Die schwersten Tage des Islam – KI-visualisiert – O Prophet | Ep 2
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Khabbab war ein begabter Schmied. An jenem Tag war er in seiner Schmiede, doch nicht, um etwas zu fertigen. Seine Hände und Füße waren fest gefesselt, eine Flucht war unmöglich. Schweißüberströmt wurde er verspottet und immer wieder beleidigt. „Du hast unsere Religion verlassen und folgst Muhammad!“ Im selben Ofen, an dem er jahrelang gearbeitet hatte, wurde nun ein Stück Eisen erhitzt. Warum man es ihm zeigte, war offensichtlich. Mit steigender Hitze rückte der schreckliche Moment näher. Dann wurde das glühende Eisen aus dem Feuer gezogen und zu Khabbab gebracht. Man wollte das brennende Metall auf seine Haut pressen. Er bekam eine letzte Chance. Er musste nur einen Satz sagen.
Ein einziger Satz, der ihn vor den Qualen retten konnte. Den Gesandten Allahs einen Lügner nennen – Maʿādhallāh (Gott bewahre). Zu dieser grausamen Szene kam es nur, weil er gesagt hatte: „Mein Rabb (Herr) ist Allah. Allah ist der Einzige. Es gibt keinen Gott außer Ihm.“ Doch das Licht seines Glaubens erfüllte sein ganzes Wesen so tief, dass es die Angst vor dem Feuer besiegte. Er blieb standhaft und schleuderte ihnen ihre Drohungen ins Gesicht zurück. Die grausamen Unterdrücker, deren Herzen zu Stein geworden waren und deren Gewissen verdorben war, wurden wütend und pressten das glühende Eisen auf Khabbabs Kopf. Diese Videoreihe basiert auf Hunderten zuverlässiger islamischer Quellen.
Alle KI-Bilder entstanden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten und entsprechen islamischen Richtlinien. Die Szene war entsetzlich. Eine qualvolle Folter, die man sich nicht vorstellen möchte. Ein herzzerreißender Schrei hallte durch die Luft. Nach einiger Zeit verlor Khabbab schmerzerfüllt das Bewusstsein. Hier stand ein Mann, dem sein Glaube großen Mut gab, dort ein erbarmungsloser Götzendiener, versunken im Sumpf des Unglaubens. Ihr Ziel war nicht, Khabbab zu töten, sondern ihn zum Glaubensabfall zu zwingen. Jahre später hob er sein Gewand und zeigte seinen Rücken als Erinnerung an jene Tage.
Jede Narbe ein Siegel seines Glaubens, gezeichnet von der Folter, die er ertragen hatte. Khabbab beschrieb später das Erlebte mit diesen Worten: „Eines Tages packten mich die Götzendiener. ,Los, beweg dich!’ Sie zwangen mich, mich auf dem Rücken in ein Feuer zu legen. Dann trat einer von ihnen auf meine Brust und ließ nicht von mir ab, bis das Feuer erloschen war.“ Könnt ihr euch das vorstellen? Versucht euch vorzustellen, was in ihm vorging, als er sich daran erinnerte. Die Quraisch hassten die neue Religion. Nach deren Maßstab war Khabbab, damals noch Sklave, nun höher als sein Peiniger, sein eigener Herr. Weil er den wahren Sinn des Lebens erkannt hatte.
Diese Religion stellte alle Vorstellungen auf den Kopf. Wie konnte das sein? Wie konnten Schwarz und Weiß, Reich und Arm, Vornehm und Einfach, Sklave und Freier gleich sein? Wie konnten diese Menschen Brüder genannt werden? Konnte ein junger Mann wie Ali und ein reifer Mann wie der Prophet Muhammad, ein Edler wie Abu Bakr und ein Sklave wie Khabbab zusammensitzen und gemeinsam sprechen? Mädchen Wert zu geben, Frauen als vollwertige Menschen zu sehen, ihnen das Recht auf Stimme und Meinung zu geben, zu sagen, dass das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt… Das waren Ideen, die dieser Gesellschaft fremd waren. Woher kam diese Religion?
Sie bedrohte die bestehende Ordnung und bot ein neues System, auf Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gegründet. Für die Quraisch war das etwas, das sie niemals akzeptieren konnten. Obwohl sie an Allah glaubten, meinten sie, selbst Er dürfe sich nicht in ihre Ordnung einmischen. Doch sie wurden nicht erschaffen, nur um zu leben und zu sterben. Menschengemachte Gesetze erlaubten ihnen, jeden unterdrücken zu können. Doch wenn sie herrschten, wie es ihnen gefiel, wie sollte Allah keine eigenen Gesetze senden? Glaubten sie, Er würde kein System offenbaren, um Unrecht zu beenden? Wenn Menschen sagten, was immer sie wollten, dachten sie wirklich, Allah würde schweigen?
Genau diese Überzeugung prägte die Gefährten. So grausam die Unterdrückung auch war – nie kehrten sie ihrem Glauben den Rücken. An den Islam zu glauben war keine leichte Entscheidung. Dazu brauchte es Mut. Es war nicht nur Khabbab ibn al-Aratt. Viele andere Gefährten erlitten ebenfalls unzählige Prüfungen. Manche wurden unter der Wüstensonne gefoltert, mit unvorstellbarer Grausamkeit. Andere wurden von ihren Vätern in Häusern eingesperrt, ausgehungert und von ihren Familien isoliert. Manche wurden von ihren Müttern bedrängt, die sagten: „Wenn du deinen Glauben nicht aufgibst, werde ich mich zu Tode hungern.“ Andere wurden gefesselt und von Verwandten gefoltert.
Manche legte man auf heißen Sand, ließ sie ohne Nahrung und legte schwere, glühendheiße Steine auf sie. Manche folterte man bis zur Bewusstlosigkeit. Manche verloren ihr Augenlicht durch all die unerträglichen Qualen. Es gab nichts, was man nicht tat, um sie zu zwingen zu sagen: „Muhammad ist ein Lügner“ – Maʿādhallāh (Gott bewahre). Doch ungeachtet dessen nahm ihre Zahl nicht ab. Im Gegenteil, sie wuchs weiter. Angesichts dieser Standhaftigkeit fragten sich manche Menschen: „Kann ein Glaube, der Menschen so standfest, stark und furchtlos macht, wirklich falsch sein?“ Es waren nicht nur wenige Einzelne. Bald brachten Tausende von Gefährten zahllose Opfer in selbstloser Hingabe dar.
Wie konnten sie alle eine so beeindruckende Hingabe zeigen? Wir sprechen von einer Religion, die ihre Seelen so tief berührte. Konnte sie nur der Fantasie eines einzigen Mannes entstammen? Nichts mehr als erfundene Geschichten? Konnte ein erfundener Glaube Menschen so viel Kraft geben? Doch die Quraisch konnten dies noch nicht erkennen. So begannen die schweren Zeiten. In den frühen Tagen des Islam verkündete der Prophet Muhammad (FSMI) die Religion nicht sofort öffentlich. Doch die göttliche Botschaft, verbreitete sich leise, von Mund zu Mund. Manche versuchten, sie zu verstehen, andere begriffen sie überhaupt nicht. Wieder andere sahen sie als Katastrophe, als ernste Bedrohung.
Zuerst taten die Anführer der Quraisch, als kümmere es sie nicht. Doch als immer mehr Menschen den Islam annahmen, begannen sie, den Propheten (FSMI) zu verspotten. Sie versuchten, seinen Ruf durch Verleumdungen zu zerstören, an die sie selbst nicht glaubten. Den Mann, den sie Al-Amīn, den Vertrauenswürdigen, nannten, wurde nun offen als Lügner, Wahrsager und Zauberer bezeichnet. Normalerweise hätte das gereicht, um sein Ansehen zu zerstören. Doch die Wahrheit war unübersehbar. Also blieb ihnen nur, die Gläubigen zu foltern. Eines jedoch erkannten sie nicht: Der Islam war wie die Sonne. Niemand – weder die Quraisch noch sonst jemand – konnte sie auslöschen.
Jeden Tag verließen mehr Menschen aus ihren Reihen die Dunkelheit und sammelten sich um das Licht. Zum Schutz der frühen Gläubigen erfolgte der Ruf zum Islam in den ersten drei Jahren im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen. Doch selbst im Geheimen brauchte es einen Ort, an dem die Ayāt (Verse) Allahs gelehrt werden konnten und an dem sich Muslime versammelten. Denn wie sollten die Neubekehrten ohne einen solchen Ort ihren Glauben lernen? Was sie brauchten, war eine Madrasa, ein Ort des Lernens für den Glauben. Doch wo sollte sie sein? Abu Bakrs Haus kam nicht infrage, denn jeder kannte ihn. Jeder Besucher wäre sofort aufgefallen.
Auch nicht Zubayrs oder Talhas Haus, erst recht nicht das von Uthman. All das waren bekannte Namen. Ein Besuch dort hätte die Muslime in große Gefahr gebracht. Das Risiko war zu hoch. Der Gesandte Allahs (FSMI) dachte über andere Möglichkeiten nach. Doch jeder Weg schien in einer Sackgasse zu enden. Die Lage war sehr belastend. Die Gefährten wollten häufiger und freier über ihren Glauben lernen. Sie waren wissensdurstig, doch ihre Hände waren gebunden, und eine Lösung war nicht in Sicht. Wenn Hoffnung zu schwinden scheint, lässt Allah Musa aus dem Palast des Pharaos selbst hervortreten. Und wer war der Pharao dieser Umma (Gemeinschaft)? Wie der Gesandte Allahs sagte: Es war Abu Jahl.
So ließ Allah aus dessen Familie einen Helden entstehen. Die Lösung war dieser junge Mann, gerade einmal 17 Jahre alt. Al-Arqam ibn Abi al-Arqam. Er war einer der Muslime und hatte erst kürzlich geheiratet. Er besaß eines der schönsten Häuser in ganz Mekka. Mit großem Saal, Garten und viel Platz. Das Haus war außergewöhnlich schön. Es lag am Hügel Safa, abseits der aller Blicke, und war damit sicher. Es bot alles, wonach der Gesandte Allahs gesucht hatte. Dieser Ort konnte die Madrasa (Schule) sein, die er brauchte. Doch würde Arqam zustimmen? Das Risiko war enorm. Wer damals sein Haus für solche Treffen öffnete, wurde in Mekka sofort zum Ziel der Verfolgung.
Besonders, wenn Abu Jahl ein Verwandter war. Denn für die Götzendiener waren Angehörige die leichtesten Opfer für Folter. Nach all dem, was Muslimen bereits angetan wurde, war das keine leichte Entscheidung. Doch Arqam sagte Ja. Überlegt euch mal: Ein frisch verheirateter junger Mann. Er hätte sagen können: „Ich will friedlich mit meiner Frau leben.“ Doch er zögerte nicht und nahm das Risiko auf sich. Um seines Glaubens willen öffnete er sein Haus. Von diesem Tag an war es kein gewöhnliches Haus mehr. Es wurde zu einer Schule. Bekannt in der Geschichte als Dar al-Arqam. Dort wurden viele Wahrheiten gelehrt und wichtige Entscheidungen getroffen.
Yathrib sollte eines Tages zu Medina werden, der Islam sollte jeden Winkel der Welt erreichen, doch die Grundlagen wurden an diesem Ort gelegt. Alles, wonach der Prophet (FSMI), und seine Gefährten suchten, fand sich in diesem Haus. Andererseits, hätte niemand erwartet, dass jemand aus Abu Jahls Familie so etwas tun würde, erst recht kein 17-Jähriger. Wenn wir an die Gefährten denken, stellen wir uns oft ältere, reifere Männer vor. Doch viele führende Gefährten waren jung – wie Arqam. Ali war beim Eintritt in den Islam erst 10 Jahre alt. Abdullah ibn Umar war 13. Zayd ibn Haritha war 15. Abdullah ibn Masʿud und Zubayr ibn al-Awwam waren 16.
