich nicht. Diese Wunder waren real. Sie waren wirklich passiert.
Abu Sufyan aber, der Dritte in dieser Runde, sagte: „Oh Gesandter Allahs, gepriesen sei Allah, dass ich nichts gesagt habe.“ Rasulullah (FSMI) wollte nun die Kaaba betreten, die er so sehr vermisst hatte. Er sandte eine Nachricht an Uthman ibn Talha und bat ihn, den Schlüssel zu bringen. Viele Jahre lang war seine Familie dafür verantwortlich gewesen, den Schlüssel aufzubewahren. Nun dachte Uthman, dass diese Aufgabe nicht länger in seiner Familie bleiben würde. Auf der anderen Seite wünschte sich der Onkel des Propheten, Abbas, diese Ehre sehr.
Als Uthman den Schlüssel brachte, fragte ihn der Prophet (FSMI): „Ist nicht das eingetroffen, was ich dir vor langer Zeit gesagt habe?“ Worauf bezog er sich? Was war zuvor geschehen? In den frühen Jahren des Islam hatte der Gesandte Allahs Uthman zum Islam eingeladen, doch er lehnte ab. „Du hast die Religion deines Volkes verlassen und dir eine neue ausgedacht.“ Darauf hatte der Prophet (FSMI) gesagt: „Oh Uthman, ich hoffe auf einen Tag, an dem du mich in einer Position siehst, in der ich diesen Schlüssel legen kann, wohin ich will, und ihn geben kann, wem ich will.“ Uthman erinnerte sich genau. Er sagte: „Ja.“ Was Rasulullah (FSMI) gesagt hatte, war tatsächlich eingetroffen.
Dann fügte er hinzu: „Ich bezeuge, dass du der Gesandte Allahs bist.“ Er war würdig, den Schlüssel zu bewahren. Diese Aufgabe hatte er jahrelang erfüllt. Er verdiente dieses Vertrauen wahrhaftig. Alle fragten sich: Wer wird den Schlüssel jetzt bekommen? Dann rezitierte der Gesandte Allahs diesen Vers (Ayah): „Wahrlich, Allah befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Besitzern zurückzugeben. Wenn ihr zwischen den Menschen richtet, so richtet mit Gerechtigkeit.“ Dann sagte er: „Oh Uthman, hier, nimm deinen Schlüssel. Heute ist ein Tag der Güte und des Einhaltens von Versprechen.“ Dann betrat er die Kaaba. Er ließ die Tür schließen und blieb eine Weile allein darin.
Als er herauskam, wartete eine große Menschenmenge auf ihn. Die Quraisch warteten nervös darauf, zu erfahren, was er über sie entscheiden würde. Der Gesandte Allahs (FSMI) blickte eine Weile schweigend auf sie. Was würde er tun? Würde er sie beleidigen und demütigen, so wie sie es ihm getan hatten? Würde er Kamelgedärme auf sie werfen, so wie sie es einst getan hatten? Würde er Dornen auf ihren Weg streuen und sie darüber gehen lassen? Würde er sie boykottieren und hungern lassen? Würde er sie aus ihren Häusern vertreiben? Würde er befehlen, alle zu töten? Der Prophet (FSMI) lobte und dankte Allah, und begann seine Eroberungsrede.
Als er fertig war, fragte er sie: „O Volk der Quraisch, was denkt ihr, werde ich nun mit euch tun?“ Sie riefen aus: „Du bist ein gütiger und großzügiger Bruder, der Sohn eines gütigen und großzügigen Bruders. Wir erwarten von dir nichts als Gutes.“ Rasulullah (FSMI), der als Barmherzigkeit für alle Welten gesandt wurde, sagte: „Meine Haltung euch gegenüber ist wie die von Yusuf und seinen Brüdern. So wie Yusuf zu seinen Brüdern sagte, sage ich zu euch: Heute ist keine Schuld auf euch. Möge Allah euch vergeben. Er ist der Barmherzigste unter denjenigen, die Barmherzigkeit zeigen. Geht, ihr seid frei." Stellt euch nur diese Szene vor.
Dies war eine Vergebung, wie sie in der Geschichte ihresgleichen sucht. Denn obwohl er die Macht und Autorität hatte zu bestrafen, verzieh er ihnen trotzdem. Ist das nicht die höchste Form der Vergebung? Ist es nicht die größte Tat des Guten, auf Böses mit Gutem zu reagieren? Der Widerstand der Quraisch war nun vollständig gebrochen. Ihre Augen, früher blind gegenüber der Wahrheit, begannen endlich zu sehen. Am nächsten Tag stieg der Gesandte Allahs (FSMI) auf den Hügel Safa. Dies war genau der Ort, an dem er vor Jahren zum ersten Mal sein Prophetentum öffentlich verkündet hatte. Erinnert ihr euch? Damals hatte er von niemandem die erhoffte Antwort erhalten.