Talhah ibn Ubaydullah, Abdur-Rahman ibn Awf, Arqam ibn Abi al-Arqam und Sa'd ibn Abi Waqqas waren 17. Mus'ab ibn Umayr war zwischen 18 und 20. Und Ja'far ibn Abi Talib war 22. Also überhaupt nicht alt. Drei Jahre lang versammelten sich die Gefährten weiter im Dar al-Arqam, unbemerkt von den Quraisch. In dieser Zeit füllten sie ihre Herzen mit dem neuen Glauben. Doch sollte der Ruf zum Islam immer verborgen bleiben? Natürlich nicht. Inzwischen hatte sich die Botschaft unter den Quraisch verbreitet, und es gab keinen Grund mehr, sie zu verbergen. Diese Wahrheit musste allen bekannt gegeben werden. Es war Zeit, vom geheimen zum öffentlichen Ruf überzugehen.
Doch wo sollte der Prophet (FSMI) beginnen? Und wie? Da kam der göttliche Befehl. „Warne deine nächsten Verwandten.“ Diese Offenbarung belastete sein Herz noch mehr. Es war keine leichte Aufgabe. Mit Fremden kann man über vieles sprechen. Doch die eigenen Verwandten zum Zuhören zu bringen, gehört zu den schwierigsten Dingen. Diese Verantwortung lastete so schwer, sodass er tagelang das Haus nicht verließ. Rasulullah, alayhis-salat wassalam (FSMI), fasste einen Plan. Es war Zeit, seine Verwandten zum Essen einzuladen. Das Essen wurde vorbereitet, und die Söhne Abdul Muttalibs kamen wie eingeladen. Fast 40 Personen versammelten sich, darunter Abu Lahab. Dann setzten sie sich zum Essen.
Rasulullah, (FSMI), schnitt das Fleisch und sagte: „Lasst uns essen. Bismillah.“ Selbst rührte er das Essen nicht an. Er wartete auf den richtigen Moment, und überlegte, welche Worte er sprechen würde. Als alle satt waren, blickten sie erstaunt auf die Schüsseln. „Seht ihr, was ich sehe?“ „Ja. Wie konnte das geschehen?“ Ein Wunder der Barakah (Segen) hatte sich ereignet. Obwohl alle satt waren, sah das Essen unberührt aus, als wäre kein einziger Bissen genommen worden. Ali, der auch anwesend war und damals 13 Jahre alt, sagte später: „Das Essen, das ich allen servierte, hätte für nur einen gereicht.“ Sie versuchten zu verstehen, was dort geschehen war.
Als der Gesandte Allahs (FSMI) sprechen wollte, unterbrach Abu Lahab und schrie: „So einen Zauber haben wir noch nie gesehen!“ Ein klares Wunder war vor ihren Augen geschehen. Doch Abu Lahabs Herz und Verstand erkannten es nicht. Allah hatte ihnen einen Propheten gesandt. Natürlich brauchten die Menschen einen Beweis. Wie jeder Prophet wurden auch ihm Wunder gegeben. Wenn Allah etwa ein Naturgesetz brechen würde, das Er nie zuvor gebrochen hatte, nur für diesen einen Diener, dann wäre dies ein klarer Beweis, dass er von Allah gewählt und gesandt ist. Deshalb waren Wunder notwendig. Im Laufe seines Lebens sollten noch viele geschehen. Dennoch nannte Abu Lahab dieses Wunder reine Zauberei.
Seine Worte wurden immer härter. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so viel Böses und Unglück über seine Familie bringt wie du!“ Er spuckte Beleidigungen aus und versuchte alles, um den Moment zu zerstören. So hatte Rasulullah (FSMI), nicht einmal die Möglichkeit zu sprechen. Einer nach dem anderen verließen die Verwandten wortlos das Haus. Stellt euch das vor: Aufgrund des göttlichen Befehls konnte er tagelang das Haus nicht verlassen. Mit gemischten Gefühlen hatte er alles vorbereitet. Jedes Wort, das er sagen wollte, hatte er sorgfältig bedacht. Doch in diesem Moment zerstörten Abu Lahabs Worte alles. So fand dieser lange, kraftraubende Tag ein enttäuschendes Ende.
Abu Lahab war ein Onkel des Propheten. Später würde er der erbittertste Feind des Islam werden. In Momenten größter Erschöpfung stand der Gesandte Allahs (FSMI) immer wieder auf, mit starker Entschlossenheit. Er ließ nie zu, dass Verzweiflung sein Herz ergriff. Jedes Mal sammelte er sich und ging seinen Weg weiter, sogar noch stärker als zuvor. Am nächsten Tag lud er seine Verwandten erneut ein. Als die Gäste eintrafen, kam auch Abu Lahab. Doch diesmal war Rasulullah vorsichtig. Sie setzten sich und aßen ihr Mahl. Dann kam der entscheidende Moment. Bevor Abu Lahab ein Wort sagen konnte, stand Rasulullah (FSMI) auf und sprach.
Stellen wir uns vor, wir wären dort, als wären wir einer der Menschen in dieser Versammlung: „Alles Lob und Dank gehört nur Allah. Auch ich lobe und danke Ihm. Ich suche Hilfe nur bei Ihm. Ich glaube an Ihn und vertraue Ihm. Mit Gewissheit erkläre ich euch: Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist der Einzige, ohne Partner oder Gleichgestellten.“ Nachdem er die Worte sprach, erklärte er seinen Zweck: „Ein Mensch, der ausgesandt wird, würde nicht zurückkehren und seiner Familie Lügen erzählen. Bei Allah, selbst wenn ich die ganze Menschheit belogen hätte, würde ich euch niemals belügen. Selbst wenn ich alle Menschen täuschte, würde ich euch nicht täuschen.
Ich lade euch ein, an Allah zu glauben, den einen, wahren Gott. Und ich bin Sein Gesandter, vornehmlich zu euch gesandt, und zu allen Menschen.“ Er fasste seine Botschaft zusammen und fuhr fort: „Bei Allah, so wie ihr einschlaft, werdet ihr sterben. So wie ihr erwacht, werdet ihr wieder zum Leben erweckt. Ihr werdet für alles Rechenschaft ablegen, was ihr getan habt. Die, die Gutes tun, werden mit Gutem belohnt, die Bösen entsprechend ihren Taten bestraft.“ Jedes Wort kam direkt aus seinem Herzen. Er setzte seine Rede fort und sprach über Paradies und Hölle. Schließlich lud er seine Verwandten ein, den Islam anzunehmen.
Er sagte: „Ich lade euch zu zwei Worten ein, leicht auf der Zunge aber schwer auf der Waage. Ash-hadu an lā ilāha illa Allah, wa ash-hadu anna Muhammad Rasūlullāh.“ „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad (FSMI) Sein Gesandter ist.“ Dann fragte er: „Wer von euch folgt meinem Ruf und wird mein Helfer und Unterstützer?“ Doch es herrschte Stille. Niemand hob den Kopf. Keine Stimme war zu hören. Da durchbrach eine Stimme die Stille. Die eines Jungen, erst 13 Jahre alt. Es war die Stimme Alis. „O Gesandter Allahs (FSMI), ich werde helfen, auch wenn ich der Jüngste bin.“ Der Prophet, (FSMI), fragte wieder.
Doch unter 40 Anwesenden gab kein anderer eine Antwort. Alle warteten, ob noch jemand vortreten würde. Er fragte ein drittes Mal: „Wer von euch folgt meinem Ruf und wird mein Helfer und Unterstützer?“ Er hoffte, eine weitere Stimme zu hören. Doch jedes Mal hob nur Ali die Hand. Doch diese eine Hand allein war bereits genug. Es war die Hand, die Rasulullah (FSMI) brauchte. Wenn man das Leben des Propheten (FSMI) betrachtet, sieht man, dass immer dann, wenn Hilfe nötig war, oft Ali derjenige war, der vortrat. Antwortete sonst niemand aus der Familie? In jener Nacht gab es lange Gespräche, doch zwei Haltungen traten besonders hervor: die von Abu Talib und von Abu Lahab.
Beide waren seine Onkel, doch ihre Reaktionen waren völlig gegensätzlich. Abu Lahabs Haltung blieb unverändert. Er sagte: „O Söhne Abdul Muttalibs! Ich schwöre, das ist Böse! Bevor andere ihn ergreifen und aufhalten, müsst ihr selbst seine Hände ergreifen und ihn stoppen! Wenn ihr ihm heute gehorcht, werdet ihr Demütigung und Schande erleiden! Wenn ihr versucht, ihn zu schützen, werdet ihr getötet!“ Er versuchte, die Einladung zu sabotieren. Doch vor ihm stand Abu Talib. Er war sehr wütend über seine Worte. „Du Feigling! Bei Allah! Solange wir leben, werden wir ihm helfen und ihn schützen!
O Sohn meines Bruders, wenn du die Menschen einladen willst, sag es uns, wir rüsten uns und gehen mit dir hinaus!“ Doch Abu Talibs Unterstützung war nicht von Glauben geprägt. Er sagte: „Ich bin nicht bereit, die Religion Abdul Muttalibs zu verlassen. Also werde ich sterben im Glauben, dem er folgte.“ So erhielt Rasulullah nicht das erhoffte Ergebnis, und die Gäste verließen schweigend das Haus. Es musste einen anderen Weg geben. Er durfte der Verzweiflung nicht nachgeben. Ob die Menschen es annahmen oder nicht, sein Auftrag war klar: zu warnen, einzuladen und alles zu tun, um die Botschaft zu verbreiten.
Alles, was er brauchte, war eine Idee, einen Weg, die Menschen Mekkas an einem Ort zu sammeln und ihnen zuzuhören. Er dachte lange nach, bis er schließlich eine Lösung fand. Eines Tages ertönte eine laute Stimme in Mekka. „Ya Sabāha! Ya Sabāha!“ Was war das für ein Geräusch? Es kam vom Safa-Hügel. Menschen strömten hinaus, um zu sehen, was geschah. Bald versammelte sich eine große Menge. Es waren Menschen aus allen Familien der Quraisch. Doch was war so wichtig, dass es so viele Menschen versammelte? Was bedeutete dieser Ruf? Es war eine Art Notsignal. Als die Menschen Mekkas es hörten, wussten sie, dass etwas Ernstes geschehen war. Es gab dringende Nachrichten.
Als sie sich versammelten, sahen sie, dass es Rasulullah war, alayhis-salatu wassalam (FSMI). Auch Abu Lahab war anwesend. Alle fragten sich, was der Prophet (FSMI) sagen würde. Dann hielt er seine unvergessliche Rede. „Wenn ich euch sagen würde, dass feindliche Reiter hinter diesem Berg oder in jenem Tal sind und euch bei Sonnenauf- oder -untergang angreifen, würdet ihr mir glauben?“ Alle sagten: „Ja, wir würden dir glauben.“ Da sagte er: „So wisst, dass ich euch warne vor einer schweren Strafe, die vor euch liegt. Allah hat mir befohlen, meine Verwandten vor der Strafe des Jenseits zu warnen.
Ich lade euch ein zu sprechen: ‚Allah ist Einer, es gibt keinen Gott außer Ihm.‘ Ich bin Sein Diener und Sein Gesandter. Wenn ihr meine Worte annehmt, garantiere ich euch das Paradies. Beachtet dies: Solange ihr nicht sagt: ‚Allah ist Einer, es gibt keinen Gott außer Ihm,‘ kann ich euch weder in dieser Welt noch im Jenseits helfen.“ Abu Lahab war voller Wut. Er ertrug die Einladung nicht einmal innerhalb seiner eigenen Familie. Nun sprach der Gesandte Allahs (FSMI) zu allen Quraisch. Was Abu Lahab dann tat, überschritt jede Grenze. Wieder versuchte er, die Botschaft des Islam aufzuhalten.
Wütend bückte er sich, hob etwas auf und warf es dem Neffen entgegen, rufend: „Mögen deine Hände zugrunde gehen! Dafür hast du uns hierher gerufen?“ In Wahrheit traf sein Wurf die Religion Allahs selbst, die Offenbarung an sich. Diese Worte waren die Antwort auf einen Ruf der Barmherzigkeit, eine Einladung zum ewigen Paradies. Wie schmerzhaft muss das für den Propheten (FSMI) gewesen sein? Sein eigener Onkel, von dem er Hilfe erwartete, behandelte ihn schlecht. Von da an versuchten Abu Lahab und seine Frau ihr Leben lang, dem Propheten (FSMI) zu schaden. Mit dieser Tat besiegelte er sein Schicksal. Dann wurde die Sure Al-Masad offenbart und kündigte sein Ende an.
Darin heißt es: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehe er selbst. Weder sein Besitz noch sein Erwerb nützten ihm. Er wird in einem Feuer brennen. Und auch seine Frau, die Holzträgerin. Um ihren Hals wird ein Seil aus Palmfasern sein.“ Diese Ayat machten klar, dass er niemals glauben würde. Und dass er in die Hölle gehen wird. Von außen betrachtet wirkte das wie ein großes Risiko. Denn wäre Abu Lahab letztlich gläubig geworden, wäre dieser Vers widerlegt gewesen. Selbst vorgetäuschter Glaube hätte zum selben Ergebnis geführt. Ob er dem Islam geglaubt hätte oder ihn nur widerlegen wollte, hätte er nur sagen müssen: „Ich glaube.“ Was geschah also?
Nach der Offenbarung dieser Sure lebte er noch sieben weitere Jahre. Doch sein Hass ließ nie nach. Er starb im Zustand der Leugnung. Abu Lahab hasste den Islam und hätte alles getan, um der Religion zu schaden. Was hielt ihn davon ab, diese Gelegenheit zu nutzen? Darüber hinaus: Wäre die Botschaft des Gesandten (FSMI) erfunden gewesen, wie hätte er so ein Risiko eingehen können? Die Antwort war einfach: Allah wollte es so. Er ist es, der die Vergangenheit kennt, die Zukunft und alles dazwischen. So wurde als Wunder das schreckliche Ende offenbart, das Abu Lahab sich zufügen würde, noch bevor es geschah.
Und der Gesandte (FSMI) verkündete diese Botschaft ohne Zögern, weil er Dem vertraute, der sie offenbart hatte. Doch Abu Lahab konnte das nicht erkennen. Niemand antwortete auf die Worte des Gesandten. Sie hatten etwas gehört, das völlig anders war als alles, was sie je zuvor gehört hatten. Und doch schwiegen sie. Sie flüsterten nur untereinander und gingen fort. Von diesem Tag an war der Ruf zum Islam nicht mehr geheim. Die Zeit der offenen Einladung begann. Dies war ein Wendepunkt. Rasulullah, (FSMI), verkündete eine Botschaft, die zu ewigem Glück führt, nicht nur für seinen Stamm, sondern für die ganze Welt. Doch der Preis war hoch.
Er sollte noch unzählige Beleidigungen, Unterdrückung, Folter und Lügen ertragen. Er würde Grausamkeit erfahren von jenen, die er vor dem ewigen Abgrund retten wollte. Nun würden sich Diamanten und Kohle, Gold und Kupfer voneinander trennen. Es war wieder einer dieser Tage. Rasulullah, (FSMI), betete vor der Kaaba. Um ihn herum standen Menschen mit Blicken voller Hass und Wut. Ihre Verspottung und Beleidigungen ignorierend, setzte er sein Gebet fort. Diese Blicke waren Vorzeichen eines schrecklichen Ereignisses. Er war in Sajdah (Niederwerfung), vielleicht in einem seiner friedlichsten Momente. Doch die skrupellosen Götzenanbeter hatten ihre Gelegenheit genutzt.
Während Rasulullah (FSMI) nicht ahnte, was kommen würde, warfen sie Kamelinnereien direkt auf seine Schultern. Unter der brennenden Sonne wurde der Gestank unerträglich. Er bekam kaum Luft. Abu Jahl lachte laut. Es war seine Idee. Mit dieser widerwärtigen Tat versuchte er, die Wahrheit zu unterdrücken, die er mit Argumenten nicht besiegen konnte. Obwohl er kaum atmen konnte – was hielt den Gesandten Allahs (FSMI) davon ab, sein Gebet abzubrechen? Als die Götzenanbeter um ihn herum lachten und spotteten, was ließ ihn weiterbeten? War er nicht noch vor Jahren bei den Quraisch eine hochangesehene Person gewesen? Warum ging er das Risiko ein, so viel Hass auf sich zu ziehen?
Was machte ihn trotz all der Beleidigungen so standhaft? Kurz darauf sah ihn seine Tochter Fatima, damals noch ein Kind, in diesem Zustand. Sie war entsetzt. Sie rief: „Abati, Abati!“ Ihr kleines Herz wurde durch diesen Anblick erschüttert. Mit Tränen in den Augen lief sie zu ihrem Vater. Sie versuchte, die Innereien von seinen Schultern zu entfernen und ihn zu reinigen. Dann schrie sie diese herzlosen Männer an und sprach harte Worte zu ihnen. „Muhammad hat unsere Namen genannt und uns verflucht! Was, wenn Allah sein Bittgebet annimmt und uns vernichtet?“ Selbst das war nicht das Schlimmste, was ein Kind seinen Vater erleiden sehen sollte.
Rasulullah hätte ein normales, bequemes Leben führen können. Warum also nahm er all dieses Leid auf sich? Er war keiner, den Allah jemals hätte verloren gehen lassen. Alle Fragen führten zur selben Antwort: Zur Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit seiner Botschaft. Die Kaaba wurde Zeugin solcher Grausamkeiten. Obwohl sie nur wenige Schritte entfernt war, konnten selbst einige Gefährten dort nicht frei beten. Und wer es wagte, musste die möglichen Folgen akzeptieren. Sie wussten, dass sie wenige waren. Sie spürten die Gefahr. Doch sie wollten die Wahrheit vor allen verkünden. Für ein Herz, das vom Glauben erfüllt ist, war Schweigen keine Option.
Erst recht nicht, wenn es das Herz eines Gefährten des Propheten (FSMI) war. Eines Tages gingen sie mit dem Gesandten (FSMI) zur Kaaba und setzten sich dort nieder. Auch eine Gruppe von Islamfeinden war dort. Es war ein gefährlicher Moment. Doch Abu Bakr konnte die Wahrheit in seinem Herzen nicht länger zurückhalten. Er verspürte den Drang, sie anzusprechen. Er wandte sich an die andere Gruppe und sprach laut. Er sprach über die Größe des Glaubens an Allah und darüber, dass Götzenanbetung sinnlos und nutzlos ist. Diese Worte machten die Mushrikun (Polytheisten) zornig. Ihre Herzen waren voller Hass und Wut.
Schon bald konnten sie sich nicht mehr beherrschen und begannen, den Propheten (FSMI) schwer zu beleidigen. Doch das genügte ihnen nicht. Sie stürzten sich auf Abu Bakr, um ihren Zorn an ihm auszulassen. Sie umringten und griffen ihn an. Schlag um Schlag prügelten sie auf ihn ein. Es kam so weit, dass er zu Boden fiel, Utba ibn Rabiʿa auf ihn stieg und mit schweren Schuhen heftig auf seinen Kopf eintrat. Doch selbst das reichte ihm nicht. Ohne jedes Erbarmen rieb er Abu Bakrs Gesicht im Staub. Blut und Sand vermischten sich im Gesicht. Er war dem Tod nahe. Nach dieser brutalen Misshandlung verlor er das Bewusstsein. Mit Hilfe einiger Stammesangehöriger der Banu Taym konnte er entkommen.
Man brachte ihn nach Hause. Erst spät am Abend kam er wieder zu Bewusstsein. Trotz allem, was er erlitten hatte, waren seine ersten Worte: „Wo ist der Gesandte Allahs (FSMI)? Wie geht es ihm?“ Als wäre nicht er es gewesen, der diese Schläge ertragen hatte. Als wäre ihm selbst nichts geschehen. Seine einzige Sorge galt dem Propheten (FSMI). Er dachte an die Beleidigungen, die Rasulullah, (FSMI) zugefügt worden waren. Er fragte sich, ob Quraisch ihm etwas angetan hatte. Er war übersät mit Blut und Wunden. Doch selbst als man zu ihm sagte: „Du bist hungrig und durstig. Willst du nichts essen oder trinken?“, interessierte ihn nur, ob der Gesandte Allahs (FSMI) in Sicherheit war.
„Nein, ich werde nichts essen und keinen Tropfen trinken, bis ich vom Gesandten Allahs (FSMI) höre.“ Ein weiteres Beispiel aus jener Zeit ist Abdullah ibn Masud. Einige Gefährten waren traurig und beklagten ihre Lage. Der Koran wurde nicht offen vor Quraisch rezitiert. Niemand außer dem Gesandten (FSMI) hatte ihn laut vorgetragen. Sie dachten, wenn er öffentlich rezitiert würde, könnten sich ihre Herzen ändern. Vielleicht würden diese schweren Tage enden. Vielleicht würden sie die Wahrheit erkennen. Sie wünschten sich das sehr. Doch wer wagte es? Die Haltung der Quraisch war klar: Wer öffentlich rezitierte, konnte einem Angriff nicht entgehen. Ein Lynchangriff war sicher.
Während sie darüber berieten, war Ibn Masud wohl der Schwächste unter ihnen. Er war kaum über zwanzig. Obwohl er wusste, was ihn erwartete, trat er vor und sagte: „Ich werde es tun.“ Seine Gefährten hielten ihn zurück. Denn gegen Angriffe der Quraisch musste jemand mit starkem Stammesrückhalt gewählt werden. Doch Abdullah ibn Masud hatte keinen solchen Schutz. Dennoch war er bereit, es auf sich zu nehmen. Hatte vor niemandem Angst. Dann kam der nächste Tag. Er konnte kaum erwarten, die Wahrheit laut zu verkünden. Trotz allem hatte er Hoffnung, dass sich ein weiteres Herz dem Islam öffnen würde. Vielleicht würde nur eine weitere Person die Wahrheit annehmen.
Selbst eine einzelne Person war nicht unbedeutend. Für diese eine Seele ging er das Risiko ein. Er ging zur Kaaba und rezitierte mit lauter Stimme: „Bismillahir Rahmanir Rahim (Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen).“ Dann begann er, die Sure Ar-Rahman (Sure des Allerbarmers) zu rezitieren. „Ar-Rahman. (Der Allerbarmer) Allamal Qur'an. (Lehrte den Koran) Khalaqal insan. (Schuf den Menschen) Allamahul bayan. (Lehrte ihm klare Rede)“ Diese Rezitation, diese Worte… war etwas, das sie noch nie gehört hatten. Und doch klang es ihnen nicht fremd. Die Führer der Quraisch erkannten, dass es der Koran war. Sie stürmten sofort auf Abdullah ibn Masud zu.
Niemand sollte diese Worte hören, denn sie würden die Herzen bewegen. Selbst die Quraisch konnten der Wirkung dieser Worte nicht widerstehen. Wie sollten sie anderen erklären, was sie selbst noch innerlich nicht verstanden? Ibn Masud war von den Götzendienern umzingelt. Trotz Schlägen, die ihn trafen, wollte er nicht aufgeben. In den göttlichen Worten wurden einer nach dem anderen in Allahs Segnungen erwähnt. Dann kamen die Ayat (Verse): „Fa bi ayyi ala-i Rabbikuma tukazziban?“ Mitten in den Schlägen rief Abdullah die Wahrheit aus. Dieser Moment, diese Szene, zeigte klar wie hilflos die Quraisch waren.
Er rezitierte immer wieder: „Fa bi ayyi ala-i Rabbikuma tukazziban?“ bis er nicht mehr sprechen konnte. Als alles vorbei war, antwortete er seinen besorgten Gefährten: „In meinen Augen gibt es jetzt keine Feinde Allahs die schwächer oder erniedrigter sind als sie. Wenn ihr wollt, komme ich morgen wieder, um ihnen den Koran rezitieren, genau wie heute.“ Egal, was die Quraisch taten, am nächsten Tag fanden sie die Muslime immer stärker vor als zuvor. Kein Gläubiger kehrte dem Glauben den Rücken. Und Rasulullah, (FSMI), gab seine Mission niemals auf. Ob allein oder gemeinsam, die Quraisch fragten sich: „Was könnte Muhammad dazu bringen, diese Botschaft aufzugeben? Wer könnte das je beenden?