Stattdessen war er von seinem eigenen Onkel vor allen beleidigt worden. Doch nun kamen die Quraisch in großen Gruppen, um den Glauben anzunehmen. Nach den Männern kamen auch die Frauen in Gruppen, um Musliminnen zu werden. Unter ihnen war Hind, die Ehefrau des Abu Sufyan. Sie hatte ihr Gesicht bedeckt, um nicht erkannt zu werden, und schloss sich den Frauen an. Sie war voller tiefer Reue für das, was sie dem Propheten (FSMI) und den Muslimen in der Vergangenheit angetan hatte. Ihre Gedanken, schwer von Schuldgefühlen, quälten ihr Herz und ihren Verstand. Doch sie hatte noch Hoffnung. Sie hoffte auf die Barmherzigkeit des Propheten der Barmherzigkeit.
Als der Gesandte Allahs erfuhr, dass Hind den Islam angenommen hatte, hegte er keinen Groll gegen sie. Trotz all ihrer früheren Fehler verzieh er ihr und nahm ihr Treuegelübde an. Der Name Hind erinnert uns an einen anderen Namen: Wahshi. Er war ein Sklave, der seine Freiheit erlangte, im Austausch dafür, dass er Hamza (Allah sei mit ihm zufrieden) getötet hatte, den geliebten Onkel des Propheten. Er hatte sogar Hamzas Leber herausgeschnitten und zu Hind gebracht. Vor Freude hatte sie ihm all ihren Schmuck gegeben. Wahshi erlangte an diesem Tag seine sogenannte Freiheit, doch Mekka behandelte ihn nie wie einen freien Mann. In ihren Augen war er immer noch derselbe wie zuvor.
Wie konnte er erwarten, von Menschen, die im Unglauben feststeckten, geschätzt zu werden? Oder welchen Unterschied würde ihr Respekt machen? Er war nie frei von dem Gefängnis seines Gewissens. Die Eroberung von Mekka hat diese Last nur schwerer gemacht. Wie konnte er unter den Muslimen bleiben, nachdem er den Onkel des Propheten (FSMI) getötet hatte? Mit diesen Gedanken verließ Wahshi Mekka. Aber konnte er wirklich vor seiner Vergangenheit weglaufen? Anstatt sich Allah zuzuwenden, wie konnte er etwas ändern, indem er weglief? Wohin er auch ging, die Last seiner Sünden folgte ihm. Die Last seines Gewissens erdrückte ihn vollends.
Inmitten all dessen streckte sich ihm unerwartet eine Hand entgegen. „Eine Delegation geht zum Gesandten Allahs, um den Islam anzunehmen. Er tut keinem Gesandten etwas zuleide. Geh mit ihnen und nimm den Islam an.“ Er folgte diesem Rat, kehrte nach Mekka zurück und nahm vor dem Propheten (FSMI) den Islam an. „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Unser Herr ist so unendlich barmherzig, dass Er den Reumütigen verspricht, jede einzelne begangene Sünde in gute Taten umzuwandeln. Auch gibt Er ihnen die Hoffnung, schlechte Gewohnheiten in gute zu verwandeln.
Eine weitere Szene des Glücks entfaltete sich für Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein). Seit den frühen Tagen des Islams hatte er sich gewünscht, sein Vater möge die Süße des Glaubens erleben. Er nahm ihn bei der Hand und brachte ihn zum Gesandten Allahs (FSMI). Der Prophet empfand Unbehagen – aus Respekt, weil ein älterer Mann zu ihm gebracht worden war. Er sagte: „Warum hast du diesen alten Mann nicht zu Hause gelassen? Wir hätten ihn dort besuchen können.“ Rasulullah legte seine Hände auf die Brust des Vaters, strich sanft darüber und sagte: „Nimm den Islam an, o Abu Quhafah.“ Und dann wurde er ebenfalls Muslim.
„Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Doch einige Menschen hatten den Glauben noch nicht angenommen. Sie liefen vor der Wahrheit davon, vor dem Licht der Führung. Kehren wir zurück zum Tag der Eroberung. An diesem Tag war die muslimische Armee in fünf Einheiten aufgeteilt, und eine davon wurde von Khalid ibn Walid geführt. Unterdessen hatten Ikrimah ibn Abi Jahl und Safwan ibn Umayyah eine Gruppe von Widerstandskämpfern versammelt. Als die Armee in die Stadt eintrat, griffen sie Khalids Einheit an. Obwohl der Prophet kein Blutvergießen wünschte, bestanden die Muschrikun (Polytheisten) auf einen Kampf.