Warum hat nichts funktioniert?“ Während sie überlegten, kam ein Name auf: Ein Name, auf den sich alle einigten. Wenn jemand Muhammad (FSMI) von seinem Weg abbringen könnte, dann er. Der Mann, der ihn väterlich seit der Kindheit über 30 Jahre lang erzogen hatte. Sein Onkel, Abu Talib. Abu Talib war einer der angesehensten Männer Mekkas. Er war alt aber nicht reich, doch die Menschen ehrten ihn und hörten auf ihn. Er hatte den Islam nicht angenommen, doch die Bindung zu seinem Neffen war tief, geprägt von Jahrzehnten der Liebe, Treue und gegenseitigem Respekt. Es war nicht das erste Mal, dass die Quraisch zu ihm kamen.
Beim letzten Mal hatte Abu Talib ruhig geantwortet, sie beschwichtigt und höflich fortgeschickt. Doch diesmal meinten sie es ernst. Sie stellten eine klare Forderung: Der Prophet solle seine Mission aufgeben. „O Abu Talib! Du bist einer unserer Ältesten, einer unserer Vornehmen. Wir haben dich schon zuvor gebeten, deinen Neffen aufzuhalten, doch du hast nicht getan, was wir verlangten. Er nennt uns töricht und verachtet unsere Götter. Bring ihn zum Schweigen, oder wir kämpfen gegen euch beide, bis ihr oder wir vernichtet sind.“ Diese Drohungen erschütterten den betagten Abu Talib. Diesmal waren sie entschlossener als je zuvor. Er hatte sein ganzes Leben unter diesen Menschen verbracht.
Sie respektierten ihn, sein Ansehen war über Jahre gewachsen. Er fühlte sich ihnen tief verbunden. Der Gedanke, von seinem Volk verstoßen zu werden, schmerzte ihn. Doch auf der anderen Seite stand sein Neffe, den er mehr liebte als seine eigenen Kinder. Auch ihm konnte er nicht den Rücken kehren. Er war hin- und hergerissen zwischen zwei Seiten. Sein Herz wurde schwer. Nach langem Nachdenken ließ er Rasulullah zu sich rufen und sagte: „Mein lieber Neffe, die führenden Männer deines Stammes kamen zu mir. Ich bitte dich, hab Erbarmen mit mir und dir. Lade uns keine Last auf, die keiner von uns tragen kann.
Bitte, hör auf, Dinge zu sagen, die dein Volk aufbringen.“ Die Worte seines Onkels ließen den Propheten (FSMI) innehalten und einen Moment nachdenken. Die Lage war sehr schwierig. Abu Talibs Entschlossenheit von damals, als Rasulullah seine Verwandten zum Essen eingeladen hatte, war geschwächt. Bis zu diesem Moment war Abu Talib sein einziger Beschützer im Stamm gewesen. Würde auch er sich von ihm abwenden? Würde auch er ihn allein lassen? So schwer und schmerzlich diese Worte auch waren, der Gesandte Allahs (FSMI) wusste, dass er nur einen Beschützer hatte: Allah, den Herrn der Himmel und der Erde. Selbst wenn die ganze Welt ihm den Rücken kehrte, würde das nichts ändern.
Denn Rasulullah wusste, dass alles nach Allahs Willen geschieht und nichts ohne Seine Erlaubnis. Dies war die Religion Allahs und sie hing nicht von einem Menschen ab. Allah konnte sie durch jeden stärken, den Er wollte, auf jede Weise. In diesem Moment sagte Rasulullah (FSMI), jene unvergesslichen Worte: „Wisse, o mein Onkel: Selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte Hand legten und den Mond in die linke, würde ich diese Religion, diese Wahrheit niemals aufgeben. Entweder lässt Allah diese Religion siegen, oder ich gebe mein Leben dafür.“ Während er diese Worte sprach, flossen Tränen aus seinen Augen. Von seinem Onkel allein gelassen zu werden, war nicht leicht für ihn.
Doch seine Entscheidung war klar. Er stand auf. Als er sich zum Gehen drehte, berührten Klarheit und Standhaftigkeit das Herz Abu Talibs. Der Mut Rasulullahs inspirierte ihn und gab ihm die Kraft, auch aufzustehen. „Sohn meines Bruders, setze fort, was du tust. Tu, was du für richtig hältst. Bei Allah, ich werde dich niemals ausliefern, egal aus welchem Grund.“ Wieder einmal liefen die Versuche der Götzendiener ins Leere. Was auch sonst? Er fürchtete keinen Moment den Tod. Er warf ihre Drohungen direkt zu ihnen zurück. Er sagte: „Selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte Hand legen und den Mond in die linke,“ meinte er es ernst.
Himmel und Erde waren Zeugen seiner Aufrichtigkeit und Wahrheit. Neben dem Besuch bei Abu Talib machten die Quraisch dem Propheten (FSMI) auch alle möglichen Angebote. Sie schlugen Folgendes vor: „Wenn du Reichtum willst, geben wir dir von unserem, bis du mehr hast als wir selbst. Wenn du Ansehen suchst, werden wir dich über uns erheben. Wir werden nie deinem Befehl widersprechen. Wenn du König sein willst, machen wir dich zum König.“ Doch egal, was sie boten, Rasulullah, (FSMI), lehnte alles ab. Wenn er gelogen hätte, wie sie glaubten, warum nahm er dann nichts an? Wo war der persönliche Vorteil? Was hatte er außer Mühsal und Leiden? Die Wahrheit war klar.
Die Worte des Koran und das Verhalten des Gesandten Allahs (FSMI) wirkten Tag für Tag auf die Ungläubigen. Ihr Vertrauen in den Weg, den sie gingen, schwand langsam. Doch sie weigerten sich weiterhin, die Wahrheit anzuerkennen. Warum leugneten sie die Wahrheit so hartnäckig? Warum verspotteten sie den Gesandten Allahs (FSMI) und wiesen seine Worte zurück? Warum hielten sie sich die Ohren zu, wenn der Koran rezitiert wurde? Warum verschlossen sie beharrlich ihre Augen vor dem Licht? Im Kern ging es um Stolz und Ego. Denkt darüber nach. Wenn sie diese Religion annähmen, müssten sie zugeben, dass alles, was sie jahrelang taten, falsch war.
Und für jemanden mit großem Ego war dieses Geständnis schwer. Besonders bei so einer wichtigen Angelegenheit. Sie wollten auch nicht glauben, dass ihre Vorfahren einen Fehler gemacht hatten, als sie Götzen anbeteten. Ihr Stolz galt also nicht nur ihnen selbst. Er war auch ein Verteidigen der Wege ihrer Ahnen. Erinnert euch, was sie sagten, als sie zu Abu Talib kamen. „Er spricht sich gegen unsere Vorfahren aus und nennt uns töricht.“ Jahrelang hatten sie Tiere für ihre Götzen geopfert, mit Ehrfurcht Hände und Gesicht an ihnen gerieben, jeden Tag, bevor sie ihr Haus verließen. Sie wollten nicht akzeptieren, dass das alles umsonst war.
Die Treue zur Wahrheit war ihnen weniger wert als die Ehre ihrer unter der Erde liegenden Ahnen. Auch wenn sie allein in ihre Gräber gingen, folgten sie lieber den Stimmen der Vergangenheit als der Stimme der Vernunft. Ein weiterer Aspekt ihres Stolzes war, dass sie die Familie des Propheten (FSMI) nicht für edel genug hielten. Tatsächlich sagte einmal Abu Jahl nach einem Gespräch mit dem Gesandten Allahs (FSMI) zu seinem Freund: „Bei Allah, ich weiß, dass er die Wahrheit sagt.“ Doch warum glaubte er ihm nicht? Selbst nachdem er es zugegeben hatte? Weil er nun den Stamm des Propheten (FSMI) mit dem eigenen verglich.
Er listete die überlegenen Eigenschaften jedes Stammes auf und verglich sie mit zwei Rennpferden, die nebeneinander laufen. Er sagte: „Und jetzt sagen sie: ‚Wir haben einen Propheten aus unserem Stamm.‘ Bei Allah, das kann ich nicht akzeptieren.“ Ein anderes Mal sagte Umayyah ibn Abi al-Salt zu Abu Sufyan über den Gesandten Allahs (FSMI): „Er ist wahrlich ein Prophet. Folgt ihm.“ „Warum folgst du ihm dann nicht?“ „Ich würde mich womöglich schämen, wenn die Frauen von Thaqif sagen: ‚Umayyah folgte einem Mann von den Söhnen von Abd Manaf.‘“ Unter den Arabern galt: je höher der Status, desto größer der Druck, das eigene Ansehen zu wahren.
Sie dachten: „Was werden die Leute sagen?“ Und richteten ihr Leben nach der Meinung anderer aus. Am Ende opferten sie jedoch ihr ewiges Leben für ein kurzes, vergängliches Dasein. Deshalb hatten ihre Drohungen gegen Abu Talib keinen Erfolg. Ihre Geduld war erschöpft. Sie hatten keine Toleranz für den Islam. Aus Zorn und Hass versuchten sie, dem Propheten (FSMI) Schaden zuzufügen – bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Wenn er im Gebet war, kamen sie von hinten und versuchten, ihn zu erwürgen. Wenn er in Sajdah (Niederwerfung) war, versuchten sie, seinen Kopf mit einem Stein zu erschlagen. Sie kippten immer wieder Tierabfälle vor seine Tür und streuten täglich Dornen auf seinen Weg.
Wo immer sie ihn sahen, verletzten sie sein gesegnetes Herz mit Worten und beschimpften ihn. Doch trotz all dem ertrug er alles geduldig und standhaft und gab niemals auf. Kein Hass, keine Beleidigung, keine Drohung konnte ihn von seinem Weg abbringen. Mit derselben Hingabe, Tag und Nacht, rief er die Menschen weiter zum Islam, in der Hoffnung, noch eine Seele zu retten. Er sorgte sich nicht um sich selbst. Doch in jenen Tagen wuchs seine Sorge um seine Gefährten. Jeden Tag wurde das Leben als Muslim in Mekka schwerer. Zur heißesten Tageszeit, hallte Mekka wider von den Schreien gefolterter Muslime, bis ihnen die Kraft zum Lautgeben fehlte.
Selbst das Haus des Arqam reichte nicht mehr, um die Gläubigen zu schützen. Der Gesandte Allahs (FSMI), musste den Weg finden, damit die Muslime ihren Glauben freier ausüben konnten. Es war das fünfte Jahr der Prophetenschaft. Eines Tages versammelte Rasulullah (FSMI) seine Gefährten. Er hatte ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Er sagte: „Verstreut euch über das Land. Allah wird euch alle zusammenführen.“ Aber wohin konnten sie gehen? „O Gesandter Allahs, wohin sollen wir gehen?“ Rasulullah, (FSMI), deutete mit der Hand und sagte: „Dorthin.“ Er zeigte über das Meer. Das bedeutete, dass sie dorthin über das Meer reisen mussten. Aber wo war es?
Das Echo des Islam, der sich in ferne Länder ausbreitete, mit nur wenigen Gläubigen, die Härten, denen Erleichterung folgen würde, die wichtigen Namen, die zum Islam stießen, Namen, die die Quraisch zutiefst erschüttern würden, die Niederlagen, die die Ungläubigen nacheinander erleiden würden, und das große Gebet des Propheten (FSMI), das angenommen werden würde. All dies erwartet uns in der nächsten Episode. Bleibt dran. Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber wir bieten einen Online-Quran-Kurs an, und 43.000 Menschen haben ihn bereits abgeschlossen und ihre Quran-Reise begonnen. Ja, ich spreche von unserer Lamalif Quran Mobile-App. Sie ist völlig kostenlos und ohne Werbung.
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Ein einziger Satz, der ihn vor den Qualen retten konnte. Den Gesandten Allahs einen Lügner nennen – Maʿādhallāh (Gott bewahre). Zu dieser grausamen Szene kam es nur, weil er gesagt hatte: „Mein Rabb (Herr) ist Allah. Allah ist der Einzige. Es gibt keinen Gott außer Ihm.“ Doch das Licht seines Glaubens erfüllte sein ganzes Wesen so tief, dass es die Angst vor dem Feuer besiegte. Er blieb standhaft und schleuderte ihnen ihre Drohungen ins Gesicht zurück. Die grausamen Unterdrücker, deren Herzen zu Stein geworden waren und deren Gewissen verdorben war, wurden wütend und pressten das glühende Eisen auf Khabbabs Kopf. Diese Videoreihe basiert auf Hunderten zuverlässiger islamischer Quellen.
Alle KI-Bilder entstanden in Absprache mit qualifizierten muslimischen Gelehrten und entsprechen islamischen Richtlinien. Die Szene war entsetzlich. Eine qualvolle Folter, die man sich nicht vorstellen möchte. Ein herzzerreißender Schrei hallte durch die Luft. Nach einiger Zeit verlor Khabbab schmerzerfüllt das Bewusstsein. Hier stand ein Mann, dem sein Glaube großen Mut gab, dort ein erbarmungsloser Götzendiener, versunken im Sumpf des Unglaubens. Ihr Ziel war nicht, Khabbab zu töten, sondern ihn zum Glaubensabfall zu zwingen. Jahre später hob er sein Gewand und zeigte seinen Rücken als Erinnerung an jene Tage.
Jede Narbe ein Siegel seines Glaubens, gezeichnet von der Folter, die er ertragen hatte. Khabbab beschrieb später das Erlebte mit diesen Worten: „Eines Tages packten mich die Götzendiener. ,Los, beweg dich!’ Sie zwangen mich, mich auf dem Rücken in ein Feuer zu legen. Dann trat einer von ihnen auf meine Brust und ließ nicht von mir ab, bis das Feuer erloschen war.“ Könnt ihr euch das vorstellen? Versucht euch vorzustellen, was in ihm vorging, als er sich daran erinnerte. Die Quraisch hassten die neue Religion. Nach deren Maßstab war Khabbab, damals noch Sklave, nun höher als sein Peiniger, sein eigener Herr. Weil er den wahren Sinn des Lebens erkannt hatte.
Diese Religion stellte alle Vorstellungen auf den Kopf. Wie konnte das sein? Wie konnten Schwarz und Weiß, Reich und Arm, Vornehm und Einfach, Sklave und Freier gleich sein? Wie konnten diese Menschen Brüder genannt werden? Konnte ein junger Mann wie Ali und ein reifer Mann wie der Prophet Muhammad, ein Edler wie Abu Bakr und ein Sklave wie Khabbab zusammensitzen und gemeinsam sprechen? Mädchen Wert zu geben, Frauen als vollwertige Menschen zu sehen, ihnen das Recht auf Stimme und Meinung zu geben, zu sagen, dass das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt… Das waren Ideen, die dieser Gesellschaft fremd waren. Woher kam diese Religion?
Sie bedrohte die bestehende Ordnung und bot ein neues System, auf Gerechtigkeit und Barmherzigkeit gegründet. Für die Quraisch war das etwas, das sie niemals akzeptieren konnten. Obwohl sie an Allah glaubten, meinten sie, selbst Er dürfe sich nicht in ihre Ordnung einmischen. Doch sie wurden nicht erschaffen, nur um zu leben und zu sterben. Menschengemachte Gesetze erlaubten ihnen, jeden unterdrücken zu können. Doch wenn sie herrschten, wie es ihnen gefiel, wie sollte Allah keine eigenen Gesetze senden? Glaubten sie, Er würde kein System offenbaren, um Unrecht zu beenden? Wenn Menschen sagten, was immer sie wollten, dachten sie wirklich, Allah würde schweigen?
Genau diese Überzeugung prägte die Gefährten. So grausam die Unterdrückung auch war – nie kehrten sie ihrem Glauben den Rücken. An den Islam zu glauben war keine leichte Entscheidung. Dazu brauchte es Mut. Es war nicht nur Khabbab ibn al-Aratt. Viele andere Gefährten erlitten ebenfalls unzählige Prüfungen. Manche wurden unter der Wüstensonne gefoltert, mit unvorstellbarer Grausamkeit. Andere wurden von ihren Vätern in Häusern eingesperrt, ausgehungert und von ihren Familien isoliert. Manche wurden von ihren Müttern bedrängt, die sagten: „Wenn du deinen Glauben nicht aufgibst, werde ich mich zu Tode hungern.“ Andere wurden gefesselt und von Verwandten gefoltert.
Manche legte man auf heißen Sand, ließ sie ohne Nahrung und legte schwere, glühendheiße Steine auf sie. Manche folterte man bis zur Bewusstlosigkeit. Manche verloren ihr Augenlicht durch all die unerträglichen Qualen. Es gab nichts, was man nicht tat, um sie zu zwingen zu sagen: „Muhammad ist ein Lügner“ – Maʿādhallāh (Gott bewahre). Doch ungeachtet dessen nahm ihre Zahl nicht ab. Im Gegenteil, sie wuchs weiter. Angesichts dieser Standhaftigkeit fragten sich manche Menschen: „Kann ein Glaube, der Menschen so standfest, stark und furchtlos macht, wirklich falsch sein?“ Es waren nicht nur wenige Einzelne. Bald brachten Tausende von Gefährten zahllose Opfer in selbstloser Hingabe dar.
Wie konnten sie alle eine so beeindruckende Hingabe zeigen? Wir sprechen von einer Religion, die ihre Seelen so tief berührte. Konnte sie nur der Fantasie eines einzigen Mannes entstammen? Nichts mehr als erfundene Geschichten? Konnte ein erfundener Glaube Menschen so viel Kraft geben? Doch die Quraisch konnten dies noch nicht erkennen. So begannen die schweren Zeiten. In den frühen Tagen des Islam verkündete der Prophet Muhammad (FSMI) die Religion nicht sofort öffentlich. Doch die göttliche Botschaft, verbreitete sich leise, von Mund zu Mund. Manche versuchten, sie zu verstehen, andere begriffen sie überhaupt nicht. Wieder andere sahen sie als Katastrophe, als ernste Bedrohung.
Zuerst taten die Anführer der Quraisch, als kümmere es sie nicht. Doch als immer mehr Menschen den Islam annahmen, begannen sie, den Propheten (FSMI) zu verspotten. Sie versuchten, seinen Ruf durch Verleumdungen zu zerstören, an die sie selbst nicht glaubten. Den Mann, den sie Al-Amīn, den Vertrauenswürdigen, nannten, wurde nun offen als Lügner, Wahrsager und Zauberer bezeichnet. Normalerweise hätte das gereicht, um sein Ansehen zu zerstören. Doch die Wahrheit war unübersehbar. Also blieb ihnen nur, die Gläubigen zu foltern. Eines jedoch erkannten sie nicht: Der Islam war wie die Sonne. Niemand – weder die Quraisch noch sonst jemand – konnte sie auslöschen.
Jeden Tag verließen mehr Menschen aus ihren Reihen die Dunkelheit und sammelten sich um das Licht. Zum Schutz der frühen Gläubigen erfolgte der Ruf zum Islam in den ersten drei Jahren im Verborgenen, hinter verschlossenen Türen. Doch selbst im Geheimen brauchte es einen Ort, an dem die Ayāt (Verse) Allahs gelehrt werden konnten und an dem sich Muslime versammelten. Denn wie sollten die Neubekehrten ohne einen solchen Ort ihren Glauben lernen? Was sie brauchten, war eine Madrasa, ein Ort des Lernens für den Glauben. Doch wo sollte sie sein? Abu Bakrs Haus kam nicht infrage, denn jeder kannte ihn. Jeder Besucher wäre sofort aufgefallen.
Auch nicht Zubayrs oder Talhas Haus, erst recht nicht das von Uthman. All das waren bekannte Namen. Ein Besuch dort hätte die Muslime in große Gefahr gebracht. Das Risiko war zu hoch. Der Gesandte Allahs (FSMI) dachte über andere Möglichkeiten nach. Doch jeder Weg schien in einer Sackgasse zu enden. Die Lage war sehr belastend. Die Gefährten wollten häufiger und freier über ihren Glauben lernen. Sie waren wissensdurstig, doch ihre Hände waren gebunden, und eine Lösung war nicht in Sicht. Wenn Hoffnung zu schwinden scheint, lässt Allah Musa aus dem Palast des Pharaos selbst hervortreten. Und wer war der Pharao dieser Umma (Gemeinschaft)? Wie der Gesandte Allahs sagte: Es war Abu Jahl.
So ließ Allah aus dessen Familie einen Helden entstehen. Die Lösung war dieser junge Mann, gerade einmal 17 Jahre alt. Al-Arqam ibn Abi al-Arqam. Er war einer der Muslime und hatte erst kürzlich geheiratet. Er besaß eines der schönsten Häuser in ganz Mekka. Mit großem Saal, Garten und viel Platz. Das Haus war außergewöhnlich schön. Es lag am Hügel Safa, abseits der aller Blicke, und war damit sicher. Es bot alles, wonach der Gesandte Allahs gesucht hatte. Dieser Ort konnte die Madrasa (Schule) sein, die er brauchte. Doch würde Arqam zustimmen? Das Risiko war enorm. Wer damals sein Haus für solche Treffen öffnete, wurde in Mekka sofort zum Ziel der Verfolgung.
Besonders, wenn Abu Jahl ein Verwandter war. Denn für die Götzendiener waren Angehörige die leichtesten Opfer für Folter. Nach all dem, was Muslimen bereits angetan wurde, war das keine leichte Entscheidung. Doch Arqam sagte Ja. Überlegt euch mal: Ein frisch verheirateter junger Mann. Er hätte sagen können: „Ich will friedlich mit meiner Frau leben.“ Doch er zögerte nicht und nahm das Risiko auf sich. Um seines Glaubens willen öffnete er sein Haus. Von diesem Tag an war es kein gewöhnliches Haus mehr. Es wurde zu einer Schule. Bekannt in der Geschichte als Dar al-Arqam. Dort wurden viele Wahrheiten gelehrt und wichtige Entscheidungen getroffen.
Yathrib sollte eines Tages zu Medina werden, der Islam sollte jeden Winkel der Welt erreichen, doch die Grundlagen wurden an diesem Ort gelegt. Alles, wonach der Prophet (FSMI), und seine Gefährten suchten, fand sich in diesem Haus. Andererseits, hätte niemand erwartet, dass jemand aus Abu Jahls Familie so etwas tun würde, erst recht kein 17-Jähriger. Wenn wir an die Gefährten denken, stellen wir uns oft ältere, reifere Männer vor. Doch viele führende Gefährten waren jung – wie Arqam. Ali war beim Eintritt in den Islam erst 10 Jahre alt. Abdullah ibn Umar war 13. Zayd ibn Haritha war 15. Abdullah ibn Masʿud und Zubayr ibn al-Awwam waren 16.
Talhah ibn Ubaydullah, Abdur-Rahman ibn Awf, Arqam ibn Abi al-Arqam und Sa'd ibn Abi Waqqas waren 17. Mus'ab ibn Umayr war zwischen 18 und 20. Und Ja'far ibn Abi Talib war 22. Also überhaupt nicht alt. Drei Jahre lang versammelten sich die Gefährten weiter im Dar al-Arqam, unbemerkt von den Quraisch. In dieser Zeit füllten sie ihre Herzen mit dem neuen Glauben. Doch sollte der Ruf zum Islam immer verborgen bleiben? Natürlich nicht. Inzwischen hatte sich die Botschaft unter den Quraisch verbreitet, und es gab keinen Grund mehr, sie zu verbergen. Diese Wahrheit musste allen bekannt gegeben werden. Es war Zeit, vom geheimen zum öffentlichen Ruf überzugehen.