In kurzer Zeit verloren sie dreizehn Männer und flohen. Ikrimah konnte entkommen und erreichte den Hafen. Trotz allem versuchte er immer noch, vor seinem Herrn davonzulaufen. Er bestieg ein Schiff nach Abessinien. Er wollte alles hinter sich lassen. Doch sein Herr ließ ihn nicht im Stich. Plötzlich brach auf dem Meer ein unerwarteter Sturm los. Der Wind wurde immer stärker. Das Schiff begann heftig zu schwanken und zu schaukeln. Sie fürchteten, dass es sinken würde. In diesem Moment rief der Kapitän den Menschen an Bord zu: „Seid aufrichtig! Seid ehrlich! Nur Allah kann uns vor diesem Sturm retten!“ Sie standen kurz davor zu sinken. Der Wind war heftig, und der Himmel war dunkel und düster.
Die Menschen auf dem Schiff begannen aufrichtig zu beten, allein zu Allah, und Seine Einzigkeit zu bekennen. „Warum betet ihr so? Niemand kann uns helfen außer Allah.“ Ikrimah war dorthin gekommen, um genau diese Wahrheit zu leugnen. Doch ihre Worte berührten ihn tief. So betete er: „Oh Allah, wenn Du mich aus dieser Gefahr rettest, gehe ich zu Muhammad und nehme den Islam an.“ Nach einiger Zeit legte sich der Sturm. Später beschrieb Ikrimah diesen Moment so: „In diesem Moment begann ich, den Islam zu verstehen, und die Liebe zu ihm trat in mein Herz ein. Ich sagte zu den Menschen auf dem Schiff: ‚Bringt mich zurück.
Bei Allah, ich werde jetzt zu Muhammad zurückkehren.‘“ Nachdem Ikrimah Mekka verlassen hatte, nahm seine Frau Umm Hakim den Islam an. Sie ging zum Gesandten Allahs (FSMI) und bat ihn, ihrem Ehemann zu vergeben. Der Prophet der Barmherzigkeit gewährte Ikrimah Sicherheit. Umm Hakim machte sich sofort mit ihrem Diener auf den Weg, um ihren Ehemann zu suchen. Nach langer Reise fand sie ihn an der Küste von Tihamah. Eine Ehe, die sie einst in Richtung Hölle gezogen hatte, sollte nun zu einer werden, die sie ins Paradies führen würde. Von Scham erfüllt wusste Ikrimah nicht, wie er dem Gesandten Allahs (FSMI) gegenübertreten sollte.
Immer wieder dachte er über alles nach, was er gegen den Islam getan hatte. Wie könnte ihm jemals vergeben werden? Darüber hinaus war er der Sohn von Abu Jahl. Sein Kopf war voller Gedanken. Als seine Frau ihm sagte, dass der Prophet (FSMI) ihm Sicherheit gewährt hatte, staunte er, und sein Herz wurde ruhig. Nach Tagen der Reise näherten sie sich Mekka. Der Gesandte Allahs (FSMI) war besorgt, dass manche Menschen Ikrimahs Gefühle verletzen könnten. Deshalb sagte er zu seinen Gefährten: „Ikrimah kommt zu euch als Gläubiger und als Muhadschir (Auswanderer). Sprecht nicht schlecht über seinen Vater.
Denn schlecht über die Toten zu sprechen verletzt die Lebenden, doch die Toten erreicht es nicht.“ Als der Gesandte Allahs (FSMI) sie sah, stand er vor Freude sofort auf und ging ihnen entgegen. Dann umarmte er Ikrimah und sagte: „Willkommen, o ausgewanderter Reiter.“ Ikrimah hatte eine so warmherzige Begrüßung nicht erwartet, doch vor Scham hielt er immer noch den Kopf gesenkt. Sie setzten sich und begannen miteinander zu sprechen. Dann sprach Ikrimah die Schahada (das Glaubensbekenntnis) und wurde Muslim. „Ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“ Sein früheres Leben war voller Sünden gewesen, verdunkelt von Schirk (Götzendienst).
Er wollte endlich Frieden im Herzen empfinden und sagte: „Oh Gesandter Allahs (FSMI), ich bitte dich, für mich um Vergebung zu beten für meine Feindseligkeit gegen dich, für jeden Schritt, den ich gegen dich tat, für jede Situation des Widerstands, und für jedes Wort, das ich dir ins Gesicht oder hinter deinem Rücken gesagt habe.“ Der Gesandte Allahs hob seine Hände und bat Allah, ihm zu vergeben. Die schwere Last auf Ikrimahs Seele wurde schließlich von ihm genommen. Dann gab er dem Propheten (FSMI) dieses Versprechen: „Oh Gesandter Allahs, bei Allah, ich werde doppelt so viel Vermögen auf dem Weg Allahs ausgeben, wie ich ausgegeben habe, um die Menschen von Ihm abzuwenden.