Doch wo sollte der Prophet (FSMI) beginnen? Und wie? Da kam der göttliche Befehl. „Warne deine nächsten Verwandten.“ Diese Offenbarung belastete sein Herz noch mehr. Es war keine leichte Aufgabe. Mit Fremden kann man über vieles sprechen. Doch die eigenen Verwandten zum Zuhören zu bringen, gehört zu den schwierigsten Dingen. Diese Verantwortung lastete so schwer, sodass er tagelang das Haus nicht verließ. Rasulullah, alayhis-salat wassalam (FSMI), fasste einen Plan. Es war Zeit, seine Verwandten zum Essen einzuladen. Das Essen wurde vorbereitet, und die Söhne Abdul Muttalibs kamen wie eingeladen. Fast 40 Personen versammelten sich, darunter Abu Lahab. Dann setzten sie sich zum Essen.
Rasulullah, (FSMI), schnitt das Fleisch und sagte: „Lasst uns essen. Bismillah.“ Selbst rührte er das Essen nicht an. Er wartete auf den richtigen Moment, und überlegte, welche Worte er sprechen würde. Als alle satt waren, blickten sie erstaunt auf die Schüsseln. „Seht ihr, was ich sehe?“ „Ja. Wie konnte das geschehen?“ Ein Wunder der Barakah (Segen) hatte sich ereignet. Obwohl alle satt waren, sah das Essen unberührt aus, als wäre kein einziger Bissen genommen worden. Ali, der auch anwesend war und damals 13 Jahre alt, sagte später: „Das Essen, das ich allen servierte, hätte für nur einen gereicht.“ Sie versuchten zu verstehen, was dort geschehen war.
Als der Gesandte Allahs (FSMI) sprechen wollte, unterbrach Abu Lahab und schrie: „So einen Zauber haben wir noch nie gesehen!“ Ein klares Wunder war vor ihren Augen geschehen. Doch Abu Lahabs Herz und Verstand erkannten es nicht. Allah hatte ihnen einen Propheten gesandt. Natürlich brauchten die Menschen einen Beweis. Wie jeder Prophet wurden auch ihm Wunder gegeben. Wenn Allah etwa ein Naturgesetz brechen würde, das Er nie zuvor gebrochen hatte, nur für diesen einen Diener, dann wäre dies ein klarer Beweis, dass er von Allah gewählt und gesandt ist. Deshalb waren Wunder notwendig. Im Laufe seines Lebens sollten noch viele geschehen. Dennoch nannte Abu Lahab dieses Wunder reine Zauberei.
Seine Worte wurden immer härter. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so viel Böses und Unglück über seine Familie bringt wie du!“ Er spuckte Beleidigungen aus und versuchte alles, um den Moment zu zerstören. So hatte Rasulullah (FSMI), nicht einmal die Möglichkeit zu sprechen. Einer nach dem anderen verließen die Verwandten wortlos das Haus. Stellt euch das vor: Aufgrund des göttlichen Befehls konnte er tagelang das Haus nicht verlassen. Mit gemischten Gefühlen hatte er alles vorbereitet. Jedes Wort, das er sagen wollte, hatte er sorgfältig bedacht. Doch in diesem Moment zerstörten Abu Lahabs Worte alles. So fand dieser lange, kraftraubende Tag ein enttäuschendes Ende.
Abu Lahab war ein Onkel des Propheten. Später würde er der erbittertste Feind des Islam werden. In Momenten größter Erschöpfung stand der Gesandte Allahs (FSMI) immer wieder auf, mit starker Entschlossenheit. Er ließ nie zu, dass Verzweiflung sein Herz ergriff. Jedes Mal sammelte er sich und ging seinen Weg weiter, sogar noch stärker als zuvor. Am nächsten Tag lud er seine Verwandten erneut ein. Als die Gäste eintrafen, kam auch Abu Lahab. Doch diesmal war Rasulullah vorsichtig. Sie setzten sich und aßen ihr Mahl. Dann kam der entscheidende Moment. Bevor Abu Lahab ein Wort sagen konnte, stand Rasulullah (FSMI) auf und sprach.
Stellen wir uns vor, wir wären dort, als wären wir einer der Menschen in dieser Versammlung: „Alles Lob und Dank gehört nur Allah. Auch ich lobe und danke Ihm. Ich suche Hilfe nur bei Ihm. Ich glaube an Ihn und vertraue Ihm. Mit Gewissheit erkläre ich euch: Es gibt keinen Gott außer Allah. Er ist der Einzige, ohne Partner oder Gleichgestellten.“ Nachdem er die Worte sprach, erklärte er seinen Zweck: „Ein Mensch, der ausgesandt wird, würde nicht zurückkehren und seiner Familie Lügen erzählen. Bei Allah, selbst wenn ich die ganze Menschheit belogen hätte, würde ich euch niemals belügen. Selbst wenn ich alle Menschen täuschte, würde ich euch nicht täuschen.
Ich lade euch ein, an Allah zu glauben, den einen, wahren Gott. Und ich bin Sein Gesandter, vornehmlich zu euch gesandt, und zu allen Menschen.“ Er fasste seine Botschaft zusammen und fuhr fort: „Bei Allah, so wie ihr einschlaft, werdet ihr sterben. So wie ihr erwacht, werdet ihr wieder zum Leben erweckt. Ihr werdet für alles Rechenschaft ablegen, was ihr getan habt. Die, die Gutes tun, werden mit Gutem belohnt, die Bösen entsprechend ihren Taten bestraft.“ Jedes Wort kam direkt aus seinem Herzen. Er setzte seine Rede fort und sprach über Paradies und Hölle. Schließlich lud er seine Verwandten ein, den Islam anzunehmen.
Er sagte: „Ich lade euch zu zwei Worten ein, leicht auf der Zunge aber schwer auf der Waage. Ash-hadu an lā ilāha illa Allah, wa ash-hadu anna Muhammad Rasūlullāh.“ „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad (FSMI) Sein Gesandter ist.“ Dann fragte er: „Wer von euch folgt meinem Ruf und wird mein Helfer und Unterstützer?“ Doch es herrschte Stille. Niemand hob den Kopf. Keine Stimme war zu hören. Da durchbrach eine Stimme die Stille. Die eines Jungen, erst 13 Jahre alt. Es war die Stimme Alis. „O Gesandter Allahs (FSMI), ich werde helfen, auch wenn ich der Jüngste bin.“ Der Prophet, (FSMI), fragte wieder.
Doch unter 40 Anwesenden gab kein anderer eine Antwort. Alle warteten, ob noch jemand vortreten würde. Er fragte ein drittes Mal: „Wer von euch folgt meinem Ruf und wird mein Helfer und Unterstützer?“ Er hoffte, eine weitere Stimme zu hören. Doch jedes Mal hob nur Ali die Hand. Doch diese eine Hand allein war bereits genug. Es war die Hand, die Rasulullah (FSMI) brauchte. Wenn man das Leben des Propheten (FSMI) betrachtet, sieht man, dass immer dann, wenn Hilfe nötig war, oft Ali derjenige war, der vortrat. Antwortete sonst niemand aus der Familie? In jener Nacht gab es lange Gespräche, doch zwei Haltungen traten besonders hervor: die von Abu Talib und von Abu Lahab.
Beide waren seine Onkel, doch ihre Reaktionen waren völlig gegensätzlich. Abu Lahabs Haltung blieb unverändert. Er sagte: „O Söhne Abdul Muttalibs! Ich schwöre, das ist Böse! Bevor andere ihn ergreifen und aufhalten, müsst ihr selbst seine Hände ergreifen und ihn stoppen! Wenn ihr ihm heute gehorcht, werdet ihr Demütigung und Schande erleiden! Wenn ihr versucht, ihn zu schützen, werdet ihr getötet!“ Er versuchte, die Einladung zu sabotieren. Doch vor ihm stand Abu Talib. Er war sehr wütend über seine Worte. „Du Feigling! Bei Allah! Solange wir leben, werden wir ihm helfen und ihn schützen!
O Sohn meines Bruders, wenn du die Menschen einladen willst, sag es uns, wir rüsten uns und gehen mit dir hinaus!“ Doch Abu Talibs Unterstützung war nicht von Glauben geprägt. Er sagte: „Ich bin nicht bereit, die Religion Abdul Muttalibs zu verlassen. Also werde ich sterben im Glauben, dem er folgte.“ So erhielt Rasulullah nicht das erhoffte Ergebnis, und die Gäste verließen schweigend das Haus. Es musste einen anderen Weg geben. Er durfte der Verzweiflung nicht nachgeben. Ob die Menschen es annahmen oder nicht, sein Auftrag war klar: zu warnen, einzuladen und alles zu tun, um die Botschaft zu verbreiten.
Alles, was er brauchte, war eine Idee, einen Weg, die Menschen Mekkas an einem Ort zu sammeln und ihnen zuzuhören. Er dachte lange nach, bis er schließlich eine Lösung fand. Eines Tages ertönte eine laute Stimme in Mekka. „Ya Sabāha! Ya Sabāha!“ Was war das für ein Geräusch? Es kam vom Safa-Hügel. Menschen strömten hinaus, um zu sehen, was geschah. Bald versammelte sich eine große Menge. Es waren Menschen aus allen Familien der Quraisch. Doch was war so wichtig, dass es so viele Menschen versammelte? Was bedeutete dieser Ruf? Es war eine Art Notsignal. Als die Menschen Mekkas es hörten, wussten sie, dass etwas Ernstes geschehen war. Es gab dringende Nachrichten.
Als sie sich versammelten, sahen sie, dass es Rasulullah war, alayhis-salatu wassalam (FSMI). Auch Abu Lahab war anwesend. Alle fragten sich, was der Prophet (FSMI) sagen würde. Dann hielt er seine unvergessliche Rede. „Wenn ich euch sagen würde, dass feindliche Reiter hinter diesem Berg oder in jenem Tal sind und euch bei Sonnenauf- oder -untergang angreifen, würdet ihr mir glauben?“ Alle sagten: „Ja, wir würden dir glauben.“ Da sagte er: „So wisst, dass ich euch warne vor einer schweren Strafe, die vor euch liegt. Allah hat mir befohlen, meine Verwandten vor der Strafe des Jenseits zu warnen.
Ich lade euch ein zu sprechen: ‚Allah ist Einer, es gibt keinen Gott außer Ihm.‘ Ich bin Sein Diener und Sein Gesandter. Wenn ihr meine Worte annehmt, garantiere ich euch das Paradies. Beachtet dies: Solange ihr nicht sagt: ‚Allah ist Einer, es gibt keinen Gott außer Ihm,‘ kann ich euch weder in dieser Welt noch im Jenseits helfen.“ Abu Lahab war voller Wut. Er ertrug die Einladung nicht einmal innerhalb seiner eigenen Familie. Nun sprach der Gesandte Allahs (FSMI) zu allen Quraisch. Was Abu Lahab dann tat, überschritt jede Grenze. Wieder versuchte er, die Botschaft des Islam aufzuhalten.
Wütend bückte er sich, hob etwas auf und warf es dem Neffen entgegen, rufend: „Mögen deine Hände zugrunde gehen! Dafür hast du uns hierher gerufen?“ In Wahrheit traf sein Wurf die Religion Allahs selbst, die Offenbarung an sich. Diese Worte waren die Antwort auf einen Ruf der Barmherzigkeit, eine Einladung zum ewigen Paradies. Wie schmerzhaft muss das für den Propheten (FSMI) gewesen sein? Sein eigener Onkel, von dem er Hilfe erwartete, behandelte ihn schlecht. Von da an versuchten Abu Lahab und seine Frau ihr Leben lang, dem Propheten (FSMI) zu schaden. Mit dieser Tat besiegelte er sein Schicksal. Dann wurde die Sure Al-Masad offenbart und kündigte sein Ende an.
Darin heißt es: „Zugrunde gehen sollen die Hände Abu Lahabs, und zugrunde gehe er selbst. Weder sein Besitz noch sein Erwerb nützten ihm. Er wird in einem Feuer brennen. Und auch seine Frau, die Holzträgerin. Um ihren Hals wird ein Seil aus Palmfasern sein.“ Diese Ayat machten klar, dass er niemals glauben würde. Und dass er in die Hölle gehen wird. Von außen betrachtet wirkte das wie ein großes Risiko. Denn wäre Abu Lahab letztlich gläubig geworden, wäre dieser Vers widerlegt gewesen. Selbst vorgetäuschter Glaube hätte zum selben Ergebnis geführt. Ob er dem Islam geglaubt hätte oder ihn nur widerlegen wollte, hätte er nur sagen müssen: „Ich glaube.“ Was geschah also?
Nach der Offenbarung dieser Sure lebte er noch sieben weitere Jahre. Doch sein Hass ließ nie nach. Er starb im Zustand der Leugnung. Abu Lahab hasste den Islam und hätte alles getan, um der Religion zu schaden. Was hielt ihn davon ab, diese Gelegenheit zu nutzen? Darüber hinaus: Wäre die Botschaft des Gesandten (FSMI) erfunden gewesen, wie hätte er so ein Risiko eingehen können? Die Antwort war einfach: Allah wollte es so. Er ist es, der die Vergangenheit kennt, die Zukunft und alles dazwischen. So wurde als Wunder das schreckliche Ende offenbart, das Abu Lahab sich zufügen würde, noch bevor es geschah.
Und der Gesandte (FSMI) verkündete diese Botschaft ohne Zögern, weil er Dem vertraute, der sie offenbart hatte. Doch Abu Lahab konnte das nicht erkennen. Niemand antwortete auf die Worte des Gesandten. Sie hatten etwas gehört, das völlig anders war als alles, was sie je zuvor gehört hatten. Und doch schwiegen sie. Sie flüsterten nur untereinander und gingen fort. Von diesem Tag an war der Ruf zum Islam nicht mehr geheim. Die Zeit der offenen Einladung begann. Dies war ein Wendepunkt. Rasulullah, (FSMI), verkündete eine Botschaft, die zu ewigem Glück führt, nicht nur für seinen Stamm, sondern für die ganze Welt. Doch der Preis war hoch.
Er sollte noch unzählige Beleidigungen, Unterdrückung, Folter und Lügen ertragen. Er würde Grausamkeit erfahren von jenen, die er vor dem ewigen Abgrund retten wollte. Nun würden sich Diamanten und Kohle, Gold und Kupfer voneinander trennen. Es war wieder einer dieser Tage. Rasulullah, (FSMI), betete vor der Kaaba. Um ihn herum standen Menschen mit Blicken voller Hass und Wut. Ihre Verspottung und Beleidigungen ignorierend, setzte er sein Gebet fort. Diese Blicke waren Vorzeichen eines schrecklichen Ereignisses. Er war in Sajdah (Niederwerfung), vielleicht in einem seiner friedlichsten Momente. Doch die skrupellosen Götzenanbeter hatten ihre Gelegenheit genutzt.
Während Rasulullah (FSMI) nicht ahnte, was kommen würde, warfen sie Kamelinnereien direkt auf seine Schultern. Unter der brennenden Sonne wurde der Gestank unerträglich. Er bekam kaum Luft. Abu Jahl lachte laut. Es war seine Idee. Mit dieser widerwärtigen Tat versuchte er, die Wahrheit zu unterdrücken, die er mit Argumenten nicht besiegen konnte. Obwohl er kaum atmen konnte – was hielt den Gesandten Allahs (FSMI) davon ab, sein Gebet abzubrechen? Als die Götzenanbeter um ihn herum lachten und spotteten, was ließ ihn weiterbeten? War er nicht noch vor Jahren bei den Quraisch eine hochangesehene Person gewesen? Warum ging er das Risiko ein, so viel Hass auf sich zu ziehen?
Was machte ihn trotz all der Beleidigungen so standhaft? Kurz darauf sah ihn seine Tochter Fatima, damals noch ein Kind, in diesem Zustand. Sie war entsetzt. Sie rief: „Abati, Abati!“ Ihr kleines Herz wurde durch diesen Anblick erschüttert. Mit Tränen in den Augen lief sie zu ihrem Vater. Sie versuchte, die Innereien von seinen Schultern zu entfernen und ihn zu reinigen. Dann schrie sie diese herzlosen Männer an und sprach harte Worte zu ihnen. „Muhammad hat unsere Namen genannt und uns verflucht! Was, wenn Allah sein Bittgebet annimmt und uns vernichtet?“ Selbst das war nicht das Schlimmste, was ein Kind seinen Vater erleiden sehen sollte.
Rasulullah hätte ein normales, bequemes Leben führen können. Warum also nahm er all dieses Leid auf sich? Er war keiner, den Allah jemals hätte verloren gehen lassen. Alle Fragen führten zur selben Antwort: Zur Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit seiner Botschaft. Die Kaaba wurde Zeugin solcher Grausamkeiten. Obwohl sie nur wenige Schritte entfernt war, konnten selbst einige Gefährten dort nicht frei beten. Und wer es wagte, musste die möglichen Folgen akzeptieren. Sie wussten, dass sie wenige waren. Sie spürten die Gefahr. Doch sie wollten die Wahrheit vor allen verkünden. Für ein Herz, das vom Glauben erfüllt ist, war Schweigen keine Option.
Erst recht nicht, wenn es das Herz eines Gefährten des Propheten (FSMI) war. Eines Tages gingen sie mit dem Gesandten (FSMI) zur Kaaba und setzten sich dort nieder. Auch eine Gruppe von Islamfeinden war dort. Es war ein gefährlicher Moment. Doch Abu Bakr konnte die Wahrheit in seinem Herzen nicht länger zurückhalten. Er verspürte den Drang, sie anzusprechen. Er wandte sich an die andere Gruppe und sprach laut. Er sprach über die Größe des Glaubens an Allah und darüber, dass Götzenanbetung sinnlos und nutzlos ist. Diese Worte machten die Mushrikun (Polytheisten) zornig. Ihre Herzen waren voller Hass und Wut.
Schon bald konnten sie sich nicht mehr beherrschen und begannen, den Propheten (FSMI) schwer zu beleidigen. Doch das genügte ihnen nicht. Sie stürzten sich auf Abu Bakr, um ihren Zorn an ihm auszulassen. Sie umringten und griffen ihn an. Schlag um Schlag prügelten sie auf ihn ein. Es kam so weit, dass er zu Boden fiel, Utba ibn Rabiʿa auf ihn stieg und mit schweren Schuhen heftig auf seinen Kopf eintrat. Doch selbst das reichte ihm nicht. Ohne jedes Erbarmen rieb er Abu Bakrs Gesicht im Staub. Blut und Sand vermischten sich im Gesicht. Er war dem Tod nahe. Nach dieser brutalen Misshandlung verlor er das Bewusstsein. Mit Hilfe einiger Stammesangehöriger der Banu Taym konnte er entkommen.
Man brachte ihn nach Hause. Erst spät am Abend kam er wieder zu Bewusstsein. Trotz allem, was er erlitten hatte, waren seine ersten Worte: „Wo ist der Gesandte Allahs (FSMI)? Wie geht es ihm?“ Als wäre nicht er es gewesen, der diese Schläge ertragen hatte. Als wäre ihm selbst nichts geschehen. Seine einzige Sorge galt dem Propheten (FSMI). Er dachte an die Beleidigungen, die Rasulullah, (FSMI) zugefügt worden waren. Er fragte sich, ob Quraisch ihm etwas angetan hatte. Er war übersät mit Blut und Wunden. Doch selbst als man zu ihm sagte: „Du bist hungrig und durstig. Willst du nichts essen oder trinken?“, interessierte ihn nur, ob der Gesandte Allahs (FSMI) in Sicherheit war.
„Nein, ich werde nichts essen und keinen Tropfen trinken, bis ich vom Gesandten Allahs (FSMI) höre.“ Ein weiteres Beispiel aus jener Zeit ist Abdullah ibn Masud. Einige Gefährten waren traurig und beklagten ihre Lage. Der Koran wurde nicht offen vor Quraisch rezitiert. Niemand außer dem Gesandten (FSMI) hatte ihn laut vorgetragen. Sie dachten, wenn er öffentlich rezitiert würde, könnten sich ihre Herzen ändern. Vielleicht würden diese schweren Tage enden. Vielleicht würden sie die Wahrheit erkennen. Sie wünschten sich das sehr. Doch wer wagte es? Die Haltung der Quraisch war klar: Wer öffentlich rezitierte, konnte einem Angriff nicht entgehen. Ein Lynchangriff war sicher.
Während sie darüber berieten, war Ibn Masud wohl der Schwächste unter ihnen. Er war kaum über zwanzig. Obwohl er wusste, was ihn erwartete, trat er vor und sagte: „Ich werde es tun.“ Seine Gefährten hielten ihn zurück. Denn gegen Angriffe der Quraisch musste jemand mit starkem Stammesrückhalt gewählt werden. Doch Abdullah ibn Masud hatte keinen solchen Schutz. Dennoch war er bereit, es auf sich zu nehmen. Hatte vor niemandem Angst. Dann kam der nächste Tag. Er konnte kaum erwarten, die Wahrheit laut zu verkünden. Trotz allem hatte er Hoffnung, dass sich ein weiteres Herz dem Islam öffnen würde. Vielleicht würde nur eine weitere Person die Wahrheit annehmen.
Selbst eine einzelne Person war nicht unbedeutend. Für diese eine Seele ging er das Risiko ein. Er ging zur Kaaba und rezitierte mit lauter Stimme: „Bismillahir Rahmanir Rahim (Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen).“ Dann begann er, die Sure Ar-Rahman (Sure des Allerbarmers) zu rezitieren. „Ar-Rahman. (Der Allerbarmer) Allamal Qur'an. (Lehrte den Koran) Khalaqal insan. (Schuf den Menschen) Allamahul bayan. (Lehrte ihm klare Rede)“ Diese Rezitation, diese Worte… war etwas, das sie noch nie gehört hatten. Und doch klang es ihnen nicht fremd. Die Führer der Quraisch erkannten, dass es der Koran war. Sie stürmten sofort auf Abdullah ibn Masud zu.
Niemand sollte diese Worte hören, denn sie würden die Herzen bewegen. Selbst die Quraisch konnten der Wirkung dieser Worte nicht widerstehen. Wie sollten sie anderen erklären, was sie selbst noch innerlich nicht verstanden? Ibn Masud war von den Götzendienern umzingelt. Trotz Schlägen, die ihn trafen, wollte er nicht aufgeben. In den göttlichen Worten wurden einer nach dem anderen in Allahs Segnungen erwähnt. Dann kamen die Ayat (Verse): „Fa bi ayyi ala-i Rabbikuma tukazziban?“ Mitten in den Schlägen rief Abdullah die Wahrheit aus. Dieser Moment, diese Szene, zeigte klar wie hilflos die Quraisch waren.
Er rezitierte immer wieder: „Fa bi ayyi ala-i Rabbikuma tukazziban?“ bis er nicht mehr sprechen konnte. Als alles vorbei war, antwortete er seinen besorgten Gefährten: „In meinen Augen gibt es jetzt keine Feinde Allahs die schwächer oder erniedrigter sind als sie. Wenn ihr wollt, komme ich morgen wieder, um ihnen den Koran rezitieren, genau wie heute.“ Egal, was die Quraisch taten, am nächsten Tag fanden sie die Muslime immer stärker vor als zuvor. Kein Gläubiger kehrte dem Glauben den Rücken. Und Rasulullah, (FSMI), gab seine Mission niemals auf. Ob allein oder gemeinsam, die Quraisch fragten sich: „Was könnte Muhammad dazu bringen, diese Botschaft aufzugeben? Wer könnte das je beenden?
Warum hat nichts funktioniert?“ Während sie überlegten, kam ein Name auf: Ein Name, auf den sich alle einigten. Wenn jemand Muhammad (FSMI) von seinem Weg abbringen könnte, dann er. Der Mann, der ihn väterlich seit der Kindheit über 30 Jahre lang erzogen hatte. Sein Onkel, Abu Talib. Abu Talib war einer der angesehensten Männer Mekkas. Er war alt aber nicht reich, doch die Menschen ehrten ihn und hörten auf ihn. Er hatte den Islam nicht angenommen, doch die Bindung zu seinem Neffen war tief, geprägt von Jahrzehnten der Liebe, Treue und gegenseitigem Respekt. Es war nicht das erste Mal, dass die Quraisch zu ihm kamen.