Ich werde doppelt so viele Kämpfe auf dem Weg Allahs führen, wie ich geführt habe, um die Menschen von Ihm abzuwenden.“ Auf diese Weise erfüllte sich ein weiterer Traum des Gesandten Allahs. Der Prophet (FSMI) hatte einen Traum gehabt, den er nicht verstand. Er sah sich im Paradies, und dort war ein schöner Baum, der ihm sehr gefiel. Er fragte: „Wem gehört der?“ Die Antwort war völlig unerwartet: „Es gehört Abu Jahl.“ Er sagte zu sich selbst: „Bei Allah, er wird niemals ins Paradies eintreten.“ Doch anders als wir haben Propheten keine bedeutungslosen Träume. Und an jenem Tag wurde die Bedeutung dieses Traums klar. Dieser Baum war Ikrimah, der Sohn von Abu Jahl.
Der Gesandte Allahs (FSMI) gewährte auch Schutz für die führenden Persönlichkeiten der Quraisch wie Safwan ibn Umayyah und Suhayl ibn Amr. Auch sie wurden Muslime und verbrachten den Rest ihres Lebens im Dienst des Islam. Möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. In der Stadt herrschte große Freude. Die Menschen von Mekka spürten die Süße des Glaubens, nach der sie ihr Leben lang gesucht hatten, sie jedoch nie finden konnten. In dieser spirituellen Atmosphäre kam ein Beduine zum Gesandten Allahs. Er zitterte vor Aufregung. Der Gesandte Allahs bemerkte seinen Zustand und sagte zu ihm: „Sei ruhig, denn ich bin kein König.
Ich bin nur der Sohn einer Frau, die getrocknetes Fleisch aß.“ Dieser Tag war reich an Zeugnissen von Demut, Mitgefühl und Loyalität. Ein Mensch kann Demut zeigen, doch auf dem Höhepunkt des Sieges – das ist etwas anderes. Ein Mensch kann mitfühlend und vergebend sein, doch diese Tugenden auf dem Höhepunkt der Macht zu zeigen, das ist etwas völlig anderes. Für Mekka und für die ganze Welt hatte ein völlig neues Zeitalter begonnen. Allah vollendete Sein Licht. Doch die Muslime von Medina begannen sich Sorgen zu machen. Sie fragten einander: „Allah hat Seinem Gesandten die Eroberung seiner Heimat gewährt.
Werden der Prophet und seine Gefährten jetzt in Mekka bleiben, oder werden sie mit uns zurückkehren?“ Diese Frage brannte in ihren Herzen, doch die Antwort kannten sie nicht. Der Gesandte Allahs bemerkte ihre Sorge und fragte die Ansar, worüber sie sprachen. Sie antworteten: „Es ist nichts, oh Gesandter Allahs.“ Doch als er seine Frage einige Male wiederholte und sah, dass sie einer klaren Antwort auswichen, verstand er, was in ihren Herzen war. Dann sagte er zu ihnen: „Ich werde mit euch leben und mit euch sterben.“ Ein weiteres Mal zeigten diese Worte seine tiefe Verbundenheit mit ihnen.
Unter Tränen versammelten sich die Ansar um ihn und sagten: „Bei Allah, wir haben diese Dinge nur gesagt, weil wir Allah und Seinen Gesandten lieben, und aus keinem anderen Grund.“ Die Eroberung von Mekka hatte alles verändert. Die Tage der Not waren vorbei, und die Schwierigkeiten waren zu Erleichterung geworden. Andererseits war es aber ein Zeichen, dass eine Ära ihrem Ende entgegenging. Alles hatte sich genau so gefügt, wie es bestimmt gewesen war. In den Augen des Propheten (FSMI) lag neben dem tiefen Gefühl des Friedens auch ein stilles Warten. Sein größter Wunsch war nun, endlich seinem geliebten Herrn zu begegnen.
Auf dieser Erde, auf der er jahrelang Herz und Seele der Verkündung der Botschaft Allahs gewidmet hatte, würde er bald ein letztes Mal zu seiner Ummah (Gemeinschaft) sprechen. Dieses Mal nicht nur vor wenigen Menschen. Mehr als 100.000 Gläubige würden diesen Moment miterleben! Also, was veränderte sich in der Welt nach der Eroberung? Welche politische Ordnung entstand auf der Arabischen Halbinsel? Was geschah in den letzten Tagen des Propheten (FSMI)? Welche bewegenden Momente ereigneten sich? Und als der Prophet der Barmherzigkeit (FSMI) seinen letzten Atemzug tat, was hinterließ er seiner Ummah?
Die Antworten auf all diese Fragen und die Erfüllung der großen frohen Botschaft in der Sure An-Nasr, all das erwartet euch in der letzten Folge unserer Reihe. Bis dann.