Beim letzten Mal hatte Abu Talib ruhig geantwortet, sie beschwichtigt und höflich fortgeschickt. Doch diesmal meinten sie es ernst. Sie stellten eine klare Forderung: Der Prophet solle seine Mission aufgeben. „O Abu Talib! Du bist einer unserer Ältesten, einer unserer Vornehmen. Wir haben dich schon zuvor gebeten, deinen Neffen aufzuhalten, doch du hast nicht getan, was wir verlangten. Er nennt uns töricht und verachtet unsere Götter. Bring ihn zum Schweigen, oder wir kämpfen gegen euch beide, bis ihr oder wir vernichtet sind.“ Diese Drohungen erschütterten den betagten Abu Talib. Diesmal waren sie entschlossener als je zuvor. Er hatte sein ganzes Leben unter diesen Menschen verbracht.
Sie respektierten ihn, sein Ansehen war über Jahre gewachsen. Er fühlte sich ihnen tief verbunden. Der Gedanke, von seinem Volk verstoßen zu werden, schmerzte ihn. Doch auf der anderen Seite stand sein Neffe, den er mehr liebte als seine eigenen Kinder. Auch ihm konnte er nicht den Rücken kehren. Er war hin- und hergerissen zwischen zwei Seiten. Sein Herz wurde schwer. Nach langem Nachdenken ließ er Rasulullah zu sich rufen und sagte: „Mein lieber Neffe, die führenden Männer deines Stammes kamen zu mir. Ich bitte dich, hab Erbarmen mit mir und dir. Lade uns keine Last auf, die keiner von uns tragen kann.
Bitte, hör auf, Dinge zu sagen, die dein Volk aufbringen.“ Die Worte seines Onkels ließen den Propheten (FSMI) innehalten und einen Moment nachdenken. Die Lage war sehr schwierig. Abu Talibs Entschlossenheit von damals, als Rasulullah seine Verwandten zum Essen eingeladen hatte, war geschwächt. Bis zu diesem Moment war Abu Talib sein einziger Beschützer im Stamm gewesen. Würde auch er sich von ihm abwenden? Würde auch er ihn allein lassen? So schwer und schmerzlich diese Worte auch waren, der Gesandte Allahs (FSMI) wusste, dass er nur einen Beschützer hatte: Allah, den Herrn der Himmel und der Erde. Selbst wenn die ganze Welt ihm den Rücken kehrte, würde das nichts ändern.
Denn Rasulullah wusste, dass alles nach Allahs Willen geschieht und nichts ohne Seine Erlaubnis. Dies war die Religion Allahs und sie hing nicht von einem Menschen ab. Allah konnte sie durch jeden stärken, den Er wollte, auf jede Weise. In diesem Moment sagte Rasulullah (FSMI), jene unvergesslichen Worte: „Wisse, o mein Onkel: Selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte Hand legten und den Mond in die linke, würde ich diese Religion, diese Wahrheit niemals aufgeben. Entweder lässt Allah diese Religion siegen, oder ich gebe mein Leben dafür.“ Während er diese Worte sprach, flossen Tränen aus seinen Augen. Von seinem Onkel allein gelassen zu werden, war nicht leicht für ihn.
Doch seine Entscheidung war klar. Er stand auf. Als er sich zum Gehen drehte, berührten Klarheit und Standhaftigkeit das Herz Abu Talibs. Der Mut Rasulullahs inspirierte ihn und gab ihm die Kraft, auch aufzustehen. „Sohn meines Bruders, setze fort, was du tust. Tu, was du für richtig hältst. Bei Allah, ich werde dich niemals ausliefern, egal aus welchem Grund.“ Wieder einmal liefen die Versuche der Götzendiener ins Leere. Was auch sonst? Er fürchtete keinen Moment den Tod. Er warf ihre Drohungen direkt zu ihnen zurück. Er sagte: „Selbst wenn sie mir die Sonne in die rechte Hand legen und den Mond in die linke,“ meinte er es ernst.
Himmel und Erde waren Zeugen seiner Aufrichtigkeit und Wahrheit. Neben dem Besuch bei Abu Talib machten die Quraisch dem Propheten (FSMI) auch alle möglichen Angebote. Sie schlugen Folgendes vor: „Wenn du Reichtum willst, geben wir dir von unserem, bis du mehr hast als wir selbst. Wenn du Ansehen suchst, werden wir dich über uns erheben. Wir werden nie deinem Befehl widersprechen. Wenn du König sein willst, machen wir dich zum König.“ Doch egal, was sie boten, Rasulullah, (FSMI), lehnte alles ab. Wenn er gelogen hätte, wie sie glaubten, warum nahm er dann nichts an? Wo war der persönliche Vorteil? Was hatte er außer Mühsal und Leiden? Die Wahrheit war klar.
Die Worte des Koran und das Verhalten des Gesandten Allahs (FSMI) wirkten Tag für Tag auf die Ungläubigen. Ihr Vertrauen in den Weg, den sie gingen, schwand langsam. Doch sie weigerten sich weiterhin, die Wahrheit anzuerkennen. Warum leugneten sie die Wahrheit so hartnäckig? Warum verspotteten sie den Gesandten Allahs (FSMI) und wiesen seine Worte zurück? Warum hielten sie sich die Ohren zu, wenn der Koran rezitiert wurde? Warum verschlossen sie beharrlich ihre Augen vor dem Licht? Im Kern ging es um Stolz und Ego. Denkt darüber nach. Wenn sie diese Religion annähmen, müssten sie zugeben, dass alles, was sie jahrelang taten, falsch war.
Und für jemanden mit großem Ego war dieses Geständnis schwer. Besonders bei so einer wichtigen Angelegenheit. Sie wollten auch nicht glauben, dass ihre Vorfahren einen Fehler gemacht hatten, als sie Götzen anbeteten. Ihr Stolz galt also nicht nur ihnen selbst. Er war auch ein Verteidigen der Wege ihrer Ahnen. Erinnert euch, was sie sagten, als sie zu Abu Talib kamen. „Er spricht sich gegen unsere Vorfahren aus und nennt uns töricht.“ Jahrelang hatten sie Tiere für ihre Götzen geopfert, mit Ehrfurcht Hände und Gesicht an ihnen gerieben, jeden Tag, bevor sie ihr Haus verließen. Sie wollten nicht akzeptieren, dass das alles umsonst war.
Die Treue zur Wahrheit war ihnen weniger wert als die Ehre ihrer unter der Erde liegenden Ahnen. Auch wenn sie allein in ihre Gräber gingen, folgten sie lieber den Stimmen der Vergangenheit als der Stimme der Vernunft. Ein weiterer Aspekt ihres Stolzes war, dass sie die Familie des Propheten (FSMI) nicht für edel genug hielten. Tatsächlich sagte einmal Abu Jahl nach einem Gespräch mit dem Gesandten Allahs (FSMI) zu seinem Freund: „Bei Allah, ich weiß, dass er die Wahrheit sagt.“ Doch warum glaubte er ihm nicht? Selbst nachdem er es zugegeben hatte? Weil er nun den Stamm des Propheten (FSMI) mit dem eigenen verglich.
Er listete die überlegenen Eigenschaften jedes Stammes auf und verglich sie mit zwei Rennpferden, die nebeneinander laufen. Er sagte: „Und jetzt sagen sie: ‚Wir haben einen Propheten aus unserem Stamm.‘ Bei Allah, das kann ich nicht akzeptieren.“ Ein anderes Mal sagte Umayyah ibn Abi al-Salt zu Abu Sufyan über den Gesandten Allahs (FSMI): „Er ist wahrlich ein Prophet. Folgt ihm.“ „Warum folgst du ihm dann nicht?“ „Ich würde mich womöglich schämen, wenn die Frauen von Thaqif sagen: ‚Umayyah folgte einem Mann von den Söhnen von Abd Manaf.‘“ Unter den Arabern galt: je höher der Status, desto größer der Druck, das eigene Ansehen zu wahren.
Sie dachten: „Was werden die Leute sagen?“ Und richteten ihr Leben nach der Meinung anderer aus. Am Ende opferten sie jedoch ihr ewiges Leben für ein kurzes, vergängliches Dasein. Deshalb hatten ihre Drohungen gegen Abu Talib keinen Erfolg. Ihre Geduld war erschöpft. Sie hatten keine Toleranz für den Islam. Aus Zorn und Hass versuchten sie, dem Propheten (FSMI) Schaden zuzufügen – bei jeder Gelegenheit, die sich bot. Wenn er im Gebet war, kamen sie von hinten und versuchten, ihn zu erwürgen. Wenn er in Sajdah (Niederwerfung) war, versuchten sie, seinen Kopf mit einem Stein zu erschlagen. Sie kippten immer wieder Tierabfälle vor seine Tür und streuten täglich Dornen auf seinen Weg.
Wo immer sie ihn sahen, verletzten sie sein gesegnetes Herz mit Worten und beschimpften ihn. Doch trotz all dem ertrug er alles geduldig und standhaft und gab niemals auf. Kein Hass, keine Beleidigung, keine Drohung konnte ihn von seinem Weg abbringen. Mit derselben Hingabe, Tag und Nacht, rief er die Menschen weiter zum Islam, in der Hoffnung, noch eine Seele zu retten. Er sorgte sich nicht um sich selbst. Doch in jenen Tagen wuchs seine Sorge um seine Gefährten. Jeden Tag wurde das Leben als Muslim in Mekka schwerer. Zur heißesten Tageszeit, hallte Mekka wider von den Schreien gefolterter Muslime, bis ihnen die Kraft zum Lautgeben fehlte.
Selbst das Haus des Arqam reichte nicht mehr, um die Gläubigen zu schützen. Der Gesandte Allahs (FSMI), musste den Weg finden, damit die Muslime ihren Glauben freier ausüben konnten. Es war das fünfte Jahr der Prophetenschaft. Eines Tages versammelte Rasulullah (FSMI) seine Gefährten. Er hatte ihnen etwas Wichtiges mitzuteilen. Er sagte: „Verstreut euch über das Land. Allah wird euch alle zusammenführen.“ Aber wohin konnten sie gehen? „O Gesandter Allahs, wohin sollen wir gehen?“ Rasulullah, (FSMI), deutete mit der Hand und sagte: „Dorthin.“ Er zeigte über das Meer. Das bedeutete, dass sie dorthin über das Meer reisen mussten. Aber wo war es?
Das Echo des Islam, der sich in ferne Länder ausbreitete, mit nur wenigen Gläubigen, die Härten, denen Erleichterung folgen würde, die wichtigen Namen, die zum Islam stießen, Namen, die die Quraisch zutiefst erschüttern würden, die Niederlagen, die die Ungläubigen nacheinander erleiden würden, und das große Gebet des Propheten (FSMI), das angenommen werden würde. All dies erwartet uns in der nächsten Episode. Bleibt dran. Es mag etwas ungewöhnlich klingen, aber wir bieten einen Online-Quran-Kurs an, und 43.000 Menschen haben ihn bereits abgeschlossen und ihre Quran-Reise begonnen. Ja, ich spreche von unserer Lamalif Quran Mobile-App. Sie ist völlig kostenlos und ohne Werbung.
Diese App, die im Türkischen und Englischen äußerst erfolgreich war, wird nun Muslimen auf der ganzen Welt in 13 verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen, Inschallah. Doch dieses Projekt erfordert sehr viel Aufwand. Damit das möglich wird, müssen wir 2.000 Minuten Lehrvideos produzieren. Und aktuell kämpfen wir mit den Übersetzungs- und Sprecherkosten. Unser Team hat den Gesamtbetrag in 30-Dollar-Anteile aufgeteilt, sodass du uns unterstützen kannst, indem ihr einen oder mehrere Anteile übernimmt, je nach Möglichkeit, Inschallah. Wir brauchen eure Hilfe, um diese App fertigzustellen.
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